Lautes Vorlesen ist übrigens ein toller Trick, wenn man testen will, ob etwas Geschriebenes auch wirklich „funktioniert“. Beim Vorlesen hört man nämlich sofort, ob ein Satz gut ist, denn dann liest er sich besser und hört sich besser an. Komisch, nicht wahr?
Aus diesem Grund liest sich manch ein Schriftsteller jeden Tag die gerade geschriebenen Stücke laut vor. Du kannst sie aber natürlich auch deinen Eltern, Großeltern, Geschwistern oder Freunden vorlesen.
Sophia sitzt einsam auf dem Bett und denkt nach: ,,Was ist mit Josephine nur los? Wieso erzählt sie mir nicht einfach was los ist? Schließlich bin ich ihre beste und auch einzige Freundin!“ Sie macht sich immer wieder Gedanken darum warum ihre Freundin so agressiv ist, wie letztens auf dem Schulhof:
Kira, die Klassenzicke höchstpersönlich, kam auf Josephine zugeschlendert: ,,Na, wie geht’s denn Miss Obercool?“ ,,Na ja, eigentlich ganz gut. Bis du, Frosch, hierherkamst und mich gefragt hast und dir dabei der Glibber aus dem Mund gelaufen ist. Ja, genau bis zu diesem Moment ging es mir gut, jetzt ist mir leider schlecht. Entschuldigst du mich bitte?“, sagte sie genervt. Da sagte Kira: ,,Ich wusste schon immer das du zu nichts taugst außer zum Prügeln und dumm machen. Ich mein, was kann man sonst mit einem Mädchen machen was SO aussieht. Hast du eigentlich mal überlegt dir ordentliche Klamotten zu kaufen anstatt die alten Sachen von deinem Vater anzuziehen?! Mir wär sowas echt peinlich!“ Jojo war ganz knapp davor ihr eine reinzuhauen und eine angemessene Trachtprügel zu geben, da hat sie sich dazwischen gestellt: ,,Jojo, das bringt nichts. Sie wird sich nie ändern, das weißt du! Es ist falsch was du tust!“ ,,Lass mich vorbei Sophia, du weißt doch nicht mal selbst was falsch und was richtig ist. Hinterlistige Schlange, hält einfach nicht zu mir, wie ich immer zu dir gehalten habe! Du bist ein so undankbares Monster!“, schrie sie, stieß sie zur Seite und rannte auf die Toilette. Den sichersten Ort auf der Welt, wie sie Sophia damals auf dem 10-Meter Turm anvertraut hatte. Aber warum sie das fand verstand Sophia nicht und als sie sie fragte sagte Jojo nichts und schwieg betrübt. Dann zwang Jojo Sophia vom 10-Meter Turm zuspringen mit der Überredung: ,,Danach bist du total frei von deinen Sorgen und Problemen. Das ist wie eine Droge die dich süchtig macht und dich anscheinend nie loslassen will.“
Ciao Clara
Clara, danke fuer die Geschichte.
Sie gefaellt mir ziemlich gut, wirklich. Aber du musst dich daran gewoehnen, neue Zeilen dort einzulegen, wo die Geschichte den Blickpunkt aendert: Bei Zeitspruengen, wenn jemand spricht (bei jedem Wechsel des Dialoges eine neue Zeile!), wenn ein Szenenwechsel stattfindet.
Dadurch wird die Geschichte erst wirklich lesbar.
Sonst nichts zu kritisieren…
Ciao
Georg
Jacky ist total aufgeregt während sie die Bühne betritt, obwohl sie das schon so oft getan hat und sie ein Star ist. Wenn man Jacky beschreiben und ihre Vorgeschichte erzählen würde dann sähe das so aus: Jacky Winter ist ein ganz normales Mädchen gewesen, bis sie sich bei einem Casting beworben hat und haushoch gewonnen hat. Alles um sie herum veränderte sich: Ihre Eltern, die Lehrer, ihre Freunde und Feinde. Wie zum Beispiel Sina, sie war ihre beste Feindin und als das dann passierte war sie total verändert. Sina machte ihr Geschenke und Komplimemte, lud sich zu sich nach Hause ein um mit ihr im Pool abzuhängen. Nie war sie sauer oder machte dumme Bemerkungen wenn Jacky wieder mal ein Missgeschick passierte.
Die Geschichte geht irgendwie weiter, aber ich will ja nicht gleich alles hier in Grund und Boden quatschen wie ich es in der Schule tue

Ciao
Eure Clara
Hallo Clara,
und danke fuer die Geschichte. Das ist aber mehr eine Zusammenfassung als eine Story, da musst du schon ziemlich hart daran arbeiten, die verschiedenen Aspekte ausarbeiten, die Figuren gut beschreiben usw.
Aber sicher hast du da Stoff fuer eine laengere Geschichte.
Danke und ciao
Georg
Hmm,ja, ich dachte man soll einfach ein Beispiel nennen,
wieso lautes Vorlesen wichtig ist, und ich wollte mit dem Text sagen, dass man eben auf die Zeiten achten sollte. Oder wie ist das jetzt!?
Ooops, ich verstehe nicht ganz!? Beziehst du dich auf deinen Post mit dem Sieb???
Es war einmal in einem sehr weit entfernten Königreich eine arme Prinzessin Goldrute. Sie diente hingebungsfoll der jungen hübschen steinreichen Kammerzofe Jira die jeden Tyrannisierte. Jira brachte vor langer Zeit auch noch die Königin und den König um, verkleidete sich als Goldrute und herrschte von da an über das Königreich.
Lori, da hast du aber eine Mordsgeschichte in drei Zeile geschrieben. Fast zu viele Details, wuerde ich an dieser Stelle sagen…
Wenn die Prinzessin von der Zofe tyrannisiert (kleingeschrieben, ist ein Verb!) wird, dass waere das allein eine Geschichte wert. Bei dir aber geht es jetzt erst richtig los!
Wenn Jira dann doch die Koenigin umbringt (warum wohl, wenn die Koenigin sowieso alles fuer sie machte?), warum braucht sie sich dann noch als Koenigin zu verkleiden? Sie waere ja dann die neue Herrscherin ueber das Koenigreich!
Man muss immer sehr gut ueber die Geschichten nachdenken, die einem in den Kopf fahren, und sich jedes Mal fragen: was waere, wenn…?
Wie gesagt, da sind viele gute Ideen, aber vielleicht zu viele, und ein bisschen zu stark vermischt. Da musst du nochmals gut nachdenken, ok?
Ciao und danke
Georg
Ich ging auf den Berg und schaue mir die Landschaft an.
Alles ist grün gewesen. Ich habe das Gefühl, zu schweben.
Ich werde wie verzaubert sein.
Ich war völlig frei.
Luzia, auch hier hast du eine schoene Idee gehabt, aber dann hast du sie etwas zu schnell “herunter geschrieben”.
Zum Beispiel aenderst du in jedem Satz die Zeit: ich ging; ich schaue; ich werde sein; ich war.
Das ist des Guten zuviel. Versuche immer, sehr logisch mit den Zeiten in deinen Geschichten umzugehen. Am besten ist es, du haelst an einer Zeit fest und aenderst sie nicht mehr.
Sonst ist der Inhalt sehr schoen und interessant.
Ciao
Georg
Es waren einmal drei große Schweine und sie aßen am liebsten Wölfe. und als ein wolf ein Haus aus Stroh baute pusteten die drei Schweine und das Haus aus stroh
einmal drei böse schweinchen
Die Idee, ein Maerchen umzudrehen, ist gut. Dann musst du aber auch ein bisschen mehr in deinen Anfang investieren, nicht eine “Geschichte” in einem einzigen hastigen Satz schreiben. Das ist definitiv zu wenig, findest du nicht?
Ciao
Georg