Lautes Vorlesen ist übrigens ein toller Trick, wenn man testen will, ob etwas Geschriebenes auch wirklich „funktioniert“. Beim Vorlesen hört man nämlich sofort, ob ein Satz gut ist, denn dann liest er sich besser und hört sich besser an. Komisch, nicht wahr?
Aus diesem Grund liest sich manch ein Schriftsteller jeden Tag die gerade geschriebenen Stücke laut vor. Du kannst sie aber natürlich auch deinen Eltern, Großeltern, Geschwistern oder Freunden vorlesen.
Hmm,ja, ich dachte man soll einfach ein Beispiel nennen,
wieso lautes Vorlesen wichtig ist, und ich wollte mit dem Text sagen, dass man eben auf die Zeiten achten sollte. Oder wie ist das jetzt!?
Ooops, ich verstehe nicht ganz!? Beziehst du dich auf deinen Post mit dem Sieb???
Es war einmal in einem sehr weit entfernten Königreich eine arme Prinzessin Goldrute. Sie diente hingebungsfoll der jungen hübschen steinreichen Kammerzofe Jira die jeden Tyrannisierte. Jira brachte vor langer Zeit auch noch die Königin und den König um, verkleidete sich als Goldrute und herrschte von da an über das Königreich.
Lori, da hast du aber eine Mordsgeschichte in drei Zeile geschrieben. Fast zu viele Details, wuerde ich an dieser Stelle sagen…
Wenn die Prinzessin von der Zofe tyrannisiert (kleingeschrieben, ist ein Verb!) wird, dass waere das allein eine Geschichte wert. Bei dir aber geht es jetzt erst richtig los!
Wenn Jira dann doch die Koenigin umbringt (warum wohl, wenn die Koenigin sowieso alles fuer sie machte?), warum braucht sie sich dann noch als Koenigin zu verkleiden? Sie waere ja dann die neue Herrscherin ueber das Koenigreich!
Man muss immer sehr gut ueber die Geschichten nachdenken, die einem in den Kopf fahren, und sich jedes Mal fragen: was waere, wenn…?
Wie gesagt, da sind viele gute Ideen, aber vielleicht zu viele, und ein bisschen zu stark vermischt. Da musst du nochmals gut nachdenken, ok?
Ciao und danke
Georg
Ich ging auf den Berg und schaue mir die Landschaft an.
Alles ist grün gewesen. Ich habe das Gefühl, zu schweben.
Ich werde wie verzaubert sein.
Ich war völlig frei.
Luzia, auch hier hast du eine schoene Idee gehabt, aber dann hast du sie etwas zu schnell “herunter geschrieben”.
Zum Beispiel aenderst du in jedem Satz die Zeit: ich ging; ich schaue; ich werde sein; ich war.
Das ist des Guten zuviel. Versuche immer, sehr logisch mit den Zeiten in deinen Geschichten umzugehen. Am besten ist es, du haelst an einer Zeit fest und aenderst sie nicht mehr.
Sonst ist der Inhalt sehr schoen und interessant.
Ciao
Georg
Es waren einmal drei große Schweine und sie aßen am liebsten Wölfe. und als ein wolf ein Haus aus Stroh baute pusteten die drei Schweine und das Haus aus stroh
einmal drei böse schweinchen
Die Idee, ein Maerchen umzudrehen, ist gut. Dann musst du aber auch ein bisschen mehr in deinen Anfang investieren, nicht eine “Geschichte” in einem einzigen hastigen Satz schreiben. Das ist definitiv zu wenig, findest du nicht?
Ciao
Georg