dtv Schreibwerkstatt
 
Das Wenn-Spiel

Selbst ausdenken
6. Oktober 2009

TippDu kannst das »Wenn-Spiel« spielen, wann und wo du willst. Es funktioniert zu Hause, in der Straßenbahn, im Schwimmbad, im Wartezimmer des Zahnarztes, in der Schule…

Dazu erfindest du eine aussergewoehnliche Situation und beschreibst dann, was danach passiert. Die Anfangssituation kann eventuell auch total unlogisch sein, aber dann, wenn du weiterschreibst, musst du ziemlich logisch die Reaktionen der Hauptdarsteller beschreiben, sonst funktioniert der Trick nicht.

Hier ein Beispiel:

»Wenn eines Morgens sämtliche Uhren in meiner Wohnung nicht mehr funktionieren würden, dann …«

Selbst ausdenkenNa, was würde dann passieren? Jetzt bist du dran!

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123 Antworten zu “Das Wenn-Spiel”

  1. Livia Kniep sagt:

    Wenn ich damals in dem kleinen Antiquariat das schöne Ölbild nicht gekauft hätte, wüsste ich nichts von dem Geheimnis, wäre Papa immer noch arbeitslos und Mama hätte nie rote Haare bekommen.

    • Georg Maag sagt:

      Ja, Livia, danke fuer Deinen Beitrag zum „Wenn-Spiel“.
      Eine gute Idee, die einen Leser sicher zum Nachdenken anregen wuerde, denn da sind drei verschiedene Informationen enthalten, die auf den ersten Blick nun gar nichts miteinander zu tun haben.
      Gut gemacht!
      Ciao
      Georg

  2. Wenn ich dieses Buch mit dem roten Umschlag nicht gakauft hätte, wüsste ich nie etwas von meinen Pflichten als Cata und ich könnte als normales Mädchen in diesem Kleinen Dorf leben

    • Georg Maag sagt:

      Hollo Christina,
      danke fuer Deinen Beitrag.
      Die Idee ist interessant, aber Du hast ganz einfach nicht genug Inhalt in den Satz gebracht, um einen Leser wirklich zu fesseln.
      Welches Buch? Beschreibe es, auch nur den Titel (wenn er etwas erklaert, natuerlich);
      Was ist ein Cata? Das wissen nicht alle/viele. Vielleicht waere eine ganz kurze Beschreibung nuetzlich gewesen;
      Die Zeiten stimmen nicht.
      „Und ich koennte heute noch als normales Maedchen…“ waere auch eine Idee gewesen, sonst: „Und ich haette weiterhin als normales Maedchen in dem Dorf leben koennen“.
      Klar?
      Denke darueber nach und sag mir, was Dir eingefallen ist.
      Lieben Gruss
      Georg

      • christina sagt:

        Hab das nochmal durchdacht :
        Wenn ich das Buch mit dem roten Umschlag, dessen Titel den geheimnissvollen Namen SCHATTENJÄGER trägt nicht gekauft, wüsste ich jetzt nicht, dass die Schattenjägee mich bald aufstöbern würden und ich meine Pflicht als Cata, den Schattenjägern werde erfüllen müssen. Sonst hätte ich nun als normales Mädchen in einem überschaubaren Dorf leben können.

        Ich hoffe es passt nun besser. Vielen dank für die Tipps, LG Christina

        • Georg Maag sagt:

          Oh ja, Christina, das ist weitaus besser ueberdacht! Viel besser, wirklich!
          Danke fuer das „Nachsitzen“. Hat sich gelohnt…
          Lieben Gruss
          und schreib weiter!
          Georg

  3. Marlene sagt:

    Wenn ich mich nicht auf die vereisten Marmorfliesen vor dem Haus, dem dunklen, leeren Haus gesetzt und mit meinen Tränen den Schnee auf den Hortensienbeeten geschmolzen hätte, wäre das nie passiert.

    Wenn ich nie zugelassen hätte, dass die Tränen wegen dir salzig Muster der Trauer auf meine Wangen malten, hätte alles anders kommen können.

    Wenn nie jemand gekommen wäre, mich hochgezogen, in eine Decke gewickelt und mich getrößtet hätte, wäre ich jetzt villeicht tot. Nur wegen dir.

    • Georg Maag sagt:

      Danke fuer die Anfaenge, Marlene.
      Ich habe immer Probleme mit zuvielen Adjektiven. Das ist mein persoenliches Problem, aber ich finde, es ist wie mit dem Salz beim Kochen: ein bisschen Salz braucht es, aber wenn man zuviel dazu tut, wird das Gericht zu salzig und man riskiert, dass man es nicht mehr essen kann!
      Die Situationen deiner Beginne sind gut, das steht nicht zur Frage. Ich wuerde nur versuchen, etwas „direkter“ zu schreiben. „salzige Muster der Trauer“ ist m.E. einfach zu viel.
      Das will keine grobe Kritik sein, ok? 🙂
      Lieben Gruss
      ciao
      Georg

  4. Hanna sagt:

    Ich starrte an die Decke meines Krankenzimmers, ich hörte das Piepen der Geräte an die ich zur Überwachung angeschlossen war und das gleichmäßige Atmen meines Bettnachbarn.
    Ich überdachte noch einmal meine letzten Erinnerungen, ich wusste zwar nicht wie ich hier her gekommen war, aber den Grund kannte ich.

    Zusammen mit meinen Eltern und meiner kleinen Schwester Lilli waren wir mit dem Auto auf dem Weg in den Urlaub.
    Wir fuhren über die Autobahn, mein Vater hatte das Navigationsgerät zu Hause vergessen und so hielt meine Mutter eine Straßenkarte in den Händen. Verzweifelt suchte sie unsere Autobahn zwischen den vielen, anderen Straßen, während mein Vater das Radio angeschaltet hatte um den prasselnden Regen zu übertönen und versuchte sich auf das Fahren zu konzentrieren.
    Ich stritt mich lautstark mit meiner fünf Jahre jüngeren Schwester, sie redete mit ihrem Teddy und machte nervige Schmatzgeräusche.
    Unsere Eltern drehten sich beide gereizt zu uns um,…

    Wir fuhren an einem Plakat vorbei:
    Einer ist abgelenkt, drei sterben.

    Welche Ironie des Schicksals, denn im selben Moment indem sich mein Vater umdrehte, riss er das Lenkrad mit und wir steuerten direkt auf den Brückenrand zu. Meine kleine Schwester Lilli schrie vor Angst und meine Mutter schnappte entsetzt nach Luft, ich blieb stumm vor Panik. Durch den Regen waren die Straßen rutschig geworden und das Auto schlitterte mit Wucht auf die Leitplanken und die Plastikwand zu. Es durchbrach sie. Wir fielen von der Autobahnbrücke hinunter. Das Auto überschlug sich ein paarmal und dann prallten wir auf dem Boden auf…

    Ich ballte meine Fäuste vor Wut und Trauer. Ich hatte keine Ahnung was mit meinen Eltern passiert war und ob Lilli noch lebte.

    Doch hätte ich mich nicht mit meiner Schwester laut gestritten, sondern hätte sie freundlich gefragt, ob sie mit den Schmatzgeräuschen aufhören würde, dann würden wir jetzt vielleicht im Urlaub sein…

    • Georg Maag sagt:

      Ja, Hanna, da hast du eine wirklich sehr tragische Geschichte geschrieben, eine, die den Leser packt und nicht so leicht loslaesst.
      Abgesehen vom Inhalt, den man, je nach Geschmack, kritisieren kann oder liebt, ist die Geschichte fluessig und gut geschrieben.
      Eine kleine Kritik an der Logik: ein guter Autofahrer „reisst nie das Lenkrad mit“, wie du es beschrieben hast. Das ist so ziemlich das Erste, was man als Autofahrer lernt, und wenn man bereits Frau und Kinder hat, dann besitzt man eine derartige Erfahrung, dass so etwas nicht passieren kann. Ich haette deshalb einen anderen, plausiblen Grund fuer den Unfall erfunden.
      Aber das ist auch die einzige kleine Kritk an der Geschite.
      Gut gemacht!
      Ciao
      Georg

  5. Clara sagt:

    Wenn ich nicht angefangen hätte, dich zu lieben, dann wäre ich jetzt nicht, das Mädchen, das nur noch Narben im Herzen hat. Ich wäre ein normales Mädchen mit Gefühlen.

    Wenn du diesen Fehler nie begangen hättest, hätte ich nie gemerkt wie falsch du eigentlich bist.

    Wenn meine beste Freundin nie gegangen wäre, dann würde ich ihr jetzt noch sagen können, wie sehr ich sie liebe und brauche.

    Ciao,
    Clara.(:

    • Georg Maag sagt:

      Alle drei gefallen mir recht gut. Nur der erste Satz erscheint mir etwas heftig. Im Grund haben wir doch alle Narben, die uns das Leben versetzt hat. Vielleicht gehoeren die Narben zu unserem inneren Wachstum? Das kam mir sofort in den Sinn. So klingt der Satz fast wie eine Entschuldigung, kein schoenes Leben mehr fuehren zu koennen.
      Nur eine kleine Kritik, ok?
      Ciao
      Georg

  6. Clara.c: sagt:

    Wenn ich mich nicht vor deine Tür gesetzt hätte, dann hätte ich die Wahrheit über uns nicht erfahren.

    Wenn du begreifen würdest, dass ich dich liebe wie du bist, dann wären wir jetzt zusammen.

    Ciao.
    Clara.

  7. yousra:-) sagt:

    das war ziemlich genau erklärt danke für den hinweis

  8. Clara sagt:

    Wenn du wüsstest, wie wunderschön du bist, dann würdest du dich nicht so sehr von den anderen beeinflussen lassen.

    Ciao,
    Clara.(: <3

    • Georg Maag sagt:

      Ja, keine schlechte Idee, braeuchte aber viel mehr als nur einen Satz, um besser erklaert zu werden.
      Idee ist trotzdem gut.
      Ciao
      Georg

  9. Massiekur sagt:

    Wenn ich dich nicht lieben würde, würde ich nicht anfangen dich zu vermissen, sobald du den Raum verlässt.

    Wenn du nicht bei mir wärst, käme mit das Leben vor wie ein Schwartz-Weisfilm, farblos und veralted.

    • Georg Maag sagt:

      Nicht schlecht, aber auch hier sind dir mehrere Fehler unterlaufen )die ich nicht korrigiert habe).
      Das soll keine harte Kritik sein, ich wuenschte mir nur oft, ihr wuerdet in der Schule besser gedrillt, denn wer seine eigene Sprache nicht grundlegend erlernt und dann in- und auswendig kennt, kann kein Schriftsteller werden (oder wenigstens nur ganz ganz selten).
      Liebe Gruesse
      Georg

  10. Hanna sagt:

    Die Frage „Was waere wenn …“ ist eine Frage die sich jeder manchmal stellt. Aber manche „Was waere wenn …“-Fragen kann man beantworten, manche aber auch nicht.

  11. Lotti sagt:

    Wenn ich nicht zufällig diese Seite geöffnet hätte, hätte ich niemals hier mitmachen können.

    Ciao,
    Lotti

  12. Clara sagt:

    Wenn es das Auto nicht gegeben hätte, wäre er noch hier unter uns…

    (Frei erfunden!!)

    Ganz liebe Grüße,
    Clara 🙂

    • Georg Maag sagt:

      Clara, dieser Anfang gefaellt mir nicht sehr. Wenn du schreibst: „Wenn es das Auto nicht gegeben hätte“, dann klappt der Satz nicht. Du musst es dir vorher gut ueberlegen und du musst nachdenken, ob in dem Satz alles klappt. „Das Auto“? Welches Auto? Du benuetzt einen bestimmten Artikel, d.h. es ist theoretisch ein „bestimmtes“ Auto. Richtig? Aber wenn du nichts weiteres ueber das Auto schreibst, waere es dann nicht besser „ein Auto“.
      Auch die Verbform „es gibt“ stimmt hier nicht. „Es gibt Probleme„, „es gibt einen Mann in der Stadt, der Juan Pablo heisst“ oder „es gibt viele Kinos in Berlin„. Aber nicht: „es gibt das Auto„.
      Ich hoffe, das war klar erklaert?
      Ciao
      Georg

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