
Vor Beginn jeder Erzählung (oder Buch, Roman, Märchen) stellt der Schriftsteller zwei schöne Schachteln vor sich auf den Schreibtisch. Eine ist blau, die andere rot.
Am Anfang sind sie leer.
Jetzt entscheidet der Schreiber, wer in der Geschichte der „Gute“ sein wird und tut ihn in die blaue Schachtel, während der „Böse“ in die rote Schachtel hineinkommt. Der „Gute“ wird Protagonist genannt, der „Böse“ heißt Antagonist.
Meistens ist der Protagonist eine gute Person. Er ist es, für den die Leser sich begeistern sollen. Ihr Herz muss für ihn schlagen. Aber das passiert nicht nur, weil du ihm in der Geschichte einen Namen gibst.
Sprechen wir hier in der Schreibwerkstatt zuerst vom Protagonisten.
Es ist unbedingt nötig, seinen Protagonisten zu charakterisieren. Charakterisieren bedeutet nichts anderes als jemand einen Charakter geben. Kurz und gut, ihn lebendig machen. Das kannst du mit einer Beschreibung tun oder durch ein Gespräch. Es geht darum, ihn vorzustellen. Einige Zeilen können ausreichen, manchmal sind es auch viele Seiten. Es geht um mindestens zwei dieser Fragen: Wer ist er? Wie ist er? Wo ist er? Was macht er?
Versuche, einen guten Protagonisten zu erfinden und stelle ihn vor, wie du es in einer Geschichte oder in einem Roman machen würdest.
Wenn dir keine Idee fuer einen Protagonisten in den Kopf will, kannst du hier auch eine (relativ kurz, bitte) Beschreibung aus einem Buch abschreiben (Schreibe am Ende auch, aus welchem Buch die Beschreibung kommt!), dann aber musst du uns erklären, warum dir diese Figur so gefallen hat!
Der Protagonist:
Silly, eine arme Müllerstochter die ein einziges Pferd hat, in der Schule ist sie leider eine totale Niete, aber sie ist sehr mutig. Der einzige mit dem sie befreundet ist, ist George, der neue in der Klasse.
Der Antagonist:
Mally, eine steinreiche Erbin, supergut in der Schule, immer hat sie nur 1. Alle Jungs in der Klasse fahren voll auf sie ab, alle bis auf George, deshalb hassen ihn auch alle und leider hat Mally das Gerücht verbreitet das Silly und George zusammen sind.
Lori, dein Vorschlag zu diesem Spiel gefaellt mir sehr gut. Da ist Schwung drin…
Bravissima!
Georg
Der Protagonist: Sie lebt auf einem schönen Pferdehof umgeben von Meschen und Tieren. Sie kann mit Tieren sprechen und versteht sie. Sie merkt wenn etwas nicht in Ordnung ist. Sie ist zwar nicht gut in der Schule, aber wenn es Probleme mit (besonders Tieren) weiss Sie meistens eine Lösung.
Der Antagonist: Ist ein Mädchen vom Haus neben an. Sie geht in die gleiche Klasse und reitet auch. Doch ihre Familie ist reicher, und deshalb ist sie auch total eingebildet. In der Klasse mögen sie alle. Deshalb nützt sie auch jede Gelegenheit ihrer Feindin eins auszuwischen. Wenn sie aber auf Jungsjagd geht, ist sie am Schluss die dumme Kuh.
Ja, Andrea, eine ziemlich gute Idee. Ich wuerde an deiner Stelle an dieser Stelle der Vorbereitungen noch besser und laenger nachdenken. Nicht, dass die Voraussetzungen nicht stimmen, aber ein paar Details wurdest du schon noch brauchen, um eine gute Geschichte aufzubauen. Da hast du bis jetzt nur einen groben Umriss geschaffen, und der genuegt nicht, um eine laengere Geschichte zu schreiben.
Eine kleine Kritik: wenn das Maedchen so reich ist, wird es schwerlich mit allen Klassenkameraden gut auskommen. Da gibt es doch immer mehrere Gruppen, in jeder Klasse, oder nicht?
Ok, soviel fuer heute,
ciao
Georg
Sie lebt auf einem schönen Pferdehof umgeben von Tieren und Menschen. Sie kann mit Tieren sprechen. Sie merkt wenn etwas nicht in Ordnung ist. Sie ist zwar nicht gut in der Schule, aber wenn es Probleme mit (besonders Tiere) weiss Sie meistens eine Lösung.
Andrea
Andrea, das ist eine gute Beschreibung fuer einen Protagonisten. Jetzt koenntest du dir ueberlegen, ob du einen Antagonisten zu diesem Maedchen erfinden kannst. Jemand/etwas, das ihr Probleme bereitet, ihr Schwierigkeiten macht, sie schlecht behandelt usw.
Das waere eine gute Uebung, nur verlangt es, dass du mir dann etwas genauer alles beschreibst.
Wenn du Lust und Zeit hast, gerne!
Ciao
Georg
gude, hallo, moin allerseits!
gehts auch wenn mann nur den “Protogonisten” nimmt und stattdessen einen “Helfer” und ein schwierige Aufgabe?
Moin zurueck!
Nun, ja, das kann schon klappen, wenn die Aufgabe selbst sehr schwierig ist. Dann wird sie automatisch zum Antagonisten. In der griechischen Mythologie gibt es Beispiele dafuer.
Natuerlich muss das Ganze dann ziemlich gut beschrieben werden, aber es kann durchaus klappen.
Ciao
Georg