dtv Schreibwerkstatt
 
das Spiel mit den Zauberschachteln

Schreibaufgabe 02
10. März 2010

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Vor Beginn jeder Erzählung (oder Buch, Roman, Märchen) stellt der Schriftsteller zwei schöne Schachteln vor sich auf den Schreibtisch. Eine ist blau, die andere rot.

Am Anfang sind sie leer.

Jetzt entscheidet der Schreiber, wer in der Geschichte der „Gute“ sein wird und tut ihn in die blaue Schachtel, während der „Böse“ in die rote Schachtel hineinkommt. Der „Gute“ wird Protagonist genannt, der „Böse“ heißt Antagonist.
Meistens ist der Protagonist eine gute Person. Er ist es, für den die Leser sich begeistern sollen. Ihr Herz muss für ihn schlagen. Aber das passiert nicht nur, weil du ihm in der Geschichte einen Namen gibst.
Sprechen wir hier in der Schreibwerkstatt zuerst vom Protagonisten.

Es ist unbedingt nötig, seinen Protagonisten zu charakterisieren. Charakterisieren bedeutet nichts anderes als jemand einen Charakter geben. Kurz und gut, ihn lebendig machen. Das kannst du mit einer Beschreibung tun oder durch ein Gespräch. Es geht darum, ihn vorzustellen. Einige Zeilen können ausreichen, manchmal sind es auch viele Seiten. Es geht um mindestens zwei dieser Fragen:  Wer ist er? Wie ist er? Wo ist er? Was macht er?
Versuche, einen guten Protagonisten zu erfinden und stelle ihn vor, wie du es in einer Geschichte oder in einem Roman machen würdest.
Wenn dir keine Idee fuer einen Protagonisten in den Kopf will, kannst du hier auch eine (relativ kurz, bitte) Beschreibung aus einem Buch abschreiben (Schreibe am Ende auch, aus welchem Buch die Beschreibung kommt!), dann aber musst du uns erklären, warum dir diese Figur so gefallen hat!

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18 Antworten zu “das Spiel mit den Zauberschachteln”

  1. Magdalena sagt:

    Protagonist: Lilly.
    Lilly hat schöne braune glatte harre,die ihr bis zu den knien hinunter reichen.
    Ihre Augen sind Smaragd grün und Glas klar.
    Wenn sie dich anschaut dann hast du das Gefühl das sie dir direkt ins Herz schauen kann.
    Sie hat meistens einen ausgewaschenen roten Pullover an,denn ihr ihre verstorbene Oma zu ihrem 9.Geburtstag letztes Jahr geschenkt hat.
    Sie wohnt in einem Bauernhaus auf dem Land mit ihren Eltern,und ihrer 8. Monate alten Schwester.
    Wenn Lilly ihrer Lieblingsbescheftigung nach geht dann reitet sie auf ihrem
    Lieblings Schimmel Paulo,der mal ein Wildpferd gewesen ist,bis Lilly im begegnet ist.

  2. Christina sagt:

    Protagonist:Laura ist eine Brillenträgerin.Sie hat bis jetzt immer einen Einser im Zeugnis gehabt.Auf der Schule ist sie neu

    Antagonist:Mindy ist dagegen schon lange auf dieser Schule und hasst Neuankömmlinge.Zu ihr sagt sie immer ,,:Blöde Brillenschlange!“Ihr Hobby:Natürlich Mobbing.“

    wie wars Georg?Chrissi:)

    • Georg Maag sagt:

      Hallo, Christina, und danke fuer dieses Beispiel.
      Ja, es koennte klappen. Da fehlen noch mehrere Details, um eine etwas groessere Geschichte zu schreiben, aber es ist ein guter Anfang, an dem man arbeiten kann.
      Kleine Kritik: nur, weil jemand eine Brille traegt, macht ihnd as nicht zu einem „schwachen“ Menschen. Brillen haben mit Charakter nichts zu tun, findest du nicht?
      Ciao
      Georg

  3. Hanna sagt:

    Protagonist: Sie ist nett und viele mögen sie, doch ein Problem hat sie. Sie wird vom Antagonist geärgert.

    Antagonist: Sie ärgert viele Schüler aus ihrer Schule, sie ist richtig biestig zu anderen. Aber selber geärgert wird sie nicht, denn keiner traut sich.

    Ich: Was passiert, wenn der Protagonist jemanden kennenlernt, der auch vom Antagonist geärgert wird und dieser wiederum jemanden kennt der das Problem Antagonist hat u.s.w. Und was passiert wenn diese sich dann gemeinsam am Antagonist für das Schickanieren rächen?

    • Georg Maag sagt:

      Ja, Hanna, so klappt die Geschichte sicher ganz gut.
      Im Falle deiner Frage wird die Geschichte dann ganz einfach reicher und bekommt mehr Inhalt.
      Das ist bei guten Buechern immer so, es geht ganz selten nur um zwei Personen, denn dann fehlt irgendwie die Substanz, und man riskiert, eine Kurzgeschichte zu schreiben, weil der Stoff bald ausgeht.
      Wenn du an Harry Potter denkst, dann hat jede der Hauptfiguren, wenn man sie separat untersucht, wieder dieselbe Logik: jeder ist Protagonist oder Antagonist, und hat folgerichtig Freunde/Feinde usw. Das macht erst die Romane von Harry Potter zu einem sehr langen und interessanten Buch.
      Ich hoffe, das war klar.
      Ciao
      Georg

  4. Lotti sagt:

    Laurel ist neu an der Schule und hatte davor Privatunterricht.Sie liebt es draußen zu sein und die nackte Erde unter ihren Füßen zu spüren.

    Mr Barnes,ein Ork der das Grundstück, auf dem das Tor nach Avalon ist, kaufen möchte, macht Laurel das Leben schwer.

    Das war der Charakter des Protagonisten und des Antagonist aus dem Buch „Elfen Kuss“ von Aprilynne Pike

    Ich habe dieses Buch ausgesucht, weil ich es faszinierend finde, wie diese Fantasywelt ist

  5. Katharina♥ sagt:

    Mira ist neu in die Stadt gezogen. Sie interessiert sich sehr für Tiere und ist eher schüchtern. Sie ist sehr gut in der Schule und kann gut reiten.

    Amy ist schlecht in der Schule, übergewichtig, computersüchtig, verwöhnt,… und vor allem: Obercool. All das ist ihr scheinbar egal, hauptsache ihr modegeschmack und ihre Lieblingsmusik liegen voll im Trend. Sie ist total beliebt und macht Mira das Leben zur Hölle.

  6. neele sagt:

    Protagonist:
    Sally ist dreizehn Jahre alt. Sie hasst ihr Alter, weil da alle von ihr erwarten, dass sie aufsässig ist und jedem Jungen hinterherglozt. Aber eigentlich will Sally doch nur eins. Und zwar in der Schule die Beste sein, damit sie später einmal Medizin studieren kann.

    Antagonist:
    Julia ist die coolste in der Klasse. Sie hat immer die angesagtesten Klammotten und die neusten Elektrogeräte. Sie verbringt ihre Freizeit ausschließlich mit Mode, Jungs und ihrem Cheerleader Team.

    • Georg Maag sagt:

      Das funktioniert sehr gut, Neele. Das hast du dir gut ausgedacht, und es wuerde funktionieren. Natuerlich muss man dann noch mehr Substanz in Antagonist und Protagonist packen, wenn man eine laengere Geschichte schreiben will, aber als Ausgangssituation ist das gut gemacht.
      Ciao
      Georg

  7. Lori sagt:

    Der Protagonist:
    Silly, eine arme Müllerstochter die ein einziges Pferd hat, in der Schule ist sie leider eine totale Niete, aber sie ist sehr mutig. Der einzige mit dem sie befreundet ist, ist George, der neue in der Klasse.

    Der Antagonist:
    Mally, eine steinreiche Erbin, supergut in der Schule, immer hat sie nur 1. Alle Jungs in der Klasse fahren voll auf sie ab, alle bis auf George, deshalb hassen ihn auch alle und leider hat Mally das Gerücht verbreitet das Silly und George zusammen sind.

  8. andrea sagt:

    Der Protagonist: Sie lebt auf einem schönen Pferdehof umgeben von Meschen und Tieren. Sie kann mit Tieren sprechen und versteht sie. Sie merkt wenn etwas nicht in Ordnung ist. Sie ist zwar nicht gut in der Schule, aber wenn es Probleme mit (besonders Tieren) weiss Sie meistens eine Lösung.

    Der Antagonist: Ist ein Mädchen vom Haus neben an. Sie geht in die gleiche Klasse und reitet auch. Doch ihre Familie ist reicher, und deshalb ist sie auch total eingebildet. In der Klasse mögen sie alle. Deshalb nützt sie auch jede Gelegenheit ihrer Feindin eins auszuwischen. Wenn sie aber auf Jungsjagd geht, ist sie am Schluss die dumme Kuh.

    • Georg Maag sagt:

      Ja, Andrea, eine ziemlich gute Idee. Ich wuerde an deiner Stelle an dieser Stelle der Vorbereitungen noch besser und laenger nachdenken. Nicht, dass die Voraussetzungen nicht stimmen, aber ein paar Details wurdest du schon noch brauchen, um eine gute Geschichte aufzubauen. Da hast du bis jetzt nur einen groben Umriss geschaffen, und der genuegt nicht, um eine laengere Geschichte zu schreiben.
      Eine kleine Kritik: wenn das Maedchen so reich ist, wird es schwerlich mit allen Klassenkameraden gut auskommen. Da gibt es doch immer mehrere Gruppen, in jeder Klasse, oder nicht?
      Ok, soviel fuer heute,
      ciao
      Georg

  9. andrea sagt:

    Sie lebt auf einem schönen Pferdehof umgeben von Tieren und Menschen. Sie kann mit Tieren sprechen. Sie merkt wenn etwas nicht in Ordnung ist. Sie ist zwar nicht gut in der Schule, aber wenn es Probleme mit (besonders Tiere) weiss Sie meistens eine Lösung.
    Andrea

    • Georg Maag sagt:

      Andrea, das ist eine gute Beschreibung fuer einen Protagonisten. Jetzt koenntest du dir ueberlegen, ob du einen Antagonisten zu diesem Maedchen erfinden kannst. Jemand/etwas, das ihr Probleme bereitet, ihr Schwierigkeiten macht, sie schlecht behandelt usw.
      Das waere eine gute Uebung, nur verlangt es, dass du mir dann etwas genauer alles beschreibst.
      Wenn du Lust und Zeit hast, gerne!
      Ciao
      Georg

  10. Eva sagt:

    gude, hallo, moin allerseits!
    gehts auch wenn mann nur den „Protogonisten“ nimmt und stattdessen einen „Helfer“ und ein schwierige Aufgabe?

    • Georg Maag sagt:

      Moin zurueck!
      Nun, ja, das kann schon klappen, wenn die Aufgabe selbst sehr schwierig ist. Dann wird sie automatisch zum Antagonisten. In der griechischen Mythologie gibt es Beispiele dafuer.
      Natuerlich muss das Ganze dann ziemlich gut beschrieben werden, aber es kann durchaus klappen.
      Ciao
      Georg

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