Es waren einmal ein Fuchs, ein Igel, eine Eule und ein Hase. Der Fuchs war alt und wurde von allen “Schlauer Fuchs” genannt. Der Igel hieß “Frau Igel” und die Eule “Elli”. Der Hase hieß “Meister Lampe”. Schlauer Fuchs erzählte immer super Geschichten. Jeder fand seine Geschichten toll.
Heute stritten Frau Igel, Meister Lampe und Elli sich darüber, welche Geschichte Schlauer Fuchs erzählen sollte….
“Eine Prinzesinnengeschichte ist am besten! Die Prinzessin wird von einem Ritter aus den Klauen eines Drachen befreit!” piepste Elli aufgeregt. Frau Igel schrie: “Nein! Ein süßes Igelbaby wird von einer sehr netten Frau Igel geboren. Prinzessinnen sind blöd!” So stritten sie eine Weile….. Da fragte Meister Lampe: “Wie kommt ihr denn auf Igelprinzessinnen?” Frau Igel sagte: “Igel!” Elli piepste: “Prinzessinnen!” “Katzen, Hunde und Affen sind viel interessannter. Katzen machen “miau” und Hunde “wau wau”! Affen können klettern und das können eure blöden Prinzessinnen und eure nervigen Igel nicht!”
“Ich bin nicht…..” brüllte Frau Igel aufgebracht, “..nervig! Das seid ihr!”
Elli sagte piepsig: “Ich soll nervig sein?” Vielleicht bin ich das wirklich, aber Prinzessinnen, Ritter und Drachen sind viel, viel spannender als eure Ideen!”
Schlauer Fuchs rief “Einigt euch! Katzen, Hunde und Affen sind auch blöd! Genauso wie Prinzessinnen. Viele Igel sind nervig, du nicht Frau Igel. Eigentlich will ich jetzt eine Geschichte erzählen, aber……”
Schlauer Fuchs wurde von Meister Lampe unterbrochen: “Aber du kannst dich für keine Geschichte entscheiden. Obwohl meine die Beste ist.”
Frau Igel und Elli riefen: “Meine ist besser, nicht deine!”
Da wurde Schlauer Fuchs wütend und sagte: “Ich weiß schon eine Geschichte. Sie heißt: Der Streit um die Geschichte.” Da fing Schlauer Fuchs an, die Geschichte zu erzählen…….
Die anderen Tiere wurden still und der Fuchs erzählte und erzählte und erzählte. Der Schlaue Fuchs beruhigte sich und die anderen auch. In der Geschichte ging es um einen Fuchs, eine Eule, einen Hasen und einen Igel. Sie hießen Schlauer Fuchs, Elli, Meister Lampe und Frau Igel. Der Fuchs erzählte immer super Geschichten und alle fanden sie toll. Elli, Meister Lampe und Frau Igel stritten sich über etwas. Wenn du wissen möchtest, worüber sie sich stritten, dann lese die Geschichte noch nochmal.
Schlauer Fuchs erzählte die Geschichte nämlich gerade, und du hast sie gelesen……
Ciao Chiara, und danke fuer deine Geschichte (Fabel). Sie hat mir sehr gut gefallen, ist gut geschrieben und das Tolle ist, dass man am Ende von vorn anfangen kann mit dem Lesen.
Wirklich gut gemacht, bravissima! Mach weiter so.
Ciao
Georg
Als meine Grosseltern starben, war ich sieben Jahre alt.
Heute, mit vierzehn Jahren, kann ich mich noch genauso gut daran erinnern, als wäre es gestern gewesen. Lange, vielleicht zu lange, habe ich meine Sorgen jetzt für mich behalten und ich halte es nicht mehr so, ich muss es irgendwem erzählen. Und jetzt tu ich das, ich erzähle es meinem Tagebuch. Und genau davon hältst du in diesem Moment ein paar Seiten in der Hand. Seiten, die schon durch etliche andere Hände gingen, berühmte Hände, seien es die von Albert Einstein oder von jemand anderem, ich kann es nicht wissen.
~
Es war Weihnachten und meine Eltern und ich saßen vor der Bescherung am Tisch im Wohnzimmer und leisteten dem Tannenbaum Gesellschaft, während wir Mau-Mau spielten.
Vor dem Fenster rieselten weiße Schneeflocken zu Boden, still und leise, ohne jegliches Geräusch. Ich war noch klein, doch irgendwann spürte ich, dass mit meinen Eltern etwas nicht in Ordnung war. Zumindest mit meinem Vater. Ständig wippte er auf und ab. Zuerst dachte ich noch, er wäre hibbelig wegen seiner guten Karten, aber das hörte nach drei Runden nicht auf und irgendwann riss ich mich zusammen und fragte ihn.
Er wollte mir nicht sagen, was denn passiert sei, doch meiner Mutter nickte er verheißungsvoll zu und die beiden standen gleichzeitig auf und legten ihre Karten auf den Tisch.
Pik-Sieben, Karo-Ass, Kreuz-Zehn, Herz-Dame.
Ich schaute meine Eltern erschrocken an. Was war mit ihnen los, wo wollten sie hin? Ich hoffte auf eine Erklärung und musste nicht lange warten.
„Caro, wir haben ein Problem. Vor zwei Stunden kam ein Anruf, von Nina. Sie hat gesagt, deine Oma und dein Opa wären gestorben!“
Nina war die Pflegerin von meiner Oma und meinem Opa und lebte schon seit etwa fünf Jahren bei den beiden. Ich riss erschrocken den Mund auf, zu einem stummen Schrei und schaute meine Eltern noch erschrockener an, als zuvor.
„Aber bestimmt war das eine Erlösung für sie, schließlich waren sie schon neunzig und fünfundneunzig Jahre alt“, versuchte mein Vater mich zu beruhigen. Doch ganz im Gegenteil, das machte die Sache nur noch schlimmer. Meine anderen Großeltern hatte ich schon mit vier Jahren verloren und trotzdem konnte ich mich mit sieben noch gut an sie erinnern. Ich habe keine Geschwister und war oft bei meiner Oma und meinem Opa, wenn Mama und Papa keine Zeit für mich hatten. Und jetzt, mit wem wollte ich dann meine Zeit verbringen? Die Schule war nicht lange, nur bis um elf und dann hatten wir Freizeit. Sollte ich etwa noch etliche Stunden im ätzenden Hort verbringen, wo sich alle Kinder nur prügeln? Nein, da gehörte ich ganz sicher nicht hin und da würde ich auch in der zweiten, dritten und vierten Klasse nicht hingehören.
„Woran sind die beiden denn gestorben?“, fragte ich, doch war die Antwort denn nicht selbstverständlich? Jetzt, mit vierzehn Jahren weiß ich auch, dass jeder Mensch irgendwann mal stirbt, sei es das Alter, eine Krankheit oder ein tragischer Unfall. Und manche Menschen vermisst man mehr als andere, weil man sie vielleicht besser kannte und mehr mit ihnen zu tun hatte, wie ich mit meinem Opa und meiner Oma.
Ich fragte meine Eltern, ob ich nicht mitkommen könnte, um die beiden noch ein letztes Mal zu sehen. Doch sie verneinten, packten ihre Sachen, stiegen ins Auto und ließen mich unterm Tannenbaum sitzend alleine.
Eine Weile schaute ich nach draußen und sah den Schneeflocken zu, die noch immer vom Himmel vielen. Ob Oma den letzten Schnee genossen hatte, während sie einen neuen Schal für Opa strickte? Bestimmt nicht, denn es kam so plötzlich, wahrscheinlich dachte sie, dass sie noch ein langes Leben haben würde, da sie ja schon so alt war und bestimmt noch länger durchgehalten hatte. So jedenfalls dachte ich mit sieben Jahren.
Jetzt, wenn ich zurückdenke, sehe ich das anders. Bestimmt hatten sie den Schnee genossen, beide, vielleicht mit einer wärmenden Tasse Kakao in der Hand. Vielleicht hatten sie sogar erwartet, dass sie sterben würden. Manche Menschen sterben schon früher, nur wenige werden so alt. So viel weiß ich jedenfalls heute.
Nach gut drei Stunden kamen Mama und Papa zurück. Ich hörte das Auto die Straße hochfahren und öffnete ihnen die Haustür. Sie schlossen mich in den Arm und so standen wir eine Weile da, Mama, Papa und ich. Irgendwann lösten wir uns wieder voneinander, nach einer gefühlten Ewigkeit. Wir gingen ins Wohnzimmer, die Karten lagen noch immer auf dem Tisch. Dann begannen wir mit der Bescherung. Ein rotes und ein blaues Päckchen für lagen unter dem Weihnachtsbaum. Langsam öffnete ich die Schleife und heraus viel zu aller erst ein Brief. Langsam öffnete ich das alte Papier und erkannte Omas Handschrift.
Liebe Caro,
langsam geht es zu Ende mit uns, mit mir und Deinem Großvater. Wir haben Schmerzen und unser Leben ist schwer momentan. Ich weiß nicht, ob wir uns noch einmal lebend wieder sehen werden aber wo auch immer ich jetzt landen werde, ich werde Dich nie vergessen.
Noch eine schöne Zeit wünschen Dir
Deine Großeltern
PS: Mach dir keine Sorgen um uns, uns wird es gut gehen, wo wir hinkommen.
Ich spürte, wie meine Augen feucht wurden und eine Träne sickerte auf das Papier. Ich konnte nicht mehr, gerade erst hatte ich lesen gelernt und jetzt schickte mir meine Oma so einen Brief, der vom Tod handelte? Früher, mit sieben Jahren, konnte ich das kein bisschen verstehen.
Heute, mit vierzehn weiß ich, dass ich den Tod meiner Großeltern nie verkraftet hätten, wenn sie mir nicht wenigstens einen Briefe geschrieben hätten, und das haben sie ja auch getan.
Ich öffnete das Päckchen noch ein Stück weiter und erblickte ein rot-weiß gestreiftes Stück Stoff aus Omas typischer Wolle. Sie hatte sich also tatsächlich die Mühe gemacht und ihre letzten Stündlein damit verbracht, einen Pullover für mich zu stricken! Meine Augen wurden nun schon zum zweiten Mal feucht. Ich lief ins Bad und holte mir ein Taschentuch. Dann tupfte ich mir die Augen ab.
Den Pullover trug ich ab nun oft. So gut wie jeden Tag, nur wenn meine Mutter mal wieder sagte, er müsse in die Wäsche, legte ich ihn ab.
Auch in diesem Augenblick trage ich ihn. Ich sitze an meinem Schreibtisch und schreibe diese Zeilen, in Gedenken an meine Großeltern, deren Tod jetzt auf den Tag genau sieben Jahre her ist. Sieben, eine magische Zahl. Heute unter dem Weihnachtsbaum fand ich ein Päckchen mit einem handgestrickten Pullover, gestrickt in sieben Farben.
“Sind sie weg?”, sprudelte es aus Diana heraus. “Leider dürfen wir nicht zusammen essen, schade, oder? Du bist kein guter Umgang für Caja!” Caja musste lachen, ihre Freundin machte die barsche Stimme der Köchin wirklich fabelhaft nach. Doch gleichzeitig fühlte die Freundin einen Stich im Herzen: Es war schon immer so gewesen, das man die Freundschaft der Mädchen nicht geduldet hatte, denn Caja war eben eine Adelstochter, und Diana ein Findelkind, das ungefähr dann vor dem Burgtor aufgetaucht war, als sie in dem gleichen Alter gewesen waren. Nun war Diana ein Küchenmädchen auf der Burg. “Du sollst zum Essen kommen”, riss Diana Caja aus ihren Gedanken,”es gibt für dich Schweinebraten. Ich kriege Hirsebrei”
Diana verzog die angeekelt das Gesicht. “Weißt du was?”, um die Freundin zu trösten, “ich versuche, etwas von meinem Essen abzuzweigen, warte in meinem Zimmer auf mich.”
Es war schon dunkel, als Caja den Gang entlang schritt.
Das Essen hatte sie auch dabei. Es war leicht gewesen, es hinaus zu schmuggeln. Nun hatte sie ihr Zimmer erreicht. Leise öffnete sie die Tür. Diana lag auf dem Bett und starrte auf den riesigen Baldachin über ihr. Vermutlich war sie wieder einmal in einen ihrer “Prinzessinnenträume” versunken. Von außen mochte Diana wie ein immer gutgelauntes und fröhliches Mädchen wirken, doch Caja wusste, was oft in der Freundin vorging: Es war nicht immer leicht für sie, dass ihre beste Freundin die Tochter eines Grafen war und sie selbst nicht wusste ob sie überhaupt noch Eltern hatte. “Diana?”
Diana war mit einem Satz aus dem Bett.
Während Diana glücklich ihr Essen verspeiste, saß ihre Freundin schweigend daneben. Wie man sich so über etwas zu Essen freuen konnte…
“So”, meinte Diana, als sie alles verzehrt hatte, “du weißt ganz sicher, wo man hier die Nachtische lagert!?” Caja lachte, mühsam.
“Komm mit!” Sie zündeten eine Kerze an und liefen dann in den Keller. “Dahinten sind sie”, meinte Caja. Plötzlich stolperte sie. Sie drehte sich um, um zu sehen was es war. Es war eine Falltür… war die da schon immer gewesen? Nun merkte Caja, dass auf der Falltür auch ein Blatt haftete.
Darauf stand in leuchtend roten Buchstaben: WILLST DU DEINE ELTERN WIEDER SEHEN, STEIG HINAB. Caja verkrampfte sich. Ein paar Regale hinter ihr schmatzte Diana. Ihre Freundin wollte sie nicht in die Sache mit hineinziehen. Sie wollte alleine …sterben??? Würde sie sterben? Sie hatte einen Kloß im Hals. Doch dann riss sie sich zusammen. Es war soweit. Sie, die dunkle Macht, die ihr Leben schon lange bedrohte, hatte genug Freude aus ihr heraus gsogen und schlug nun zu. Caja wusste nichts über sie, außer, dass sie sich von Freude und Lustigkeit ernährte.
Ihre Eltern hatten ihr vor langer Zeit darüber erzählt.
Der Vater war das erste Opfer gewesen, dann hatte das Ding sie ausgewählt. Nur noch manchmal brachte Caja ein Lachen heraus und dann war es sehr, sehr anstrengend.
Sie öffnete die Falltür. Sie musste ihre Eltern retten. Sie würde ihre Eltern retten!
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Ich habe alles verbessert, auch den Teil, zu dem sie mir noch nichts geschrieben haben,denn ich habe viele Fehler entdeckt, und versucht, die Vorschläge für die anderen Teile umzusetzen.
“So”, meinte Diana, als sie alles verzehrt hatte, “du weißt ganz sicher, wo man hier die Nachtische lagert!?” Caja lachte mühsam.
“Komm mit!” Sie zündeten eine Kerze an und liefen dann in den Keller. “Dahinten sind sie”, meinte Cara. Plötzlich stolperte sie. Sie drehte sich um, um zu sehen was es war. Es war eine Falltür… War die da schon immer gewesen? Nun merkte Cara, dass auf der Falltür auch ein Blatt heftete.
Darauf stand in leuchtend roten Buchstaben: WILLST DU DEINE ELTERN WIEDER SEHEN, STEIG HINAB. Caja verkrampfte sich. Ein paar Regale hinter ihr schmatzte Diana. Ihre Freundin wollte sie nicht mit hineinziehen. Sie wollte alleine …sterben??? Würde sie sterben? Sie hatte einen Kloß im Hals. Doch dann riss sie sich zusammen. Es war soweit. Sie, die dunkle Macht, die ihr Leben schon lange bedrohte, hatte genug Freude aus ihr heraus gezogen und schlug nun zu. Caja wusste nichts über sie, außer, dass sie
sich von Freude und Lustigkeit ernährte.
Ihre Eltern hattzen ihr vor langer Zeit darübere erzählt.
Der vater war das erste Opfer gewesen, dann hatte es sie ausgewählt. Nur noch manchmal brachte Caja ein Lachen heraus und dann war es sehr, sehr anstrengend.
Sie öffnete die Falltür. Sie würde ihre Eltern retten. Sie musste ihre Eltern retten!
Die eine Stunde, die Kathy bereits in dem alten Landrover ihres Vaters auf dem Beifahrersitz verbracht hatte, schien Kathy eine Ewigkeit zu sein, auf welche noch eine Stunde – eine weitere Ewigkeit – folgen würde. Sie hielt es vor Aufregung kaum noch aus. Nervös knabberte sie an ihren Fingernägeln. Ein vergeblicher Versuch, der Aufregung, die von ihr Besitz ergriffen hatte, entgegenzuwirken.
Richard, Kathy’s Vater, nebenbei bemerkt für seine 52 Jahre ein gut aussehender Mann mit braun gebrannter Haut und muskulösen Armen, die von der Arbeit auf der Farm herrührten, schaute seine Tochter besorgt von der Seite an, weil er merkte wie aufgeregt sie war.
Doch die gesamte Fahrt über wechselten Vater und Tochter kaum ein Wort. Einzig das gelegentliche Schnauben und Wiehern des Pferdes Lightning drang durch den Anhänger ins Innere des Wagens. Auch Richard war, obgleich er es nicht offenkundig zeigte, extrem angespannt. Heute war der Tag an welchem sich zeigen würde, ob die harte Arbeit des letzten Jahres sich gelohnt hatte. Es war der Tag des Kentucky Derby, der Tag der vielleicht über die Zukunft seiner Tochter entscheiden würde, und somit der wichtigste Tag des Jahres für die Familie O’Malley.
Dank der farmeigenen Rennbahn hatten sie täglich zwei bis drei, an manchen Tagen sogar vier Stunden trainieren können. Richard war stolz auf seine Tochter, denn die beeindruckenden Fortschritte, die sie im Laufe des letzten Jahres gemacht hatte zeugten von großem Talent, welches es heute unter Beweis zu stellen galt.
Nun endlich sagte ihr Vater den Satz auf den Kathy so lange gewartet hatte, der sie zugleich aber mit Panik erfüllte: “Wir sind da mein Schatz, siehst du? Da vorne ist die Rennbahn.“
*
„Das Rennen ist deine Chance Kathy! Endlich kannst du allen Leuten zeigen was du kannst!“
Sie hatte bereits aufgesessen und ihr Vater führte sie in die Startbox, während Kathy ihre langen, haselnussbraunen Locken zu einem Zopf flocht und ihren Helm aufsetzte.
Sie schaute ihren Vater aus ihren tiefblauen Augen an und versprach:“Ich werde mein Bestes tun.“ „Ich weiß, dass du es schaffen kannst Kathy.“
Die Boxentüren schlossen sich. Lightning wieherte aufgeregt, blähte die Nüstern und tänzelte unruhig auf der Stelle. Kathy’s Herz begann immer schneller zu schlagen, während sich ein Gedanke in ihren Kopf schlich, den sie bis zu diesem Zeitpunkt erfolgreich verdrängt hatte. Der Gedanke erinnerte sie daran, welch großer Druck auf ihr lastete.
Wenn sie es heute nicht schaffte unter die ersten drei zu kommen, bekäme sie kein Preisgeld, was ihre Familie dringend gebrauchen konnte, um das Scheunendach und die Weidenzäune zu reparieren, sich ein neues Rennpferd anzuschaffen…Es gab tausend Dinge auf der Farm, die dringend einer Reparatur bedurften. Doch, was Kathy am meisten unter Druck setzte, war die Tatsache, dass kein Rennstallbesitzer ihr einen Job als Jockey anbieten und ihr so die Möglichkeit geben würde selbstständig zu werden, sollte sie heute versagen.
Mit einem lauten Knall sprangen die Boxentüren auf und Lightning preschte wie von selbst los. Immer und immer schneller jagten die Pferde über die Rennbahn und Kathy war irgendwo mittendrin. Alle Pferde um sie herum bedrängten Kathy, engten sie ein. Von allen Seiten dröhnten Huftritte, wie ein bedrohlich nahes Donnergrollen während eines Unwetters.
Für einen kurzen Moment war sie überfordert und spielte mit dem Gedanken aufzugeben und sich einfach zurückfallen zu lassen. Doch die Verzweiflung wich wilder Entschlossenheit und sie entschied sich für einen anderen Weg. Den Weg nach vorn.
Richard konnte nicht fassen, was dort unten vor seinen Augen geschah. Er nahm sein Fernglas zur Hand um besser sehen zu können, da er glaubte seine Augen spielten ihm einen Streich. Doch es gab keinen Zweifel. Es war eindeutig Kathy.
Sie bahnte sich so unerwartet und mit so unfassbarer Schnelligkeit einen Weg an die Spitze, dass Richard und dem gesamten restlichen Publikum der Atem stockte.
Eine Welle des Stolzes erfüllte den überglücklichen Vater. Das war seine Kathy!
Doch noch war das Rennen nicht entschieden, obgleich Kathy sich einen enormen Vorsprung erkämpft hatte. Es lagen noch zwei scheinbar endlose Runden vor ihr.
Kathy hörte, dass ihre Gegner sich ihr nährten und trieb Lieghtning energisch an. Das Dröhnen der Huftritte, welchem sie entflohen, und welches vor kurzem noch in weiter Ferne gelegen hatte, wurde lauter und lauter. „Du darfst jetzt nicht müde werden Lightning! Na los, wir schaffen das!“ Eine ganze Runde hielten sie sich tapfer an erster Stelle Doch allmählich wurde das Berennen in Kathy’s Schenkeln unerträglich und auch Lightning schienen die Kräfte knapp zu werden. Schon bald liefen sie Gefahr einem Gegner den Platz an der Spitze zu überlassen, der sich nun auf gleicher Höhe mit ihnen befand. Doch der Kampfgeist überwog Kathy’s Schmerzen und in Lightning blühten neue Kräfte auf, denn er wusste, dass es nun galt, den ersten Platz zu verteidigen.
Ein erbittertes Kopf-an-Kopf-Rennen nahm seinen Lauf. Reiter und Pferde waren vom Ehrgeiz ergriffen und versessen darauf zu siegen. Mal war Kathy es, die mit unwesentlichem Vorsprung an der Spitze ritt, mal ihr Gegner. Es war nicht abzusehen, wer als Sieger des diesjährigen Kentucky Derby gefeiert werden würde.
Doch kurz vor dem Ziel, als Lightning’s Kräfte beinah vollständig aufgezerrt waren, beschleunigte das gegnerische Pferd noch ein letztes Mal seine Schritte und zog somit an Kathy vorbei, als Sieger über die Ziellinie.
*
„Kathy, Kathy!“ Ihr Vater kam auf sie zugestürmt und umarmte sie. „Du warst fantastisch Kathy, einfach genial! Ich habe gedacht ich träume, als du an allen anderen vorbeigerast bist.
Das war unglaublich!“
„ Das finde ich allerdings auch.“ Kathy erschrak ein wenig. Sie hatte den Mann, der sich nun in ihr Gespräch einmischte nicht bemerkt. Doch als sie nun aufschaute und ihn erkannte, blieb ihr der Atem stehen.
„Entschuldigen sie wenn ich störe, mein Name ist Peter Thomson.“
Als sie ihre Sprache wieder gefunden hatte, stellte auch sie sich vor.
„ Guten Tag, ich bin Kathrin O’Malley.“
„Sie haben mich ziemlich beeindruckt Kathrin und ich wüsste gerne, ob sie Interesse daran hätten, Jockey der Thomson-Farm zu werden. Sie würden großzügig an den Gewinnen beteiligt werden. Das verspreche ich ihnen.“
Hatte sie das gerade geträumt oder hatte ihr wirklich der reichste und erfolgreichste Rennstallbesitzer in ganz Kentucky einen Job als Jockey angeboten?
Sie lächelte breit und sagte: „Es gibt nichts was ich lieber täte!“
Es war geschehen was sie niemals zu hoffen gewagt hätte. Ihr Traum war in Erfüllung gegangen. Es war Zeit für einen Neuen.
Danke Marry fuer deine Geschichte. Ich muss sagen, du hast es geschafft, in wenigen Seiten eine in sich geschlosene Story zu erzaehlen, und das ist schon gar nicht so einfach.
Du haettest eventuell den Vater und auch Kathy etwas besser charakterisieren koennen. Das heisst nicht, die beiden genauer in ihrem Aeusseren zu beschreiben, sondern es funktioniert immer besser, sie durch das, was sie sagen oder tun dem Leser zu erklaeren.
Je besser ein Autor seine Figuren charakterisiert, desto besser funktioniert seine Geschichte.
Ein bisschen schwach fand ich den Teil, wo du erklaerst, wie wichtig das Geld eines Preises fuer die Familie waere. Das ist nicht sehr glaubhaft, denn um ein Rennpferd zu besitzen, muss man eine Stange Geld haben, um es zu kaufen, und dann sehr viel Zeit jeden Tag, um es zu trainieren. Das waeren zwei Gruende fuer eine Famile mit Geldsorgen, kein Rennpferd zu haben! Das Dach der Scheune ausbessern kostet sicher weniger Zeit und Geld als ein Rennpferd monatelang zu trainieren.
Andererseits waere es schwierig, eine andere Motivation zu erfinden, es sei denn, aus reinem Ehrgeiz. Aber dann waere es eine stinkreiche Familie, und der Leser wuerde sich ungern in den Kopf der Tochter versetzen. Also ist dein Grund immer noch besser.
Aber von der Sprache her gefaellt mir die Geschichte gut. Sie ist fluessig geschrieben und liest sich in einem weg. Das ist immer wichtig.
Ein bisschen Arbeit musst du in die Dialoge stecken, da werden Fehler schnell sichtbar, auch bei guten Autoren!
So, das war keine boese Kritik, sondern, hoffe ich, nur gute Ratschlaege.
Schreib weiter, ok?
Ciao
Georg
Es war schon dunkel, als Caja den dunklen Gang entlang schritt.
Das Essen hatte sie auch dabei. Es war leicht gewesen, es hinaus zuschmuggeln. Nun hatte sie ihr Zimmer erreicht. Leise öffnete sie die Tür. Diana lag auf dem Bett und starrte auf den riesigen Baldachin über ihr. Vermutlich war sie wieder einmal in einen ihrer “Prinzessinnentraeume” versunken. Von außen mochte Diana wie ein immer gutgelauntes und fröhliches Mädchen wirken, doch Caja wusste, was oft in der Freundin vorging: Es war nicht immer leicht für sie, dass ihre beste Freundin die Tochter eines Grafen war und sie selbst nicht wusste ob sie überhaupt noch Eltern hatte. “Diana?”
Diana war mit einem Satz aus dem Bett.
Während Diana glücklich ihr Essen verspeiste, saß ihre Freundin schweigend daneben. Wie man sich so über etwas zu Essen freuen konnte…
Danke, Luzia, fuer diesen Beginn.
Er gefaellt mir ganz gut, auch wenn nichts ueberwaeltigendes passiert. Aber du schaffst eine gute Atmosphere.
Kleine Kritik: Pass auf, keine Wiederholungen zu uebersehen. “Es war dunkel, als Caja den dunklen Gang…” Da ist ein “dunkel” zu viel!
Noch eine Kleinigkeit: “saß ihre Freundin schweigend daneben”
Daneben benuetzt man fuer Sachen und Gegenstaende. Da sie neben einer Person sitzt, waere “neben ihr” angebrachter. Ok?
Ciao
Georg
“Sind sie weg?”, sprudelte es aus Diana heraus. “Leider dürfen wir nicht zusammen essen, schade, oder? Du bist kein guter Umgang für Caja!” Caja musste lachen, ihre Freundin machte die barsche Stimme der Köchin wirklich fabelhaft nach. Doch gleichzeitig fühlte die Freundin einen Stich im Herzen: Es war schon immer so gewesen, das man die Freundschaft der Mädchen nicht geduldet hatte, denn Caja war eben eine Adelstochter, und Diana ein Findelkind, das ungefähr dann vor dem Burgtor aufgetaucht war, als sie in dem gleichen Alter gewesen waren. Nun war Diana ein Küchenmädchen auf der Burg. “Du sollst zum Essen kommen”, riss Diana Caja aus ihren Gedanken,”es gibt für dich Schweinebraten. Ich kriege Hirsebrei”
Diana verzog die angeekelt das Gesicht. “Weißt du was?”, um die Freundin zu trösten, “ich versuche, etwas von meinem Essen abzuzweigen, warte in meinem Zimmer auf mich.”
Gefaellt mir sehr gut, Luzia. Aber ein Fehler ist dir unterlaufen: “das ungefähr dann vor dem Burgtor aufgetaucht war, als sie in dem gleichen Alter gewesen waren.”
Achtung, denn wenn zwei Personen dasselbe Alter haben, dann sind sie immer gleichaltrig, ob mit 2, 4, 7 oder 99 Jahren!
Georg
Die kutsche fuhr ab. Einen Augenblick blieb Caja noch stehen, dann wandte sie sich um. Die Zinnen der großen, grauen Burg, die das Mädchen nun erblickte, sahen aus, als wären die Wolken daran hängen geblieben. Über dem Tor sah sie das Wappen von Mondenfels, eine Mondsichel mit einem Blutstropfen und darunter eine Eule, die große, schöne eisblaue Augen hatte. Plötzlich sah Caja eine schwarze Gestalt auf sich zukommen, und wusste zuerst nicht, wer es sein könnte, doch erkannte dann, dass es ihre beste Freundin Diana war.
Luzia, danke fuer den Anfang der Geschichte.
Da ist eine nette Grundidee, wirklich, aber dann bleibt alles ein bisschen unterschwellig. Irgendwie ist das sehr “Fantasy” aber nicht mit grosser Substanz.
Ich weiss, das klingt ein bisschens schwierig, aber ich kann es nicht besser in Worte fassen.
Ausserdem musst du ein bisschen darauf achten, nicht so oft dasselbe Verb (sehen) zu benutzen. Da muss man als Autor sehr aufpassen: Wiederholungen sind auf alle Faelle zu vermeiden, auch Lektoren der Verleger hassen sie wie die Pest.
Also denke dran, alles mehrmals zu kontrollieren, was du schreibst. Das mache ich auch immer, wenn ich schreibe: ich lese, was ich am Tag zuvor geschrieben habe, und kontrolliere, verbessere, mache Aenderungen usw.
Ok?
Ciao
Georg
Normaler Weise, war diese Stadt mittags nicht so belebt wie heute. Eigentlich saßen dann die Mütter mit ihren Kindern in den warmen Stuben, der kleinen Häusern und erzählten ihnen Geschichten oder aßen ihr Mittag. Doch heute war es anders. Jeder, sonst freie, Platz war mit Leuten gefüllt, fast überfüllt. Die Mütter und Väter zogen ihre weinenden Kinder durch das Gewühle, indem man kaum zwei Schritt machen konnte, und beschimpften die Leute, die ihnen im Weg standen. Auf freien Bänken, was selten war, tummelten sich fette, rotbraune Tauben, die Krümel von Fladenbroten aufpickten und anschließend wieder von Kleinkindern verscheucht wurden. Jugendliche, mit Alkoholflaschen, taumelten zu viert durch die Gegend und sangen irgendwelche Lieder, die so klangen, als wären sie Seekranke auf einem schaukelnden Schiff. An den Häuserwänden lagen erbrochenes und die Ausscheidungen von Meereskatzen. Es war eklig. So hatte Tian die Stadt noch nie erlebt. In den engen Gassen hockten alte Penner, die irgendeine eklige Medizin tranken, die sie zum Schlafen brachte. Die verschiedenen Stimmen der Händler, die zu den Leuten riefen und ihre Waren anboten (Die meisten Leute fanden das nerv tötend!). » Äpfel, frische Äpfel! «, » gute Waffen! « und wieder » Äpfel! « Es gab nur wenige Stände mit Äpfeln und wenn, dann verkauften die Händler die rotbäckigen Äpfel nur an reiche Kaufmänner, die sich das kostbare Essen leisten konnten. Äpfel waren in diesem Jahr sehr selten geworden, und deshalb auch teurer.
Tian blieb vor einem Stand stehen. Er war sehr klein und mit verzierten, bunten Tüchern verhangen. Der Händler war sehr alt. Um seine dunklen Schlitzaugen bildeten sich Falten, in seinen dicken Lippen waren Risse und sein langes, schwarzes Haar war in vielen dünnen, geflochtenen Zöpfen nach hinten, zu einem Pferdeschwanz gebunden. Seine Waren bestanden aus: hübschen Ketten, mit Perlen oder schönen Anhängern, aus Leder geflochtenen Armbändern, Schnitzfiguren und Talismanen aus Bambus, die überall rumlagen, hingen und standen. Besonders eine Kette tat es Tian an. Sie war ihr sofort ins Auge gefallen. Eine graue Kranichfigur baumelte an dem braunen Lederband, dem mit vielen feinen Pinselstrichen schwarze Muster aufgemalt waren. Auch die Kranichfigur hatte schwarze Muster, die sich rund, um seinen zierlichen Körper rankten. Tian wollte gerade näher heran treten und fragen, wie viel die Kette kostete, als sie von einer jungen Frau und ihrem Sohn beiseite gestoßen wurde. » Das sind die Krieger, Bao. … Was wohl passiert ist? … Drachen! Geh beiseite Mädchen und habe Ehrfurcht vor den Kriegern, die einst die Drachen besiegten. « Tian würdigte die Frau mit einem bösen Blick, wobei der Junge, neben ihr, an seiner Umhängetasche zupfte und etwas murmelte, was wie: “Die ist immer so!”; klang.
Die Krieger. Ihr Vater war auch einer gewesen. Er hatte auch schon gegen Drachen gekämpft und hatte, wie tausend andere schon, sein Leben dabei gelassen. Zu ihrem Erstaunen hatte sie damals, als sie die Nachricht, dass ihr Vater tot war, erreicht hatte, nicht geweint, sondern nur schmerzhaft genickt. Ihre Mutter war auch schon seit langem tot, und nun hatte sie kein zuhause mehr. Sie zog nun von Stadt zu Stadt, um irgendwann in einer schönen sesshaft zu werden, aber sicher, dass sie irgendwann sesshaft werden wollte war sie nicht. Sie hatte sich schon an das ständige hin und her Reisen gewöhnt, und fand es spannend!
Immer mehr Menschen strömten auf den Fußweg. Tian verlor den Jungen mit seiner Mutter aus den Augen.
Die anderen Händler mussten sich mit dem Abbau ihrer Stände beeilen, denn keiner der Chinesen wollte den Kriegern im Weg stehen. Weitere Menschenmassen rissen Tian mit sich, weg von dem Stand. Sie versuchte gegen die Menschenmengen anzukämpfen und sich wieder zu dem Stand zu gesellen, doch es war zwecklos. Von weiten sah sie noch die bunten Tücher, die wie Vorhänge um den kleinen Schmuckstand aus Bambus hingen und den Händler vor der brennenden Sonne zu schützten, dann verschwand er aus ihrem Blickfeld. Sie wurde immer weiter nach links gedrängt. Menschen schrien, als sie durch das Getöse hinfielen und von den anderen unter ihren Füßen begraben wurden.
Pferdegetrappel. Hufschläge.
Noch mehr brüllten. Dann geriet die Masse ins Stocken. Tian schöpfte erleichtert nach Luft. Nicht einmal die Räucherwaren konnten den üblen Gestank, der aus den Gassen auf die Marktstraße wehte überdecken. Tian sah immer noch die übel zugerichteten Gesichter, der Penner vor sich. Sie tranken schon so viel Alkohol und Medizin, dass sie kaum noch etwas vom Tag und von der Nacht mitbekamen, da sie fast immer schliefen. Ja, ihr Leben bestand nur aus: schlafen, dann trinken, dann schlafen, dann trinken, schlafen und trinken…
» Verzeihung. Meine Mutter ist nicht gerade die höflichste. «
Ein Junge in einem hellbraunen Wams sah sie mit seinen freundlichen Mandelaugen an. Kein Zweifel, es war der Junge, der ihr vorhin begegnet war. Der, mit seiner unhöflichen Mutter.
Sie beäugte ihn mit ihrer missbilligsten Miene. » Was kümmert mich deine Mutter? « Tians Blicke streiften seine Stiefel. Sie waren normal braun, doch glatt poliert. Was war denn das für eine Familie?
» Ich denke sie wird dich nicht interessieren, aber das hier vielleicht. « Er holte aus seiner Umhängetaschen eine Kette. Das braune Lederband war mit schwarzen Mustern verziert worden, welche sich auch um den feinen grauen Anhänger rankten. Tian erkannte sie sofort wieder. » Woher hast du die? « Sie deutete mit einem Nicken auf seine gebräunte Hand, in der sich der Anhänger befand.
Ein Mann mit einer gewaltigen Wampe drängte sich zwischen sie. Er hielt einen Lederbeutel in der Hand, aus dem es nach gebratener Ente duftete. Der Mann hielt Ausschau nach etwas, weil er seine Augen mit der anderen Hand gegen die Sonne abschirmte. Tian drängte sich an ihm vorbei.
Nur mit Mühe konnte sie wieder frei sehen. Der Junge war weg. Das konnte doch nicht wahr sein! Tian stampfte auf. Sie war wütend! Wütend auf den Mann mit den Wurstfingern, der immer noch hinter ihr stand und nach etwas Ausschau hielt, wütend auf sich, aus welch einem Grund auch immer. Als ihr Fuß auf die harten Pflastersteine traf, wölbte sich etwas unter ihrem Fuß. Es konnte doch irgendetwas sein, ein Stein oder eine Münze, doch Tian musste nachsehen.
Sie hob den Fuß und blickte auf einen grauen Kranichanhänger, der an einem Lederband hing.
Später wunderte sie sich, dass der Junge einfach weggegangen war. Er hatte wirklich nett gewirkt, doch an seinen Sachen hatte sie erkannt, dass er einer reichen Familie angehörte und Reiche mochte sie nicht sehr.
Ja, hallo Lisa, und danke fuer Deine Geschichte.
Zunaechst der nette Teil meines Kommentars: Du hast sicher eine tolle Phantasie, und in dieser Geschichte (ist ja nur ein Beginn, denke ich) laesst Du der Phantasie freien Lauf. Da sind viele gute Ansaetze, oft schaffst Du es, eine Szene lebendig und zackig zu definieren und zu beschreiben.Auch die Charakterisierung klappt meistens sehr gut. Alles in allem eine wirklich gelungene Szene aus einem Fantasy-Roman.
Der unangenehme Teil meines Kommentars folgt aber: Du schreibst (wahrscheinlich auch bedingt durch grosse Schnelligkeit) wirklich ohne die Regeln der deutschen Grammatik sehr zu beachten. Und das ist ruecksichtsvoll ausgedrueckt. Da sind ganz einfach sehr viele Fehler, und das ist schade. Wer die Geschichte liest, wird wahrscheinlich nur allein wegen der vielen Fehler irgendwann die Lust verlieren und hoert auf. Das ist sicher nicht im Sinne des Erfinders/Autors!
Ich wuerde Dir vorschlagen, alles, was Du schreibst, 3 Mal zu kontrollieren, und zwar langsam und mit grosser Konzentration. Du kannst es auch von jemand kontrollieren lassen, der die deutsche Rechtschreibung gut kennt, und der Dir dann Schritt fuer Schritt dabei hilft, alle Fehler zu korrigieren und dabei lernst Du automatisch, fehlerlos zu schreiben. Das ist sowieso wuenschenswert, denn wenn Du einmal Autorin werden willst, dann musst Du wissen, dass die Verleger ein eingeschicktes Manuskript voller Fehler nicht einmal bis zum Ende des ersten Abschnittes lesen, sondern einfach in den Papierkorb werfen. Sie geheh davon aus, dass ein Autor praktisch fehlerlos schreiben kann – oder schreiben muss, denn Korrekturen kosten den Verleger: eine Person wird dafuer bezahlt, den gesamten Roman zu korrigieren, und dabai vergeht ein Haufen Zeit und kostet einen Haufen Geld.
Ansonsten versuche, mit gezielt eingesetzten neuen Zeilen mehr visuelle Ordnung in das Geschriebene zu bringen. Wenn der Erzaehler mit jemandem spricht, muss man jedes Mal eine neue Zeile einlegen, damit der Leser versteht, dass sich der Gesichtspunkt der Handlung aendert.
Ok, das war lang, aber ich bin sicher, Du verstehst, was ich sagen wollte.
Also, an die Arbeit!
Ciao
Georg
Lieber Georg Maag,
ich wollte sie fragen, ob sie meine letzte Geschichte schon gelesen oder vielleicht übersehen haben, da Sie sie noch nicht kommentiert haben; die Geschichte, in der das Eichhörnchen ans Meer reist.
liebe Grüße
Elena
Nein, ich habe sie nicht uebersehen, ich war ganz einfach im Urlaub!
Nun hoffe ich, in den naechsten Tagen etwas Zeit zu finden, um Dir einen Kommentar zu schreiben.
Ok?
Ciao
Georg
Spiele nie mit den Puppen deiner Schwester, sonst rächen sie sich
Eigentlich war Pan ein ganz normaler, 11 Jahre alter Junge, der mit seinen Eltern und seiner kleinen Schwester Jasmin in einem kleinem Bauernhaus am See wohnte und der gerne Fußball spielte. Außerdem liebte er es, anderen Streiche zu spielen, was aber nicht immer so gelang, wie er es vorhatte. So wie in dieser Geschichte:
Es war an einem Samstagmorgen, als um 4 Uhr in der Früh Pans Wecker klingelte. Seine Hand klatschte auf den Wecker und ließ ihn verstummen. Er stieg aus dem Bett und durchquerte im Halbdunkeln das Zimmer, wobei er auf einige herum liegende Legoteile trat. Dann öffnete er so leise wie möglich die Tür und schlich in den Flur hinüber zu der Tür von Jasmins Zimmer, öffnete diese und huschte lautlos hinein. „Puh! Der erste Schritt wäre schon mal geschafft“. Jasmin schlief immer noch wie ein Stein, stellte Pan erleichtert fest. Er ging zu ihrem „Puppentisch“ wie Jasmin es nannte und schnappte sich eine der Barbies. Schritt Nummer zwei war erledigt! Mit der Puppe in der Hand ging er dann zurück in sein Zimmer. „Ha, geschafft!“. Pan grinste als er die Tür hinter sich geschlossen hatte. Er setzte sich an den Schreibtisch und holte einen Filzstift aus seiner Federtasche. Mit diesem malte er der Barbie schwarze Lippen, Vampirzähne, einen Schnurrbart und schnitt ihr anschließend die Harre so kurz, dass sie aussah wie ein Mann. Dann lachte er über sein Werk, nahm die Puppe an der Hand und tanzte mit ihr im Zimmer herum. Dabei sang er immer wieder:
Das ist der allerbeste Streich auf Erden,
doch soll er noch viel cooler werden!
Doch was soll ich machen, wie soll das gehn
Ach, ich hab es – ich tauch sie in Lehm!
Jasminchen , ich hoffe, dass der Gentleman dir gefällt,
denn er ist der coolste der ganzen Welt
Hahahahaha!
Dann lief Pan zum Fenster, kletterte kurzer Hand nach draußen in den Garten und lief zur Lehmgrube hinterm Haus, wo er Jasmin schon öfter reingeschubst hatte und hielt den Gentleman kopfüber hinein. Dann rührte er noch ein bisschen und ging wieder rein, um die Puppe trocknen zu lassen. Also spannte er geschickt einen Strick durch sein Zimmer und befestigte sie mit Wäscheklammern daran. Pan war stolz auf sich und legte sich wieder ins Bett. Aber er konnte nicht mehr einschlafen und sah so die ganze Zeit die arme Barbie an und plötzlich begannen deren Augen zu leuchten: „Pan Hillinger“, raunte sie mit ernster Stimme „warum ärgerst du ständig deine Schwester und hörst nicht auf deine Eltern, wenn sie dir etwas sagen?“
Pan schwieg. „Soso, du weißt es also selber nicht, wie?“ fragte die Puppe wieder. „Halt den Mund, ich will schlafen!“ sagte Pan mürrisch und wunderte sich sogleich über seine Worte. Warum redete er mit einer Barbie?! Das war bestimmt nur ein doofer Traum. Er kniff sich in die Wangen, aber er war tatsächlich wach. Das hatte nichts Gutes zu bedeuten! „Pan Hillinger, weil du so ein böser Bube bist, wirst du für eine Weile, bis du dich gebessert hast, eine Prinzessin sein!“ sprach die Barbie. Und so kam es:
Pan fand sich auf einem Schminkstuhl in einem großen Schlafraum wieder. In dem Raum stand ein riesiges Himmelbett, auf dem Jasmins Barbie lag, genau so dreckig wie vorher. Im Gegenteil zu Pan – er wurde von mehreren, fein angezogenen Damen frisiert. Und die taten so, als wäre alles ganz normal!!! Nicht so, als wäre eben ein kleiner Junge von einer Barbie hierher geschickt worden! Pan sah in den Spiegel und wäre fast umgekippt. Er saß da, in einem pinkfarbenem Kleid, mit Make-up und Ohrringen und Ketten und seine sonst kurzen, orangefarbenen Haare waren lang und zu einem tollen Dutt gesteckt.
„Alles okay, Prinzessin Fanny?“ fragte eine der Damen und Pan hörte sich mit einer hohen klaren Stimme sagen: „Nein, der Lidschatten passt ganz und gar nicht zu meinem Outfit!“ Er schlug sich die Hand vor den Mund, um nicht noch mehr Unfug zu reden. Die Damen machten sich daran, neuen Lidschatten und Lippenstift aufzutragen. „Ist es so angenehm?“ fragte dann die Dame wieder. „Ja.“ sagte Pan kleinlaut, er hatte sich vorgenommen, sich einfach erst mal wie eine Prinzessin zu benehmen und so wenig wie möglich zu sagen.
Nachdem die Damen fertig waren, geleiteten sie Pan in den Thronsaal, wo sich dieser neben den König auf einen reich verzierten Stuhl setzen durfte. „Wenn Jasmin mich jetzt sehen würde! Ach wie wäre sie neidisch!“ dachte Pan stolz. Er sah sich in dem riesigen Raum um und entdeckte immer und immer wieder neue Dinge. Aber irgendwann hatte er alles lang genug angesehen und es wurde langweilig. Wenn Pan zu Hause wäre, würde er jetzt Fußball spielen, ging hier aber nicht! Oder er würde Jasmin ärgern, ging hier aber auch nicht. Gar nichts cooles konnte man hier machen! Pan wurde immer langweiliger und er wollte an seinen Fingernägeln knabbern, so wie er es immer tat wenn ihm mal langweilig war, aber seine Fingernägel waren rot lackiert. Wie scheußlich! Zudem musste er mal ganz dringend aufs Klo.
„Ähm, Entschuldigung Majestät, ich muss mal auf die Toilette!“ sagte er noch immer mit dieser komischen Stimme. „Ach Fanny,“ sagte der König, ohne Pan anzusehen „sag doch bitte Daddy zu mir.“ „Ja.“ murmelte Pan und sah auf seine Füße. Erst jetzt merkte er, dass er Hackenschuhe trug. „Deswegen bin ich vorhin so wackelig gegangen.“ dachte er. „Okay Daddy, darf ich mal auf die Toilette?“ fragte er noch mal. „So doch gerne Schatz, aber bitte gib mir noch ein Küsschen!“. „Oh nein, garantiert nicht!“ sagte Pan und merkte, dass es sich kein bisschen nach Prinzessin anhörte. „Fanny!“ sagte der König mit drohender Stimme.
„Ähm, entschuldige!“ Mit schnellen Schritten lief Pan zur Tür wobei er einige Male fast gestolpert wäre. „Fanny, komm sofort zurück!“ Pan blieb stehen und drehte sich um, „Irgendwas stimmt hier nicht!“ begann der König. „Was sollte denn nicht stimmen?“ Pan war gespannt stehen geblieben und hielt die Luft an. „Du bist nicht meine Tochter, stimmt‘s? Eine Tochter sagt immer „Daddy“ und sie gibt mir Küsschen – wenn auch manchmal etwas ungern – und sie kann auf Hackenschuhen gehen. Du bist jemand anderes! Wo ist meine Tochter? Ist sie entführt? Antworte schon! … VERRÄTER! … Waaachen ergreift ihn!“. Aus den Ecken des Zimmers kamen Wachen mit großen Schritten auf Pan zu. Dieser zog blitzschnell die Schuhe aus und stürmte aus dem Saal. Er hörte den König nur noch schimpfen und Befehle schreien, dann fiel die Tür hinter ihm zu. Er blieb stehen, um zu verschnaufen. Irgendwie musste Pan in das Schminkzimmer zurückfinden, denn da war immer noch die Monsterpuppe. Aber er wusste den Weg nicht mehr. Plötzlich ging die Tür wieder auf und die Wachen stürmten auf den Flur. Pan rannte, wie er noch nie in seinem Leben gerannt war.
Währenddessen war zu Hause das totale Chaos los. Pan war weg und statt dessen saß auf seinem Bett eine hübsche Frau, die sich die Haare kämmte und behauptete eine Prinzessin zu sein. Jasmin war natürlich hin und weg eine Prinzessin in ihren Haus zu haben, aber die Eltern fanden das nicht so lustig. Hinzu kam, dass die Prinzessin ihnen auch nicht sagen konnte, wo Pan war und wie sie hierher gekommen war. Sie weigerte sich strikt, das Haus zu verlassen, sie sei schließlich eine Prinzessin und es stehe ihr frei, sich aufzuhalten wo immer sie wolle. Jasmin wollte mit der Prinzessin und mit ihren Puppen spielen und stellte dabei fest, dass ihre Lieblings-Barbie fehlte. Da begann sie fürchterlich zu heulen.
Die Eltern hatten währenddessen die Polizei verständigt und Pan als vermisst gemeldet. Einige Polizeiwagen fuhren gerade zum Haus der Hillingers, um eine Befragung vorzunehmen, ein anderer Trupp suchte die Umgebung ab.
Im Schloss herrschte ebenfalls ein heilloses Durcheinander, überall stürmten Wachsoldaten durch die Gänge, Pan rannte durch die verschiedenen Zimmer und suchte vergebens nach der Monsterpuppe. Einmal stürmte er sogar ins Bad, wo eine ältere Dame nicht abgeschlossen hatte.
Die Rüstungen der Wachen klapperten hinter ihm und trieben ihn vorwärts. Schließlich fand er das Zimmer wieder, rannte hinein, knallte die Tür hinter sich zu und drehte den Schlüssel um… Puh, erst einmal Ruhe. Er hörte die Wachen draußen mit einem entsetzlichen Rums an die Tür scheppern. Dann sagte einer von ihnen: „Die andere Tür!“ und sie rannten wieder los. Verzweifelt sah Pan sich um. Ah, da hinten gab es noch eine Tür. Er rannte, immer noch in seinem seltsamen Outfit, hin und schloss auch diese ab. Wieder schepperten die Wachen wütend dagegen. „Puh!“, erschöpft setzte sich Pan auf das gemütliche Bett.
Dann fiel ihm wieder ein, weshalb er überhaupt losgelaufen war. Er musste immer noch dringend zur Toilette, aber die Wachen standen noch vor der Tür und machten sich mittlerweile mit einem Brecheisen daran zu schaffen. „Oh nein!“ Pan stöhnte. Doch da fiel ihm die andere Tür wieder ein und er rannte zu ihr hinüber, lugte darunter durch, aber auch da standen die glänzenden Eisenstiefel. „Mist“ sagte Pan laut. Die Wachen hatten ihn wohl gehört, denn sie glucksten vergnügt. „So, Pan Hillinger , ist dir das jetzt Lehre genug?“ fragte da eine Stimme vom Bett aus. Pan ging hin und nahm die Puppe hoch: „Bring mich sofort wieder nach Hause!“ schrie er sie an. „Zu erst einmal redest du in einem vernünftigen Ton und dann frage ich dich noch einmal: Hast du deine Lehre denn gelernt?“ hakte die Barbie noch mal nach. „Ja! Aber bring mich bitte wieder nach Hause!“. Der Barbie reichte das aber noch nicht: „Okay, ich tue es, aber vorher machst du mich wieder sauber und du unterzeichnest diese Vereinbarung!“. Erst wollte Pan sich weigern, aber er sah dass er keinen anderen Ausweg hatte. Also nahm er sie hoch und ging zu dem Schminktisch, an dem er auch schon gesessen hatte. Dort nahm er ein Wattetupfer, wischte das Gesicht der Barbie sauber, trug ihr frischen Lidschatten und Lippenstift auf und, und, und. Zuletzt las er die Vereinbarung durch, mehrere Male stöhnte er auf, aber am Ende unterschrieb er.
Als er fertig war, sah die Barbie sehr zufrieden aus und sie machte den Zauber rückgängig.
Seither ist Pan zwar kein Musterknabe, aber er hat sich – zur Verwunderung seiner Eltern und seiner Schwester – sehr gebessert.
Tolle Geschichte, Johanna, vielen Dank! Da gibt es, wenn ich wirklich kritisieren wollte, ein paar kleine Fehler in den Uebergaengen zwischen Traum und Wirklichkeit, aber es ist nicht schlimm und funktioniert trotz allem sehr gut. Schoen der Teil, wo Pan im Schloss aufwacht. Da haettest Du sogar noch ein bisschen laenger daran arbeiten koennen und ein paar schmackhafte Details erfinden koennen, aber so ist es auch gut, wirklich!
Danke und ciao
Georg
Alles began in einer Fabrik, die in der Mitte von Nichts liegt. Dort werden Metallkappen, Plasteteile, Gummigriffe und noch viele andere kleine Einzelteile liebevoll von einer ueber zwanzig Jahre alten Maschine zusammengeschraubt. Sie heisst Mariana, und ich, ich heisse Freddy. Nun ihr werdet euch natuerlich fragen, wer ich denn bin? Ich bin ein ganz normaler 2 Monate junger Schreibfueller. Heute ist mein grosser Tag, denn ich werde in den Supermarkt Schlecker transportiert. Dann kann ich endlich einem Kind beibringen, wie man schreibt. Das ist auch meine Pflicht und Ehre, denn Erstens, kriege ich meine Schreiblizenz, und Zweitens, ist das eine Tradition, die schon seit 400 Jahren in unserer Familie besteht.
(1 Stunde spaeter im Schlecker)….
Endlich bin ich angekommen. Ich bewundere mein neues Zuhause. “Das ist ja traumhaft!” teile ich meine Mitbewohner Jan und Anna mit. Ihre Wohnungen liegen direkt neben meiner. Wir wohnen alle im Vierten Stockwerk der Schulenstr., Hausnummer 1.
Nachdem eine Woche vergangen ist, habe ich mich schon an das seltsames “Ding a ling a ling”-Gerauesch gewohnt. Meine Wohnung finde ich toll und wuerde am liebsten fuer immer hier bleiben. Aber eines Tages passiert es. Diesmal hoert sich das “Ding a ling a ling” seltsamer wie nie zu vor an. Ich bekomme auf einmal ganz viele Schmetterlinge in meinem Bauch. Ob mich jetzt endlich ein Kind mit nach Hause nimmt? Ich weiss naemlich, dass jetzt Juli ist und das dann alle Kinder Fueller kaufen. Ihr fragt euch sicherlich, woher ich das weiss. Tja, ich habe halt in zwei Monaten kurz Unterricht bekommen. Ploetzlich reist mich etwas aus meinen Gedanken. Etwas Weiches und Glattes, das sehr gross ist, ergreift mich mit seinen 5 Greifarmen. Etwa eine Kinderhand??? Ich werde in ein Metallkorb geschmissen. Ich winke Jan und Anna noch zum Abschied und dann beginnt meine grosse Abenteuerreise. Erst mal laufen wir die Schulenstrasse hoch dann biegen wir in die Haarstrasse ein. Wir biegen noch einmal ab und befinden uns in der Kassenstrasse. In der Kassenstrasse ist eine kleine Fabrik, die Mariana ueberhaupt nicht aehnelt. Ich werde vor die Fabrik abgelegt und habe Angst, dass mich das Kind wieder zurueck geben will. Aber dann faengt das Band sich an zu bewegen. Ein grelles Licht leuchtet auf, das so viel Kraft haben muss, wie die Sonne. Nach dem Grellen Licht komme ich aus der Machine wieder heraus und das Kind packt mich in eine Tasche. Wir laufen die Ausgang Strasse runter und stopen an einer grossen Kiste mit Raedern. Wir setzen uns rein und ich erblicke zum ersten Mal einen Riesenmenschen, den Papa des Kindes. Ein Motor geht an und wir fahren los.
In der Kadiner Strasse, Hausnummer 5 Stockwerk 7 in einem abenteuerlichen Zimmer…..
Ich werde aus meinem Bett gerissen. Das ist ja wohl wirklich nicht noetig!! Dann werde ich auch noch hochgehoben und mit Tinte befuellt. IIIIhhhhhhhhhh!!!!! Um den ganzen Aufwand noch komplizierter zu machen, muss ich auch noch schreiben. Na ja, so richtig schreiben kann man das nicht nennen. Es fuehlt sich eher so an, als wuerde ich einen afrikanischen Tanz vorfuehren. Also beschliesse ich zu Streiken. Der Junge schuettelt mich und ruft nach seinem Papa. Der Papa kommt angerannt und ruft, “Was ist denn, Federiko?” Federiko antwortet “Mein Fueller ist kaputt!” Darauf erwiedert Federikos Papa ” Lass mal sehen…” Federikos Papa hebt mich hoch mit seiner grossen schrumpligen Hand und fragt ” Hallo Fueller, willkommen bei uns zu Hause. Wie heisst du denn?” Ich bin froh, dass mich hier endlich einmal einer versteht und anworte “Ich bin Freddy und dein Sohn kann ueberhaupt nicht richtig schreiben. Deshalb habe ich gestreikt, damit ich ihm richrig schreiben beibringen kann.” Der Papa lacht ganz laut und sagt zu seinem Sohn, “Hast du das gehoert?” “Ja,” erwidert Federiko erstaunt, “aber ich glaube Freddy muss mich erstmal kennenlernen.” Zu Freddy gewandt sagt er:” Ich bin Fedriko und 6 Jahre alt und das hier ist mein Zimmer. Ich freue mich schon auf unseren gemeinsamen Stunden. Da haben wir bestimmt eine Menge Spass miteinander!” ” Ja erwiedere ich, dann lass uns doch schon jetzt schon anfangen!” Federiko nimmt mich in die Hand und macht einen erneuten Versuch. Ich tanze wie wild umher und es kommen tatsaechlich erste Andeutungen von Buchstaben heraus…. Wir haben eine Menge Spass miteinander aber mit dem Schoenschreiben…. na ja, das wird schon auch noch werden.
Alle sagen immer: „Wenn gerade alles schiefläuft, dann kann es ja nur besser werden.“ Ich sage: „Schlimmer geht immer.“
Zurzeit hatte ich ziemlich Stress mit meinen Eltern. Meine Mom rastete bei jeder Kleinigkeit aus und mein Vater sah mich dann immer so vorwurfsvoll an, als hätte ich weiß Gott was angestellt. Das macht mich so aggressiv, dass ich ihm am liebsten jedes Mal eine scheuern würde. Einmal habe ich Mom nach einem Stift gefragt, als sie gerade an irgendeinem wichtigen Steuerzeugs gearbeitet hat. Sie hat mich total angebrüllt, von wegen, wenn ich nicht mal wüsste, wo in diesem Haus Stifte sind, dann hätte ich hier nichts mehr zu suchen und sie würde ja auch nicht einfach reinplatzen, wenn ich gerade Hausaufgaben mache oder für einen wichtigen Test lerne. Ich dachte nur, oh doch, das tust du, und zwar nur, um mich zu fragen ob meine armen Pflanzen schon Wasser bekommen haben, obwohl du genau das Gleiche schon vor zwei Minuten wissen wolltest. Und ich da schon mit ‚Nein’ geantwortet habe. Aber zu sagen habe ich mich das nicht getraut. Ich bin dann jedenfalls ohne Stift in mein Zimmer gegangen und wollte eigentlich den Dankesbrief an meine Tante, die mir ein Päckchen geschickt hatte, schreiben. Meine Mom nervt mich schon seit Tagen damit. Also habe ich mich jetzt endlich dazu aufgerafft, es zu machen. Tja, Mom, ohne Stift ist das schwierig. Und ich weiß auch schon, warum bald das nächste Donnerwetter kommt. Nämlich, weil ich den Brief noch nicht geschrieben habe.
„Maja, Abendessen!“ Ich kniff die Augen zusammen und rappelte mich von meinem Bett hoch. Und stieß voll mit dem Knie gegen den Schrank. „Verdammt!“, fluchte ich und schmiss das Buch, das ich gelesen hatte und noch in der Hand hielt, gegen die Wand. Woraufhin der Buchdeckel sich von den Seiten löste und irgendwo hinter dem Bett verschwand. Gut. Ich bin ja auch so lange nicht mehr geschimpft worden. Mein Zimmer war einfach viel zu eng. Wenn man durch die Tür reinging, lief man schon Gefahr, gegen den Schreibtisch zu knallen, der ein bisschen in den Türrahmen hineinstand, weil er zu breit für das kleine Stückchen Wand links neben der Tür war. Ging man zwei Schritte, kam, direkt an den Schreibtisch herangepfercht, das Bett, von dem die Fußseite and der Schreibtisch-Wand war und die Länge des Bettes die ganze der Tür gegenüberliegenden Seite ausfüllte. Mein Schrank stand einen halben Meter entfernt vom Kopfende des Bettes an der vierten Wand in meinem Zimmer. Und wenn man sich zum Lesen in die hinterste Ecke vom Bett einigelte und dann mit Schwung aufstand, dann, tja, dann knallte man eben mit dem Knie an den Schrank. Rechts neben dem Schrank kam nicht mehr viel, nur noch ein kleines Bullaugen Fenster und dann war man mit ungefähr fünf Schritten auch schon durch, durch mein Zimmer. Eine 180°-Drehung und ich schaute wieder genau auf mein Schlafgemach. Vor dem das Buch ohne Buchdeckel lag. Was mich auch wieder daran erinnerte, dass mich mein Vater vor ungefähr zwei Minuten gerufen hatte. Weil mein Magen knurrte wie ein hungriger Löwe, beschloss ich, das Buch erstmal Buch sein zu lassen und zum Essen hinunterzugehen, bevor mein Vater raufkam und das Buch gelassene Buch sah. Ich trampelte die Treppe runter, wirbelte in die Küche und wäre am liebsten gleich wieder hinausgewirbelt. Mein Vater hatte schon wieder den typischen ‚Ich-Tick-Gleich-Aus-Blick’ drauf. „Guten Abend“, sagte ich höflich, setzte mein bestes Lächeln auf und mich hin. Daddy runzelte die Stirn, sah mich an als hätte ich „Hey, Alter“ zu ihm gesagt und bat mich schließlich, ihm die Flasche Bier zu geben, die auf der Arbeitsfläche stand. Um Streitereien am Abend vorzubeugen sprang ich sofort auf. Ein Fehler. Ich riss meinen Stuhl um, er knallte gegen die Anrichte und das Bier kippte gefährlich. Ich, unfähig etwas zu tun, stand daneben und sah zu, wie die Flasche immer näher an den Rand rutschte und wackelte, schließlich herunterfiel und auf dem harten Fliesenboden in tausend Scherben zersprang. Betreten schaute ich auf den Boden. Ich wartete darauf, dass sich der ‚Ich-Tick-Gleich-Aus-Blick’ in einem riesigen Donnerwetter entlud. Aber, nein. Mit einem Gesichtsausdruck, den ich später nicht mehr deuten konnte, sah mein Vater erst den Biersee an und dann mich, dann komischerweise meine Mom, obwohl die damit überhaupt nichts zu tun hatte und dann … lachte er. Ja, er lachte! So laut, dass ich dachte, die Decke fällt uns gleich auf den Kopf. Dad gluckste und kicherte, sah dabei aus wie ein hüpfendes Smartie und hüpfte so lange, bis Mommy schließlich auch lachen musste. Sie gackerte und krähte wie ein Huhn. Ich saß daneben und konnte überhaupt nicht lachen. Ich sah meiner Familie zu, dem Smartie und der Henne, und dachte, dass es nicht sehr erstrebenswert ist, mit so was verglichen zu werden. Aber immerhin war die Stimmung danach zumindest bei meinen Eltern besser und den Biersee wischte auch Mom auf.
Hallo Marabella, und danke fuer die Geschichte.
Sofort ein bisschen Kritik: ich kann mit Fuellwoertern wie “voll” und “total” nichts, aber wirklich gra nichts anfangen – Hier koennte ein “total nichts” wirklich passen… ;.) Achte darauf, solche Woerter beim Schreiben zu vermeiden, denn im Grund geben sie dem Satz nichts, helfen nichts und schaden nur. Total sinnlos, eben.
Ich wuerde dir raten, oefters einmal einen neuen Abschnitt zu setzen. Das tut dem Leser gut, denn dann weiss er, dass sich in der Geschichte etwas Neues tut, oder dass er mal kurz aufstehen kann um sich ein Bier zu holen.
Sehr gefallen hat mir dieser Satz: “setzte mein bestes Lächeln auf und mich hin.” Das war eine prima Idee!
Die Beschreibung deines Zimmers ist irgendwie holprig und zu lang. Das sind solche Passagen, wo ein Autor manchmal eine halbe Stunde dasitzt und arbeitet, um alles wieder ins Lot zu bringen – und dabei nicht sicher ist, ob er es schafft.
Aber sonst gut, sehr nett auch das Ende.
Gut gemacht!
Ciao
Georg
Die goldenen Kuppeln glänzten in der heißen Mittagssonne. Wie Muscheln, die man am Strand fand, drehten sie sich in den Himmel. An der Spitze gepickt von einer grünen Kugel, die man am liebste berühren wollte. Um die Mittagszeit waren die Gassen leer, das einzige was man dort fand, war der Südwind, der den Sand durch die Gassen wehte. Ich sahs auf einem der flachen Dächer, und öffnete die Augen. Das Sonnenlicht blendete mich, und ich musste die Augen zusammen kneifen, um etwas sehen zu können. Die Stille war beunruhigend, die Einsamkeit beängstigend. Ich sahs auf einem der Häuser, der Äußeren Dörfer, die den Palast umgaben. Von hier aus sah man alles, und das war nicht mal viel. Bis ans Ende des Horizonts nur Dächer. Ein kleines Lächeln stahl sich auf mein Gesicht, als ich die Kapuze tief ins Gesicht zog, und sprang. Die Häuser waren nicht gerade hoch, doch das war auch weniger das Problem, denn Aufprall würde ich schon überleben. Es waren eher die Soldaten, die an jeder Häuserecke ihre Patrouille hielten. Ich landete, und zog mich in den Schatten zurück. Aus einem Augenwinkel sah ich, wie einer der Männer in die Straße lunchte. Mein Atem ging schneller, doch zum Glück zog er sich wieder zurück. Mit einer Handbewegung strich ich mir die Haare aus dem Gesicht. Die dunklen Locken hielten sich nicht lange in dem Knoten, in dem ich sie zu tragen pflegte. Ich schreckte auf, als ich einen schrillen Schrei hörte. Er ging mir durch Mark und Bein, und liess mich erstarren. Meine Augen suchten fieberhaft den Himmel ab, auch die Soldaten hatten es bemerkt, denn sie zielten bereits auf den Himmel. Fieberhaft suchte ich nach einem Unterschlupf, einem Versteck. Doch mir blieb nichts anderes übrig, als weiter im Schatten zu hocken, und das beste zu Hoffen. Wieder erklang ein Schrei, jetzt noch näher. Ich wagte mich kaum zu bewegen. Trotzdem siegte meine Neugierde, und ich wagte mich einen Stück aus meinem Versteck heraus. Goldene Muster zogen sich über den schlanken Leib des Drachen, bewegten sich über seinen stählernen Muskeln.
Wie ein Blitz schnellte das schlangenartige Wesen über den Himmel. Es war so faszinierend, das man fast vergaß, wie gefährlich Drachen waren. Eine Flamme schoss aus seiner Kehle. Breitete sich rasend schnell in der heißen Luft aus und setzte alles, was ihr in den Weg kam, in Flammen. Zu späht bemerkte ich, das ich lieber fliehen sollte. Da spürte ich schon die Hitze über mir. Schreie aus dem Haus, auf dem ich mich gerade noch befunden hatte. Glut und Asche rieselte auf mich herab, blieb in meinen Haaren hängen. Im selben Moment befand ich mich schon im rennen. Sprintete um die nächste Ecke. Ich spürte den Luftzug hinter mir, das Zischen des Drachen. Seine Begierde mich zu fassen.
Doch das spornte mich nur noch mehr an, fast flog ich über den Boden. Diesmal versuchte mich keiner der Soldaten ein zu fangen. Ihr sinnlosen Versuche, den Drachen mit einem Netz zu bewerfen, waren gescheitert. Sie machten mir nur noch freiwillig den Weg frei, darauf bedacht, ihre eigene Haut zu retten. Feiglinge! Das waren sie. Nichts anderes als Feiglinge Zwar eine Knarre halten können, und vor den Freunden angeben, doch in einer Situation, wo es darauf ankam leben zu retten, den Schwanz einziehen.
Langsam wurde ich müde, und die Bestie hinter mir kam näher. Ich entdeckte einen schmalen Seitenarm, der von der Straße abzweigte. Mit letzter Kraft sprintete ich zu ihm, und quetschte mich hinein. Ich höre das Klicken von Krallen, meine Brust bebt, der Drache schwenkt seinen Kopf hin und her. Ich quetsche mich weiter durch den engen Gang. Immer mit einem Blick auf den Drachen. Er schwenkt seinen Kopf um. Zum ersten mal bin ich einem solchen Tier so nahe. Es ist nicht selten dass sie unsere Stadt heimsuchen, was sie hier her treiben, und was sie suchen, wissen wir nicht. Wir wissen nur, das ihre Flammen töten können und ihre Krallen Dächer aufreissen und Menschen töten.
Seine goldenen Augen fixieren mich, er beobachtet mich. Mich- einen kleinen, hilflosen Menschen der auf den Tod wartete. Wie als hätte er Mitleid mit mir, drehte er ab und stößt sich vom Boden ab. Mein Atem beruhigt sich wieder. Doch ich weiss, das ich hier nicht sicher bin. Die Soldaten haben mich gesehen, und werden nach mir suchen. Ich suche meine Tasche, in der ich meine wichtigsten Habseligkeiten aufbewahrt hatte, doch ich finde sie nicht mehr. Seufzend taste ich mich an der Wand durch die Halbdunkelheit. Da fehlt mein Blick auf ein kleines Glöckchen, das verloren im Staub liegt. Vorsichtig greife ich danach, und wiche den Staub von der durchsichtigen Oberfläche. Ich staune, denn das Glöckchen ist so fein gearbeitet, das es irgendwie unwirklich, in meinen schmutzigen Händen, wirkt. Feine, dünne Goldadern ziehen durch das Glas. Man hat Angst, dass es, wenn man es runter fallen laesst, zerspringt.
»Hey, Mädchen! Was machst du denn da!« Ich drehe mich zögernd in die Richtung des Soldaten. »Das… bist doch nicht schon wieder du!« Ich drehe mich um und renne wieder in die Dunkelheit. Das Glöckchen bimmelt fröhlich in meiner Tasche.
Schnell tauche ich in der Menschenmenge unter, jetzt, wo der Nachmittag anbricht, brennt die Sonne nicht mehr so heiß auf der Haut. Dennoch, mich erinnern die Brandwunden an den Vorfall heute morgen. Mansche Menschen schauen mich komisch an, weichen mir aus. Doch ich bin das gewohnt. Mein Aussehen war noch nie gerade berauschend. Meine wilden, unbändigen Haare stehen meist wild von meinem Kopf ab, zwar versuche ich sie zu bändigen, doch spätestens wenn ich wieder einmal über die Dächer fliehe, löst sich der Knoten wieder. Meine Lippen sind durch die Hitze aufgesprungen. Meine Gestalt ist mehr als mickrig, man würde mich eher auf 10 schätzen, als auf meine 12. Das liegt daran, das ich mir kaum Essen leisten kann. Wenn, nur mal einen Fladen Brot, aber das auch nur zu guten Zeiten. Wie ich überleben kann? Ein Dieb bin ich. Doch ist dieser Titel nicht einmal selten. In einem Dorf, wie diesen, wovon es viele gibt, leben viele arme Menschen, die anders nicht überleben würden. Die Paläste sehe ich kaum, nur aus der Ferne kann man sie bewundern. In das Palastinnere kommt man aber nicht. Nicht als Bettler. Suchend sehe ich mich nach einem Stand um wo ich die Glöckchen loswerden kann. Sie sind zwar schön. Gewiß, doch was ist mir lieber. Ein paar schöne Glöckchen, oder Geld mit dem man sich etwas zu Essen kaufen kann? Ich habe schon vor einer Ewigkeit gelernt, mich selber zu versorgen. Nicht, weil ich es wollte. Nein! weil ich musste. Meine Eltern konnten die Steuern nicht mehr bezahlen, sie baten um noch einen Monat, doch bekamen sie den? Sie wurden in die Gruppen verschleift, ob sie jeh wiederkommen würden? Ich weiss es nicht, doch sie würden mich nicht mehr erkennen. Wenn man einmal in den Gruben ist, kommt man nie wieder heraus, auch wenn man schon wieder im vertrauten Heim sitzt. Die Gruben hinterlassen ihre Spuren. Nicht nur äußerlich, man sieht nicht nur die Narben an den Händen, und die Peitschenhiebe auf dem Rücken, man sieht auch die Verwirrtheit in ihren Augen. Ihre von der Sonne blinden Gesichter. Sie sind danach nicht mehr so wie sie einmal waren. Nur noch seelenlose Körper, sagt man. Doch will das die Regierung nicht? Noch mehr Sklaven die sie für ihre Bauten braucht?
Ich schüttele den Kopf, an so etwas will ich jetzt gar nicht denken, nicht an meine Eltern. Ich bin jahrelang ohne sie ausgekommen, jetzt will ich nicht in Trauer verfallen. Es würde mir nur den Tod bringen, denn so friedlich wie diese Straßen im Moment erscheinen, sie sind es nicht. Ich sehe mein Ziel, in einer dunklen Ecke, steht ein Mann. Ich kenne diese Männer. Falscher. Sie sind der Schwarzmarkt hier. Hat man etwas, was nicht zur gebräuchlichen Ware gehört, verkauft man es an sie. Auch hier stehen Soldaten, sie sind dafür da, um solche Geschäfte zu verhindern. Doch das einzige was sie machen, ist sich eine Zigarette anzuzünden und dumm in die Gegend zu kucken.
Ich halte nicht viel von diesen Männern. Der Mann hebt eine Augenbraue, als ich mich ihm mit zielsicheren Schritten nähere. »Unknow, meine Kleine. Was hast du mir heute zu bieten?« Unknow- in meinen Kreisen nennen sie mich so. Ich hasse den Namen, denn mir die Soldaten gegeben haben. Mädchen- als ob ich noch ein Mädchen wäre. Ich werde nicht mehr Abends ins Haus gerufen! Ich habe nicht immer eine feste Bleibe! Warum vergleichen sie mich dann mit anderen Mädchen? Als wäre ich so wie die! Die Heulen doch wegen jeder Kleinigkeit! Ich habe das wahre Leben kennen gelernt! Unknow dagegen klingt besser. Geheimnisvoll wenn man es sich auf der Zunge zergehen lest. Sie kennen mich nicht, und es ist nur höflich das sie mich nicht Mädchen nennen, wenn ich mit ihnen verhandle. Ich bin ein Geschäftspartner für sie, ich kann falschen. Und es gibt mir ein gutes Gefühl, wenn sie Respekt vor mir haben. Denn das, haben nur die wenigsten. Die meisten behandeln mich immer noch wie ein Kind, das bedauert werden will. Oder wie einen Hund, einen räudigen Hund aus der Gosse. Die Wahrheit ist eben immer noch das, was am schwersten zu begreifen ist. »Ich habe etwas gefunden… ein paar Glöckchen, ich will wissen was sie wert sind und! Was ich für sie bei dir verlangen kann!« »Ein paar Glöckchen? Ein paar Glöckchen?!«, deutlich war der Hohn und der Spott aus seiner Stimme herauszuhören, »Was denkst du eigentlich manchmal Mädchen?«
»Ich glaube trotzdem das sie dir gefallen werden!«, beharrte ich weiter und zog die Glöckchen heraus. Der Mann stockte plötzlich, und seine Augen weiteten sich. Die kleinen Glöckchen werden vom Wind erfasst und bimmeln leicht. Ihr Ton ist hell und klar. Viel reiner als der von normalen, rostigen Haustüren. Einer der Soldaten horcht auf und dreht sich zu uns um. Der Händler packt, schneller als das ich es verhindern kann, meine Hand und entreißt mir die Glöckchen. »Wo hast du die her?«, fasziniert fährt er mit seinen schmutzigen Finger die Adern entlang. »Gefunden.«, lüge ich. »Pah! Gefunden. So etwas findet man nicht, so etwas klaut man höchstens…« »Ich habe es wirklich nur gefunden! Bei dem Drachenangriff heute Morgen, da habe ich es auf einmal im Schmutz liegen sehen!«, auf einmal wurde mir ein Licht klar. Vielleicht…? »Kannst‘ es wieder haben. Ich kann es nicht gebrauchen!« Er wirft mir die kleinen Glöckchen herüber. Mit einer schnellen Bewegung rette ich sie davor, am Boden zu zerschellen. »Aber… ist es denn was Wert?«, meine Hoffnungen sind zu Nichte, heute mal eine ordentliche Malzeit zu bekommen. !« »Ja, ja! Gewiß, es ist viel Wert, einen Preis sogar, denn ich mir… nicht ausmalen könnte!«, begann er zu stottern, »Aber war bringt es mir? Wenn sie mich damit erwischen, sie könnten falsche Rückschlüsse ziehen!« Mit diesen Worten klappt er seinen kleinen Tisch zu, und verschwindet in der Dunkelheit. Zurück bleibe ich, wie ich ihm verwirrt hinterherstarre.
»Du Gauner! Gib sofort das Brot wieder her, oder ich…«, schnell bog ich um die nächste Ecke, das noch warme Fladenbrot unter meinem Hemd versteckt. Die Hitze brannte auf meiner Haut, und mein Gesicht war rot vor Anstrengung. Doch ich lächelte, für heute Abend hatte ich etwas zu Essen! Noch zwei Äpfel, die auf dem Boden lagen und niemand mehr wollte, aufgehoben und schon war ich weg. Das einzige was ich noch hörte war das gedämpfte Schimpfen des Händlers, der jetzt ein Brot weniger besaß. Na und! Ich war fast vor dem Verhungern, und er war schon so dick, das man ihn rollen konnte! Manchmal frage ich mich, warum Gott das Glück so ungerecht verteilt hat. Einige schwimmen darin, und andere, müssen es sich selber erbetteln. Ich nehme mir nur das, was mir eigentlich zu steht. Das war mein Grundsatz, und daran hielt ich mich auch. Ich wollte keine Schuldgefühle haben, weil ich jemanden, der sowieso zu viel hatte, etwas weg nahm. Mit einem Ruck kletterte ich das Regenrohr hinauf. Geschickt griffen meine Hände nach dem Metall. Ein Seufzer drang aus meiner Kehle als ich mich auf das Lehmdach sinken lies, ich zog den Fladen heraus und hielt ihn mir dicht vor die Nase. Dieser Geruch! Dieses frische, mit Kräutern gebackene Brot! Am liebsten hätte ich gleich alles aufgegessen, so sehr knurrte mein Magen. Doch ich wusste, ich musste es mir einteilen. Vorsichtig brach ich ein Stück ab, und legte den restlichen Teil zur Seite. Es war unpraktisch, da ich ja meinen Rucksack verloren hatte, doch ich musste mir erst wieder einen neuen ‚besorgen‘.
Für einen Moment behielt ich das Stück Fladen in der Hand, und sah gedankenverloren über die niedrigen Dächer hinweg, in den Himmel. Die Nächte waren unbeschreiblich. Ich konnte es mir gar nicht mehr richtig vorstellen, in einem Haus zu schlafen. Wie konnte man es in einem warmen und gemütlichen Bett aushalten, wenn man Stadt dessen unter einem Sternenhimmel schlafen konnte? Die Menschen wußten gar nicht was sie verpaßten. Tausende, Billionen von Sternen waren dort über ihr! Galaxien, schwarze Löscher. Eine Unzahl von Geheimnissen, Geheimnisse die wir nie erfahren würden! Ich wünschte, ich wüsste mehr über den Himmel. Insgesamt mehr über unsere Welt. Doch nur die Reichen konnten sich Bücher leisten. Die anderen, gaben das wenige was sie wußten, durch Erzählungen weiter. Und was davon stimmte, und was nur Wunschdenken war, konnte man schon lange nicht mehr unterscheiden. Mit einem kräftigen Bissen riß ich ein Stück von dem Brot heraus, und schlang es hinunter. Die Äpfel hatten zwar schon ein paar Druckstellen, doch sie wirkten, in meinen Augen, genießbar. Ich durfte nicht sehr wählerisch sein, denn viel stand mir nicht zu Verfügung. Der süßlich, säuerliche Geschmack des Apfel mit dem Fladenbrot hmh… Es schmeckte für mich wie ein Festmahl. Reflexartig zog ich die kleinen Glöckchen hervor. Der Vorfall von Heute Nachmittag wollte mir nicht aus dem Kopf gehen. »Aber war bringt es mir? Wenn sie mich damit erwischen, sie könnten falsche Rückschlüsse ziehen!« Was hatte der Händler damit gemeint? Was hatte es mit den Glöckchen auf sich? Kamen sie vielleicht aus Iram? Iram. Eine Stadt wie keine andere. Niemand wusste woher sie war, doch trotzdem sagte man immer wieder: »Das habe ich aus Iram!« oder »Das könnte aus Iram sein!« Iram bezeichnete man allgemein als die ‚verschollene Stadt‘ oder ‚das Atlantis des Sandes‘ Natürlich waren das nur Mythen, sagte man sich jedenfalls. Iram war von Allah zerstört wurden, weil die Menschen dort sündig gelebt haben. Doch da ich nicht an Allah glaubte, interessierte mich die Sache am meisten, ob es diese Stadt wirklich gab. Man nannte sie die Stadt der Falscher, Ganoven und Magier. Dort handelt man mit schwarzer Magie, munkelte man. Deshalb sagte man auch, das alle Dinge, die mit Magie zusammen hingen, von dort kamen. Ob es nun stimmte oder nicht, das musste man selber entscheiden. Ich stellte mir so eine Stadt wundervoll vor. Endlich eine Stadt, wo ich mich Zuhause fühlen könnte! Wieder einmal schweift mein Blick zu den Glöckchen. In der Dunkelheit glühen die dunkelroten Adern beinah. »Morgen werde ich zu Adeel gehen. Vielleicht weis er ja mehr.«, sage ich zu mir selbst. Adeel hat einen kleinen Laden im nächsten Stadtteil. Eigentlich ist er ein ziemlich merkwürdiger Typ. Doch er kennt sich aus, behauptet selber immer, das er etwas von schwarzer Magie versteht. Ich gehe trotzdem nicht gerne zu ihm. Warum? Werdet ihr noch früh genug sehen. Langsam wird der Lehm unter mir wieder kalt. Ich sollte mir einen wärmeren Schlafplatz suchen. Bei der Bäckerei ist das Dach meist schön warm, da die Ofenröhren genau darunter entlang laufen. Dort Riecht es auch immer so schön nach frischem Brot und Mandeln.
Die Sonne ist noch nicht aufgegangen, doch trotzdem bin ich bereits wach. Warum? Die Bäckersfrau hat mich gerade entdeckt, als sie Brennholz holen wollte. Schimpfend steht sie dort unten, und verlangt das ich augenblicklich von dem Dach herunter komme. Sie wedelt aufgeregt mit ihren Händen in der Luft. Ich richte mich geschafft auf, meine Knochen tuen weh und schmerzen. Es ist nicht gerade sehr bequem, die Nacht auf einem Dach zu verbringen. Manchmal gehe ich zu meinem noch einzig lebenden Verwandten, meinem Onkel. Doch dieser ist meistens so betrunken, das diese Besuche, für mich nicht gerade friedlich ablaufen. Deshalb ziehe ich es schon seit geraumer Zeit vor, mein Schlafort selber zu wählen. Jetzt aber wusste ich, das ich weg musste. Denn die Frau hat sich aufgemacht, mir aufs Dach zu folgen. Schnell nehme ich den restlichen Apfel und sehe mich nach einem Fluchtweg um. Am Ende sehe ich keine andere Lösung, als über die Dächer zu fliehen. Ich nehme Anlauf, und springe. Der Sprung ist nicht gerade weit, da die Häuser dicht aneinander stehen, doch trotzdem staucht es mir ganz schön in den Beinen. Schnell richte ich mich auf und sprinte weiter. Von Dach zu Dach. Die Dächer sind Flachdächer, eigentlich eher Terrassen die auf das Dach verlegt wurden. Schon bald merke ich, das ich die Bäckerin hinter mir gelassen haben muss, und werde langsamer. Ich sehe mich um. Eigentlich sehen alle Häuser gleich aus, doch da ist eines! Eines das den anderen nicht ähnelt, Adeels Haus. Adeel hatte schon immer einen komischen Geschmack, doch sein Laden übertrifft alles. Viele, bunte Tücher hängen auf seiner Terrasse und flattern rege im Wind. Eine komische dudel- Musik, die mich ein bisschen an Liebeskranke erinnert, ertönt aus den Lautsprechern. Viele Reucherstäbchen stehen überall herum und verbreiten einen, fast betäubenden, Vanille Geruch. Adeel selber erkennt man schnell. Er fehlt auf wie ein bunter Hund. Adeel kommt nicht von hier, das sieht man ihm an. Doch trotzdem findet er es witzig, sich einen orientalischen Namen zu geben. Adeel würde man überall wieder erkennen, obwohl er nicht zu den einzigen, ‚Einwanderern‘ gehört. Das liegt zum einen an seinen Rasterlocken und an seiner Art. Wie er versucht die Leute zu überreden, seine Parfüme und Liebestränke zu kaufen. Ihnen noch bis in die nächste Straße nachläuft. Ich finde diesen Kerl widerlich, seine ganze Art, sein Aussehen, abschreckend. Doch er kennt sein Handwerk, er versteht sich darin. Ich warte noch eine Weile, dann lasse ich mich auf seinen Balkon fallen. Nachdem ich mich kurz umgesehen habe, verschwinde ich im Raum. Ich muss husten als sich meine Augen endlich an das schummrige Licht gewöhnt haben. Im ganzen Raum schwebt grauer Rauch und an der Decke hängt nur eine Glühbirne, die auch mal bessere Tage gesehen hat. Der ganze Raum ist vollgestopft im Antiquitäten, und alten, sehr alten Zeug. Von manchen Sachen, weis ich noch nicht mal den Namen, da Adeel sie bestimmt aus anderen Ländern hat. Er hat viele Geschäftsfreunde die ihn immer wieder zu den kuriosesten Sachen behelfen. Ich suche nach einem Stuhl oder einem Sessel, wo ich es mir bequem machen kann.
»Setz dich doch!«, sagte auf einmal eine Stimme hinter mir und schiebt mir einen Stuhl hin. Es ist Adeel, doch irgendwie wirkt er besorgt. Doch schon im nächsten Moment, ist er wieder der Alte. »Na?, meine kleine Unknow? Was treibt dich schon wieder hier her?«, er legt sein schelmisches Lächeln auf und grinst mich frech an. »Ich habe etwas, etwas was dich interessieren könnte!« Er gähnt und lehnt sich in seinem Schaukelstuhl Zurück: »Es geht also ums Geschäft? Und ich dachte du wolltest einen von meinen Liebestränken kaufen, schade eigentlich…« Ich konnte es nicht verhindern, das ich schmunzeln muss. Adeel ist wirklich durch und durch ein Geschäftsmann. Er lässt keine Chance aus, einem einen seine Ware an zu drehen.
Schnell hole ich die Glöckchen heraus, und auch wie der Händler vor ihm, kommt Adeel nicht mehr aus dem Staunen heraus. »… und ich habe mich schon gefragt, warum du, die da, nicht zu erst an deine getrauen Händler verkauft hast. Ich frage mich, wo hast du die schon wieder her?« Ich weis, das es nichts bringt, Adeel an zu lügen. Doch trotzdem zögere ich, mit meiner Antwort. »Beim Drachenangriff, gestern Vormittag, habe ich sie gefunden.« »Beim Drachenangriff, soso! Sehr interessant. Und du weisst, wo sie herkommen?«, forschend mustert er mich.
»Nein! Weiss ich nicht!« Trotzdem ist etwas Wahres an seiner Aussage, weiss ich nicht doch schon, wo sie herkommen? »Iram, die Stadt die ihm Sand versank. Weisst du eigentlich, wie sie verschwand?«, ich schüttele den Kopf und mache es mir auf meinem Stuhl bequem, indem ich meine Beine hochziehe und meinen Kopf auf meine Knie stütze, »Früher war sie eine bedeutende Stadt, viele Leute haben dort gelebt. Sie hatte eine, etwas umständliche Lage, im Meer.« Ich schluckte. Das Meer, wie viele Jahre, gab es dieses viele Wasser schon nicht mehr? Vor Jahren, nein, vor Jahrtausenden war es ausgetrocknet. Sagte man sich, doch wie konnte so viel Wasser, einfach verschwinden? Es gab viele Legenden um das verschwinden des Wassers, doch am Ende, hatte die Regierung diese Legenden den Menschen ausgetrieben. Sie redeten einem ein, dass das Wasser einfach so verschwunden war. Jeder der versuchte, etwas darüber heraus zu finden, wurde mit dem Tode bestraft. Es wurde zur Gewohnheit, über viele Generationen hin, das es keine Meere mehr gab. Dort war jetzt nur noch Wüste und schroffes Gestein. Eine Landschaft, wo man niemanden hätte ansiedeln können. Eine Landschaft, von roher Gewalt. Man konnte sie durch Züge durchqueren, deren Gleise quer durch sie durch führten. So kannte man von einem Kontinent zum anderen kommen. »Als das Wasser verschwand, verschwand auch sie. Spurlos. Sie war noch nie eine Legende gewesen. Sie hatte es schon immer gegeben. Doch als die Regierung die Menschen dazu zwang, sie zu vergessen…«
Ich bin 12 und komme bald in die 6. Klasse. Es könnte sein, das man (viele) Rechtschreibfehler entdeckt. Da die Rechtschreibung noch nie so richtig gut bei mir war…
Ja Rebecca, erst einmal vielen Dank fuer den Anfang des Romans.
Zunaechst einmal: wirklich, du hast jede Menge Rechtschreibefehler begangen, und zwar so viele, dass ich teilweise deine Geschichte korrigieren musste. Das ist schade, denn vom Inhalt her ist das, was du schreibst, wirklich gut. Du hast eine feine Phantasie und verstehst es auch, die Personen durch ihren Dialog und wenige Worte gut zu charakterisieren. Das ist viel wert.
Genau deshalb ist es schade, wenn du so viele Fehler machst! Das liegt sicher an deinem (jungen) Alter, aber auch ein kleines kleines bisschen an deiner Faulheit, das Geschrieben nochmals zu kontrollieren. Oder irre ich mich???
Also, schreib ruhig weiter, das sind gute Ideen. Aber bitte bitte nimm dir immer Zeit, alles wenigstens einmal genau zu lesen und zu kontrollieren.
Ok? Versprochen?
Gut!
Ciao
Georg
Jep. Ich habe es gemerkt. Ich habe die Geschichte jetzt schon wieder mehrmals überarbeitet, und werde sie bald noch einmal genau durchgehen und dann hier mit dem neuen Teil online stellen.
Ja, Rebecca, vielen Dank fuer Deine erste Geschichte.
Sie hat mir gut gefallen. Wirklich! Da hast Du eine tolle Idee gehabt: alles aus der Perspektive eines Fuellers zu schreiben. Und trotzdem ist alles verstaendlich und klar (was nicht immer einfach ist bei diesem Blickpunkt). Schoen auch die Idee mit den Strassennamen im Supermarkt. Gut gemacht!
Mal sehen, ob Du weiterhin so nette Geschichten postest.
Ciao
Georg
Teil V
Das Eichhörnchen öffnete seine Augen und fühlte sich unglaublich wohl. Es lief nun langsam aus der Höhle, den schmalen Gang entlang, nach draußen. Dort angekommen, rannte es zu den anderen, um zu schauen, ob der Wunsch in Erfüllung gegangen war, doch als es den Dachs erreichte, schlief die Möwe immer noch auf seinem Rücken.
Also banden das Eichhörnchen und der Dachs das Tuch mit der Möwe vorsichtig ab und legten es auf die Wiese. Dabei wurde die Möwe wach und das Eichhörnchen fragte sie:
„Wie geht es dir, Möwe. Hast du noch Schmerzen?“
Die Möwe schaute auf ihre Flügel und versuchte sie leicht zu bewegen. Dann sagte sie erstaunt:„Nein, sie tun nicht mehr weh. Ich kann sie bewegen.“
Da wurde das Eichhörnchen immer aufgeregter und meinte: „Stell dich mal hin, und versuche zu fliegen.“ Das tat die Möwe und siehe da, sie hob ab und flog in die Luft. „Du kannst wieder fliegen! Du kannst wieder fliegen!“, rief das Eichhörnchen hocherfreut. Die Möwe kam wieder zurückgeflogen und sagte fassungslos:„Ich bin wieder geheilt.“ Sie konnte es kaum glauben. Doch sie war überglücklich und so sagte sie zum Eichhörnchen: „Danke, liebes Eichhörnchen, dass du mich gerettet hast. Aber auch du, Dachs und ihr Ziegen habt mir geholfen. Ich danke euch allen von Herzen.“ Und nach einer Träne der Freude sagte das Eichhörnchen:„Du kannst jetzt wieder zum Meer fliegen.“ „Ja, danach sehne ich mich schon, seit ich das Meer nicht mehr riechen kann.“
Und so verabschiedete sich die Möwe, denn sie vermisste das Meer schon wirklich sehr. Also flog sie in die Luft, kreiste einmal um das Eichhörnchen, den Dachs und die Ziegen und alle riefen winkend: „Auf Wiedersehen und Guten Flug!“ Und dann flog sie weiter Richtung Meer.
Das Eichhörnchen schaute ihr nach, bis sie nicht mehr zu erkennen war. Dann drehte es sich zu den Ziegen um und sagte:„Danke ihr Ziegen, dass ihr mir das Geheimnis des Berges anvertraut habt.“ Und der Ziegenälteste antwortete:
„Du musst uns aber versprechen, dass du das Geheimnis für dich behältst.“ „Ich verspreche es“, sagte es und der Dachs legte stolz seinen Arm auf die Schulter des Eichhörnchens. Dann fragte er es: „Ich glaube unsere Reise geht langsam dem Ende zu. Wollen wir den Nachhauseweg antreten?“ „Ja“, sagte es das Eichhörnchen, „ich sehne mich schon sehr nach meinem liebsten Baum. Den habe ich so lange alleine gelassen.“ „Also gut, dann lass uns gehen“, antwortete der Dachs, „auf Wiedersehen ihr lieben Ziegen und vielen Dank für eure Hilfsbereitschaft.“ „Auf Wiedersehen und gute Heimreise“, blökten sie im Chor und während sie ihnen nachwinkten, wanderten der Dachs und das Eichhörnchen in Richtung nach Hause. Die Rückreise ging erstaunlich schnell. Ruckzuck waren sie den Berghang hinuntergeklettert, durch das Tal mit den Kirschbäumen und durch das Feld gelaufen, bis sie den Feldrand erreicht hatten. Nun begann der Wald und das Eichhörnchen wurde trotz müder Beinchen immer aufgeregter. >>Endlich werde ich meinen liebsten Baum wieder sehen<<, dachte es und lief sogar etwas schneller. Als sie ein Weilchen durch den Wald gelaufen waren, da konnte es den Baum schon in der Ferne erblicken. Es sprang auf und rannte auf den Baum zu. Als es ihn erreicht hatte, umarmte es ihn mit seinen kleinen Eichhörnchenärmchen, wie es dies schon am ersten Tag ihrer Begegnung gemacht hatte.
Als der Dachs das Eichhörnchen erreicht hatte, da sagte er:
„Auf Wiedersehen, liebes Eichhörnchen. Es war eine schöne Reise mit dir und ich werde dich bei der nächsten Reise wieder fragen, ob du mich begleiten möchtest.“
„Danke lieber Dachs“, sagte das Eichhörnchen überglücklich und umarmte ihn zum Abschied. Dieser wünschte ihm eine gute Nacht und ging dann weiter zu seinem Häuschen. Das Eichhörnchen kletterte derweil auf seinen liebsten Baum, kuschelte sich in die Baumkrone und dachte noch einmal an die Möwe. Es stellte sich vor, wie sie Richtung Meer flog und der kühle Wind ihr ins Gesicht wehte. Sie flog über den Berg, über den das Eichhörnchen auch mit dem Dachs gewandert war, und bald konnte sie das Meer sehen.
Noch ein paar Flügelschläge, dann hatte sie es geschafft. Sie war wieder zu Hause angekommen, an ihrem geliebten Meer.
Und mit diesem Gedanken schlief das Eichhörnchen ein.
Der Dachs und das Eichhörnchen beeilten sich, denn sie wollten die Möwe keine Sekunde
länger leiden lassen. Und da fiel dem Dachs auf einmal etwas ein. „Es gibt eine Abkürzung“, meinte er,
„einen Weg, der durch den Berg und bei den Berghängen, an denen die Ziegen leben, wieder
herausführt.“ „Einen Tunnel, meinst du?“
„Ja, genau. Dieser Weg ist viel kürzer und wir müssen nicht mehr den Berg hinauf“, antwortete er.
„Na, dann lass uns diesen Weg einschlagen“, bejahte das Eichhörnchen ihn. Sie waren mittlerweile am Fuße des Berges angekommen und der Dachs suchte nun den
Eingang des Tunnels. Sie liefen ein Stück am Berg entlang und nach einer Weile entdeckten sie eine Öffnung. Sie war etwas mit Pflanzen bewachsen, und als sie eintraten wurde es sogleich kühler und dunkler, so dass der Weg nur noch schwer zu erkennen war. Doch der Dachs hatte sehr gute Augen und konnte auch in der Dunkelheit ausreichend
sehen. Also hielt sich das Eichhörnchen dicht hinter ihm. Es hatte zwar etwas Angst, doch der Wunsch, der Möwe zu helfen, war größer. Und der einzig schnelle Weg war nun mal
der Weg durch den Berg, also verdrängte es die Angst, so gut es ging. Es achtete nun auf die Schritte des Dachses und dachte dabei an des Geheimnis des Berges und was dies
beinhalten könnte. Die Möwe war in der Zwischenzeit eingeschlafen. Irgendwann meinte der Dachs: „Ich glaube, der Weg ist nicht mehr lang.“ Und das gab dem Eichhörnchen neue Kraft weiterzulaufen. Nach einigen Biegungen und
Ecken konnte es schon in der Ferne ein kleines Licht erkennen. Dieses wurde größer und größer und war bald so groß, dass man schon den Himmel und die Wiese sehen konnte.
Endlich hatten sie den Ausgang des Tunnels erreicht. Weit entfernt sahen sie die Ziegen seelenruhig grasen und als der Dachs und das Eichhörnchen mit der Möwe näher kamen und
die Ziegen sie entdeckten, kamen sie herbei gesprungen und begrüßten sie freudig. Eine Ziege fragte:„Was macht ihr denn so schnell wieder hier?“ „Wir müssen unbedingt den Ziegenältesten sprechen“, meinte der Dachs eindringlich und so kam dieser gleich herbei und fragte:
„Was hat euch so schnell wieder zu uns geführt?“
„Wir waren am Meer“, sagte das Eichhörnchen aufgeregt, „und haben dort eine Möwe am Strand gefunden, deren beide Flügel gebrochen sind. Ich wollte ihr unbedingt helfen und so sagte der Dachs, dass ich ihr nur mit dem Geheimnis des Berges helfen könnte und deshalb sind wir mit der Möwe zu euch gekommen.“ Der Ziegenälteste schaute die anderen Ziegen kurz an. Diese nickten ihm zu und dann sprach er:
„Wir Ziegen sind uns einig. Unter diesen Umständen können wir eine Ausnahme machen.“ Da war das Eichhörnchen erleichtert. Es schaute den Ziegenältesten erwartungsvoll an und dieser begann zu sprechen:„Zum Geheimnis des Berges musst du mir folgen. Nur du allein.“
Und so folgte das Eichhörnchen dem Ziegenältesten und der Dachs wartete mit der Möwe bei den anderen Ziegen. Der Ziegenälteste und das Eichhörnchen liefen zu einem
versteckten Höhleneingang. Dieser war nicht der Eingang des Tunnels. Er war erstaunlich kleiner und weniger gut zu erkennen. Die beiden traten ein und dann liefen sie einen engen, schmalen Weg entlang. Doch mit der Zeit wurde dieser Weg immer breiter und höher, bis sie sich in einer großen, runden Höhle befanden. In der Mitte dieser Höhle lag ein riesiger Kristall und erleuchtete den ganzen Raum.
Das Eichhörnchen staunte und bewunderte ihn während der Ziegenälteste sprach: „Dies ist ein Bergkristall. Er ist der Schatz dieses Berges.Und das Geheimnis lautet folgend: Wenn du im Anblick dieses Steines dir etwas von ganzem Herzen wünscht, dann wird dieser Wunsch umgehend in Erfüllung gehen. Ich werde dich jetzt alleine lassen und du darfst dir etwas wünschen.“ Und nach dem er dies gesagt hatte, verschwand er und das Eichhörnchen war allein.
Es blickte zu dem Kristall und wurde völlig geblendet von dessen hellen Strahlen. Dann machte es die Augen zu und wünschte sich von ganzem Herzen, dass die Möwe
wieder gesund wird, dass ihre Flügel wieder heil werden und, dass sie endlich wieder fliegen kann. Diesen Wunsch schickte es mit ganzer Kraft an den Bergkristall, dieser blitze einmal hell auf und somit hatte er den Wunsch aufgenommen.
Teil III
Am nächsten Morgen erwachte das Eichhörnchen munter und weil es die ganze Zeit
ungeduldig in der Höhle umher sprang, wurde auch der Dachs bald wach. „Guten Morgen“, meinte er, „du bist aber heute fröhlich. Hast du gut geschlafen?“ „Ja“, antwortete es, „und ich freue mich auf das Meer. Ist es denn noch weit?“
„Nein, nicht mehr weit“, entgegnete der Dachs während auf einmal sein Magen anfing zu knurren.
Da fragte ihn das Eichhörnchen kichernd: „Hast du etwa Hunger?“ „Ja, allerdings“, antwortete er und das Eichhörnchen bot ihm seine Nüsse an. Da es wusste,
dass der Dachs sie nicht öffnen konnte, meinte es zu ihm:
„Ich kann sie auch für dich knacken, wenn du magst.“
„Ja, dann esse ich welche“, entgegnete er, „ich würde wahrscheinlich hier, auf der Spitze des Berges sowieso nichts Genießbares zu essen finden.“
In der Zwischenzeit hatte das Eichhörnchen ihm ein paar Nüsse geknackt und er verschlang sie sofort.
Sich selbst knackte es auch welche, und so waren sie beide bald gesättigt. Sie beschlossen nun die Reise fortzusetzen, liefen aus der Höhle und wurden sogleich von
der Morgensonne angestrahlt und erwärmt. Das verschaffte ihnen sofort gute Laune und so stiegen sie fröhlich den Berg hinab. Nach einer Weile hatten sie die Mitte des Berges erreicht. Und plötzlich hob das Eichhörnchen sein Köpfchen und rief aufgeregt: „Dachs, schau, ich kann das Meer sehen! Ist das, das Meer? Ich kann das Meer sehen.“
„Ja. Das ist das Meer“, bestätigte der Dachs. „Es sieht wirklich aus wie ein riesiger See, der nie endet“, staunte es und konnte auf einmal kein Füßchen mehr vor das andere setzen. Es war so ergriffen, dass es nicht einmal den
Dachs hörte, der sagte: „Na komm, Eichhörnchen, wir laufen weiter.“ Es stand einfach nur auf der Stelle und starrte auf das Meer. Der Dachs versuchte mit allen Mitteln die Aufmerksamkeit des Eichhörnchens zu erlangen. Er rief in verschiedenen Tonlagen, einmal hoch:
„Huhu, Eichhörnchen, aufwachen!“, und einmal tief:
„Huhu, Eichhörnchen, aufwachen!“Doch es half nichts. Er sprang sogar vor dem Eichhörnchen auf und ab, doch es blickte unverändert zum Meer. Und als dem Dachs nichts mehr einfiel, da beschloss er das Eichhörnchen anzuschieben. >>Dann erwacht es bestimmt<<, dachte er sich und so stemmte er beide Arme gegen das Eichhörnchen und lief los. Doch da erschrak es und verlor sogleich das Gleichgewicht. Es plumpste auf den Boden und beide mussten sie lachen. Dann half der Dachs dem Eichhörnchen wieder auf die Beinchen und sie liefen den Rest des Berges herunter. Doch unten angekommen, konnte das Eichhörnchen das Meer gar nicht mehr sehen. Es fragte den Dachs erschrocken:„Ist das Meer jetzt verschwunden? Eben habe ich es doch noch gesehen?“„Nein“, antwortete der Dachs beruhigend, „das Meer ist nur hinter dieser Düne.“
„Was ist denn eine Düne?“, fragte das Eichhörnchen.
„Na, der Sandhügel vor dir. Wenn wir hinauf klettern, dann können wir das Meer wieder sehen.“ „Ach so“, meinte das Eichhörnchen erleichtert.Sie begannen nun beide die Düne hinauf zu klettern und als sie oben angekommen waren,
blieb das Eichhörnchen stehen und riss beide Augen weit auf. Es sah nun das riesige Meer so nah vor sich, dass es den Kopf nach links und nach rechts drehen musste, um es
vollständig sehen zu können. Es war überwältigt. Staunend blickte es um sich und wo es auch hinschaute, immer sah es ein Stück vom Meer. Nach einer Weile fragte der Dachs das Eichhörnchen:„Wollen wir nun das Meer begrüßen?“
„Au ja“, rief es und so breiteten sie beide ihre Arme aus und rannten die Düne herunter. Dabei riefen sie gegen den kühlen Wind:„Haaalloooo Meeer!“ Vor den ersten Wellen hielt der Dachs an, doch das Eichhörnchen sprang sogleich mutig im Wasser herum und bespritze den Dachs. Dieser ließ das nicht auf sich sitzen und bespritzte ebenfalls das Eichhörnchen und so endete es in einer Wasserschlacht, bis sie beide pitschnass waren und sich triefend in den Sand fallen ließen. Erschöpft blieben sie liegen und dösten eine Weile in der Sonne. Bis das Eichhörnchen auf einmal ein Geräusch vernahm. Es klang wie ein klägliches
Wimmern eines Vogels und so wurde es neugierig.
„Hörst du das auch?“, fragte es den Dachs.
„Ja, das klingt wie eine Möwe“, antwortete dieser, richtete sich auf und fing an, die Richtung zu suchen, aus der das Wimmern kam. „Was ist das denn, eine Möwe?“, wollte das Eichhörnchen derweil wissen. „Das ist ein weißer Vogel. Ein Vogel des Meeres“, entgegnete er.
Er hatte nun die Richtung gefunden und sagte zum Eichhörnchen:„Komm mit, wir schauen, was es mit dem Wimmern auf sich hat.“ Und so lief es dem Dachs hinterher und das Wimmern wurde immer lauter. Plötzlich sahen sie, von wem es stammte. Eine Möwe lag zitternd im Sand und konnte sich nicht bewegen. „Oh nein, was ist denn mit dir passiert?“, rief das Eichhörnchen erschrocken und kniete sich neben die Möwe. „Ich…bin…abgestürzt…und jetzt habe…ich mir beide…Flügel gebrochen“, zitterte sie und
Tränen kullerten ihr über die Wangen. Hilflos fragte das Eichhörnchen den Dachs:„Dachs, was können wir tun? Ich muss der Möwe unbedingt helfen. Sie muss wieder fliegen
können.“ Der Dachs antwortete dem Eichhörnchen versichernd:
„Ich glaube, es gibt einen Weg, wie du die Möwe retten kannst. Und dieser Weg wird uns wieder zu den Bergziegen führen und auch zu dem Geheimnis des Berges. Der Zustand der Möwe könnte ein Grund sein, das Geheimnis erfahren zu dürfen. Denn das Geheimnis wird die letzte Hoffnung für die Möwe sein.“ „Danke“, meinte das Eichhörnchen zum Dachs und zur Möwe:„Wir werden dir helfen. Doch du musst mit uns auf den Berg zu den Bergziegen. Dort gibt es Hoffnung für dich. Vielleicht kannst du dann wieder fliegen.“
„Aber wie… soll ich denn mit…kommen. Ich kann…. mich doch…. nicht bewegen“, fragte die Möwe immer noch zitternd. „Wir betten dich in ein Tuch und das binden wir mir auf den Rücken“, sagte der Dachs liebevoll zur Möwe.
„Und woher nimmst du das Tuch?“, fragte das Eichhörnchen skeptisch. „Na, ich habe eins dabei, für alle Fälle“, antwortete dieser und so hoben die beiden die
Möwe vorsichtig in das Tuch, dass der Dachs aus seinem Reisegepäck holte, und banden es ihm auf den Rücken. Für die Möwe war dies einigermaßen erträglich und so machten sie sich schleunigst auf den Weg zu den Ziegen.
Das Meer rauschte derweil ganz vergessen weiter.
Teil II
Am nächsten Morgen erwachten sie von den Sonnenstrahlen, die sie an der Nase kitzelten. Sie hatten beide sehr Hunger und so holte das Eichhörnchen ein paar Nüsse aus seinem Reisepaket hervor und aß diese. Der Dachs mochte die Nüsse weniger, da er nicht die Kunst sie zu öffnen besaß und deshalb pflückte er sich ein paar Kirschen vom Kirschbaum. Nachdem sie ihr Frühstück verspeist hatten, fühlten sie sich wieder kräftig und die Reise konnte weitergehen. Sie kletterten vom Baum herunter und liefen weiter durch das Tal. Da hörten sie die Vögel auf den Bäumen zwitschern und den Specht an den Bäumen klopfen.
Und als sie das Tal durchquert hatten, erstreckte sich vor ihnen ein sehr großer Berg. Und am Hang des Berges konnte das Eichhörnchen schwarze, weiße und schwarz-weiße Punkte
erkennen, die sich bewegten. >>Das sind bestimmt die Ziegen<>Das muss wohl auch zu ihrer Besonderheit gehören<<, dachte es und fand die Ziegen immer interessanter.
Doch weil sie sich nicht einigen konnten, ergriff das Eichhörnchen die Gelegenheit und rief laut:„Ich habe eine Frage!“Und da drehten sich auf einmal alle Ziegenköpfe um und schauten das Eichhörnchen gespannt an. Der Ziegenälteste sprach nun zum Eichhörnchen:„Stelle deine Frage, wir werden sie dir beantworten, insofern wir das können.“Und alle Ziegen setzten sich wieder voller Ruhe in den Kreis und hörten dem Eichhörnchen aufmerksam zu.Das Eichhörnchen stellte nun seine Frage:„Ich habe von einem Geheimnis gehört. Von einem Geheimnis des Berges, dass nur ihr Ziegen wisst. Gerne würde ich dieses Geheimnis auch kennen und so frage ich euch, ob ihr es mir erzählen könnt.“„Das Geheimnis des Berges möchte das Eichhörnchen wissen“, blökte eine Ziege erstaunt. Eine andere fragte skeptisch:„Dürfen wir das überhaupt verraten?“
Und schon wieder fielen die Ziegen in eine Diskussion ein. Doch diesmal beendete der Ziegenbock dieses Durcheinander, denn er trat vor das Eichhörnchen und sprach: „Mein junger Freund, das Geheimnis des Berges können wir dir leider nicht erzählen. Wir hüten es und in dem wir es nicht preisgeben, beschützen wir die Tierwelt. Es tut uns leid,
aber wenn du das Geheimnis des Berges wirklich wissen möchtest, dann musst du mit einem Grund zu uns kommen, der uns überlegen und abwägen lässt, ob wir eine Ausnahme
machen können. Doch dieser Grund muss wirklich wichtig sein.“ Und somit beendete der Ziegenälteste seine Antwort und das Eichhörnchen nickte, schaute zu Boden und sagte:
„Ich habe keinen wichtigen Grund.“
„Das macht doch nichts“, munterte der Dachs es wieder auf, „vielleicht hast du irgendwann einen.“
„Ja, vielleicht“, antwortete das Eichhörnchen.
„Wollen wir dann aufbrechen und weiter Richtung Meer reisen?“, schlug der Dachs vor. „Ja“, sagte das Eichhörnchen, „brechen wir auf.“ Und so verabschiedeten sich die beiden von den Ziegen an den Berghängen. Die Ziegen bedankten sich für den Besuch und sagten zu den beiden Abreisenden: „Kommt uns bald wieder besuchen.“
„Bestimmt“, antwortete der Dachs und das Eichhörnchen winkte ihnen zum Abschied, während sie langsam den Berg weiter hinauf stiegen, denn hinter dem Berg lag das Meer.
Mit der Zeit wurde der Weg immer steiler, die Luft immer kühler, und das Eichhörnchen immer müder. Als der Dachs dies bemerkte, sagte er:„Ich kenne auf diesem Berg eine Höhle, in der wir übernachten können. Sie befindet sich
jedoch an der Spitze des Berges. Schaffst du es noch so weit?“ Das Eichhörnchen antwortete:„Ja, das werde ich wohl noch schaffen.“Und so liefen sie weiter, und bald hatten sie die Spitze des Berges erreicht.Also war auch die Höhle nicht mehr weit.Sie liefen nur um eine Ecke und da war sie schon zu sehen. Eine Höhle im Stein.Die beiden betraten sie und sogleich entzündete der Dachs ein kleines Feuerchen. Nicht lange und den beiden wurde wieder warm. Da legte sich das Eichhörnchen hin und schlief sofort ein. Der Dachs saß noch ein Weilchen da und beobachtete das Feuer.
Hallo lieber Georg, vielen lieben Dank=) Nun kommt meine letzte und längste Geschichte, viel Spaß!
Die siebte Geschichte,
in der das Eichhörnchen den Dachs auf eine Reise begleitet
Teil I
Als das Eichhörnchen eines Mittags an seinem liebsten Baum werkelte, da kam der Dachs daher mit seinem Wanderstock, was nur bedeuten konnte, dass er mal wieder auf Wanderschaft ging und sich beim Eichhörnchen wie gewöhnlich verabschieden wollte. Doch heute wollte er sich nicht verabschieden. Im Gegenteil. An diesem Mittag fragte er das Eichhörnchen: „Na, kleines Eichhörnchen, hast du schon einmal das Meer gesehen?“
„Das Meer?“, fragte das Eichhörnchen daraufhin ungläubig.
„Das habe ich noch nie gesehen. Aber ich habe auch noch nie davon gehört. Was ist das denn, das Meer?“
Da antwortete der Dachs: „Das Meer, das liegt im Süden. Dort, wo die Sonne heiß und die Luft warm ist. Dort, wo kein Tier einen Winterschlaf halten muss. Dort, wo dir eine salzige Prise um die Nase weht. Dort, wo..“
„Ja, aber was ist denn nun das Meer?“, unterbrach ihn das Eichhörnchen ungeduldig.
Da überlegte der Dachs ein wenig und sagte dann: „Das Meer ist ein riesiger Fleck mit tiefblauem Wasser, wie eine riesige Pfütze oder besser ein See, der sich bis zum Horizont erstreckt, so dass es so aussieht, also ob es nie endet.“
„Ein riesiger See, der sich bis zum Horizont erstreckt, so dass es so aussieht, als ob es nie endet? Das ist das Meer?“, wollte das Eichhörnchen noch einmal hören, um es dann wirklich glauben zu können.
„Jawohl. Aber es ist noch weit mehr als das“, entgegnete der Dachs.
„Und leben dort auch Tiere?“, war sogleich die nächste Frage des Eichhörnchens.
„Aber sicher doch. Tiere, die so klein sind wie eine Haselnuss und Tiere, die so groß sind wie ein Haselnussbaum.“
Das fand das Eichhörnchen spannend und es hüpfte schon ungeduldig auf und ab. Und da merkte der Dachs, dass das Eichhörnchen voller Reiselust schon fast platzte und so schlug er nun vor: „Sei doch mein Wegbegleiter. Ich gehe nämlich wieder auf Wanderschaft und mein Ziel ist diesmal das Meer“, und fügte noch warnend hinzu: „Es wird aber eine sehr weite Reise werden.“
„Ich liebe weite Reisen“, beteuerte es, „ich packe nur noch meinen Beutel, den ich dann, so wie du, an meinen Wanderstock hängen werde, aber das geht ganz schnell und dann kann es auch schon losgehen.“
„Schön“, sagte der Dachs, setzte sich auf eine Wurzel und wartete, bis das Eichhörnchen fertig war. Doch das Eichhörnchen war erstaunlich schnell und so konnte der Dachs sogleich wieder aufstehen.
„Na, dann auf zum Meer“, meinte dieser und sie wanderten los. Am liebsten Baum des Eichhörnchens fing die Reise an, und enden sollte sie einmal am Meer. Der Dachs und das Eichhörnchen stapften durch den langen Wald. Nach und nach verängstigte dieser das Eichhörnchen ein wenig, deshalb blieb es stehen und fragte: „Werden wir uns hier nicht verirren?“
„Mach dir keine Sorgen. Ich bin schon so weit gewandert. Ich kenne hier jeden Baum, jeden Stein und jede Pflanze. Wenn du immer an meiner Seite weilst, dann wirst du dich nicht verirren.“
Da lief das Eichhörnchen beruhigt weiter, denn es vertraute dem Dachs. Und weil sie einen so langen Weg vor sich hatten, ergriff der Dachs die Gelegenheit und erzählte von seinen Reisen und Abenteuern, die er schon erlebt hatte. Er erzählte von der Bekanntschaft mit den Ziegen an den Berghängen, die ihm das
Geheimnis des Berges verrieten. Und denen er bei jeder Reise einen kurzen Besuch abstattete.
„Werden wir auch bei den Ziegen vorbeikommen?“, fragte das Eichhörnchen neugierig.
„Wenn du möchtest“, antwortete der Dachs und das Eichhörnchen hüpfte kurz vor Entzücken in die Höhe, denn es freute sich, auch die Bekanntschaft mit den Ziegen an den Berghängen zu machen.
Sie spazierten eine Weile weiter, bis sie auf einmal den Waldrand erreicht hatten. Nun war der Wald zu Ende und man sah nur noch gelbes Feld vor sich. Durch dieses Feld führte ein Weg, den der Dachs und das Eichhörnchen einschlugen. Sie spazierten durch das Feld und währenddessen erzählte das Eichhörnchen von seiner Reise in den Dschungel.
„Du warst im Dschungel?“, fragte der Dachs erstaunt.
„Ja, zwei Papageien saßen eines Tages auf einem Ast meines liebsten Baumes und hatten mich gefragt, ob ich mit ihnen kommen möchte. Und da bin ich mit ihnen in den Dschungel geflogen.“
„Und was hast du dort erlebt?“, fragte der Dachs neugierig.
Und so fing das Eichhörnchen an zu erzählen, von seinem Erlebnis mit dem Papageienstamm im Dschungel, der sich mit den Affen im Streit befand und dessen Streit das Eichhörnchen zu schlichten half.
Von dieser Geschichte war der Dachs sehr beeindruckt und auch ein klein wenig stolz auf das Eichhörnchen. Der Dachs kannte es nun schon sehr lange und mit der Zeit bemerkte er, wie es langsam heranwuchs, die Welt mehr und mehr kennen lernte und sich immer besser in ihr zurecht fand. Und weil das Eichhörnchen und der Dachs so viel plauderten, da war der Feldweg schon bald zu Ende. Vor dem Feld befand sich ein Tal, von dem sich zu beiden Seiten Berge erstreckten. Doch um auf die Berge zu gelangen und die Ziegen zu besuchen, mussten sie zunächst ein Stück durch das Tal. Aber das Eichhörnchen war nun schon so viel gewandert, dass es langsam müde wurde und so fragte es den Dachs: „Dachs, laufen wir heute noch viel? Ich bin nämlich schon sehr müde.“
„Aber nein, liebes Eichhörnchen. Wir werden uns nun ein Plätzchen suchen, an dem wir angenehm schlafen. Am besten an einem Baum, oder?“
„Ja, schau mal dort, dort steht ein schöner Baum.“
Es zeigte mit seinem Pfötchen auf einen Kirschbaum, der auf einer Wiese mit noch weiteren Kirschbäumen stand.
Der Dachs nickte und sie liefen zu dem Baum. Bevor sie auf den Baum kletterten, sammelten sie Blätter und Moos, polsterten damit die Krone des Baumes aus und hatten somit ein kuscheliges Plätzchen zum Schlafen. Das Eichhörnchen kuschelte sich an den Dachs, sie wünschten sich beide eine ‘Gute Nacht’ und so schliefen sie ein.
Teil III
Als der Papagei und das Eichhörnchen eine Weile überlegt hatten, da sagte der Papagei: „Ich weiß wirklich nicht, wie wir dem Affenbaby helfen könnten. Wir fürchten uns doch
selbst vor den Tigern.“
Daraufhin antwortete das Eichhörnchen: „Aber der Tiger ist alleine und ihr seid sehr viele.“
„Ja, du hast Recht“, meinte der rote Papagei und dann kam ihm auf einmal eine Idee, doch bevor er seine Idee dem Eichhörnchen schildern konnte, kam ein Papagei mit grünen Federn angeflogen. Ganz außer Puste krächzte er:
„Wir müssen uns beeilen. Ich habe ein Affenbaby gesehen, dass von einem Tiger bedroht wird.“
Und sofort rief der rote Papagei einen Papageienruf aus, den alle Papageien hören konnten. Dann trudelten so langsam aber sicher alle Papageien wieder auf dem Baum ein und der rote Papagei sprach zu ihnen:
„Ein Affenbaby befindet sich gerade in den Klauen eines Tigers und ich habe eine Idee, wie wir ihm helfen können. Wir Papageien lenken den Tiger ab, bis auf zwei Papageien. Diese fliegen die Tragetasche mit dem Eichhörnchen darin. Während wir also den Tiger ablenken, hilft das Eichhörnchen dem Affenbaby in die Tragetasche. Dann fliegen wir zum Affenbaum, den Hauptsitz der Affen und überbringen ihnen ihr Baby. Seid ihr damit einverstanden?“
Fast alle Papageien nickten mit den Köpfen, bis auf einer, dieser schaute sehr skeptisch.
Also fragte ihn der rote Papagei: „Findest du diese Idee nicht gut?“
„Ich kann mir einfach nicht vorstellen“, antwortete er, „den Affen etwas Gutes zu tun. Sie haben uns so viel Leid zugefügt. Wieso sollten wir ihnen nun helfen?“
„Ich kann verstehen“, meinte der rote Papagei, „dass es dir schwer fällt. Aber ich glaube, es ist unsere einzige Chance. Denn wir sind zu schwach, gegen sie zu kämpfen. Auch, wenn wir das gerne täten. Nun versuchen wir es also auf einem friedlichem Weg.“
Der skeptische Papagei dachte nun darüber nach und dann kam er zu dem Entschluss, dass der rote Papagei Recht hatte. Es war wirklich ihr einzige Chance.
Also sagte er:
„Du hast ja Recht. Ich bin nun auch einverstanden.“
Und so konnte es losgehen. Das Eichhörnchen setzte sich in seine Tragetasche, zwei Papageien hoben sie hoch und flogen mit den restlichen Papageien zu der Stelle, an dem der Tiger das Affenbaby bedrohte. Den Weg dorthin wies der Papagei mit den orangen Federn. Als das Eichhörnchen aus seine Tragetasche herauslugte, sah es den wilden Dschungel, mit all seinen Schlingpflanzen und bunten Sträuchern, riesigen Bäumen und wunderschönen Blumen.
Doch die Papageien flogen sehr schnell, sodass es nicht lange dauerte, bis das Eichhörnchen den Tiger erblicken konnte. Dieser war so sehr mit seinem Affenbaby beschäftigt, dass er die kommenden Papageien gar nicht bemerkte. Sie flogen direkt auf ihn zu und als sie ihn erreicht hatten, flogen sie um ihn herum, versperrten ihm die Sicht und krächzten so laut, wie sie konnten.
Der Tiger erschrak so sehr, dass er das Affenbaby fallen ließ und dieses genau zu der Stelle rollte, an der das Eichhörnchen mit der Tragetasche wartete. Dann half das Eichhörnchen ihm in die Tasche und die zwei Papageien flogen in die Luft. Der eine rief zu den anderen:
„Ihr könnt von ihm ablassen. Wir haben es.“ Also flogen die Papageien ebenfalls in die Luft und weiter ging es, in Richtung Affenbaum. Währenddessen versuchte das Eichhörnchen das Affenbaby zu beruhigen, denn dieses hatte große Angst und zitterte am ganzen Körper.
„Du brauchst nun keine Angst mehr haben“, sagte das Eichhörnchen, „wir bringen dich wieder nach Hause.“
Und als das Eichhörnchen aus der Tragtasche schaute, sah es schon den Affenbaum vor sich. Unzählige Affen befanden sich auf dem Baum und wurden ganz aufgeregt, als die Papageien sich näherten. Sie wollten schon anfangen sie zu bekämpfen, doch dann rief der rote Papagei:
„Haltet ein, wir haben eurer Affenbaby.“
Da wurden die Affen ganz still und schauten die Papageien erwartend an.
„Ist das wahr?“, fragte eine Affenmutter, „ihr habt mein Kind?“
„Ja“, antwortete der rote Papagei, „Wir haben es aus den Klauen des Tigers gerettet.“
Dann setzten die Papageien die Tragetasche auf den Boden und das Eichhörnchen kam mit dem Affenbaby hinausgeklettert. Dieses sprang auf den Baum direkt in die Arme seiner Mutter und war überaus glücklich wieder bei ihr zu sein. Die anderen Affen beobachteten dies und waren sehr erstaunt über die Papageien. Sie konnten es fast nicht glauben, dass sie wirklich ihr Affenbaby gerettet haben.
„Ihr habt sehr großen Mut bewiesen, gegen einen Tiger zu kämpfen, vor dem selbst wir Angst haben“, meinte ein Affe, der schon sehr alt schien, „und wir hätten nicht mit solch einer Tat von euch gerechnet. Wir sind euch zu großem Dank verpflichtet und euch etwas schuldig.“
Und dann sprach der rote Papagei: „Wir hätten eine Bitte an euch. Bitte gebt uns unsere Bäume wieder zurück.“
„Die sollt ihr haben“, versprach nun der ältere Affe, „es tut uns leid, dass wir sie euch genommen haben.“
„Wir können euch verzeihen“, entgegnete der rote Papagei und somit war der Streit geschlichtet. Die Papageien freuten sich riesig, denn endlich hatten sie ihre beliebten Bäume wieder. Sie flogen sogleich in die verschiedensten Richtungen, um ihre wiedergewonnenen Bäume zu erkunden. Nur der rote Papagei und der Papagei mit den gelben Flügeln und dem blauen Kopf blieben bei dem Eichhörnchen. Und während sie noch ein Weilchen durch den Dschungel spazierten, da meinte der Papagei mit den gelben Flügeln: „Vielen Dank für deine Idee, sie hat uns alle wieder glücklich gemacht. Auch wir sind dir etwas schuldig.“
Das Eichhörnchen überlegte kurz und dann sagte es sehnsuchtsvoll: „Ich würde gerne wieder nach Hause zu meinem liebsten Baum.“
„Na dann, auf!“, entgegnete der rote Papagei, „wir fliegen dich wieder zurück.“
Da sprang das Eichhörnchen auf und kletterte ins seine Tragetasche.
Die Papageien hoben sie hoch und flogen mit ihr immer höher. Bald hatten sie es über die Wipfel des Dschungels geschafft und dann rief das Eichhörnchen:
„Auf Wiedersehen, Dschungel!“
Es schaute ihm noch eine Weile nach, bis er immer kleiner wurde und dann merkte es plötzlich, wie müde es in der Zwischenzeit geworden war. Es legte sich in seine Tragetasche, deckte sich zu und schlief ein. Die Papageien flogen derweil bis zum nächsten Morgen.
Am nächsten Morgen erweckten die ersten Sonnenstrahlen das Eichhörnchen. Die Papageien flogen immer noch und als das Eichhörnchen aus seiner Tragetasche schaute, da sah es, dass sie gerade über das Feld flogen. In der Ferne konnte es schon den Wald erblicken.
Dann begrüßte es die beiden Papageien:
„Guten Morgen, ihr zwei.“
Und „Guten Morgen“, wünschten sie ihm zurück.
„Gleich haben wir es geschafft“, meinte der rote Papagei.
„Ja, ich kann schon den Wald sehen“, rief das Eichhörnchen freudig. Und es dauerte nicht lange, da hatten sie das Feld überquert und der Wald lag unter ihnen. Nun hielt das Eichhörnchen aufmerksam nach seinem Baum Ausschau und schon bald hatte es ihn entdeckt. Er stand seelenruhig auf der Wiese, wie ihn das Eichhörnchen verlassen hatte.
Nach ein paar Flügelschlägen hatten die Papageien ihn erreicht und dann landeten sie auch schon auf einem Ast. Das Eichhörnchen kletterte sogleich aus seiner Tragetasche und war vollkommen glücklich wieder zu Hause zu sein.
Dann sagte es zu den Papageien:
„Danke, dass ihr mich mit zum Dschungel genommen und mich wieder nach Hause gebracht habt. Ich bin sehr froh euch kennen gelernt zu haben.“
„Das sind wir auch!“, entgegneten sie.
„Und vielleicht“, meinte der rote Papagei, „besuchen wir dich einmal, wenn wir wieder eine lange Strecke fliegen wollen, um die Welt zu erkunden.“
„Gerne“, antwortete das Eichhörnchen, „ihr seid hier immer willkommen.“
Und so verabschiedeten sie sich. Das Eichhörnchen wünschte den Papageien noch einen guten Flug und dann flogen sie hinauf und davon. Das Eichhörnchen schaute ihnen nach, bis sie nicht mehr zu erkennen waren und dann widmete es sich voll und ganz seinem Baum. Den lieben, langen Tag letterte es auf ihm, bis es Abend wurde und es Zeit war, schlafen zu gehen.
Teil II
Am nächsten Morgen erwachte das Eichhörnchen in seiner Tragetasche. Und da es auf einmal ungewöhnlich heiß war, deckte es sich schnell auf. Dann streckte es sich und danach schaute es durch die Öffnung der Tragetasche. Die Papageien flogen immer noch über der Erde, doch diesmal nicht mehr so hoch.
„Guten Morgen, ihr Papageien!“, rief es nach oben und sie riefen:
„Guten Morgen!“, zurück.
„Wir sind bald da“, meinte der rote Papagei.
„Gut“, sagte das Eichhörnchen und fügte noch fragend hinzu, „ihr seid aber lange geflogen.
Können bei euch alle Vögel so lange fliegen?“
„Nein, nicht alle“, meinte der Papagei mit den gelben Flügeln und dem blauen Kopf, „aber wir haben hier im Dschungel, als wir noch sehr jung waren, eine Flugschule besucht. In dieser Schule haben wir das Fliegen von langen Strecken gelernt.“
Das beeindruckte das Eichhörnchen, denn von einer Flugschule hatte es noch nie gehört.
„So“, meinte nun der rote Papagei, „gleich überqueren wir den Fluss, dann werden wir landen.“
Und sie flogen tatsächlich über einen Fluss und landeten direkt auf einem Ast eines riesig, breiten Baumes. Doch dieser Baum war keine Besonderheit im Dschungel, denn als sich das Eichhörnchen umschaute, sah es noch viele weitere riesige Bäume. Es krabbelte aus seiner Tragetasche und wollte sofort los klettern und den unbekannten Baum erkunden, da hielt der rote Papagei es zurück.
„Warte“, sagte er warnend, „du kennst den Dschungel noch nicht, und er kennt dich nicht. Es kann hier sehr schnell gefährlich für dich werden. Bleibe am besten immer bei uns und merke dir gut diesen Baum, falls du doch einmal verloren gehen solltest. Auf diesem bist du sicher.“
Das schreckte das Eichhörnchen erst einmal ab und es wich den Papageien nicht von der Seite.
Der rote Papagei, der das Eichhörnchen gewarnt hatte, rief nun hoch in den Baum:„Wir sind wieder da. Kommt heraus aus euren Löchern.“
Und da sah auf einmal das Eichhörnchen wie aus allen Ecken des Baumes, hinter jedem Blatt und hinter jedem Ast, bunte Vögel hervorkamen. Der Baum sah nun aus, wie ein bunter Blumenstrauch. Alle hatten sie die verschiedensten Gefieder und alle schauten sie sehr neugierig zu dem Eichhörnchen.
„Was ist denn das für ein Tier?“, krächzte prüfend ein Papagei mit einem grünen Kopf.
„Das ist ein Eichhörnchen“, antwortete der rote Papagei, „es ist ein Tier des Waldes im
Norden. Wir haben es dort getroffen und weil es einmal den Dschungel kennen lernen wollte, boten wir ihm an, es mit zu nehmen. Also seit nett zu ihm, es ist ein liebes Eichhörnchen.“
Da waren die anderen Tiere erleichtert, dass es kein gefährliches Tier war. Das Eichhörnchen hatte derweil die vielen Papageien genauestens beobachtet und ihm fiel auf, dass sie ungewöhnlich ängstlich wirkten. Das Seltsamste daran aber war, dass nicht nur vereinzelte ängstlich wirkten, sondern alle miteinander. Da fragte sich das Eichhörnchen nun:
“Vor wem oder was haben diese Papageien hier so Angst?”;
Dies konnte sich das Eichhörnchen wirklich nicht erklären und so fragte es nun laut:
„Warum schaut ihr alle so ängstlich drein?“
Da schauten sich die Papageien überrascht an. Da hatte das Eichhörnchen aber schnell gemerkt, dass mit ihnen etwas nicht stimmte.
Also antwortete der rote Papagei: „Dass wir große Angst haben, das hast du gut erkannt. Wir, der Papageienstamm in diesem Dschungel hier, hat nämlich allen Grund sich zu fürchten. Aber das ist eine lange Geschichte.“
„Erzähl sie doch trotzdem“, meinte das Eichhörnchen neugierig.
„Also gut“, antwortete der rote Papagei und dann begann er zu erzählen:
„Vor langer, langer Zeit gab es zwei große Stämme, die die Bäume im Dschungel bewohnten, zum einen wir, der Papageienstamm und zum anderen der Affenstamm. Die Bäume waren für jeden Stamm gerecht aufgeteilt. Wir besaßen die eine Hälfte der Bäume und der Affenstamm die andere Hälfte.
Zu dieser Zeit lebten noch alle friedlich, doch eines Tages war die Hälfte der Bäume den Affen nicht mehr genug. Sie wollten mehr Bäume im Dschungel bewohnen, also begannen sie uns zu vertreiben. Anfangs versuchten wir uns zu verteidigen, doch die Affen waren stärker, also waren wir gezwungen die Bäume zu verlassen. Mittlerweile haben die Affen fast alle Bäume im Dschungel besetzt und man ist als Papagei nur noch auf diesem Baum halbwegs sicher.
Doch ein Baum reicht nicht für uns. Wir sind zu viele und können so nicht weiterleben. Und noch dazu haben wir große Angst, dass die Affen uns auch noch diesen Baum wegnehmen werden.“
So beendete der rote Papagei die Geschichte und das Eichhörnchen war zutiefst berührt. Es verstand nun die Angst der Papageien, und bemerkte wie groß die Not inzwischen geworden war. Doch auch hatte es das Gefühl, dass es eine Lösung geben müsste und so überlegte es.
Da kam auf einmal wie aus dem Nichts eine Idee in seinen Kopf. Es überdachte sie noch einmal und dann sagte es zu den Papageien: „Ich hätte da vielleicht eine Idee, wie ihr den Streit beenden könntet.“
Und als das Eichhörnchen dies gesagt hatte, da reckten alle Papageien neugierig ihre Köpfe und schauten das Eichhörnchen fragend an. Doch bevor das Eichhörnchen seine Idee schilderte, fragte es zunächst:
„Gibt es in diesem Dschungel Tiere, vor denen sich die Affen fürchten?“
„Allerdings“, antwortete der Papagei mit den gelben Flügeln und dem blauen Kopf, „die Affen fürchten sich vor den Tigern. Sie klettern auf ihre Bäume und rauben aus ihren Nestern ihre Affenbabys. Aber wieso sollte uns das helfen, den Streit zu schlichten?“
„Ich glaube, wenn ihr ein Affenbaby entdeckt, dass sich in den Händen eines Tigers befindet und dieses rettet und den Affen zurückbringt, dann werden euch die Affen aus Dankbarkeit vielleicht eure Bäume zurückgeben.“
Der rote Papagei überlegte kurz und antwortete dann:
„Ich glaube, das könnte klappen.“
Und dann rief er zu den Papageien:
„Papageien, ihr verteilt euch und haltet Ausschau. Wenn ihr ein Affenbaby in Gefahr entdeckt, berichtet mir das sofort. Dann rufe ich euch alle wieder zusammen und wir werden besprechen, ob wir ihm helfen können.“
Gesagt, getan. Einige Papageien flogen los, um tiefer im Dschungel zu beobachten, andere suchten sich ein
geeignetes Plätzchen auf dem Baum und hielten von dort aus Ausschau. Der rote Papagei und das Eichhörnchen blieben jedoch auf dem Ast, auf dem sie gelandet waren und
überlegten schon einmal, wie sie es anstellen könnten, solch ein Affenbaby zu retten.
So, nun habe ich die ganze Geschichte bis zum Ende gelesen. Du hast wirklich einen fluessigen Stil, es wird nie langweilig und ndu verstehst es, die nicht so wichtigen Passagen in der Geschichte kurz zu lassen, und das ist gut fuer den Leser.
Toll gemacht! Kann nichts kritisieren…
Ciao
Georg
Soo meine nächste Geschichte freut sich schon mächtig darauf gelesen zu werden!Da ich sie kopiert habe, stimmen die Zeilen und so weiter wahrscheinlich nicht mehr, also einfach nicht beachten;)
Die fünfte Geschichte,
in der das Eichhörnchen ein Abenteuer im Dschungel erlebt
Teil I
An einem windigen Morgen beschloss das Eichhörnchen den Tag über auf seinem liebsten
Baum zu verbringen, denn dort war es wegen dessen starken Ästen vom Wind geschützt.
Also kletterte es den lieben, langen Morgen. Es sprang von Ast zu Ast, hüpfte mal nach
oben, mal nach unten oder hielt sich mit den Vorderpfoten an einem Ast fest und schwang
einfach hin und her. Manchmal machte es sogar einen kleinen Salto, von einem Ast zum
andern.
Dies machte dem Eichhörnchen so viel Spaß, dass es gar nicht merkte, wie es beobachtet
wurde. Es saßen nämlich auf einem Ast zwei seltsame Vögel, von denen das Eichhörnchen
noch gar nicht wusste, dass es diese Vögel überhaupt gab.
Aber bis jetzt hatte das Eichhörnchen sie noch nicht entdeckt. Nur diese zwei seltsamen
Vögel hatten das Eichhörnchen gesichtet und beobachteten es schon ein Weilchen, wie es
Kunststücke übte, die die beiden nur von anderen Tieren kannten. Doch diese Tiere lebten
weit entfernt.
Das Eichhörnchen kletterte nun immer noch unwissend, doch nicht mehr lange, dann sprang
es auf den Ast, auf dem die seltsamen Vögel saßen und blickte ihnen direkt in das Gesicht.
Es erschrak zunächst, beruhigte sich jedoch sehr schnell wieder, denn die beiden hatten
seine Neugierde erweckt. Solche bunten Vögel waren nämlich wirklich neu für das
Eichhörnchen und so fragte es:
„Wer seid ihr und wo kommt ihr her?“
„Wir sind Papageien und wir kommen aus dem Dschungel“, sagte der eine Papagei. Dieser
Papagei war vorwiegend rot. Er hatte einen roten Kopf und rote Flügel, der Körper war bunt
gefiedert.
Der andere Papagei hatte gelbe Flügel und einen blauen Kopf.
Dieser fragte:
„Und wer bist du?“
„Ich bin ein Eichhörnchen und wohne hier in diesem Wald“, antwortete es, „aber einen
Dschungel kenne ich nicht.“
Der rote Papagei erklärte dem Eichhörnchen daraufhin den Dschungel:
„Der Dschungel, der ist sehr weit entfernt. Er liegt im Süden und ist eine Art Wald, nur mit
anderen, verschiedenen Pflanzen, Bäumen und Tieren. Manche Pflanzen und Tiere sind
sogar bunt. So wie wir, zum Beispiel.“
„Das würde ich aber gerne einmal sehen“, sagte das Eichhörnchen.
Da schlug der rote Papagei vor:
„Na, dann komm doch mit uns. Wir fliegen nämlich wieder zurück.“
„Au ja, da komme ich mit“, freute es sich, „ich habe sogar schon eine Idee, wie ihr mich
tragen könntet! Wartet einen Moment.“
Und so schauten die Papageien dem Eichhörnchen zu wie es in ‘Windeseile’ Zweige,
Sträucher und Moos zusammensuchte und eine Tragetasche baute.
Mit zwei Henkeln, damit beide Papageien sie tragen konnten.
„So, fertig“, sagte das Eichhörnchen stolz und erklärte den Papageien, wie sie die
Tragetasche halten konnten. Dann suchte es sich noch ein paar Nüsse als Proviant für die
Reise und eine Decke, falls es kalt werden würde. So war das Eichhörnchen ausgerüstet und
kletterte in die Tragetasche und während die Papageien die Tragetasche umfassten und mit
ihr in die Höhe flogen, winkte das Eichhörnchen aus der Tragetasche dem Baum zu und rief:
„Bis bald, lieber Baum!“
Und dann ging die Reise los.
Sie flogen über den Wald in dem das Eichhörnchen wohnte, über Felder und über Bäche,
über Flüsse und über Berge. Und das Eichhörnchen fühlte sich bald schon fast wie ein
Vogel. Doch vom vielen Schauen wurde es nun müde und so murmelte es sich in seine
Decke und schlief ein.
Die Papageien flogen währenddessen weiter, bis zum nächsten Morgen.
Hallo Elena, und danke fuer die Geschichte. Hat mir richtig gut gefallen, wirklich! Es macht Spass, ist nicht zu lang, nicht zu kurz, und man liest alles auf einen Rutsch.
Bravissima
Ciao
Georg
. „Es geht einfach nicht und jetzt hör auf damit!“ Ich ließ ihn stehen. Nummer eins. Wenn ich das schon hörte. An meiner alten Schule war es genau dasselbe Spiel. Die Schule brauchte noch jemanden in irgendein Naturwissenschaftsteam für einen Wettbewerb. Weil ich in diesen Fächern gute Noten hatte, schlug Jennifer – meine damalige `beste Freundin` mich für diese Veranstaltung vor. Ich hatte echt keine Lust dazu und traute mir das auch nicht zu, aber ich konnte nichts mehr machen, da der Wettbewerb schon am nächsten Tag war. Irgendwie hat das Team es dann geschafft zu gewinnen. Da es das erste Mal war und ich die einzig Neue im Team, verbreitete Jennifer überall die Nachricht herum, dass ich der Schule zum Sieg verholfen hatte. Schon war ich also der neue Geniefreak. Außerdem wusste durch Jennifer nun jeder, dass sie meine beste Freundin war und stellte sich mit ins `Rampenlicht` , wie man es bezeichnen konnte. Vielen Dank, Jennifer!
Es war unfreundlich und blöd von mir gewesen, Troy so abzublocken. Aber es war einfach so … ich konnte ihm das nicht sagen. Sonst würde hier genau dasselbe wieder passieren. Ich wollte das nicht. Es sollte einfach normal sein, mehr wollte ich doch gar nicht. Gut, wenn er es mochte, wenn alle ihn anhimmelten – bitteschön! Ich brauchte das aber nicht.
Ich knallte die Haustür zu und setzte mich davor. Eine ganze Weile saß ich einfach da und hing meinen Gedanken nach. Bis das Telefon klingelte.
„Ja?“, meldete ich mich eher zurückhaltend, leise und nicht gerade begeistert davon, dass ausgerechnet jetzt jemand anrief.
„Hallo, hier is‘ Val.“ Auch sie klang eher betrübt.
„Hi.“ Und nach einer Weile: „Wieso sagst du nichts?“
„Ich war wohl … ziemlich blöd.“ Oh.
„Ja. Das stimmt.“
„Könntest du jetzt nicht irgendwie so was sagen wie: Schon okay?“
„Ja. Das könnte ich.“
ich wurde Geboren in einer nacht voller schauder. es war kalt und grausam.ich hätte nie geboren werden wollen wenn ich gewusst hätte was passieren würde etwas schlimmes. ich wuchs mehr oder weniger gut heran, als reiches kind. meine elter erfüllten mir jeden wunsch meiner träume, doch einen wunsch wollten sie mir einfach nicht erfüllen. ich wollte einmal als prima ballerina auf der bühne auftreten doch meine eltern fanden es einfach zu langweilich. sie wollten dass ich sängerin werde und das ich mal reich und berühmt bin. doch schluss endlich zu meinem 11. geburtstag hatten sie ihn mir doch erfüllt ich durfte ins balett. doch ich wusste irgendetwas stimmt hier nich und ich fragte immer wieder warum ich erst jetzt ins balett durfte. doch sie schwiegen immer wenn ich das fragte. ich ging der sache auf den grund, doch ich fand nichts. als ich es doch endlich heraus bekam war es zu spät. ich war krank, ich hatte krebs.
ich ging zu meinen eltern und fragte sie warumm sie mir das verschwiegen hatten aber sie sagten nur: ” mach dir keine sorgen”. es war samstag, ich war alleine zuhause und dann passierte es ich starb, ich bin tot, TOT verstehst du? das wr mein ende des ganzen Lebens. doch ich habe mir immer geschworen wen ich mal kinder gehabt hätte dann hätte ich sie jede woche ins balett gefahren.
Ivy, danke fuer deine Geschichte.
Da hast du ein ganz vertracktes Thema gewaehlt, das nie einfach zu behandeln ist, wenn man schreibt.
Zunaechst einmal: Du hast eine ganze Menge von Fluechtigkeitsfehlern begangen beim Schreiben, und das ist immer schade. Denn wer die Geschichte liest, wird von diesen Fehlern irgendwie vom Weiterlesen abgehalten. Das ist also nicht gerade das Beste. Besser waere, du wuerdest jedes Mal deinen Text sehr konzentriert noch ein- oder zweimal lesen und kontrollieren, ueberarbeiten, daran feilen usw. Das Resultat ist sicherlich viel besser. Wirklich, Fluechtigkeitsfehler tun Autoren weh!
Zum Text: Die Idee ist okay, aber nicht alles klappt, denn wenn du, wie du schreibst, gestorben bist, dann versteht der Leser nicht, wie du es im Nachinein hast schreiben koennen. Du warst also tot, aber nicht ganz tot? Wie hast du es schreiben koennen? Bist du wieder geboren? Als Geist zurueckgekehrt?
Klar, ich bin ein harter Kritiker, aber in manchen Geschichten kann ein falscher Ansatz schaden und dazu fuehren, dass alles irgendwie nicht mehr glaubhaft erscheint. Die Glaubwuerdigkeit ist beim Schreiben absolut an erster Stelle. (Nicht umsonst behandle ich dieses Thema ziemlich lange in meinem Buch).
Aber, wie gesagt, die Grundidee ist nicht schlecht.
Ciao
Georg
Hallo,
ich finde deine Geschichte gut, das einzige was ich mich frage ist: wie können einem die eltern verschweigen, dass man krebs hat? bei krebs muss man so viele Therapien machen und so oft ins krankenhaus und man fühlt sich schlecht. das merkt man doch.
Das kleine Monster
Als ich morgens in meinem Bett aufwachte, sah ich ein kleines Monster auf dem Boden liegen.
Ich hob es hoch und fragte: “Was machst du denn hier?”
Das Monster antwortete: “Ich wurde aus dem großen Monsterland von dem mächtigen König vertrieben.”
Plötzlich rief meine Mutter: “Du musst in die Schule!”
“Oh, nein!”,meckerte ich.
Ganz heimlich packte ich das Monster in meinen Ranzen.
Auf dem Weg zur Schule fiel mir das Monster aus dem Ranzen und ich bemerkte das nicht.
In der Schule fiel mir auf, dass es weg war.
Als ich zu Hause war, lag ein Zettel auf dem Boden. Darauf stand: Ich bin wieder im Monsterland.
Dein kleines Monster
Hallo Johannes,
danke fuer deine Geschichte. Sie ist nicht schlecht und hat mir Spas gemacht. Was ich daran ein bisschen kritisieren moechte ist, dass du das Monster besser beschreiben solltest. Irgend etwas an dem Monster musst du dem Leser erklaeren, auch nur in kurzen Saetzen: ist es gruen, klein, weich, hart, hat es Arme oder Beine usw. (Fuer diesen Teil beim Schreiben muss man seine Phantasie spielen lassen, und dann wird es richtig zum Spass!)
Sonst gefaellt mir die Idee recht gut. Es haette nur etwas mehr Details haben koennen, damit der Leser sich in die Geschichte hineinversetzen kann.
Ok?
Ciao
Georg
An Pauline
Ich hatte auch schon öfters Schreibblockaden, da hat mir immer etwas Abstand und Zeit geholfen. An manchen Tagen fließen die Worte aus dem Kopf, an manchen weniger. Und wenn du die Idee schon hast, notiere dir einfach alles was dir dazu einfällt, und vielleicht kommst du währenddessen schon auf eine Überleitung. Vielleicht auch nicht, dann eben an einem anderen Tag Mit etwas Geduld klappt das schon wieder!
lg Elena
Inzwischen habe ich auch das 5.Kapitel fertig geschrieben und hoffe, dass es so in Ordnung ist. Leider habe ich keine Idee, wie ich weiter komme. Ich weiß zwar, was passieren soll, aber ich weiß nicht wie ich die Überleitung gestalten soll, ohne, dass es langweilig wird.
Was macht man bei so einer Schreibblockade?
5. Kapitel: teuflisches Klavierspiel
„So, so, so… Du bist also Charlotta Seikok, die Tochter von Martin Seikok. Kennst du die alte, nordische Bestimmung, die meiner Meinung nach genau auf dich zutrifft?“
Charlotta befand sich im Wohnraum einer kleinen Hütte am Stadtrand in der Nähe des Hafens. Der Hafenwärter hatte sie hierher gebracht, nachdem er sie am Hafen auf dem Bootssteg „Seikok“ erwischt hatte und sie ihm erklärt hatte, was sie tat.
„Nein, aber was ist das überhaupt für eine Bestimmung?“
„Na ja, die Sage vom Ende der Welt, das auch als Enirana bekannt ist, und den Hütern Eniranas natürlich. Kennst du das nicht?“
„Nein“
„Na, dann werde ich es dir wohl erzählen müssen:
Es war einmal ein junges, hübsches Mädchen mit dem Namen Surnala. Surnala war verliebt. Verliebt ausgerechnet in den Sohn des Hauptmanns. Leider war Surnala aber nur eine Pflegerin im Baderhaus am Ortsrand von Seikok.“
„Seikok!“, rief Charlotta und sprang auf. „So heiße doch ich mit Nachnamen!“
Sie setzte sich wieder.
„Ja und das hat auch seinen Grund. Wo war ich stehen geblieben… Also, Surnala war zwar jung und hübsch, aber sie war auch arm wie eine Kirchenmaus. Was sie nicht wusste war, dass genau festgelegt wurde, wer den Häuptlingssohn Laon heiraten durfte. Nur das Mädchen, das das Muttermal an der Rückseite des linken Ohrläppchens, durfte Laon heiraten.“
Unbewusst und doch erschrocken fasste Charlotta sich ans linke Ohrläppchen, denn genau das gleiche Mal hatte sie auch. Der Mann folgte ihrer Hand mit den Augen, sagte aber nichts.
„Und genau dieses Muttermal hatte Surnala auch. Aber weil sie nichts von der Vorraussagung wusste, konnte sie nicht als Bewerberin zum Haus des Häuptlings gehen. Keine der Bewerberinnen hatte ein solches Muttermal, auch wenn sie es mit hinterlistigen Mitteln versuchten, eines vorzutäuschen. Da merkte Laon Vater, dass er auch in Teilen des Landes, die jenseits des Damms zum Festland lagen, suchen musste. Auch Laon sollte durch die Wälder reiten, um in anderen Dörfern nach dem Mädchen mit dem Muttermal zu suchen. An einem schönen Sommermorgen suchte Surnala im Wald nach Heilkräutern, als Laon wieder von einer erfolglosen Such zurückkehrte. Er sah sie zuerst nur von hinten und da erblickte er das Muttermal. Er stieß einen Freudenschrei und nahm Surnala mit ins Dorf. Der Häuptling war nicht sehr erfreut, als er erfuhr, dass die Braut nur eine arme Helferin aus dem Baderhaus war, aber wie es die Bestimmung sagte, so musste es getan werden.
Bald war die Hochzeit und Surnala war die glücklichste Braut, die es wahrscheinlich je gegeben hatte und jemals geben würde. Die Hochzeit war prunkvoll, aber sie wäre wahrscheinlich noch prunkvoller gewesen, wenn die Braut höher angesehen gewesen wäre. Aber es lag ja nicht einmal am Geld, sondern nur daran, dass der Häuptling nicht sehr glücklich über die Hochzeit war. Am Tag der Hochzeit war es Sitte, dass sich das ganze Dorf vom Magier des Dorfes die Zukunft voraussagen ließ. Das Brautpaar ging zuerst in die Hütte. Sie setzten sich und hörten, was der weise Mann mit einer fremden, seltsam anderen Stimme sagte:
„Wenn die Eins angekommen ist,
dann wird Land zu Wasser
und dann wird Wasser zu Land.
Fort, nach Norden, denn nur dort ist Rettung!
Denn ihr seid zu etwas höherem bestimmt!“
Das Brautpaar verstand die Prophezeiung zwar nicht, aber so war das eben mit Prophezeiungen. Laon und Surnala gingen aus der Hütte und der nächste Dorfbewohner trat ein. Als er wieder herauskam, berichtete er, dass der Magier nur „Nichts!“ gesagt hatte. Beim nächsten Dorfbewohner sagte der Magier genau das gleiche und, weil es bei allen darauf folgenden Dorfbewohnern genauso war, wurde das Dorf langsam unruhig. Niemand konnte sich einen Reim darauf machen, ob das Gehörte nun bedeutete, dass der Magier nichts in der Zukunft sehen konnte, oder ob es bedeutete, dass den Dorfbewohnern ein „Nichts“ bevorstand. Am Ende war nur noch eine Frau übrig. Sie ging hinein und als sie wieder heraus kam erzählte sie allen ihre Bestimmung:
„Nur bei Gefahr gibt es Rettung!“
Die Hochzeit hätte fröhlich enden können, wenn nicht das ganze Dorf so nachdenklich wegen den Prophezeiungen gewesen wäre.
Dennoch vergass das Dorf mit der Zeit, was an diesem denkwürdigem Tag geschehen war, und die Leute lebten ihr ganz normales Leben weiter. Auch Laon und Surnala dachten nach einiger Zeit nicht mehr an die Vorhersage. Einige Jahre passierte nichts, aber als Surnala ihren ersten Sohn gebar und die Hebamme zu Laon kam, um ihm zu berichten, dass es ein Sohn geworden war, passierte es. Die Hebamme sagte: „Jetzt ist die Eins da. Euer erster Sohn. Freut Euch!“ Da durchfuhr es Laon wie ein Blitz: „Die Prophezeiung“ Hatte der alte Mann nicht von „der Eins“ gesprochen? Mussten sie jetzt nicht fort? Fort nach Norden?
„Freut Ihr euch denn nicht?“, fragte die Hebamme.
„Doch, natürlich! Darf ich zu ihr?“
„Ja, geht nur.“
Als Laon zu seiner Gefährtin kam bewunderte erst seinen Sohn und teilte Surnala dann seine Befürchtungen mit. Sie war bestürzt, aber sie stimmte ihm zu: „Wir müssen hier weg. Aber der Kleine kann nicht bei uns bleiben. Ich spüre, dass er sterben würde.“
„Aber wo soll er hin? Das ganze Dorf wird untergehen.“
„Ich weiß nicht, aber hatte diese Frau in ihrer Bestimmung nicht auch eine Rettung? Könnten wir sie nicht fragen, ob sie…“
„Nein, kommt nicht infrage“, fuhr Laon sie mit scharfer Stimme an, aber gleich darauf verbesserte er sich und sagte mit sanfter Stimme, „Vielleicht hast du Recht. Wir können sie ja fragen.“
Genau so machten sie es dann auch und sie waren sehr erleichtert, als die Frau ihren Befürchtungen zustimmte und auch zustimmte, dass der kleine Junge bei ihr blieb. Es kam, wie die Prophezeiung vorausgesagt hatte: Wasser wurde zu Land, Land wurde zu Wasser und der Damm, der die Insel mit dem Festland verband, wurde weggespült. Alle Dorfbewohner wurden durch die Flutwelle ausgelöscht, Laon und Surnala retteten sich in Richtung Norden mit einem Boot und die Frau, der kleine Junge und überraschenderweise auch der Dorfmagier retteten sich in ein altes, verfallenes Haus am Rande des Dorfes bei der Haifischbucht, da die Frau die Haifischbucht für die Gefahr, die in der Prophezeiung genannt wurde, hielt.“
An dieser Stelle unterbrach der Hafenwächter die Erzählung. Er sah Charlotta an und fragte: „Möchtest du etwas trinken? Vielleicht ein Glas Wasser?“
„Ja, bitte“, antwortete Charlotta. Ihr Mund war ganz trocken geworden, weil die Erzählung in ihr Furcht, aber auch Neugier geweckt hatte.
Der Mann ging in die Küche im Nebenraum und Charlotta hörte ihn herumhantieren.
Plötzlich ertönte ein Schlag, aber Charlotta, die vor Schreck aufgesprungen war, hörte, wie der Mann rief: Frag deine Großmutter! Hüte dich vor dem teuflischen Klavierspiel, aber jetzt lauf weg!“
Dann begann ein Klavierspiel, das schöner war, als alles andere, was Charlotta je gehört hatte. Sie war wie betäubt und setzte sich wieder hin. Warum sollte sie denn weglaufen? Es war doch ein schönes Stück. Sie legte ihren Kopf zurück und lauschte. Die Musik verzauberte sie und nahm allen Schmerz von ihrem Herzen. Die Melodie war wie ein Zuckersüßer Sirup, der einem den Mund verklebte. Aber die Musik verklebte Charlotta nicht den Mund, sondern ihren Verstand und Charlotta merkte es nicht einmal.
Aber plötzlich war da wieder der Schmerz, der ihren Körper von den Haarwurzeln bis zu den Zehenspitzen durchfuhr. Ein Schmerz, der so bitter und süß zugleich war und sie daran erinnerte, dass sie ihren Vater retten musste.
Ihren Vater.
Und Charlotta erwachte.
Ja, Pauline, das Kapitel ist gut und steckt voller interessanter Ideen. Hie und da schreibst du eine Szene nicht richtig bis zum Ende durch, fast, als haettest du Angst, zuviel zu schreiben. Dabei aber gilt eine Regel: wenn das, was du schreibst, interessant/spannend ist, dann kann man ohne Risiko einen Abschnitt oder eine Szene verlaengern. Hauptache, es wird nicht langweilig oder du faellst in Wiederholungen.
Noch ein Tipp.
Du schreibst:„Seikok!“, rief Charlotta und sprang auf. „So heiße doch ich mit Nachnamen!“
Sie setzte sich wieder.
Waere es nicht besser so: „Seikok!“, rief Charlotta erschrocken.
“Setz dich!”, sagte der Hafenwaerter ernst.
Aber das ist nur eine kleine Verbesserung.
Mach weiter so, bis jetzt scheint mir alles in Ordnung zu sein.
Ciao
Georg
Hallo!
Vielen Dank fürs Durchlesen und Kommentieren=)
Ja, mein Buch ist nun endlich fertig!
Ich glaube es erwartet sie noch zwei Abenteuer;)Eine Reise in den Dschungel und eine Reise zum Meer mit dem Dachs. Aber diese Geschichten bestehen aus mehreren Teilen, da werde ich mal schauen, wie ich das mache.
lieben Gruß
Elena
„Taschenlampen aufladen und Taschenlampen mit Dynamo besorgen. Hmmh…Das wären jetzt sieben Taschenlampen… Hoffe, das reicht.“ Charlotta vertiefte sich in ihre Notizen. Sie war erst bei Punkt drei. Schlafsäcke und verschiedene Karten war die ersten beiden Punkte gewesen. Damit war sie schon fertig.
„So…Punkt vier: Boot besorgen und einiges an Bord schaffen. Die Frage ist nur, welches Boot ich nehmen soll. Ein Motorboot, das ist klar, nur welches?“
Sie sah sich ratlos um. Charlotta befand sich am Hafen, genauer gesagt auf dem Bootssteg mit dem Namen „Seikok“. Seltsamer Name, aber so hieß sie nun mal mit Nachnamen. Sie wusste selbst nicht genau, was der Name bedeutete, aber auf einem alten Stein, der bei ihr zuhause im Holzschuppen stand, war auch das Wort „Seikok“ eingemeißelt.
„Am besten, ich nehm` die „grüne Olvra“, weil die ist nicht zu groß und nicht zu klein.“
Die „grüne Olvra“ war, wie der Name schon sagte, ein grünes Motorboot. Sie war etwa viermal so groß wie ein Ruderboot und hatte eine Steuerkajüte, in der genug Platz zum Schlafen war.
„Das hätte ich dann auch erledigt“, sagte Charlotta zu sich selbst. „Punkt fünf: Proviant besorgen.“
Sie kaufte beim Bäcker Brot und brachte es an Bord. Inzwischen hatte sich der Himmel verdunkelt und Regen war aufgezogen.
Charlotta sah nach oben in den Himmel. „Ziemlich dunkel. Hoffentlich spielt das Wetter mit und es fängt nicht an zu regnen, wenn wir gerade auf hoher See sind.”
Sie schaute noch eine Weile in den Himmel, dann raffte sie sich zusammen und ging los, um Wasser zu holen.
Sie lieh sich beim Getränkehändler eine Sackkarre, um einen Kasten Wasser zum Boot zu transportieren. Zuhause holte sie ein paar Kanister und füllte sie mit Leitungswasser. Im Supermarkt kaufte sie jede Menge Nudeln. Sie kontrollierte das Gas am Gaskocher und stellte erfreut fest, dass die Gasflasche neu war.
Plötzlich hörte sie eine wütende Stimme: „Was machst du denn da? Wer bist du? Das ist Privat. Unbefugten ist der Zutritt verboten! Weißt du das nicht?“
Charlotta sah einen älteren Mann auf sich zu laufen, der hektisch mit der Hand wedelte, um sie zu vertreiben.
—
Lulu hatte alles über mögliche Meeresströmungen, die Charlottas Vater weggetrieben haben könnten, gelesen. In dem einen Buch – sie las es sehr gründlich, weil es so viele Informationen enthielt – stand etwas über eine Bestimmungen, die zwei Mädchen betraf. Die beiden sollten sich auf die Suche nach dem Ende der Welt machen. Es handelte sich um eine alte Wikingersage. Die beiden sollten außerdem aus einem versunkenen Dorf auf einer Insel kommen.
„Was ist denn das für ein Quatsch? Wie soll man denn in einem versunkenen Dorf wohnen können?“, fragte sie sich, aber ein bisschen mulmig war ihr dabei schon. Schließlich waren Charlotta und sie ja zwei Mädchen, die zwar nicht auf einer versunkenen, aber dennoch einer Insel wohnten und außerdem suchten sie etwas. Es war zwar nicht das Ende der Welt, aber es war immerhin Charlottas Vater.
Lulu versuchte sich wieder auf das Meer und seine Strömungen zu konzentrieren, aber irgendwie gelang es ihr nicht so recht. Es war, als ob die Sage sie verfolgte. Ärgerlich wollte Lulu diese Gedanken abzuschütteln, aber der Gedanke blieb an ihr hängen. Beinahe glaubte sie schon, die Bestimmungen war an Charlotta und sie gerichtet. Aber das konnte ja nicht sein – oder vielleicht doch? Sie wusste es nicht. Was, wenn es wirklich so war? Sie konnte sich nicht erklären, warum es so sein sollte der eben auch nicht. Aber musste man sich alles erklären können auf dieser Welt? Heutzutage vielleicht schon. Ja, wahrscheinlich schon in dieser modernen Welt, in der es kaum noch ungeklärte Wunder gab. Es war doch schlimm, wenn die Natur alle ihre Wunder und Geheimnisse abgegeben hatte und die Menschen ihr alles, auch ihre verborgenen und geheimen Schätze genommen hatte, ohne sie zu fragen oder sie wenigstens zu entschädigen. Aber ihr einfach so alles zu nehmen war niederträchtig und gemein. So etwas durfte man doch nicht tun. Das sollte nach Lulus Meinung verboten werden.
Beinahe hätte Lulu sich in das Thema hineingesteigert, aber sie versuchte mit aller Kraft, sich wieder auf die Bücher zu konzentrieren. Seltsam fand sie nur, dass ausgerechnet das Buch mit der Sage die meisten Informationen über mögliche Strömungen und Winde enthielt. Na ja, die Hauptsache war doch, dass sie Charlottas Vater noch fanden, bevor es zu spät war. Dann würde alles gut werden. Für Charlotta jedenfalls. Lulu musste dann ja wieder abreisen, dabei hatte sie sich endlich mal zusammengerissen und hatte versucht mit Charlotta etwas zu unternehmen. Zwar fand sie das „Unternehmen“, das sie vorhatten, zwar auch wieder nicht, aber es war immerhin etwas, das sie Charlotta zusammen unternahm. Eigentlich war es ja eher ein Abendteuer, das man sich im Fernsehen ansah. Aber es half ja nichts herumzusitzen und zu jammern, wenn man ja doch nichts ändern konnte. Aber dennoch hoffte Lulu, dass die Suchtruppen Erfolg hatten und die beiden Mädchen letztendlich doch nicht losfahren mussten oder wenigstens nicht so weit.
Hallo!
Ist das 4.Kapitel so in Ordnung oder muss ich noch etwas verbessern?
Ich finde toll, dass sie sich bei den letzten Kapiteln meiner Geschichte/ meines Buches so viel Zeit genommen haben und mir Tipps gegeben haben.
Meine Eltern lesen die Kapitel zwar fast immer, aber sie wollen mir nicht sagen, was schlecht ist, um mich nicht zu verletzten oder so.
Liebe Grüße
Pauline
Ja, Pauline, die Geschichte geht flott weiter. Man moechte gerne wissen, was wohl der Besitzer des Bootes zu sagen hat, aber da hast du einen gewievten neuen Abschnitt eingelegt und man muss wohl oder uebel warten, wie es weitergeht.
Ich nehme mir gerne die Zeit. Solange ich Zeit habe!
Das ist oft ein Problem beim Schreiben, dass die Freunde oder die Familie keine Kritik ueben wollen, weil sie Angst haben, den Autoren zu verletzen. Dabei ist eine Kritik oft sehr hifreich. Natuerlich muss man als Kritiker aufpassen, denn man sollte weniger einen Stil kritisieren (der ist ja bekanntermassen eine persoenliche Frage und kann bei jedem Leser anders sein) als wichtigere Punkte: Fehler in der Handlung, Loecher in der Beschreibung, unlogische Spruenge, schlechte Charakterisierung usw.
Schoenen Tag,
ciao
Georg
Hallo,
danke für die Antwort.
Wird in nicht klar, dass das Boot Charlottas Familie gehört? Da sich Charlotta ja auf dem Bootssteg ihrer Familie befindet, hätte ich gedacht, dass man sich ableiten kann, dass das Boot der Familie gehört. Muss ich die Stelle ändern, damit es klarer wird?
Viele Grüße
Pauline
Eigentlich schreibe ich nicht so oft. Ich male lieber. Aber jetzt ist es etwas anderes. Etwas ganz anderes. Der dreizehnte Januar 2011, das Datum hat sich eingebrannt. Bei mir und meiner Familie. Und vielleicht auch bei anderen. Ich weiß es nicht genau. Das war auch nicht mein Ziel. Ich wollte nur, dass Blake in Sicherheit ist. Mein kleiner Bruder. Das war alles, und wiederum nicht. Australien, Queensland, Toowoomba. Wir wollten eine Schuluniform kaufen. Mehr nicht. Mehr nicht…
Wir haben es geschafft. Endlich. Wir sitzen wieder im Auto. Gerade sind wir noch durch die ganzen Pfützen gelaufen und jetzt: Wasser, Wasser, Wasser. Überall Wasser. Riesige Massen. Auf einmal. Vor Minuten war es noch wenig, wir fahren uns fest. Nichts ungewöhnliches, oder? Und Hilfe kommt ja auch schon. Ein Mann kommt auf uns zu. Aber es kommt mehr Wasser, immer mehr. Ich kriege Angst, Angst vor dem Wasser. Ich sehe abwechselnd zu meiner Mutter und zu meinem Bruder Blake, um mich abzulenken. “Wasser, Wasser, Wasser.”, denke ich. “So viel Wasser.” Ich bin Nichtschwimmer. “Woher kommt auf einmal das ganze Wasser?”, will Blake wissen. Ich weiß nicht, ob er unsere Mutter oder mich meint. Trotzdem denke ich über eine Antwort nach. “Das hatte ich schon mal!”, dränge ich mich selbst. Ablenkung, ich brauche Ablenkung. “Springflut”, sage ich schnell. “Das ist eine Springflut.” Blake und ich sehen aus dem Fenster. Der Mann hat eben kehrt gemacht. “Wieso geht er wieder weg?” Blake ist meinem Blick gefolgt. Ich antworte nicht. Blake sieht Donna an. Unsere Mutter bemerkt ihn nicht. Sie bremst, gibt Gas, bremst, gibt Gas. Ich fange an zu zittern. Blake kommt näher zu mir. “Geht das Wasser auch wieder weg?” Donna klettert zu uns nach hinten. Sie will uns trösten, ich starre den Boden des Autos an. Ich habe panische Angst vor dem Wasser. Es ist so gewaltig. Unheimlich. Blake klebt sich plötzlich an die Fensterscheibe. “Er kommt wieder!”, schreit er auf. Ich wage einen Blick aus dem Fenster. Es stimmt. Der Mann hatte sich mit einem Seil am Laternenpfahl festgebunden und versuchte nun, zu uns zu kommen. Aber der Strom reißt ihn immer wieder weg. Ich kann nicht wegschauen, ich muss ihn ansehen. Tausend Gedanken schießen mir durch den Kopf. Sinnlose, überflüssige Gedanken. “Ich habe mein Zimmer noch nicht aufgeräumt. Ob mein Vater daran denkt, das Fenster zu schließen?” Mir kommen Tränen, ich wische sie schnell weg und sehe mich um. Ich habe große Angst. Dieses Gefühl überrascht mich, es ist mir unbekannt. So hatte ich es noch nie. Mein ganzer Körper zittert, aber gleichzeitig fange ich an zu schwitzen. Ein zweiter Mann ist gekommen, er ist größer und kräftiger als der Erste. Erst zieht er den Mann aus dem Wasser, schnappt sich selbst ein Seil und kommt auf uns zu. Er hat es geschafft! Er ist hier! Er packt mich am Arm, will mich heraus ziehen. Aber ich wehre mich. Wieso? Ich sehe Blake an, dann wieder zu dem Mann und schreie: “Nimm erst meinen Bruder!” Ich weiß nicht genau, warum ich das tue. Ich muss einfach. Ich versuche mich loszureißen. “Nimm erst meinen Bruder!”, schreie ich wieder. “Nimm erst meinen Bruder!” Er hat mich gehört. Der Mann lässt widerwillig los, ich schiebe Blake zu ihm. Er zieht meinen Bruder aus dem Fahrzeug und schwimmt mit ihm zu dem Mann, der immer noch bei dem Laternenpfahl ist. Der Mann nimmt Blake entgegen. Der Große kommt wieder. Gleich ist er hier. Gleich bin ich weg von all dem Wasser. “Wo ist Blake?!”, durchfährt es mich. “Eben war er doch noch da vorne!” Auch meine Mutter starrt zu dem Punkt, wo eben noch zwei Menschen standen. Sie wurden umgerissen, Blake und der Mann. Der Kräftige merkt es, dreht um und zieht sie aus dem Wasser. Donna und ich atmen gleichzeitig auf. Blakes Retter. Er will wieder zu uns. Auf einmal kracht es. Ich schreie auf. Das Auto dreht sich um. Wasser, überall Wasser. Wir werden aus dem Auto gedrückt. Hilfe! Ich atme immer schneller. Ich kann nicht schwimmen. Ich kann nicht schwimmen…
Meine Mutter bekommt einen Baumstamm zu fassen. Sie zieht mich zu sich, ich kralle mich fest. Der Strom wird immer stärker. Ich kneife die Augen zu, nur ein paar Mal sehe ich Donna an. Ich kann nicht mehr. Ich lasse los. Ich höre meine Mutter. “Jordan!” Sie kommt, sie kommt. Es ist kalt, das Wasser drückt. Mir wird so schummerig, Alles ist schwarz, kalt und dunkel.
Zu Ende.
Ende von allem? Von mir. Dreizehn Jahre hatte ich. 2558 Tage. Schöne, schlechte. Alles war dabei. Und jetzt? Jetzt kennen viele meinen Namen: Jordan Rice. Jordan Rice aus Queensland. “Er ist der Champion aller Champions.” Das hat mein Vater gesagt. Ich liebe ihn. Und Blake. Alle, die mich nicht vergessen.
Ja, hallo Elisabeth-Sara, und danke fuer die Geschichte.
Die Idee, die dahinterliegt, gefaellt mir gut. Du nimmst eine reelle Situation und drehst sie um, indem du sie in erster Person beschreibst. Das ist oft ein guter Trick. Und ich muss sagen, es hat relativ gut geklappt.
Was mir nicht sehr gefallen hat, ist eine etwas zu hastige Art, einige der Situationen zu beschreiben. Dadurch springst du zu weit nach vorn, und wer die Geschichte liest, kann dir nicht immer folgen. Das gibt dann einen “Eermuedungseffekt” beim Leser, und er hoert auf zu lesen. Das ist nun mal nicht der Zweck der Sache, richtig?
Beispiel? Hier: Überall Wasser. Riesige Massen. Auf einmal. Vor Minuten war es noch wenig, wir fahren uns fest. Washeisst: wir fahren uns fest? Ich kann mir vorstellen, dass das Auto irgendwann zu tief im Wasser steht und dass der Motor ausgeht. Festfahren ist im Schlamm, oder auf einem Feldweg. Aber ihr seid in der Geschichte sicherlich auf einer normalen Strasse, und das Wasser steigt um euch herum immer hoeher. Aber so etwas muss man wohl oder uebel ein bisschen mehr im Detail beschreiben. Nicht zu lang, ok, aber immerhin…
Noch ein Beispiel: “Das hatte ich schon mal!”, dränge ich mich selbst. Was hattest du schon einmal? Das erkennt man als Leser nicht, und es ist zu vage, als dass man die von dir gelassenen Loecher selbst stopfen koennte.
Noch etwas: Bitte versuche, mit neuen Absaetzen etwas Luft in das Geschriebene zu bringen. Kompakte, lange Absaetze sind sehr hart zu nehmen als Leser. Selbst, wenn sie perfekt geschrieben sind (Beispiel Henry Miller). Irgendwie verliert man den Mumm, wenn man als Leser ellenlange Absaetze auf jder Seite vorfindet. Ausserdem sind deine Absaetze zu lang, weil eigentlich viele neue Zeilen fehlen, so z.B. nach jedem Wechsel des Sprechers in einem Dialog.
So, ich hoffe, es war hilfreich.
Lieben Gruss
Georg
Hallo!
Danke für das Feedback .
Ich ziehe Geschichten immer in die Länge, deshalb dachte ich, schreib mal was kurzes. Aber ich werd dran arbeiten!
Ich benutze Absätze oft als Ort- und Zeitsprünge, da ich normalerweise in Allwissenden Erzähler schreibe.
Können Sie mir das mit den Absätzen bitte noch einmal erklären?
Elisabeth-Sarah
Absaetze sind “visuelle Marker” fuer den Leser. Jeder Absatz zeigt an: hier geschieht ein Sprung in der Handlung: von einem Erzaehler zum anderen oder von einem Sprecher zum anderen; ein kleinerer Zeitsprung; eine Verschiebung im Blickpunkt.
Es ist, als wuerde der Autor eine Pause einlegen.
Genauso, als wuerde ein Vorleser eine Pause einlegen, damit der Zuhoerer versteht: hier ist eine kleine Unterbrechung im Erzaehlfluss…
Ich hoffe, so ist es klarer!
Georg
Es war ein schöner Tag und er fing gut an,aber es wurde im verückter und besser.Es war der Tag wo die Zeugnisse ausgeteilt wurden.Mir hat das Herz geklopft und ich fühlte mich grauenhaft als mein Name aufgerufen wurde und ich nach vorne ging.Es ging alles so schnell,ich habe das Zeugniss in die Hände gedrückt bekommen und ging wieder an meinen Platz.Alles verlief mit einem einzigen Augenzwinkern und war so schnell vorbei das ich mich schon besser fühlte.
Es war so weit wir durften unsere Zeugnisse öffnen.Ich hatte das beste Zeugniss der ganzen Klasse,sogar besser als unsere,so nennen wir sie:Klassenstreberin.
Ich lief schnell zu meinen Freunden und hatte ein tolles Gefühl und war überrascht!
Danach geschah schon das nächste,das was geschah hätte ich nie erwarten können.
Ich zog Olli,meinen Schwarm seit der 3.Klasse in den Flur und habe ihn ausgequetscht,weil er am vorheriegen Tag im dunklen Tunnel gefragt hat:”Gibst du mir noch einen Kussi!”.Ab da war ich wirklich ziemlich überrascht und wurde rot!
Olli hatte mir erzählt das er in mich verliebt ist,ich habe ihm genau das gleiche erzählt und ab da waren wir ein richtiges Paar.Danach hatten wir Ferien und eine Woche ist vergangen.Am Montag hatte ich mich extra für Olli hübsch gemacht,ich habe mir Schuhe gekauft und Röhren-Jeans angezogen.
Er hat mich nicht beachtet und ich wurde misstrauisch,aber ich liebe ihn und er liebt mich.
Hauptsache wir haben uns gefunden und lassen nicht mehr los!
Ich will damit klar stellen das es egal ist wie euer/eure Freund/in aussieht oder ist, hauptsache ihr liebt euch und lasst nicht mehr los!
Liebe ist das wichtigste auf der Welt für mich und ich habe auch gelernt es kommt nie auf das Äußere eines Menschen an es kommt immer auf das Inneren eines Menschen an!!!
Ich hoffe ihr lernt aus der Geschichte und werdet wie ich auch ein bisschen schlauer!!!
Hallo Diana,
danke fuer die Geschichte. Du hast hier aber zum Teil etwas hastig heruntergeschrieben, und darum sind dir ein paar Fehler durch die Finger gerutscht.
!) Bitte lass immer eine leere Stelle nach den Satzzeichen. Das muss so sein (kann nichts dafuer, es gehoert sich einfach so).
2) Du musst aufpassen, dass dir nicht solche Saetze passieren wie: “Danach geschah schon das nächste,das was geschah hätte ich nie erwarten können.” Da funktioniert nichts in diesem Satz. Im Grunde wiederholst du einfach zweimal das gleiche, und das muss man vermeiden wie die Pest, wenn man schreibt.
3) “Olli hatte mir erzählt das er in mich verliebt ist”. Nun, man “erzaehlt” niemanden, dass man in ihn verliebt ist. So etwas “sagt” man. Erzaehlen ist etwas anderes, ich kann dir von meinen Ferien erzaehlen, oder eine Geschichte, ok?
Ansonsten ist der Inhalt der Geschichte nett, und das, was du damit sagen willst, ist richtig und wichtig. Es ist nur nicht die beste Form, um es zu sagen. Da musst du nochmals an deinen PC und die Geschichte aufpolieren, verbessern, umschreiben.
Versuche evt, die Geschichte dir selbst laut vorzulesen. Das ist immer ein prima Trick. Da hoerst du selbst, wo es hakt.
Ok?
Nimm’s mir nicht uebel, ich bin halt ein alter Kritiker!
Ciao
Georg
Am Abend gingen die beiden Mädchen ins Bett und Lulu schlief sofort ein. Nur Charlotta konnte nicht schlafen und wälzte sich immer hin und her. Der Nieselregen vom Vormittag Hatte sich zu einem Sturm entwickelt. Dauernd krachte es und Blitze zuckten über den Himmel. Charlotta wusste, dass ihr Vater und seine Mannschaft heute Nacht draußen waren und nicht in einem schützenden Hafen. Sie hörte im Dorf die Kirchturmglocken schlagen – zehn Uhr. Schließlich hielt sie es nicht mehr aus. Sie sprang auf und lief leise ein Stockwerk höher. Hier hatte sich ihr Vater sein eigenes Reich geschaffen. Hier war sein Arbeitszimmer, seine Mini-Wetterstation und sein Trainingsraum, damit er trainieren konnte, um auf der See nicht schlapp zu machen.
Charlotta ging ins Arbeitszimmer, wickelte sich in eine Decke ein und startete den Computer. Auf dem Bildschirm erschien eine Meldung, dass das Schiff auf See war und bisher nichts passiert war. Sie wollte schon erleichtert aufatmen, als eine E-Mail einging. Sie öffnete sie. Die erste Zeile sagte ihr schon alles: „Alle gerettet, bis auf den Kapitän“ Charlotta entfuhr ein Schreckensschrei. Sie hörte, wie ihre Mutter gefolgt von Oma und Lulu nach oben rannte, aber sie nahm alles wie in Trance wahr.
„Was ist denn, Schätzchen?“, fragte ihre Mutter. Charlotta deutete nur auf den Bildschirm und sackte dann zusammen. Das nächste, was sie merkte, war, dass ihre Mutter sie auf das Sofa im Arbeitszimmer legte. Dann wurde alles schwarz. Im Traum war sie mit ihrem Vater am Strand. Er erzählte ihr zu jeder Muschel und zu jedem Stein eine Geschichte, ja, beinahe zu jedem Sandkorn, so wie er es immer getan hatte. Es war Ebbe und Charlotta lief weit aufs Meer hinaus. Sie hörte ihren Vater rufen: „Charlotta, Charlotta nicht so weit raus.“
„Charlotta, Charlotta“, rief er
Sie öffnete die Augen. War ihr Vater da? Oder wer war das? Ihre Mutter stand vor ihr.
„Charlotta steh auf.“
„Ich kann nicht“, murmelte sie müde.
„Aber du musst etwas essen. Du wirst sonst zu schwach“, wandte ihre Mutter ein. Widerstrebend richtete sich Charlotta auf. Kaum saß sie einigermaßen, sank sie todmüde zurück. Sie fühlte sich unfähig, unfähig sich zu bewegen und müde, zu müde, um aufzustehen und etwas zu essen. Aber wollte sie überhaupt je wieder aufstehen und essen? Wollte sie je wieder leben wie früher? Jetzt, wo sie alles verloren hatte, was sie geliebt hatte. Charlotta wusste nichts mehr, ja, nicht einmal, wer sie wirklich war. Sie wollte alles vergessen; die Zeit, das, was passiert war und die Angst, Angst davor, Angst um ihren Vater zu haben, weil er weg war, verschollen, verschwunden auf hoher See und vielleicht nie mehr da sein würde, sie nie mehr seine Stimme hören würde und er ihr nie mehr etwas zeigen würde. Ja eigentlich hatte sie nur davor Angst. Sie wollte ihn einfach nicht verlieren und ihn loslassen. Und doch wusste sie, dass sie ihn doch schon längst verloren. Charlotta wollte schreien, sich auf den Boden werfen und schreien, aber sie konnte nicht. Oder wollte sie nicht? Sie wusste es nicht. Und wollte es auch nicht wissen, da sie sowieso schon verloren hatte, was sie liebte, was sie als ihr Vorbild empfand. Aber was sollte sie tun? Sie musste sich jetzt anstrengen und weiterleben und jtzt nicht einfach schlappmachen.
„Ich schaffe es, ich schaffe es, ich schaffe es, ich…“, diesen Satz brannte sich Charlotta in ihr Gedächtnis ein. Immer und immer wieder .
„Charlotta, was ist denn? Was schaffst du? Du fantasierst ja!“, hörte sie die Stimme ihrer Mutter.
„Was ist? Hab` ich was gesagt?“, sagte Charlotta und setzte sich auf. Sie kämpfte mit sich, sich nicht einfach wieder in die weichen Kissen zurückfallen zu lassen. Sie stand auf und ging ein paar Schritte bis sie am Tisch angekommen war. Sie trank einen Schluck Wasser und setzte sich auf den Schreibtischstuhl. Sie musste einen klaren Gedanken fassen. Hier ging es um Leben und Tod. Sie durfte nicht falsches unternehmen. Zum ersten Mal kam ihr die Idee, Lulu zu fragen, aber sie verwarf die Idee gleich wieder. Was sollte eine Stadttussi schon vom Meer wissen? Nichts! Sie musste alleine handeln. Aber wie? Nur darauf vertrauen, dass die Suchtruppen ihn finden würden. Nein, nein und nochmals nein!
„Charlotta, ist was? Du siehst so müde aus“, fragte ihre Mutter.
„Sie leidet noch unter dem Schock“, mischte sich Oma ein.
„Ach nichts. Ich muss nur unter die Dusche, dann sieht alles gleich ganz anders aus“, antwortete Charlotta und verschwand im Badezimmer. Unter der Dusche fühlte sie sich wunderbar. Als sie fertig war, ging sie in ihr Zimmer. Lulu saß auf dem Boden und las in einem alten Buch. Um sie herum waren noch mehr uralte Bücher aus dem Archivteil der Stadtbücherei verteilt.
„Was machst du da?“, fragte Charlotta.
„Ich forsche“
„Und was forschst du?“
„Ich suche nach Hinweisen, wie wir deinen Vater finden können.“
„Und die wären?“
„Na ja, Meeresströmungen, die ihn fortgeschwemmt haben könnten, zum Beispiel. Wenn wir denen folgen, könnten wir ihn finden.“
„Ach ja. Und da bist du dir so sicher?“
„Klar, ist ja ganz einfach.“
„Das denkst auch nur du! Das Meer ist gefährlich. Ich weiß nicht, was man in der Stadt so denkt. Vielleicht hast du das ja auch in der Schule gelernt, aber wenn das so ist, dann ist das eine verdammt schlechte Schule und ich würde dir raten, nicht mehr da hin zu gehen. Ist das klar?! Das Meer ist kein Spielzeug! Was denkst du dir eigentlich ?!?“
„Reg´ dich ab.“
„Ich meine das ernst! Das kannst du mir glauben! Es geht hier um Sicherheit. Die werden ihn auch so finden. Anders riskieren wir zu viel.“
„Du vertraust diesen Suchtruppen?! Das glaub ich nicht! Wirklich, ich hätte etwas mehr Verstand erwartet. Besser ist es doch, wenn wir deinen Vater auch suchen gehen! Du willst ihn doch unbedingt zurück. Wir müssen ihn doch retten, oder?“
„Stimmt, du hast Recht. Aber wir müssen das alles genau planen.“, antwortete Charlotta versöhnlich.
„Tu ich doch“, sagte Lulu beleidigt, „Hast du denn gar kein Vertrauen?“
„Ist ja gut. Ich kümmere mich um ein Boot und den Proviant.“
„Wann soll`s denn los gehen? Und wann besprechen wir alles weitere?“
„Am besten heute Abend. Sagen wir um zehn Uhr oben im Arbeitszimmer. Am besten bist du da schon ausgeruht. Bring alle praktischen –aber wirklich praktischen- Sachen von dir nach oben. Ich besorg den Rest. Das Buch, das dir am wichtigsten erscheint, kannst du auch mitnehmen. Den Rest kannst du auf einen Zettel schreiben und im Dorf laminieren lassen, damit es nicht nass wird, okay?“
„Okay, dann bis heute Abend“, antwortete Lulu und versenkte ihre Nase wieder in einem der Bücher.
Pauline, ja, deine Geschichte nimmt einen unerwartet tragischen Verlauf, aber sie ist gut geschrieben und man kann sich ziemlich gut in den Kopf der Protagonistin versetzen.
Eine etwas schwache Stelle (tut mir leid, denn da hakt wahrscheinlich deine weitere Geschichte ein) finde ich, dass die zwei Maedchen den Plan schmieden, alleine auf die Suche nach dem Vater zu gehen. Ist denn der Sturm vorbei? Das, glaube ich, hast du nirgendwo beschrieben. Und wenn ein Fischerboot mit Profis im Sturm kentert, koennen wohl zwei Landratten wie diese zwei Maedchen schwerlich in See stechen und besseres leisten als ein Suchtrupp der Meeresrettung. Ausserdem: warum sollen die Retter nicht gut sein und an der falschen Stelle nach den Schiffbruechigen suchen? Damit diese Passage glaubbar wird, muesstest du in der Geschichte ein paar Details einbauen.
Ich denke, du hast verstanden, was ich damit sagen moechte. Sonst ist alles okay!
Ciao
Georg
Danke für die Kritik.
Ich habe an der Stelle, an der Charlotta aufwacht, eingefügt, dass die Sonne zu Fenster hereinscheint und Charlotta weckt.
Ich hatte es mir so vorgestellt, dass Charlotta sich gut auskennt und deshalb ein kleineres Motorboot alleine lenken kann. Lulu hat natürlich keine Ahnung von solchen Dingen. Deshalb rastet Charlotta auch aus, weil sie weiß, wie schwer es ist, ein Boot ganz alleine zu lenken. Aber ich werde die Stelle trotzdem nochmal überarbeiten.
Danke für die Tipps
Pauline
Als Charlotta die Tür aufgestoßen hatte und ihre Sachen drinnen abgestellt hatte, ging sie in die Küche. Dort machte ihre Oma gerade Nudelauflauf. Charlotta lief das Wasser im Mund zusammen. Ihr Blick fiel auf den gedeckten Tisch. „Oma, warum hast du denn vier Teller hingestellt? Papa kommt doch erst in zwei Wochen, oder?“
„Das stimmt schon, aber deine Cousine kommt zu Besuch, weil sie auf dem Festland gerade Herbstferien haben“, antwortete ihre Oma.
„Lulu?“, fragte Charlotta. Lulu hieß eigentlich Ludiaka. Aber sie wurde von den meisten nur Lulu genannt. Nur Oma nannte Lulu Ludiaka, denn Oma hieß auch Ludiaka. Schließlich hieß Lulu wegen Oma Ludiaka.
„Ludiaka meinst du wohl, oder? Ja, Ludiaka kommt. Wie du sie nur immer Lulu nennen kannst. Immer diese furchtbaren Abkürzungen“, antwortete Oma. „So, und jetzt zieh dir was anderes an. In einer halben Stunde kommt sie.“
Enttäuscht ging Charlotta die Treppe hinauf. Mit dem Ausflug an den Strand wurde es wohl heute nichts mehr. Außerdem mochten sich die Cousinen nicht sonderlich. Lulu war in Charlottas Augen eine verwöhnte „Modetussi“ und Charlotta war in Lulus Augen ein „Naturfreak“.
Charlotta riss ihren Schrank auf und überlegte, was sie anziehen sollte. Es musste etwas besonderes sein, sonst würde sie ja neben Lulu wie Aschenputtel aussehen. Schließlich entschied sie sich für das blau- weiß gestreifte Kleid. Dazu eine graue Leggins und graue Socken. Fertig! Es klingelte. Schnell bürstete sich Charlotta noch mal durch die Haare und zog den Haarreif an. Dann lief sie die Treppe herunter. In der Küche saß ihre Cousine Lulu. „Hallo Charlotta“, sagte Lulu in einem Ton, bei dem Charlotta sich schon wieder zusammenreißen musste, damit sie Lulu nicht an die Gurgel sprang. Lulu war – wie immer – ziemlich modisch angezogen. Aber heute übertraf es so ziemlich alles, was sie je getragen hatte. Lulu trug eine glitzernde Strumpfhose in schwarz und dazu einen pinken Minirock. Dann hatte sie noch ein schwarzes Top an – es war ziemlich klein – und eine weiße, hauchdünne Jacke. Ihre Haare waren kurz geschnitten und standen in alle Richtungen ab. Einen Moment lang starrten sich die Cousinen an, dann sagte Lulu: „Was glotzt du so?“
„Ich starre überhaupt nicht!“, antwortete Charlotta.
„Doch, das tust du. Aber wenn du meinst, dass du nicht glotzt, dann starrst du eben“, zischte Lulu.
„So, meine Mädchen, dann wollen wir mal essen und aufhören zu streiten. Da draußen kommt gerade Charlottas Mutter“, fuhr Oma dazwischen.
Tatsächlich sah man durchs Fenster, dass Charlottas Mutter durch die Gartentür kam. Dann schloss sie auch schon die Tür auf.
„Hallo, ich bin wieder da“, rief sie vom Flur aus.
Als sie in die Küche kam, schien sie überrascht, fasste sie sich aber schnell und fragte: „Hallo Lulu. Weiß ich davon, dass du heute kommst?“ Lulu wollte schon etwas erwidern, da sagte Oma: Ludiakas Mutter hat heute, nachdem ihr alle weg wart, angerufen und gefragt, ob Ludiaka für ein paar Tage hier bleiben kann.“
„Ach so.“
„So, und jetzt wollen wir essen“, sagte Oma und stellte die Auflaufform auf den Tisch.
Alle setzten sich und Lulu wollte sich schon etwas nehmen, da stand Oma auf, faltete die Hände, schloss die Augen und fing an zu beten. Sie betete für Charlottas Vater, damit ihm auf der See nichts passierte. Das tat sie immer, wenn er auf dem Meer war.
Als sie fertig war, gab sie allen ein Stück Nudelauflauf. Zuletzt nahm sie sich selbst. Einige Zeit lang herrschte die berühmte, gefräßige Stille.
Nach dem Essen meinte Oma, dass die Mädchen jetzt nach oben gehen könnten. Sie selbst werde jetzt die Küche aufräumen.
Die Mädchen gingen daraufhin nach oben und Charlottas Mutter ging wieder zur Arbeit.
Als die beiden Mädchen oben ankamen, blickte Lulu sich etwas spöttisch um. Ihr Blick schweift über die vielen Bilder, die Charlottas Vater von seinen Reisen mitgebracht hatte.
„Was hängst du denn da für Zeug auf?!“, sagte sie herausfordernd. Das geht dich überhaupt nichts an!“, fauchte Charlotta zurück.
„Aber ich muss doch jetzt fünf Tage mit dir in diesem potthässlichem Zimmer wohnen!“
„Noch ein Ton, dass mein Zimmer hässlich ist und du fliegst raus. Meine Oma liebt mein Zimmer sehr und wird bei so was fuchsteufelswild. Also lass mich gefäligst in Ruhe!“
„Dass ich nicht lache. Das würde sie nie wagen. Meine Mutter wäre dann nämlich sehr böse mit ihr. Aber das verstehst du noch nicht, du Kleinkind.“ Lulu grinste hämisch.
„Jetzt hör aber mal auf du, du…“, Charlotta blieb vor Wut beinahe die Luft weg.
„Ja, ich höre…“
„Halt den Mund!“
„Jetzt reg dich doch nicht so auf. Du hast vielleicht ein Temperament. Wusste ich ja gar nicht.“
„Und du!?! Was ist mit dir?!“
„Ich hab´s nicht so gemeint.“
„Hat sich aber nicht so angehört“, brummte Charlotta unwillig.
„Mensch, ich find dich echt in Ordnung. Das hab ich bloß nie gesagt.“ Tröstend legte Lulu einen Arm um Charlotta.
„Ist schon in gut.“
„Freunde?“ Lulu hielt ihr die Hand hin.
„Freunde!“ Charlotta schlug ein.
Den ganzen Nachmittag verbracht Lulu damit, ihre Schrankhälfte einzuräumen. Leider machte sie das nicht wie jeder normale Mensch, der nach Hosen, Pullis und T-Shirts sortiert, sondern sie sortierte ihr riesiges Kleidersortiment nach Farben, was daher ziemlich lange dauerte. Charlotta aß in der Zeit ein paar Stücke von Omas Apfelstrudel, aber als sie fragte, ob sie ans Meer gehen dürfte, fing sie sich nur einen wütenden Blick ihrer Großmutter ein.
Guter Beginn, Pauline. Du hast die Protagonistin gut vorgestellt und mit Lulu sofort eine Antagonistin in den Raum gestellt, die Spannung erzeugt.
Wenn sie aber dann Freundinnen werden, muss theoretisch irgendwann ein neuer Antagonist auftauchen.
Bin gespannt!
Ciao
Georg
Ich habe eine wichtige Frage:
Was kann ich tun wenn ich eine längere Geschichte bzw. ein Buch geschrieben habe?
Ich hoffe sie haben eine Antwort für mich!
LG, Pauline
Es kommt darauf an, wie lange das Buch ist. Wenn es ueber 30 Seiten lang ist, kann es noch gehen, wenn es ein richtiges Buch von 100 Seiten ist, koennte es zu lange sein, um es in einem Mal zu posten (Damit habe ich auch keine Erfahrung mit dieser Webseite, und so gut bin ich mit dem PC auch nicht!).
Eine laengere Geschichte muesste klappen, ich glaube, da gibt es keine Probleme!
Versuch es doch einfach!
Ciao
Georg
Eine frische Brise wehte vom Meer herüber, als Charlotta aus der Tür trat. Sie stampfte wütend auf den Boden und ging die Kastanienallee entlang. Eigentlich war ihr Schulweg ja schön, zuerst führte der Weg durch die Allee am Meer entlang, dann führte die Straße in die Altstadt bis zur Schule, aber heute war Montag. Außerdem war Erntedankfest gewesen und daher Schule frei gewesen. Dann war es besonders schlimm, montags wieder in die Schule zu gehen.
Zudem war Charlottas Mutter wieder in Eile gewesen und hatte Charlotta deshalb zu spät geweckt. Weil Charlotta keine Frühaufsteherin war und jeden Morgen viel Zeit brauchte um wach zu werden, war sie heute besonders muffelig. Langsam besserte sich Charlottas Laune. Sie streckte die Nase in den Wind und sah aufs Meer. Sie liebte stürmische Tage, weil sie dann oft as Meer für sich hatte, da Touristen sich dann verzogen hatten. Das Haus ihrer Eltern lag etwas außerhalb der Stadt, aber nahe dem Strand. Wenn die See so stürmisch war wie heute, konnte Charlotta stundenlang am Strand sitzen und nachdenken: über alles, einfach alles. Ihr Leben und die Schule und die Tiere und die Touristen die einfach nicht verstanden, dass man den Müll in den Mülleimer tun musste. Heute war so ein Tag, der fürs Nachdenken wie gemacht war.
Inzwischen war Charlotta in der Altstadt angekommen und sah auf die Uhr an der alten Kirche. Oh, schon fast 8:30 Uhr. Der Unterricht hatte schon vor einer viertel Stunde angefangen. Sie hatte mal wieder getrödelt. Ihre Mutter schimpfte immer wieder, dass man schnell zur Schule gehen musste, da man sonst zu spät kam. Dass sie zu spät kommen würde, wusste sie auch so. Sich jetzt zu beeilen, hatte sowieso keinen Sinn mehr. Trotzdem lief sie schneller. Das konnte Charlotta sich so früh im Monat nicht leisten. Als sie an der Schule ankam, war es schon 8:40 Uhr. Sie rannte los, lief die Treppe hinauf und rannte zu ihrem Klassenraum. Na endlich: 8a/ Frau Weber. Charlotta atmete tief durch und öffnete die Tür. Totenstille empfing sie. Alle richteten ihre Blicke auf sie.
„Das ist eindeutig zu spät. Eine halbe Stunde“, sagte Frau Weber spitz. „Würdest du uns bitte sagen, warum du zu spät gekommen bist.“
„Mist, keine Ausrede“, fuhr es Charlotta durch den Kopf. „Tschuldigung, hab’ verschlafen“, sagte sie deshalb nur.
„Aha! Dann setz dich bitte dort vorne vor das Pult neben deine neue Mitschülerin Emmilie“, antwortete ihre Lehrerin. Langsam schlurfte Charlotta zu ihrem zugewiesenen Platz.
„Ein bisschen flott, wenn ich bitten darf.“ An ihrem Platz musterte Charlotta zunächst ihre neue Nachbarin. Sie war mittelgroß, blond und irgendwie seltsam. Ihre Kleidung war schön, eine schwarze, enge Jeans und ein schwarzes Oberteil mit einer goldenen, aufgestickten Schrift. Ihre hellblonden Haare waren halblang und offen über den Schultern ausgebreitet. Charlotta sah hoch. Oh, Frau Weber machte schon mit dem Unterricht weiter. Schnell packte Charlotta ihre Sachen aus und fing an aufzupassen. Denn schließlich war das Thema (stürmische See), das sie gerade in Erdkunde bearbeiteten, sehr interessant. Frau Weber erzählte gerade, was Luv war und was Lee. Langweilig!
Charlotta wusste das ganze schon von ihrem Vater. Ihr Vater fuhr nämlich auf einem Segelschiff für Anfänger als Lehrer mit. In zwei Jahren, wenn Charlotta 15 Jahre alt war, würde sie auch mitfahren dürfen. Aber bis dahin musste sie sich mit einem Ruderboot zufrieden geben.
Nach der Doppelstunde Erdkunde war große Pause. Charlotta schnappte sich einen Apfel aus ihrer Tasche und lief hinaus. Draußen hatte es angefangen zu nieseln. Bäh, ekelhaftes Wetter! Hoffentlich würde ihre Oma Charlotta erlauben an den Strand zu gehen. Ihre Mutter und ihr Vater waren nämlich nicht da. Ihr Vater war auf See und ihre Mutter hatte eine Ganztagsstelle im Finanzamt. Deshalb war Oma bei ihnen eingezogen.
Der Schulhof der Schule, die Charlotta besuchte, war ein alter Park. Die Schule selber war ein ehemaliges Ratshaus.
Charlotta drängelte sich zu ihrem Lieblingskletterbaum durch. Zu ihrer Überraschung saß schon jemand auf dem Baum. Als Charlotta näher kam, sah sie, dass es ein Mädchen war, das in einem Notizbuch blätterte. Es war die Neue. Als sie sah, dass Charlotta sich zu ihr durchkämpfte, klappte sie ihr Notizbuch zu und sprang vom baum herunter. Charlotta lief schneller und während dem Laufen rief sie der Neuen zu: „He, du! Heißt du nicht Emmilie?“ Aber Emmilie beachtete sie nicht und rannte davon. Enttäuscht kam Charlotta an ihrem Baum an. Langsam kletterte sie den Baum bis zu der Astgabelung, an der Emmilie gesessen hatte, hoch. Charlotta biss in ihren Apfel. Sie blickte über den alten Park, aber wusste dabei nicht nach was sie Ausschau hielt. Da gongte es und Charlotta sprang von dem Baum. In der ganzen nächsten Stunde, sie hatten Kunst, malte Emmilie an einem Bild. Als es fertig war, zeigte sie es der Lehrerin. Emmilie hatte einen Sonnenuntergang gemalt, der der Lehrerin gut gefiel. Einige Mitschülerinnen gingen daraufhin zu Emmilie und fragten: „Wie schaffst du das?“ „Das ist wunderschön“ „Toll“ Aber Emmilie antwortete nicht. Die Mädchen zogen enttäuscht ab. Nach der Doppelstunde Kunst war Mathe. „Langweilig“, dachte Charlotta während des gesamten Unterrichts.
Aber dann war Musik. Charlotta liebte es zu singen und zum Glück war es die letzte Stunde. Was Charlotta nicht wissen konnte, war, dass in dieser stunde etwas unerwartetes passieren sollte. Zuerst war alles ganz normal, frau Bine stimmte das Einsingen an, die Klasse sang mit. Anschließend bat Frau Bine Emmilie etwas über sich zu erzählen; Daraufhin ging Emmilie ohne Vorwarnung zum Klavier und fing an zu spielen. Es war eine fremde, alt klingende Melodie und sie schien zu sagen: „Ich Komme von weit her und ich bin einsam. Bitte nehmt mich freundlich auf, denn ich bin traurig und einsam.“
Das Stück schien noch nicht zu Ende zu sein, da hörte Emmilie so abrupt auf, dass die Klasse zusammenzuckte.
„Das ist sehr schön“, sagte Frau Bine. Sie forderte keine Erklärung, warum Emmilie so einfach ans Klavier gegangen war. Dann ging die Stunde normal weiter.
Pauline, diese Geschichte hat mir gut gefallen. Da ist nichts, woran ich gross Kritik ueben koennte
Es scheint ein Anfang eines Buches oder einer laengeren Geschichte zu sein, und du hast die Hauptfiguren gut vorgestellt, beschrieben, was sie machen und wie sie leben (Emmilie wird sicher spaeter ins Rampenlicht gestellt, das kommt klar aus der Erzaehlung hervor).
Gut gemacht, prima! Macht Spass!
Ciao
Georg
Der Sturz mit Folgen
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Lilly und Anna gingen wie jedes Mal am Samstag im Wald spazieren sie waren dickste Freunde.
Sie hatten es sich abgemacht jeden Samstag ca.13.00 oder 14.00.Spazieren zu gehen.
Dort war ein Loch im Boden. Das hatte Lilly noch nie gesehen! Denn das Loch war so tief das Anna sogar runterkrachte. Mit dem ganzen Körper! Anna! Anna! Hörst du mich!? rief Lilly.
Doch Anna gab keine Antwort. Lilly duckte sich so weit in das Loch wie sie nur konnte. Und jetzt sah sie Anna endlich. Doch Anna lag bewusstlos auf dem Boden und sie blutete am Kopf. Lilly rief: “Anna sag doch was!”
Doch Anna lag immer noch da und gab keinen Ton von sich. Lilly war in Panik. Was sollte sie nur tun? Öhm…Ah ich hab mein Handy hier! Dachte sie. Lilly nahm erleichtert das Handy aus ihrer Tasche. Sie rief den Arzt an, und sagte: “Hallo? Ja sie müssen schnell kommen! Meine Freundin ist bewusstlos!”
Nach ein paar Minuten kam der Krankenwagen und die Feuerwehr .Ein Feuerwehrmann wurde mit einem Seil runtergelassen. Nach kurzer Zeit kam er mit Anna wieder hinaus. Anna sah furchtbar aus, denn sie blutete an vielen Stellen. Naja das war ein harter Sturz dachte Lilly. Die Ärzte packten Anna sehr schnell ein, und fuhren ins Krankenhaus. Die arme Anna dachte Lilly, ich hoffe es ist nicht so schlimm was sie hat…Lilly ging nach Hause. Als sie zu Hause ankam, fragte die Mutter: “Na?Wie wars?”
Lilly sagte: “Mama, Anna ist in ein Loch gestürzt und jetzt im krankenhaus!”
“Was!?” rief ihre Mutter. Lilly fing an zu weinen. Bitterlich zu weinen. Ihre Mutter tröstete sie und sagte: “Aber Anna wird bestimmt ganz schnell wieder Gesund werden.”
“Nein Mama! Und das ist alles meine Schuld!” rief Lilly.
“Nein das ist es nicht. Das ist sehr gut gewesen den Krankenwagen zu rufen ich meine was hätte sonst Passieren können…”
“Ich weiß es nicht”, schniefte Lilly, “aber was passiert jetzt?”
“Anna ist gut aufgehoben im Krankenhaus die Ärzte kümmern sich gut um Anna”, sagte die Mutter.
Lilly aß mit ihrer Mutter und der Vater kam erst spät Heim. Als Lilly ins Bett ging, schlief sie überhaupt nicht Gut. Ist es meine Schuld dass Anna jetzt im Krankenhaus ist? Hab ich nicht schnell genug Gehandelt? Lilly machte sich solche Schuldgefühle.
Am nächsten Morgen ging sie hinunter verspeiste ihr Müsli, zog sich an, putzte sich die Zähne und kämmte sich die Haare. “Mama!Maama!” rief Lilly laut. Doch ihre Mutter schlief noch. Sie nahm ein kleinen Zettel und schrie darauf: Mama ich bin im Krankenhaus bei Anna. Lilly fuhr mit dem Fahrrad in das Krankenhaus.
Als Lilly im Krankenhaus war, fragte sie an der Rezeption wo Anna liegt. Als Lilly in Annas Zimmer eintrat, stand dort ein Doktor. Lilly fragte: “Hallo. Wissen Sie, was Anna hat?”
“Ja”, sagte der Doktor, “das wissen wir. Anna liegt im Koma, und ihr Zustand ist kritisch.”
“Nein! Die arme Anna! Wird sie wieder aufwachen?” fragte Lilly sehr ängstlich.
“Naja… Anna hatte einen ziemlich heftigen Sturz, sie hat auch eine leichte Gehirnerschütterung und wir müssen noch heraus finden ob sie jeh wieder aufwacht.”
Lilly fing wieder an zu weinen.
“Lilly, ich denke deine Freundin wird schon wieder aufwachen.”
Das tröstete sie nicht wirklich denn sie wusste er wolle sie nur trösten. Als Lilly kurz hinaus ging um sich dorthin zu setzten weil Annas Eltern noch kamen, fragte sie einen Mann ob dort noch frei wäre. Doch der Mann antwortete nicht. Die Krankenschwester sagte: “Er redet nicht.” Lilly nickte nur. Er sah auch etwas traurig aus, und Lilly wollte ihm zur Freude etwas schenken. Sie griff in ihr Täschchen und dort hatte sie eine Packung mit Pralinen drin. Sie gab es dem Mann, und er schien zu Lächeln. Der Mann sprach endlich und sagte: “Dankeschön das ist lieb von dir. Übrigen ich heiße Martin.”
“Ich heiße Lilly.”
“Ich bin 98 Jahre alt.”
“Und ich 11!” Lilly lachte.
Martin sagte: “Ich habe gehört, deine Freundin liegt im Koma.”
“Ja, leider”, sagte Lilly. Als Lilly in das Zimmer von Anna ging sagte der Arzt: “Anna wird anscheinend nicht mehr aufwachen.”
“Was!?” schrie Lilly. “Neeeeein! Das darf doch nicht wahr sein!”
Alle trauerten und in der Nacht schlief niemand. Alle weinten eigentlich nur noch besonders Annas Eltern. Am frühen Sonntagmorgen riefen die Ärzte an: “Anna ist aus dem Koma erwacht!”
Lilly machte sich ganz schnell auf dem Weg und alle anderen waren schon da. “Anna!” rief Lilly, “Ich dachte du stirbst…”
“Was ist eigentlich passiert?” fragte Anna.
“Du warst zwei Tage im Koma!” sagte Lilly.
“Was???” fragte Anna ungläubig nach.
“Ja, wirklich, so war es” sagte Lilly. Lilly wollte zu Martin gehen doch als sie in seinem Zimmer ankam war sein Bett leer. Mhm…Komisch, dachte Lilly, wo ist er nur? Als Lilly gerade hinausgehen wollte, um zu schauen ob er in der Cafeteria ist. Als Lilly sich kurz noch umdrehte, sah sie einen Zettel auf Martins Bett liegen. Darauf stand: Liebe Lilly meine Zeit ist jetzt auch gekommen. Ich meine… ich bin 98 Jahre alt und ich hatte ein schönes Leben. Aber was mich auch am meisten freute, war das du mir was geschenkt hast .Ich lasse mir die Schokolade schmecken! Lilly verstand nichts mehr. Eine Krankenschwester lief gerade vorbei und Lilly fragte sie: “Entschuldigung? Wissen sie was mit Martin ist?”
“Der von Zimmer 305?” fragte die Krankenschwester.”
“Ja genau der”, sagte Lilly.
“Er ist vor ungefähr 1 Stunde gestorben”, sagte die Krankenschwester.
“Warten sie… War das etwas gegen 11 Uhr morgens?” fragte Lilly.
“Ja so in etwa. So junge Dame, jetzt muss ich aber los. Tschüss!” sagte die Krankenschwester. Und sie marschierte davon. Martin ist dann gestorben als Anna aus dem Koma erwacht ist…
Es kam Lilly so vor als wäre Martin für Anna Gestorben.
Hallo Finja, und danke fuer deine Geschichte.
Zunaechst zur Form: Ich habe eine ganze Weile gebraucht, um deine Geschichte in eine lesbare Form zu bringen. Du hattest die gesamte Geschichte in einem Rutsch geschrieben, und zwar ohne neue Zeilen, ohne Anfuehrungszeichen, ohne die Geschichte logisch in Bloecke aufzuteilen. Wenn du sie dir jetzt noch einmal durchliest (und mit deiner Orginalfassung vergleichst) wirst du sehen, wie anders sie dir jetzt erscheint. Und das alles nur, indem ich neue Zeilen, Absaetze, Anfuehrungszeichen usw euingesetzt habe. Du wirst merken, was das fuer einen Unterschied ausmacht! (Ausserdem: nach einer direkten Rede geht der Satz kleingeschrieben weiter – “Ah!” sagte Lilly.)
Die Geschichte selbst ist nett, und ich habe fast das Gefuehl, dass du hier eine wahre Geschichte umgeschrieben hast. Auf jeden Fall schreibe weiter, man merkt, es macht dir Spass! Aber bitte bitte versuche, den Geschichten die richtige Form zu geben, ok?
Ciao
Georg
Lieber Herr Maag
Danke für ihre Tipps.
Sie haben recht,es macht mir immer sehr spass Geschichten zu schreiben.Doch bei den Anführungszeichen habe ich meist noch etwas mühe,um zu wissen wo ich sie hinzetzen muss.Ich bin noch am üben gute Geschichten zu schreiben.
Liebe Grüsse Finja.
Ja, Finja, es braucht etwas Zeit und ein bisschen Lust, aber ich bin sicher, du verstehst es in wenig Zeit!
Am besten ist es, du liest deine Orginalgeschichte und vergleichst sie Zeile fuer Zeile mit deiner Geschichte, die ich “verbessert” habe. Dann verstehst du ganz von selbst, warum ich neue Zeilen gesetzt habe und wo die Anfuehrungszeichen hin gehoeren!
Versuche es doch einfach!
Ciao
Georg
Hallo Finja!
Deine Geschichte regt wirklich zum Nachdenken an.
Aber ich finde auch,das alles ein bisschen schnell geht. Z.B. könnest du am Anfang ein bisschen über Lilly und Anna, dieses Loch im Boden, oder über Lillys Angst, die Freundin zu verlieren, erzählen.
Bin mit Luzia einverstanden. Manchmal neigen wir dazu, uns nicht genug Spass an unserem Geschriebenen zu erlauben. Dabei koennte das manches verbessern. Natuerlich darf es auch nicht zu lang werden.
Wie immer brauchen wir ein Gleichgewicht.
Mühsam unterdrückte Finn ein Gähnen, dann schielte er auf seine Armbanduhr.10 Minuten noch! Die Zeit verging mal wieder wie ein Kaugummi. Geschichtsunterricht für Engel war doch echt der größte Quatsch, den es gab! Eigentlich mochte Finn seine Geschichtslehrerin, die heilige Babara, ja; aber heute schien sie irgendwie nicht ganz bei der Sache zu sein. Teilnahmslos spulte sie eine Jahreszahl nach der anderen ab. Da konnte man doch nicht zuhören!
„Finn, wiederhole bitte einmal das, was ich gerade gesagt habe“, holte ihn die heilige Babara jetzt aus seinen Träumen. Mist. „Ähm… Moses ist im Mittelalter in die Türkei umgezogen?“ -seine Lehrerin seufzte. „Du solltest wirklich besser aufpassen“, sagte sie, aber nicht mit dem Nachdruck, der eigentlich nötig gewesen wäre. Komisch, normalerweise war sie viel energischer. „Du willst doch auch einmal einen anständigen Beruf haben. Vielleicht als Schutzengel oder als Weihnachtsengel. Wenn du so weiter machst, müssen wir vielleicht extra für dich den Beruf „Kerzenträger“ einführen, damit du nicht arbeitslos bleibst“, fügte sie noch notorisch hinzu. „Wenn ich Schutzengel werden will, muss ich wissen, wie ich meine Menschen beschützen kann- und nicht, wann Moses in die Türkei umgezogen ist“, erwiderte er trotzig. „Und mir ist es auch wieder eingefallen: 7000 Menschenjahre bevor Jesus zur Erde gegangen ist, richtig?“ Babara guckte ihn so streng an, wie sie konnte (was nicht sehr viel war), seufzte dann noch einmal und forderte Kaja auf, die Aussage richtig zu stellen. Das Engelmädchen, das ihre Haare immer zu einem strengen Dutt zusammengebunden hatte und eine eckige Brille trug, schien schon darauf gewartet zu haben. Sie richtete sich abrupt auf und begann in einem besserwisserischen Ton: „Moses ist nicht in die Türkei umgezogen, sondern…“ Die Trompetenfanfare, die wie immer das Ende des Schultages markierte, ertönte. „Endlich“ murmelte Finn. Er stand auf und stürmte aus dem Klassenzimmer. Die heilige Babara rief noch „Halt, ICH beende den Unterricht“, aber das war Finn heute total egal. Er hatte einfach keine Lust mehr auf die Schule, sehnte sich nach den Weihnachtsferien- und außerdem spürte er, dass im Himmel irgendetwas faul war. Nicht nur die heilige Babara war ihm heute so merkwürdig abwesend vorgekommen. Auch die anderen Lehrer und seine Eltern hatten sich irgendwie seltsam verhalten. Und das war nicht dem Weihnachtsstress zuzuschreiben. Seit Finn denken konnte, hatte es so etwas nicht gegeben. Finn hatte keinen Schimmer, was die Erwachsenen so beschäftigte. Aber er sollte es bald erfahren.
Auf seinem Schulweg bog er gerade von der Königsallee in die Wolkenstraße ab, als er vorm heiligen Parlament verdutzt stehen blieb. An dessen Tür hing doch tatsächlich ein Schild mit der Aufschrift „Krisensitzung- Bitte nicht stören“! Was daran seltsam war? Eigentlich alles, wenn man bedenkt, dass wir uns im Himmel befinden. Dort war bisher immer alles in bester Ordnung gewesen, und die meisten Himmelsbewohner kannten das Wort „Krise“ überhaupt nicht. Es ist damit zu vergleichen, dass man in Afrika zum Beispiel keine Schneeanzüge kennt. Man kommt dort gut ohne sie aus.
„Bitte nicht stören“ – Schilder hatte bisher auch niemand im Himmel gesehen. Es galt fast wie ein Naturgesetz, dass man immer und überall willkommen war. Niemand hätte das infrage gestellt.
Finn dachte nach. Er war schon immer ein begeisterter Detektiv gewesen, und das hier sah ihm fast nach einem echten Fall aus. So etwas hatte er jahrelang gesucht! Er witterte seine Chance- endlich war mal etwas los im Himmel!
Euphorisch flitzte er nach hause, murmelte, dass er heute keinen Hunger habe, und stürmte in sein Zimmer.
Er fühlte sich wie der Held einer seiner Lieblingsbücher, als er sein Notizbuch (das er schon seit langem besaß- als Detektiv musste man ja immer für den Ernstfall gerüstet sein) aus seiner Schreibtischschublade hervorkramte, es aufschlug und begann, seine Beobachtungen aufzuschreiben:
15. Dezember: Erwachsene verhalten sich heute sehr seltsam.
Vorm heiligen Parlament wurde verdächtiges Schild aufgefunden. Aufschrift: „Krisensitzung- Bitte nicht stören“
Finn wusste, was er zu tun hatte. Schließlich hatte er schon vielen Detektiven bei ihrer Arbeit über die Schultern geschaut. Es waren zwar alles ausgedachte Detektive gewesen, dessen Geschichten er in Büchern gelesen oder in Filmen gesehen hatte, aber was tat das zur Sache? Detektiv war Detektiv.
Als nächstes schrieb er in sein Notizbuch:
Beantwortet werden müssen folgende Fragen:
1. Was bedeutet „Krisensitzung“?
2. Wer hat das Schild aufgehängt?
3. Warum wurde das Schild aufgehängt?
4. Warum verhalten sich Erwachsene merkwürdig?
Zusammenhang zwischen Verh. d. Erwach. und Schild vorstellbar.
Uff. Finn hatte nicht damit gerechnet, dass die Sache so kompliziert war. Detektiv sein war ganz schön anstrengend! Die Antworten auf diese Fragen zu finden würde sicher kein Kinderspiel werden. Trotzdem war er wild entschlossen, es zu tun. Sofort überlegte er sich, wie er wohl an die Antwort der ersten Frage kommen konnte. Vielleicht könnte er seine Eltern fragen, aber die würden sich wahrscheinlich sehr darüber wundern. Finns Eltern waren noch nie sehr begeistert von seinen Detektivschwärmereien gewesen („du solltest dich mehr für die Schule interessieren; im Himmel wird es sowieso nie zu einem Fall kommen, den du lösen müsstest“), da wollte er jetzt kein Risiko eingehen. Deshalb beschloss er, zur Schulbibliothek zu gehen und dort in einem Lexikon nachzuschauen. Er rannte mit dem Notizbuch in der Hand die Treppe herunter, zog sich seine Jacke an, schrie „Mama, ich gehe zur Schulbibliothek“ und war, bevor seine Mama sich über irgendetwas wundern konnte, aus dem Haus.
In der Bibliothek angekommen, grüßte er die heilige Katharina, die immer Aufsicht dort führte, nur flüchtig, um dann eilig zu den Lexika zu stürmen. Er schlug eines mit dem Titel „Bedeutungslexikon seltener Himmelswörter“ auf. Enttäuscht stellte er fest, dass sich dort unter „Krisensitzung“ kein Eintrag fand. Bevor er das Buch zuklappen konnte, sprang ihm jedoch das Wort „Krise“ ins Auge. Sorgfältig übertrug er den Eintrag in sein Notizbuch:
Krise, f übernommen aus dem irdischen, bezeichnet Problem, das weitreichende Folgen hat und ausweglos erscheint (im Himmel überflüssiger Begriff; daher fast ausschließlich im Sinne von „menschliche Krise“ gebraucht)
Viel anfangen konnte Finn damit auch nicht; aber er verstand zumindest, dass eine Krise nichts Gutes war- und dass das Wort nicht aus der Himmelssprache stammte. Finn überlegte. Wer könnte das Schild aufgehängt haben? Natürlich konnte es Gott gewesen sein, aber das hielt er für äußerst unwahrscheinlich. Gott war wortwörtlich seit Ewigkeiten der Chef des Himmels, und er hatte bisher immer alles fest im Griff gehabt. Warum sollte es also auf einmal anders sein? Konnte so eine Ewigkeit überhaupt plötzlich zu Ende sein? Mit den anderen Himmelsbewohnern war es eigentlich ähnlich, also konnte er eigentlich auch keinen von ihnen begründet verdächtigen.
Aber wer sollte es sonst gewesen sein? Die Antwort war einfach: Jemand, der normalerweise nicht im Himmel wohnte- und diesen darüber hinaus überhaupt nicht kannte und einschätzen konnte. Sprich, es musst jemand ziemlich dummes gewesen sein. Stolz, auf diesen Gedanken gekommen zu sein, öffnete Finn wieder sein Notizbuch und schrieb:
Theorie:
Verdächtig, das Schild aufgehängt zu haben, wird ein Ausländer.
Infragekommende Motive:
Finn sah wieder auf. Wie konnte ein Fremder auf die Idee kommen, am heiligen Parlament so ein unsinniges Schild aufzuhängen? Und vor allem: Was wollte er damit bezwecken? Schwere Fragen, doch nach einigem Grübeln kam Finn eine Idee. Er hielt fest:
- Der Täter hat das Schild aufgehängt, um im heiligen Parlament etwas ungestört erledigen zu können. Er dachte, es würde die Leute davon abhalten, in das Gebäude zu gehen.
Das war wirklich ziemlich schlau! Allerdings warf dieser Gedanke noch eine Frage auf. Finn stöhnte- warum musste es denn so kompliziert sein? Trotzdem schrieb er seine Frage unter den letzten Gedanken:
Was wollte der Täter im heiligen Parlament erledigen?
Finn beschloss, dass er jetzt nicht mehr nur mit Nachdenken weiterkommen würde:
Er musste sich die Lage selbst ansehen. Aber würde er es schaffen, unbemerkt ins heilige Parlament zu gelangen? Finn erinnerte sich daran, dass Detektiv Daniel Drachenblick, der die Hauptfigur in einem seiner Lieblingsbücher war, sich unsichtbar gemacht hatte, als er unbedingt heimlich in das Haus des grässlichen Gauners Gerd gelangen musste. So hatte er die wichtigsten Dinge mitten am Tag herausfinden können, ohne dass Gerd es gemerkt hatte. Ach, wenn er sich doch bloß auch unsichtbar machen könnte! Einfach so ins heilige Parlament spazieren, dass ging nicht. Schließlich wusste Finn nicht, was und vor allem wer ihn dahinter erwartete.
Wie konnte er es dann anstellen? Würde es etwas bringen, sich zu verkleiden? Wahrscheinlich eher nicht. Schließlich wusste Finn nicht, bei welchen Verkleidungen der Täter Verdacht schöpfen würde und bei welchen nicht.
Finn kannte den Hintereingang des heiligen Parlaments. Sollte er es wagen, sich durch diesen in das Gebäude zu schleichen? Möglich, aber sehr riskant.
Da kam ihm der rettende Einfall: Der Kamin, warum war er nicht vorher darauf gekommen? Das heilige Parlament hatte einen ganz besonderen Kamin. Er hatte viele sehr ungewöhnliche Eigenschaften, und eine von ihnen war, dass man, wenn man sich im Kamin befand, einen Überblick über das gesamte Parlament hatte, aber selbst nie gesehen wurde. Der Kamin war in früheren Zeiten gebaut worden, als es noch keine Wunscherkennungs- und Geschenkeverteilungsmaschinen gegeben hatte. Damals hatten sich die Engel, die für die Verteilung der Weihnachtsgeschenke zuständig gewesen waren, Stunde um Stunde in diesen Kamin gesetzt (von dem aus sie auch in die Herzen der Erdenkinder gucken konnten), um Geschenkelisten zu erstellen. Das „unsichtbar sein“ und „alles sehen können“ war ein zusätzlicher Schutz für sie gewesen- Weihnachtsgeschenke waren schließlich etwas sehr geheimes. Daran hatte sich bis heute nichts geändert, auch wenn die Erstellung der Geschenkelisten längst elektronisch geregelt war. Das klappte genauso gut, sparte aber eine Menge Zeit, die die Engel zum Beispiel dafür verwenden konnten, Menschen, die in der Adventszeit traurig waren, zu trösten.
Seine praktischen Eigenschaften hatte der Kamin jedoch behalten- und sie würden Finn jetzt zugute kommen. Eigentlich durfte er nicht in den Kamin fliegen, aber es war ja für einen guten Zweck- wer weiß, was der Täter gegen den Himmel im Schilde führte.
Hallo, Ina, zunaechst einmal danke fuer deinen Beginn der Geschichte.
Ich habe alles auf einen Rutsch und mit Interesse gelesen. Da hast du gleich mehrere gute Ideen zusammen gehabt. Sehr gefaellt mir die Idee, dass sich alles im Himmel abspielt. Das gibt dem Ganzen ein besonderes Interesse, und die damit verbundenen Schwierigkeiten hast du bestens bewaeltigt. Ausserdem gibt es dir die Moeglichkeit, Orte und Situationen voellig neu zu erfinden, damit diese gut zur Geschichte passen oder dir ganz einfach helfen, dass alles glaubwuerdig erscheint. Tolle Idee!
Gut ist auch der Teil, in dem Finn beginnt, den Fall anzugehen. Das ist dir gut gelungen.
Alles in allem ein wirklich toller Beginn.
Complimenti!
Hast du bereits weitergeschrieben?
Ciao
Georg
Ja, ich habe die Geschichte schon ein bisschen weiter geschrieben, allerdings stockt sie im Moment etwas. Ich habe zwar Ideen, weiß aber nicht, ob sie wirklich zu der Geschichte passen.
Ich stelle die Fortsetzung trotzdem schon mal rein. (Den ersten Teil habe ich auch schon etwas überarbeitet, aber nur Kleinigkeiten geändert).
Ich finde es übrigens total nett von Ihnen, dass Sie sich so viel Zeit für uns alle nehmen. Es ist (wie Sie sich bestimmt vorstellen können), ziemlich motivierend, mal ein ehrliches Feedback von einem echten Schriftsteller zu bekommen- Eltern und Freunde wollen einen meistens einfach nicht beleidigen…
Das wollte ich Ihnen nur einmal gesagt (oder geschrieben) haben, jetzt die Fortsetzung der Geschichte:
Finn wollte sofort ans Werk gehen. Er stellte das „Bedeutungslexikon seltener Himmelswörter“ zurück ins Regal, rief der heiligen Katharina beim Rausgehen ein „Tschüss“ zu und stürmte aus der Bibliothek. Außer Atem am heiligen Parlament angekommen, war durch das Laufen ein Teil seiner Begeisterung von ihm abgefallen. Erst jetzt wurde ihm bewusst, dass sein Plan einige Haken hatte. Das erste Problem, an das Finn bisher noch nicht gedacht hatte, war, dass er zwar in DEM KAMIN unsichtbar sein würde, aber natürlich nicht auf dem Weg dort hin. Das Beste würde es wohl sein, sich durch den Schornstein fallen zu lassen. Aber das heilige Parlament war recht hoch. Nicht so hoch wie ein Wolkenkratzer, aber mindestens halb so hoch. Und der Schornstein befand sich natürlich ganz oben.
Die Hauswand des heiligen Parlaments hochzuklettern war wohl eine ziemlich dumme Idee. Es würde ziemlich viel Zeit kosten, ziemlich viel Aufsehen erregen und ziemlich gefährlich sein. Nein, das konnte Finn vergessen.
Auch von einem anderen Hausdach aus eine Art Lasso um den Schornstein zu werfen und dann Tarzan zu spielen war weder sicher noch effizient. Finn musste sich etwas anderes überlegen.
Fliegen. Fliegen war eine Möglichkeit. Aber einen Flugschein bekamen Engel normalerweise erst in der zehnten Klasse, nach fünf Jahren Flugunterricht. Finn war gerade mal in der sechsten Klasse. Wenn er also gesehen werden würde, bekäme er nicht nur Ärger, weil er versucht hatte, durch einen Schornstein in DEN KAMIN zu gelangen, sondern auch, weil er verbotenerweise geflogen war.
Aber es war die einzige Möglichkeit. „Ein Detektiv muss eben Risiken eingehen“, sagte Finn sich. Er hatte jetzt auch keine Lust mehr, über seinen Plan nachzudenken, er wollte etwas tun. Wenn er noch lange grübeln würde, wäre es vielleicht schon zu spät für den Himmel.
So begann Finn also, mit seinen Flügeln zu zittern, wie er es im Flugunterricht gelernt hatte. Schneller, als er es vermutet hätte, hob er ab. Um genau zu sein: Er schoss richtig in die Höhe. Doch ihm fiel es noch schwer, die Kontrolle über die Richtung seines Fluges zu behalten. So wurde er zur Seite getrieben, ohne es zu merken, und stieß, bevor er reagieren konnte, mit voller Wucht gegen eine Straßenlaterne. „Aua“ – der Schrei war ein Reflex, den er nicht hatte verhindern können. „Mist“, dachte er im nächsten Moment. Was, wenn ihn jetzt jemand gehört hatte? Zum Glück war er von der Straßenlaterne abgeprallt und hatte wieder die Kontrolle über seine Flügel gewonnen. Aber jetzt schien es ihm noch schneller nach oben zu gehen. Als er sich auf der Höhe des Schornsteins befand schrie er „Halt!“, aber das half natürlich nicht. Er bracht es fertig, sich so nach vorne zu lehnen, dass er sich bald genau über dem Schornstein befand- doch er gewann immer mehr an Höhe. Dummerweise hatten sie in der Schule noch nicht das „in der Luft stehen bleiben“ durchgenommen. Was sollte Finn jetzt tun? Er hatte keine Wahl und vor allem keine Zeit mehr- in jeder Sekunde entfernte er sich mehr von dem Schornstein. So entschied er sich, einfach aufzuhören, seine Flügel zu bewegen- und zu hoffen, beim Fallen den Schornstein zu treffen. In dem Moment, als er es tat, begann er zu fallen. Aus Versehen machte er dazu noch einen halben Salto, sodass er nun mit dem Kopf nach unten fiel. Er sah den Schornstein auf sich zukommen, immer näher, immer näher- und dann ganz nah. Finn schrabbte mit seinen Flügeln an den Ziegelsteinen entlang- aber er traf den Schornstein. Als er nach ein paar weiteren Sekunden plötzlich hart aufprallte, tat ihm alles weh. „Ich habe es geschafft“, dachte er. „Ich befinde mich wirklich in DEM KAMIN. Und dann wurde alles schwarz und er dachte gar nichts mehr.
„Finn“, schrie jemand. „Finn, sagt doch etwas!“ Finn öffnete die Augen. „Kaja?“, entfuhr es ihm. „Was machst du denn hier?“ „Dasselbe wollte ich dich gerade fragen. Sag mal, bist du wahnsinnig? Einfach mal losfliegen, und gucken was passiert? Du warst ganze fünf Minuten ohnmächtig und du hättest sterben können!“
„Reg dich ab, Kaja. Wie bist du denn hier rein gekommen? Und warum ist es dir auf einmal so wichtig, ob ich tot bin oder nicht? Ich dachte immer, du hieltest alle für Deppen, die nicht wissen, wann Moses in die USA umgezogen ist. Und ich hätte auch nicht erwartet, dass du je etwas Verbotenes tun würdest.“
„Um das ein für alle mal klarzustellen: Moses ist nicht in die USA umgezogen, sondern nach Ägypten, zusammen mit den ganzen Israeliten- und zwar um die 1200 Menschenjahre, bevor Jesus als Kind geboren wurde. Merkst du dir das jetzt bitte?“
Finn war immer noch so verblüfft von dieser Situation, dass er nur stumm nicken konnte.
„Gut, dann kann ich dir jetzt deine anderen Fragen beantworten. Erstmal: Ich halte dich nicht für einen Deppen. Vielleicht mag ich dich sogar ein bisschen, zumindest mehr als die anderen aus unserer Klasse. Du bist eigentlich ziemlich schlau und du bist mutig. Ich glaube, wir könnten ein recht gutes Detektivteam sein.“
Finn, der immer noch auf dem Boden gelegen hatte, setzte sich nun vor Überraschung auf. Kaja eine Detektivin? Das war so, als wollte ihm jemand weismachen, die heilige Babara sei eine Punkrockerin. Nie im Leben!
„Ich weiß, das überrascht dich jetzt. Aber ich bin nicht die Streberin, für die ihr mich alle haltet. Seit meine Mutter diese unheilbare Flügelkrankheit hat, die es ihr unmöglich macht, ihren Job auszuüben, kann ich mir es nur nicht mehr leisten, auf die Meinungen anderer Leute über mich Rücksicht zu nehmen. Ich tue, was ich für richtig halte, egal was die anderen darüber denken. Das ist alles.“
„Deine Mutter ist krank? Aber im Himmel war noch nie jemand krank- schon gar nicht unheilbar!“
„Pass auf, Finn: Wir sind hier nicht beim Kaffeekränzchen, sondern beim Lösen eines Falles. In Wirklichkeit dürfen wir keine Zeit verlieren. Deshalb schlage ich dir vor, einen Deal zu machen: Ich erzähle dir jetzt so schnell wie es geht, warum ich hier bin, und du hilfst mir dafür anschließend bei meiner Arbeit. Einverstanden?“
„Bei ihrer Arbeit helfen“ – eingebildet war Kaja wohl trotz allem noch. Wer war denn hier wohl der richtige Detektiv, sie oder Finn? Trotzdem – Finn war einfach zu neugierig. Deshalb nickte er nur. „Einverstanden“.
„Okay. Wie gesagt, die ganze Geschichte ist etwas komplizierter, aber ich werde mich beeilen. Pass bitte gut auf, ich habe keine Lust darauf, Zeit zu verlieren, nur weil du nicht zuhören kannst.“
Kajas energische Schläge trafen Finn immer wieder völlig unvorbereitet. Wieder blieb ihm nichts anderes, als stumm zu nicken.
Ja, Ina, vielen Dank fuer deine netten Worte. Nun, oft macht es wirklich Spass, manchmal muss ich mir selber einen Ruck geben, meistens, wenn ich gerade viele andere Sachen vorhabe. Aber es ist, denke ich, wirklich eine nette Idee und ich hoffe, sie hilft manch einem wie dir!
Zur Geschichte. Ich finde es wirklich prima, wie du manchmal richtig tolle “Nebensaechlichkeiten” in der Geschichte einbaust, wie z.B. die wenigen Saetze ueber Moses in Aegypten, das ist schon wirklich eine gute Idee, die den Text lesbar und interessant gestaltet.
Ich wuerde an deiner Stelle hier und da eine neue Zeile einlegen, manchmal neigst du dazu, ganze Paragraphen sehr lange zu gestalten. Eine neue Zeile gibt dem Leser Zeit zum Verschnaufen…
Sonst ist der Text gut und wirklich interessant. Du schaffst es, eine fast glaubbare Welt zu erschaffen, in der man sich als Leser gut verlieren kann… und das ist sehr sehr wichtig, wenn man schreibt!
Ciao
Georg
„Früher war meine Mutter eine Wunscherkennerin. Kennst du diesen Beruf?“ Finn verneinte kleinlaut. „Dir muss man ja wirklich alles erklären“, seufzte Kaja. „Also gut: Obwohl die Wunscherkennung und Geschenkeverteilung heute ja weitgehend elektronisch geregelt sind, gibt es noch ein paar Engel, die sich persönlich darum kümmern.
Ihre Aufgaben sind andere als die der Wunscherkenner und Geschenkeverteiler von früher, als es noch keine Maschinen dafür gab. Sie müssen in Stichproben kontrollieren, ob die Maschinen alles richtig machen. Das System hat nämlich noch einige Schwachstellen, zum Beispiel will es manchmal Wünsche erfüllen, die gar nicht aus den Herzen der Kinder kommen. Wunscherkenner stellen auch Statistiken zur Wunschentwicklung auf. Geschenkeverteiler kontrollieren, ob die elektronischen Schlitten auch wirklich alles an die richtige Adresse bringen. All so was halt. Verstanden?“ Finn nickte.
„Eins haben die Wunscherkenner und Geschenkeverteiler von heute mit denen von früher jedoch gemeinsam: Sie müssen ein Gespür dafür haben, was sich die Kinder auf der Erde wirklich wünschen. Und was sie wirklich brauchen. Das herauszufinden ist oft ziemlich schwierig. Ich könnte dir da viel drüber erzählen, aber das tue ich lieber später mal. Wir müssen uns jetzt beeilen.“
Finn verstand überhaupt nicht, was der außergewöhnliche Beruf von Kajas Mutter mit seinem Fall zu tun haben sollte. Er begann sich schon zu fragen, ob er und Kaja vielleicht dabei waren, zwei verschiedene Fälle zu lösen, oder ob Kaja sogar versuchte, ihn abzulenken, weil sie etwas mit dem Fall zu tun hatte. Aber er wagte es nicht, diesen Gedanken auszusprechen.
Als hätte Kaja ihn trotzdem erraten, fuhr sie fort: „Du fragst dich jetzt bestimmt, was das damit zu tun hat, dass wir gerade hier sind“.
Ohne Finns Reaktion abzuwarten, erzählte sie weiter: „Meine Mutter war nicht irgendeine Wunscherkennerin. Sie war die beste Wunscherkennerin, die es je im Himmel gegeben hat. Von Geburt an hatte sie so etwas wie ein Instinkt dafür, was Erdenkinder wann brauchen, um glücklich zu sein“ – Finn wusste nicht, was ein Instinkt war, aber er traute sich nicht, nachzufragen.
Dazu hatte er auch gar keine Zeit. „Jetzt kommt das Problem“, sagte Kaja endlich.
„Vor gut zwei Jahren spürte meine Mutter zum ersten Mal ein Ziehen in ihrem linken Flügel. Natürlich hat sie es als Muskelkater von ihrer Engelyogastunde heruntergespielt, aber irgendwie wusste ich, dass es mehr war.
Immer, wenn sie dachte, dass ich sie nicht sehen würde, legte sie sich heimlich auf unser Sofa. Sie wollte nicht, dass ich mir Sorgen machte. Mein Vater gehört zu Gottes engsten Beratern und ist deshalb oft unterwegs, deshalb wollte meine Mutter, wenn er nicht da war, irgendwie beides für mich sein: Mutter und Vater. Wochenlang ging dass so. Für mich bemühte sie sich sehr, sich nichts anmerken zu lassen, aber sie wurde immer schwächer. Es war so schrecklich für mich. Ich fragte sie immer wieder, was los sei, aber sie gab mir nie eine gescheite Antwort.
Eines Tages dann kam ich aus der Schule und meine Mutter lag noch im Bett. Die Schmerzen mussten so schlimm geworden sein, dass sie nicht aufstehen konnte- jetzt konnte sie mir nichts mehr verheimlichen.
Sie erzählte mir endlich, was los war: Dass sie vor einem halben Jahr zum ersten mal ein Ziehen in ihrem linken gespürt hatte, das seitdem immer stärker geworden war. Es hat sich auf den rechten Flügel und auf den ganzen Rücken ausgebreitet. Sie gab zu, dass sie kaum noch laufen konnte. Tja, und seit einem Jahr liegt sie nun schon fast nur noch im Bett. Ich versuche, so gut es geht, für uns beide zu sorgen, wenn Papa nicht da ist“.
„Das verstehe ich nicht“, sagte Finn. „Das verstehe ich überhaupt nicht! Warum tut Gott nichts? Warum kann dein Vater nicht einfach einen anderen Beruf bekommen? Gott würde so etwas nie zulassen!“
„Das habe ich mich auch schon wer weiß wie oft gefragt. Immer, wenn Papa da ist, tut er so, als wäre es ganz normal, dass Mama diese Krankheit hat. Er kümmert sich nicht sonderlich um uns“.
„Aber er ist doch ein Engel!“
„Ich hätte auch nie gedacht, dass er einmal so grausam sein würde. Und ich glaube auch nicht, dass er es freiwillig ist. Jetzt kommen wir zu meiner Theorie.“
Ein kleines „endlich“ konnte Finn sich wirklich nicht verkneifen. Kaja tat ihm ja Leid, aber irgendwie wusste er immer noch nicht, ob er ihr glauben sollte, und vor allem nicht, was das mit dem Schild und dem Verhalten der Erwachsenen zu tun haben sollte. Kajas Theorie würde das hoffentlich erklären.
„ Weißt du, dass es auf der Erde etwas gibt, das man „Geld“ nennt? Es ist so etwas wie ein Tauschmittel.
Je mehr man davon hat, desto mehr kann man dafür bekommen. Alle möglichen Dinge.“
„Ja, davon habe ich schon gehört“, sagte Finn. „Eine tolle Erfindung!“
Kaja schüttelte den Kopf, so wie man den Kopf schüttelt, wenn man sich über etwas aufregt. „Du bist manchmal ganz schön kindisch“, sagte sie. „Geld ist eindeutig keine tolle Erfindung.“
Was bildete sich Kaja ein? Sie stellte das, was sie behauptete nie infrage. Langsam nervte Finn das etwas, aber er verkniff sich eine Bemerkung.
„Manche Menschen sind mit der Zeit gierig nach diesem Geld geworden. Sie wollen immer mehr davon haben. Ihr ganzes Leben verbringen sie damit, es immer wieder zu zählen und tun die unmöglichsten und manchmal auch grausamsten Dinge, um noch mehr davon zu bekommen.“
Schon wieder fing Kaja an, irgendetwas zu erklären. Wann kam den nun diese blöde Theorie?
„Wie gesagt, ich habe eine Theorie: Irgendjemand auf der Erde muss auf die Idee gekommen sein, dass man dieses Geld auch mit Weihnachten verdienen kann. Man muss den Leuten nur einreden, dass es besser ist, wenn sie sich selber um die Geschenke kümmern. Unser Geschenkesystem ist schließlich so durchdacht, dass kein Mensch je davon erfahren hat. Und viele Menschen wissen einfach lieber etwas, als dass sie etwas glauben. Während sie uns also noch nie gesehen haben, können sie sich Geschenke kaufen, sich eine Quittung ausdrucken lassen und sie bis Weihnachten in den Schrank sperren. Da gehen sie kein Risiko ein.“
„Glaubst du das wirklich?“, fragte Finn. „Glaubst du wirklich, dass Menschen so etwas tun würden?“
„Ich glaube, dass nicht nur, ich weiß es“ – das war mal wieder typisch Kaja. „ Vor zwei Wochen haben wir in der AG für Menschenkunde eine irdische Tageszeitung analysiert. Da gab es jede Menge Beweise: Weihnachtsmärkte in diesem Jahr leicht im Umsatz abgesunken. Der Trend geht zurück zu Schaukelpferdchen. CD – Roms lassen sich schlechter verkaufen als im Vorjahr. Bla, bla, bla.“
Finn hatte kein Wort verstanden- er hoffte, dass es nicht so wichtig gewesen war.
„Und stell dir vor: In einem Artikel fand ich zufällig auch, wer dahinter steckt: Der Mensch, der sich den ganzen Quatsch ausgedacht hat, nennt sich doch tatsächlich Weihnachtsmann! Was für ein komisches Wort- und darauf fallen alle Menschen rein. Der Weihnachtsmann verkleidet sich auch immer sehr hübsch: Er trägt immer einen richtig kitschigen, knallroten Anzug, der ihn aussehen lässt wie eine tanzende Fleischwurst – und dazu eine Bommelmütze im gleichen rot. Auf was für Ideen die Menschen kommen!“
„Warum regst du dich so auf, Kaja?“
„Das kann ich dir sagen: Weil der Weihnachtsmann der Mann ist, der uns den ganzen Schlamassel hier eingebrockt hat. Der Mann, der dafür gesorgt hat, dass meine Mutter krank geworden ist und dass niemand Notiz davon nimmt. Der Mann, der das merkwürdige Schild an der Tür des heiligen Parlaments aufgehängt und heute alle Erwachsenen im Himmel betäubt hat, damit er ungestört etwas erledigen kann. Zum Glück neigen manche Erwachsenen Menschen stark dazu, Kinder zu unterschätzen“
„Du glaubst, dass dieser Weihnachtsmann im Himmel ist? Jetzt?“, fragte Finn ungläubig.
„Ja, er könnte jeden Moment hier im heiligen Parlament auftauchen.“ Kaum hatte Kaja dass gesagt, sahen die beiden jemanden die Tür des heiligen Parlamentes öffnen. Wie schon gesagt, in DEM KAMIN konnte man das gesamte Parlament überblicken. Wie genau das funktioniert, ist ziemlich schwer zu erklären- doch auf jeden Fall ist es so.
Der Mann, der nun das heilige Parlament betrat, sah exakt so aus wie Kaja den Weihnachtsmann beschrieben hatte. „Was hat er vor?“, fragte Finn. „Na, was wohl? Ich dachte, du wärst ein Detektiv!“ Finn wollte sich nicht blamieren. Wenigstens jetzt wollte er ihr einmal zeigen, dass er es draufhatte. Er strengte sein Engelgehirn an, dachte und dachte nach- und kurze Zeit später wusste er es. War doch logisch!
„Der Weihnachtsmann will unser Geschenkesystem zerstören“, sagte er. „Er hat Angst, dass jemand auf der Erde dahinter kommt, dass er für die Weihnachtsgeschenke eigentlich nichts bezahlen muss – für die, die der Himmel schenkt. Dann könnte er kein Geld mehr damit verdienen.“
„Deswegen mag ich dich mehr als die anderen aus unserer Klasse“
Ein kleines Mädchen sitzt in seinem Gitterbett. Im Nebenraum hört es seine Eltern schreien.
Sie streiten sich. Wie so oft klettert die Kleine über die Gitter hinweg. Sie läuft durch den Flur, reißt die Tür auf und knallt sie hinter sich wieder zu.
Das Kind springt über Steine und läuft bis zum Hafen. Erleichtert lässt es sich ohne lange nachzudenken in das schmutzige, trübe Wasser fallen. Es wünscht sich, nie wieder aufzutauchen. Aber das Mädchen weiß, dass das nicht gehen kann. Es macht ein paar Züge mit den Armen, taucht unter und wieder auf.
—————-
(Es ist der Prolog von einer Geschichte, die ich schon weiter geschrieben habe.)
Ich beschleunigte mein Tempo, als könnte ich über den Sandteppich vor der momentanen Situation davonlaufen. Allerdings, stellte ich noch dabei fest, funktionierte das nicht. Schlecht gelaunt wurde ich wieder langsamer, als ich plötzlich eine Stimme hörte. „Toller Lauf!“ Ich kam zum Stehen. Jake stand grinsend im Sand.
„Was?“ Ich bereute, dass meine Stimme unfreundlich klang. Ich strich mir eine Strähne aus dem Gesicht. Dann fragte ich noch mal: „Was?“
„Dein Lauf“, sagte er, als wüsste er nicht, was ich meinte. „Ziemlich gut.“
„Was? Äh, ich … Nein, nein! Das war nur … weißt du, Laufen befreit … irgendwie.“ Oh-mein-Gott-wie-peinlich! Was redete ich da für einen Stuss?
„Ja, das kenn ich.“
„Ach ja?“ Das konnte ich mir nicht vorstellen. Er war doch … Er war Jake, was sollte er denn schon für Probleme haben, vor denen er davonlaufen wollte? Das hatte keinen richtigen Sinn. Allerdings war auch er nur ein Mensch, wie ich mir wieder ins Gedächtnis rief.
„Ich hab dir doch erzählt, dass ich schwimme. Es ist ungefähr so ein Gefühl.“ Er machte eine Pause. „Das denke ich jedenfalls.“ Ich lachte immer noch etwas überrumpelt.
„Oh, und, äh, was machst du so?“, fragte ich ihn dann, damit das Ganze nicht noch peinlicher wurde und ich wenigstens einen intelligenten Satz hervorbrachte.
„Ich komm gerade vom Training. Mal wieder“
„Trainierst du jeden Tag?“, fragte ich verwundert. Er nickte.
„Ja, weißt du“ Er sah dabei auf den Boden. „Diese Meisterschaft ist ‘ne ziemlich wichtige Sache. Ich weiß, gewinnen ist nicht alles, aber …“ Er hob den Kopf und sah direkt in meine Augen. Man, waren seine schön …
„Es wäre einfach super. Wenigstens dabei zu sein!“ Seine Augen leuchteten. Anscheinend war es wirklich ziemlich wichtig für ihn. Ich konnte das nicht so ganz verstehen. Okay, wenn er sagte, gewinnen sei nicht alles – wieso klang er dann genau so? Ja, gut, Meisterschaft – aber das war nur ein Wort. Vielleicht – nein, wahrscheinlich konnte ich da nicht so wirklich mitreden.
„Ja, das …“ Ich stockte. „kann ich mir zwar nicht vorstellen, aber …“
Er lachte.
„Aber dein Sprint war echt super! Du musst einfach ins Laufteam, Elizabeth! Das wäre unglaublich, die Schule würde …“
„Nein!“ Er sah mich verwundert an, als hätte ich ihm gerade auf chinesisch gesagt, dass im eine Tomatenpflanze aus dem Kopf wächst.
„Nein?“
„Nein!“ Wir starrten uns verständnislos an.
„Aber … nein?“
„Jake!“, ermahnte ich ihn.
„Okay, aber … Wieso nicht? Ich mein – du warst superschnell!“
„Das hab ich dir schon mal erklärt! Ich hab einfach … keine Zeit und so.“
„Und so? Was gibt‘s denn so Wichtiges?“
„Nichts. Ich muss mich einfach neu ordnen, und das Laufteam … geht einfach nicht!“, versuchte ich ihm mal wieder weiß zu machen.
„Schade. Echt! Du hättest richtig groß raus kommen können!“ Woher wusste er das? Waren die anderen denn wirklich so grottenschlecht? Die Konkurrenz würde sicher groß sein …
„Weißt du, wir haben viele gute Läufer an der Schule!“
„Na bitte!“
„Aber uns fehlt so jemand wie du. Eine Nummer eins!“
„Hör zu Jake: Ich werde da nicht mitmachen!“ Ich sah ihn an.
Ich habe ein bisschen weiter geschrieben (endlich):
Anna klappte das Buch zu. Sie konnte jetzt nicht weiterlesen, zu schmerzhaft war es, alle diese Dinge zu erfahren. Mit einem spöttischen Lächeln legte Anna das Tagebuch an die Stelle in Julias Bett, an der es zuvor gelegen hatte. Eigentlich war es egal, an welchem Fleck das Buch sich befand, Frau Larsson wusste sowieso nicht, wo es vorher gewesen war und Julia würde nie mehr hereinkommen und bemerken, wenn ihr geheimes Buch woanders lag. Verzweifelt schüttelte Anna den Kopf. Sie hatte noch immer das leise Gefühl, Julia zu hintergehen, wenn sie in ihren Sachen schnüffelte. Da half es nichts, wenn sie sich einredete, sie täte es nur, um den Schmerz zu verarbeiten. Nein, der Schmerz wurde sogar größer, Anna riss die Wunde immer wieder auf. Sie drehte sich zur Seite und bemerkte mit einem erschrockenen Blick auf den Wecker, dass sie schon längst hätte aufstehen müssen. Hastig sprang sie aus dem Bett, schnappte sich ihren roten Morgenmantel und lief ins Bad, um sich fertig zu machen. Doch obwohl sie versuchte, sich zu beeilen, klappte es nicht. Immer wieder schweiften ihre Gedanken ab zu Julia. Reiß dich zusammen, Anna, stark sein, stark sein, lass dir in der Schule nichts anmerken, bloß nicht die Selbstbeherrschung verlieren, stark sein, stark. Anna hielt es nicht mehr aus. Aber vor allen Leuten zu weinen, in Tränen auszubrechen und ihre Verzweiflung zu zeigen, das brachte sie auch nicht fertig, obwohl es wohl das Beste gewesen wäre. Anna rannte nach unten in die Küche und bemerkte, dass ihre Mutter noch nicht einmal aufgestanden war. Noch vor zwei Tagen hätte sie ihre Mutter geweckt und gefragt, was los war, aber heute kam es Anna überhaupt nicht komisch vor, dass ihre Eltern noch im Bett lagen. Sie wäre auch am liebsten liegen geblieben, aber, die Schule, die Schule. Das Leben geht weiter. Auf dem Tisch stand kein Frühstück, kein Tee, nichts. Natürlich nicht. Die Küche sah noch genau so aus, wie gestern nach dem Abendessen. Die Schale mit den Gewürzgurken stand unangerührt auf dem Tisch, eine halbe Wurst lag daneben. Anna stellte alles zurück in den Kühlschrank und räumte die Küche auf. Tod verdrängen, stark sein. Obwohl sie zu spät aufgestanden war, war Anna eine halbe Stunde vor der normalen Zeit fertig und machte sich auf den Weg zur Schule. Andere Kinder wären heute einfach zu Hause geblieben, aber ich bin stark! Mit kaltem, leerem Blick ging Anna wie automatisch ihren Weg zur Schule, ihre Augen schweiften über die Straßen und Häuser. Hier war es, wo wir… Hier war es, wo du… Überall Erinnerungen, überall.
Vor der Schule traf Anna ihre Mitschülerin Jenny, sie war die einzige, die so früh schon da war. Ihre Mutter brachte sie immer auf dem Weg zur Arbeit her. Anna winkte kurz. Nichts anmerken lassen, Selbstbeherrschung behalten. Doch selbstverständlich merkte Jenny, dass nicht alles in Ordnung war, Anna war sonst nie so früh dran, eher zu spät, und Julia fehlte auch. Wenn du wüsstest, Jenny. Aber ich bin stark, ich lasse mir nichts anmerken, bis du mich fragst. Ich weiß nicht, ob ich es dann noch schaffe, aber ich werde es versuchen. Bis du mich fragst… Jenny kam auf Anna zu und fragte. Anna holte tief Luft. Einmal. Und noch einmal. Sie wollte etwas sagen, aber sie brachte nichts heraus, ihre Stimme krächzte unkontrollierte Töne. Besorgt sah Jenny sie an. Da öffnete sich Annas Mund. „Julia ist nicht hier.“ Nicht die Beherrschung verlieren, Anna, verdammt, stark sein, Anna! Was ist los mit dir? „Das sehe ich. Und wo ist sie? Ist sie krank?“, fragte Jenny weiter. Ja, krank. Krank, wenn es nur das wäre! Jenny, gleich wirst du es erfahren! „Ja, krank.“ Verdammt, das hatte Anna gar nicht sagen wollen! Was war bloß mit ihr los? Stark sein, Anna, es sollen ruhig alle erfahren, aber du bleibst stark. Anna packte Jenny an der Schulter. „Sie war sicher sehr schwer verletzt, aber da oben, da… er hat sie ganz bestimmt schnell geheilt, das kann er ja, er kann alle Menschen heilen, wenn sie bei ihm sind.“, stammelte sie. Warum konnte sie es Jenny nicht einfach sagen? Drei Wörter, drei Wörter: Sie ist tot. Was war so schwer? Anna wusste es nicht. Jenny blickte verwirrt. „Wieso schwere Verletzungen? Wer hat sie geheilt? Anna, was ist passiert?“ Anna blickte an Jenny vorbei, hinter sie in die Rosenbüsche. Rote Rosen, rot wie Blut. Jenny, Jenny. Bei dir ist noch alles in Ordnung, ich will es dir nicht zerstören. Jenny hatte Julia immer sehr gern gemocht, auch wenn Anna sie bisher nie leiden konnte. Doch Jenny war okay, stellte sie gerade fest. „Julia. Hatte einen Autounfall. Ich bin sicher, sie hat es jetzt gut.“ Jenny starrte Anna an, sie verstand gar nichts mehr, aber dann weiteten sich ihre Augen, sie füllten sich mit Tränen. „Anna!“, flüsterte sie und ihre Stimme brach, „Anna, du willst doch nicht etwa sagen, dass…“ Ein Teil Annas Selbstbeherrschung brach zusammen. „Doch. Doch, Jenny, doch. Sie ist tot.“ Anna kauerte sich auf den Boden, sie schluchzte, nun war es Jenny, die stark war, sie führte Anna die Treppen hinauf auf die Toilette, wischte ihr die Tränen ab und sagte: „Anna, du musst heute nicht in die Schule gehen.“ Anna nickte. Aber sie blieb da. „Wieso weinst du nicht?“, fragte sie. Jenny gab ihr eine seltsame Antwort: „Sie war deine Schwester. Du bist jetzt dran. Ich habe später noch genug Zeit, zu weinen.“
Sehr gut, Madeleine,
es freut mich, dass du das “Feuer” des Schriftstellers in deinen Adern spuerst. Das ist schon als Kind moeglich (ich wollte es auch als kleiner Junge und hatte keinerlei Interesse, Lokfuehrer oder Cowboy oder Arzt zu werden… nur Schrifsteller) und ich glaube heute, es gehoert zu Menschen, die gerne nachdenken und die sich die Welt aus weit geoeffneten Augen ansehen – auch, wenn es manchmal wehtut…
Natuerlich werde ich dir Tipps geben, dazu ist im Grund diese Schreibwerkstatt da! Leider bin ich in den naechsten Tagen zu beschaeftigt, um zu Hause am PC zu arbeiten, aber ab dem Wochenende sollte ich wieder etwas Zeit haben.
Einen ersten Tipp, der mir sehr am Herzen kliegt, kann ich dir bereits geben: Bitte bitte kontrolliere immer sehr konzentriert, was du gerade geschrieben hast; nimm dir die Zeit, Fehler zu korrigieren, das Geschriebene umzustellen, zu verbessern, bringe Fluss in die Geschichte, schreibe Passagen neu, bis sie dir gefallen, kontrolliere alles zwei oder drei Mal, bevor du es postest. Dann passieren dir weniger Formfehler, und das ist der erste Schritt (vielleicht nicht der wichtigeste, aber es muss einfach sein). Inhalt ohne gute Form verliert seine Aussagekraft. Inhalt mit guter Form ist die Perfektion beim Schreiben.
Ok?
Lieben Gruss
ciao
Georg
Heute wollte das Eichhörnchen ein lustiges Spiel mit seinem lustigen Freund, dem Kaninchen spielen und da es ihn erst im Wald finden musste, hüpfte es los, um ihn zu suchen.
Es rief dabei: “He, Kaninchen, wo bist du?…Kaninchen, ich möchte mit dir ein lustiges Spiel spielen…wo steckst du?”
Und als das Eichhörnchen eine Weile inne hielt, um zu hören, ob sich etwas bewegte, da ertönte auf einmal ein leises Rufen:
“He, Eichhörnchen, hier bin ich! Hier drüben.”
Und das Eichhörnchen lief schnell in die Richtung, aus der das Rufen kam. Doch es fand das Kaninchen nicht und so rief es noch einmal:
“Kaninchen, wo bist du? Ich finde dich nicht.”
Und als das Eichhörnchen ganz still war, da hörte es wieder ein Rufen, aber aus einer völlig anderen Richtung. Es ging nun in die Richtung, aus der das Rufen diesmal kam und suchte weiter nach dem Kaninchen, doch es fand es wieder nicht.
Da rief das Eichhörnchen:
“Wo bist du nun endlich? Ich kann dich wieder nicht finden.”
“Na hier bin ich,”
sagte das Kaninchen und stand direkt hinter ihm. Es drehte sich um und hatte das Kaninchen endlich gefunden.
“Na was möchtest du denn spielen?”,
fragte das Kaninchen.
” Ein lustiges Spiel, hast du eine Idee?”
“Lass mich überlegen,” sagte das Kaninchen,” Ja da hätte ich eine Idee: Wir bauen ein Floß und rasen den Bach herunter!”
“Au ja, das klingt lustig,“ freute sich das Eichhörnchen, „bauen wir ein Floß. Nur wie sollen wir das anstellen?“
„Da fragen wie die Flussratte,“ antwortete das Kaninchen.
„Wieso denn die Flussratte?“ wollte das Eichhörnchen wissen.
„Na, die baut so etwas ständig. Für die Tiere, die nicht schwimmen können, aber den Fluss überqueren müssen,“ erklärte das Kaninchen dem Eichhörnchen.
Das Eichhörnchen verstand und sagte: „ Also gut, dann lass uns gehen.“
Und so gingen sie los und suchten die Flussratte.
Und was glaubt ihr, wo man eine Flussratte findet? Richtig am Fluss.
Der Weg zum Fluss war nicht schwer. Man musste nur den Waldpfad bis zum Ende folgen und dann über ein Stück Wiese laufen und schon hatte man ihn erreicht.
Am Fluss angekommen, sahen das Eichhörnchen und das Kaninchen sogleich schon die Flussratte, doch sie schien schwer beschäftigt.
Als das Eichhörnchen und das Kaninchen näher kamen, sahen sie, dass die Flussratte gerade Hölzer sammelte.
>>Wahrscheinlich,<>um ein neues Floß zu bauen<<
Aber das wusste es ja noch nicht, also fragten es die Flussratte:
„Hallo Flussratte, baust du gerade wieder ein Floß?“
„Das hast du richtig gesehen,“ antwortete sie und fragte: „Und ihr benötigt bestimmt eins, habe ich recht?“
„Ja,“ antwortete das Kaninchen.
„wir wollen ein Floß bauen, um den Fluss herunter zurasen und benötigen deine Hilfe.“
„Da helfe ich gerne”, entgegnete die Flussratte. “Also fangen wir an.“
Und so begannen sie mit Hilfe der Flussratte ein Floß zu bauen. Sie sammelten Hölzer, banden diese mit einer Schnur zusammen und bauten einen Mast, an den sie, als Fahne, ein riesiges Blatt befestigten.
Als sie fertig waren, setzten sie das Floß vorsichtig auf den Fluss und erfreulicherweise schwamm es über Wasser.
Das Kaninchen und das Eichhörnchen bedankten sich bei der Flussratte, stiegen auf das Floß und setzten es mit einem Paddel in Bewegung.
Die Flussratte rief zum Abschied: „Viel Spaß und gute Fahrt.“
Und schon ging es flussabwärts.
Das Floß wurde sogleich von der Strömung ergriffen und es raste den Fluss herunter.
“Huiii!” rief das Kaninchen und sein Fell flatterte im Fahrtwind.
Das Eichhörnchen lenkte sehr aufmerksam, aber lachte trotzdem und rief mit dem Kaninchen um die Wette gegen den Wind.
Und so sausten sie eine Weile den Fluss herunter.
Sie kamen an der Höhle des Dachses vorbei, und winkten ihm während er gerade sein Vorgärtchen pflegte.
Dann sahen sie eine Weile nur Bäume und Sträucher und
nach einiger Zeit mündete der Fluss in einen See, in dem das Wasser klar und die Strömung nicht mehr stark war.
Und da entdeckte am Seeufer das Kaninchen auf einmal noch ein anderes Floß.
Es teilte dies dem Eichhörnchen mit und beide wurden auf einmal neugierig, wem das Floß wohl gehören konnte. Dann lenkte das Eichhörnen in diese Richtung und als sie näher kamen sahen sie auf einmal einen Fuchs und einen Waschbär am Seeufer picknicken.
“He,” rief das Kaninchen, “seit ihr auch mit dem Floß unterwegs?”
“Ja,” rief der Waschbär. “Wir machen heute einen Ausflug!”
Nun hatten das Kaninchen und das Eichhörnchen die beiden anderen erreicht.
“Na das ist ja prima ,wir nämlich auch”, sagte das Eichhörnchen. “Hättet ihr Lust auf ein Wettrennen?”
Da sprangen der Fuchs und der Waschbär auf und riefen gleichzeitig: „Ja, auf ein Wettrennen haben wir Lust.”;
Sie kletterten auf ihr Floß nahmen ihre Paddel in die Hand und riefen: „Es kann losgehen.”
“Und wo ist das Ziel?,” fragte das Eichhörnchen.
“Das Seeufer gegenüber,” antwortete der Fuchs und rief: „Auf die Plätze?” Und alle machten sich Startklar. Das Eichhörnchen und das Kaninchen hielten ihre Paddel fest umklammert und ebenfalls der Fuchs und der Waschbär. “Fertig?” rief der Fuchs weiter. Alle hielten ihre Paddel ins Wasser. “Und looos!” rief der Fuchs endlich.
Und so begann das Wettrennen. Alle paddelten wie verrückt, immer mit den Augen auf das Ziel gerichtet. Mal war das eine Floß schneller, mal das andere.
Schon bald schwitzte das Eichhörnchen "mächtig" und als es einen Blick auf das Kaninchen neben ihm warf, sah es, dass auch dieses mächtig schwitzte. Beide strengten sich so sehr an, dass sie nun einen kleinen Vorsprung gewinnen konnten. Sie paddelten immer schneller, um diesen zu vergrößern. Doch als der Fuchs und der Waschbär sahen, dass sie etwas zurück lagen, da begannen sie auch schneller zu paddeln, um das Eichhörnchen und das Kaninchen wieder einzuholen. Und so langsam, aber sicher verringerte sich der Abstand. Jedoch kam das Seeufer immer näher und das Eichhörnchen und das Kaninchen hatten nicht mehr viel Zeit ihren Vorsprung zu halten.
Sie gaben sich alle Mühe, doch der Fuchs und der Waschbär holten sie ein und da war auch schon das Seeufer.
So erreichten sie alle das andere Ufer gleichzeitig.
Doch weil sie so schnell waren und nicht mehr vor dem Seeufer gebremst hatten, schlugen die Floße gegen das Seeufer und alle purzelten auf die Wiese. Da lachten sich alle kaputt und kringelten sich auf dem Boden und am Ende klatschen alle in ihre Pfoten, da sie das Ziel erreicht hatten und das Wettrennen so Spaß gemacht hatte.
“Das Wettrennen war eine tolle Idee,” sagte der Waschbär und alle anderen fanden dies auch.
Das Eichhörnchen freute sich, da es heute noch ein lustiges Spiel gespielt hatte. Und so verabschiedeten sich das Eichhörnchen und das Kaninchen von dem Fuchs und dem Waschbär und gingen müde, und geschafft in Richtung nach Hause.
Irgendwann trennten sich die Wege des Eichhörnchens und des Kaninchens, da jeder von ihnen ein anderes zu Hause hatte. Also sagte das Kaninchen zum Abschied: "Tschüss und bis bald." Und Das Eichhörnchen erwiderte :"Bis bald mal wieder."
Und so ging zu seinem zu Hause. Das Eichhörnchen zu seinem liebsten Baum und das Kaninchen in seine Grube. Dort angekommen legten sich beide sogleich schlafen, da dies so ein anstrengender, aber schöner Tag gewesen war.
Liebe Elena,
danke fuer die nette Geschichte. Aus diesem Eichhoernchen wird ja langsam ein ganzes Buch!
Also, ehrlich gesagt kann ich kaum etwas kritisieren. Hoechstens, dass du nach einer direkten Rede den “erklaerenden Satz” (der eben erklaert, wie jemanmd etwas sagt) auf dieselbe Zeile setzen musst, und keine neue Zeile brauchst.
Beispiel: “Hey!” rief das Eichhoernchen.
Aber das sind Kleinigkeiten. Ansonsten gefallen mir die Geschichten sehr, sie haben Hand und Fuss, Einleitung, Erzaehlung und ein Ende und lassen sich wirklich gut lesen. Und das ist toll!
Ciao
Georg
Meine Eltern sind gestorben als ich noch sehr klein war und seitdem hatte ich einen seltsamen Traum dass meine Mutter eine weiße Königin war und ich sollte die Nachfolgerin werden.
Manchmal wünsche ich mir in meinen Traum zu gehen aber das kann man ja gar nicht aber ich finde es schade. Ich lebe jetzt bei einer Frau, die mich aufgenommen hat, aber ich hasse sie wie die Pest und am liebsten würde ich weglaufen.
Nun, Madeleine, ist das die Idee zu einer Geschichte, die du erfindest… oder “Deine” personeliche Geschichte? Bevor ich dir antworte, moechte ich sicher sein, alles verstanden zu haben! O.O
Ciao
Georg
Vor mehreren Jahrhunderten lebten Dämonen in der Dämonen Welt und die Engel in der Engelsweld glücklich. Und eines Tages entdeckte ein Dämonen-Junge das Bindungsloch zwischen der Dämonen-und derEngelsWelt. Dann wagte sich der Dämonen-Junge in das Reich der Engel und dann schwebte er durch den Engels-Wald. Der Junge fühlte keinen Hass mehr das er schön fand und dann sah er auf einen hohen Baum ein Engels-Mädchen in die sich der Dämonen-Junge sofort verliebte. Dann als sich der der Dämonen-Junge dem Engels-Mädchen nähren wollte kam ein Engels-Junge und nahm dem Sie weg.
Der Dämonen-Junge wurde zurück in das Dämonen-Reich verbannt und dort wurde er böse und wurde der König der Dämonen. Seidem führten Die Engels-Welt und die Dämonen-Welt führten seid dem viele Schlachten und ein Engels-Mädchen gibt fast ihre ganze Kraft für die Engels-Welt. Dieses Mädchen hat eine Tochter und die Tochter heißt Nina. Der Vater von Nina ist ein Dämon und als Die Eltern angst hatten gaben sie ihre ganzen Kräfte Nina und lassten sie auf die Erde.
Atene wusste davon bescheid und gab Nina die Kraft des Vierten Liebesengels und gab ihr auch von ihrere Kraft . Seidem lebte sie ganz alleine und dann fand sie Freunde die anderen beiden Liebesengel Lilly und Daisy . Als ich am nächsten Morgen aufwachte rüttelte mich Lilly wach und dann sagte Sie :,, Nina aufwachen Heute wird endschieden wer über was schreibt und wenn ja wollen wir über die Fussballmannschaft.
Ich klatschte mir gegen den Kopf und dann zog ich mich schnell an und dann holten wir schnell Daisy und rannten schnell zur Schule und dann waren wir pünktlich in der Schule und unsere Leherin verkündete das Ich , Lilly und Daisy eine Gruppe sind und wir dürfen das Fußballmannschaft Thema machen.
Lilly und Daisy waren total aus den Häuschen und Ich wusste nicht ob das richtig war aber ich hatte niemanden mit dem Ich darüber reden konnte. Dann nach der Schule bin ich alleine zu der berühmten Blumenwiese gegangen weil ich einfach nur was geschrieben habe und dann sah ich Yazura und er hat sich neben mir gesetzt. Ich wunderte mich und dann fingen wir uns an zu Unterhalten und es war sehr schön mit jemanden zu reden und weil wir den gleichen Nachhause weg haben sind wir zusammen gegangen.
Dann als ich bei mir war waren schon Lilly und Daisy zuhause und haben mich natürlich alles über Unser Gespräch erfahren und plötzlich kam so ein Druck in meinen Kopf das ich zusammen Brach und Dann sagte:,, Irgendwo hier muss einDämon sein ein starker ich glaube in den Wald.“
Dann rannten Ich , Lilly und Daisy in den Wald und sahen auch gleich einen Dämon und dann verwandelten wir uns. Dann griff sie mit Blitzen an und wir wurden getroffen und dann als sie das Nochmal abfeuern wollte wurden sie zurückgeschlagen von Kiro.
Wir alle sagte gleichzeitig:,, Der Engel Kiro.“
Dann lädchelte er mich an und ich zurück und dann konnte ich von Dämon kurz ihren Gedanken sehen weil alle um Kiro waren wollte sie die angreifen und dann bin ich schnell hingerannt und als der Blitz einschlagen soll konnte ich ihn nehmen und umlenken auf sie und dann nahm ich meine ganze Liebesenergie und sende einen Liebesblitz der sie traf und Lieb machte und dann viel ich um und mir wurde Schwarz .
Ich hatte kaum Energie mehr und dann spürte ich wieder Energie in mir und dann als ich aufwachte lag ich in meinem Bett und Kiro saß neben mir und dann fragte er:,, Hey du bist endlich aufgewacht hab eine Frage an dich woher wusstes du was der Dämon tun würde und wie konntest du die Blitze ableiten und einen Liebesblitz senden das ist nur ein Mal in zwei Jahrhunderten passiert also wie hast du das gemacht ?“ Dann sagte ich :,, Naja ich habe ihren Gedankengang gesehen und wusste weil Lilly und Daisy in dich verknallt sind und der Dämon hat es kapiert und wenn du verletzt wärst wären Lilly und Daisy kleine Gefahr mehr deswegen und der Liebesblitz ist weil ich den eben kann.“
Dann wunderte Kiro sich aber dann musste er gehen ehe Lilly und Daisy reinkommen und dann ging er. Ich bin dan
Ich beschleunigte mein Tempo, als könnte ich über den Sandteppich vor der momentanen leichten Situation davonlaufen. Allerdings, stellte ich noch dabei fest, funktionierte das nicht. Schlecht gelaunt wurde ich wieder langsamer, als ich plötzlich eine Stimme hörte. „Toller Lauf!“ Ich kam zum Stehen. Jake stand grinsend im Sand.
„Was?“ Ich bereute, dass meine Stimme unfreundlich klang. Ich strich mir eine Strähne aus dem Gesicht. Dann fragte ich noch mal: „Was?“
„Dein Lauf“, sagte er, als wüsste er nicht, was ich meinte. „Ziemlich gut.“
„Was? Äh, ich … Nein, nein! Das war nur … weißt du, Laufen befreit … irgendwie.“ Oh-mein-Gott-wie-peinlich! Was redete ich da für einen Stuss?
„Ja, das kenn ich.“
„Ach ja?“ Das konnte ich mir nicht vorstellen. Er war doch … Er war Jake, was sollte er denn schon für Probleme haben, vor denen er davonlaufen wollte? Das hatte keinen richtigen Sinn. Allerdings war auch er nur ein Mensch, wie ich mir wieder ins Gedächtnis rief.
„Ich hab dir doch erzählt, dass ich schwimme. Es ist ungefähr so ein Gefühl.“ Er machte eine Pause. „Das denke ich jedenfalls.“ Ich lachte immer noch etwas überrumpelt.
„Oh, und, äh, was machst du so?“, fragte ich ihn dann, damit das Ganze nicht noch peinlicher wurde und ich wenigstens einen intelligenten Satz hervorbrachte.
„Ich komm gerade vom Training. Mal wieder“
„Trainierst du jeden Tag?“, fragte ich verwundert. Er nickte.
„Ja, weißt du“ Er sah dabei auf den Boden. „Diese Meisterschaft ist ‘ne ziemlich wichtige Sache. Ich weiß, gewinnen ist nicht alles, aber …“ Er hob den Kopf und sah direkt in meine Augen. Man, waren seine schön …
„Es wäre einfach super. Wenigstens dabei zu sein!“ Seine Augen leuchteten. Anscheinend war es wirklich ziemlich wichtig für ihn. Ich konnte das nicht so ganz verstehen. Okay, wenn er sagte, gewinnen sei nicht alles – wieso klang er dann genau so? Ja, gut, Meisterschaft – aber das war nur ein Wort. Vielleicht – nein, wahrscheinlich konnte ich da nicht so wirklich mitreden.
„Ja, das …“ Ich stockte. „kann ich mir zwar nicht vorstellen, aber …“
Er lachte.
„Aber dein Sprint war echt super! Du musst einfach ins Laufteam, Elizabeth! Das wäre unglaublich, die Schule würde …“
„Nein!“ Er sah mich verwundert an, als hätte ich ihm gerade auf chinesisch gesagt, dass im eine Tomatenpflanze aus dem Kopf wächst.
„Nein?“
„Nein!“ Wir starrten uns verständnislos an.
„Aber … nein?“
„Jake!“, ermahnte ich ihn.
„Okay, aber … Wieso nicht? Ich mein – du warst superschnell!“
„Das hab ich dir schon mal erklärt! Ich hab einfach … keine Zeit und so.“
„Und so? Was gibt‘s denn so Wichtiges?“
„Nichts. Ich muss mich einfach neu ordnen, und das Laufteam … geht einfach nicht!“, versuchte ich ihm mal wieder weiß zu machen.
„Schade. Echt! Du hättest richtig groß raus kommen können!“ Woher wusste er das? Waren die anderen denn wirklich so grottenschlecht? Die Konkurrenz würde sicher groß sein …
„Weißt du, wir haben viele gute Läufer an der Schule!“
„Na bitte!“
„Aber uns fehlt so jemand wie du. Eine Nummer eins!“
„Hör zu Jake: Ich werde da nicht mitmachen!“
Jeder kennt ja die Teufel und Engel und jeder hat das früher echt geglaubt. Aber jetzt glauben nicht viele mehr dran aber ich bin eine die daran glaubt und ich glaube daran weil ich keine ahnung habe .Ich lebe in einer psychiatrischen Krankenhaus und damit umzugehen und ich sammle richtig viele Sachen von dem berühmten Hellboy.
Heute war ich in der Stadt um einfach nur draußen zu sein und nachzudenken als ich plötzlich viele Geschreie war nehme und dann sah ich ein Art Schakal der auf dem Marktplatz war und mich plötzlich ansah und auf mich zuging. Ich ging ein paar schritte zurück und wusste nicht was ich machen sollte. Dann sah ich eine Waffe auf dem Boden und schoss alle Patronen weg aber den Schakal schadete das nicht und ich wusste nicht was ich tun sollte und dann schoss ich einen Feuerball auf den Schakal aber der wurde nur ein bisschen verletzt.
Dann rannte er auf mich los und stand vor mir und als ich meine Augen schloss fiel ich auf den Boden und dann als ich meine Augen wieder aufschlug stand ein Art Roter Affe vor mir und hielt ihn von mir weg und ich erkannte wer das war das war Hellboy. Dann lief der Schakal weg und mir wurde Schwarz vor Augen. Als ich meine Augen wieder öffnete war ich auf einen Dach und Hellboy saß neben mir und schaute in die Luft.
Dann sagte ich:,, Danke das du mich gerettet hast Hellboy aber wieso hast du mich gerettet ich hasse mein Leben?“
Dann schaute Hellboy zu mir und sagte:,, Jeder hasst oft sein Leben aber man braucht es nicht zu verschwänden und ich rette jeden gerne das Leben .“ Dann sah er meinen Arm und auf dem war ein Tatoo von Flammen und das seltsame war ich habe es noch nie an meinen Arm gesehen,
Dann sagte er :,, Woher hast du dieses Tatoo ?“
Ich fragte mich eigendlich das gleiche aber hatte keine Antwort und zuckte mit den Schultern und dann fing es plötzlich an zu leuchten . Ich wusste nicht was das war aber es war so voller Schmerz das mich zu Boden zwingte und dann sagte Hellboy:,, Ich bringe dich zu meinen Vater er wird wissen was das ist.“
Ich konnte nicht sprechen denn es tat so weh und dann nahm mich Hellboy auf seinen Rücken und mir wurde wieder schwarz vor Augen .
Ich spürte gar nichts mehr und ich spürte nur noch Zuckungen und mein ganzer Körper brannte besonders dass Tatoo.
Als ich meine Augen wieder aufschlug lag ich auf einem Bett und auf einen Stuhl saß ein älterer Heer und sah sich einen Scann von mir an. Und rechts von mir war ein Blaufarbiger Art Fisch nur das er ein Art Mensch war. Hellboy war neben den Heer und schaute sich den Scann auch an und dann als er sah das ich wach war sagte er es den älteren Herrn und dann sagte der Mann:,, Hallo nenn mich Adolf du hattest glück das Helloboy dich hierher gebracht hat.“
Dann schaute ich zu Hellboy und der mich anlächelte und dann sagte ich:,, Adolf wieso habe ich dieses Tatoo ich habe das nämlich noch nie gesehen und warum habe ich das?“ Dann sagt Adolf :,, Bevor ich meine Vermutungen ausspreche noch eine Frage hast du Stromschläge bekommen woher du kommst?“
Dann schaute ich auf den Boden und Hellboy glaubt zu verstehen und sagt:,, Vater ich glaube sie hat sehr viele und starke Stromschläge bekommen oder auch was schlimmeres sie traut es sich nicht zu sagen stimmt das ?“
Ich nickte und dann atmete ich.
Madeleine, die Geschichte hat gute Ideen und es wuerde sich lohnen, sich intensiver damit zu beschaeftigen. Was meine ich damit?
Du solltest deine Geschichten nicht einfach ruckzuck posten, sondern erst drei- oder viermal mit grosser Aufmerksamkeit lesen. Es sind dir naemlich sehr viele Rechtschreibefehler entwischt… viel zu viele! Und das schadet natuerlich der Geschichte, denn wer sie liest, verliert schnell die Lust bei so vielen Fehlern.
Der Computer findet viele der “ueblichen” Schreibfehler, aber laengst nicht alle.
Andere Fehler musst und solltest du selber entdecken, bevor du postest. Ein Beispiel: “…als ich plötzlich viele Geschreie war nehme und dann sah ich ein Art Schakal der auf dem Marktplatz war…” Das hat nun wirklich keinen Sinn und du muesstest es selbst bemerken und korrigieren. Da ist das ganze Satz durcheinander gekommen. Und so Sachen geschehen viel zu haeufig.
Aber, wie gesagt, das hat mit den Ideen nichts zu tun. Aber wer liest, moechte die Geschichte in einer wenigstens passablen Form lesen und sich nicht in solchen Saetzen verlieren, sonst verliert er die Lust und liest nicht weiter.
Ich hoffe, du verstehst meine Kritik richtig!
Ciao
Georg
Madeleine, ich habe Probleme mit der Schreibwerkstatt… Ich habe deinen Post genehmigt und bereits kommentiert, aber sie erscheinen nicht in der Schreibwerkstatt. Ich versuche, das Problem mit dtv zu loesen, ok?
Ciao
Georg
Eichhörnchen und Ameisenbär oder Eichhörnchen und die Ameise oder Eichhörnchen und irgendwas anderes
(Das ist die 2.Geschichte, die 1.ist der “Tod”, die 3.,die mit dem höchsten Baum im Walde,die 4. mit der Kaninchengrube,5,6/7,8/9/10 kommen noch:)
Als das Eichhörnchen eines Tages einen gewöhnlichen Waldspaziergang machte und es
dabei an den Waldrand gelangte, an dem der Wald aufhörte und das Feld begann, da traf es plötzlich den Ameisenbär.
Eigentlich wollte es am Ameisenbär wie gewöhnlich vorbeispazieren, doch heute schaute dieser sehr grimmig drein und als das Eichhörnchen ihn begrüßte, da sagte der Ameisenbär plötztlich:
“Siehst du aber seltsam aus.”
Da erschrak das Eichhörnchen und schaute den Ameisenbär ängstlich an.
Dieser schaute immer noch grimmig und dann blickte das Eichhörnchen weg.
Es war nun sehr geknickt, denn es dachte immer, es sei ein schönes Eichhörnchen mit einem weichem, kuscheligen Fell und einem flauschigem Schwanz. Doch auf einmal behauptete der Ameisenbär, dass es seltsam aussehen würde.
Das brachte es nun durcheinander und gleichzeitig wurde es sehr traurig.
Und weil es diese Traurigkeit auf Dauer nicht aushalten konnte,ging es davon, um die Traurigkeit los zu werden.
Dem Ameisenbär wollte es jedenfalls nicht mehr begegnen.
Das Eichhörnchen stapfte nun weiter, auf einem schmalen Feldweg entlang.Auf beiden Seiten erstreckte sich hohes Gras und da es Sommer war, war das Gas so hochgewachsen, dass es nicht darüber schauen konnte und das ließ es wieder an den Ameisenbär denken, denn dieser war größer als das Eichhörnchen.
“Der könnte jetzt bestimmt über das Gras schauen”, dachte es und wurde noch trauriger.
Es wollte nun nicht mehr weiterlaufen und setzte sich an den Rand des Felwegs und dachte nach,während es auf einen Grashalm starrte.
Da kam auf einmal eine kleine Ameise angekrabbelt, die sich verlaufen hatte.
Als sie das Eichhörnchen dort so groß sitzen sah, erschrack sie zunächst, denn mit einem, am Feldrand sitzenden Eichhörnchen hatte sie nicht gerechnet.
Doch da sah sie auf einmal, dass das Eichhörnchen ganz traurig auf einen Grashalm schauchte und die Augen sich nicht bewegten.
Nun bekam die Ameise Mitleid mit dem Eichhörnchen und wolllte wissen, was der Grund für diese Traurigkeit war. Doch das ging nur über fragen.
Die Ameise traute sich jedoch nicht richtig, denn sie wusste ja nicht, ob das Eichhörnchen ihr den Grund erzählen möchte.
Nach einer kurzen Überlegung entschied sie, es trotzdem zu fagen, denn sie dachte,dass es dringend Hilfe benötigte.
Also fragte es nun:
“Hallo liebes Eichhörnchen, du schaut so traurig aus.Möchtest du mir vielleicht erzählen, was mit dir passiert ist?”
Da hörte das Eichhörnchen die piepsige Stimme der Ameise, schaute sie an und war ein wenig erfreut, das die Ameise ihn das fragte.
Es beugte sich nun zu ihr hinunter und antworte:
“Ich sehe traurig aus, weil ich traurig bin, und traurig bin ich, weil der Ameisenbär gesagt hat, dass ich seltsam aussehe.”
“Oh,” sagte die Ameise und verstand. “Also ich finde, dass der Ameisenbär Unrecht hat. Du siehst doch ganz normal aus,wie ein Tier eben und noch dazu bist du kuschelig. So kuschelig wie du, ist der Ameisenbär bestimmt nicht. Außderdem bist du groß, wäre ich so groß wie du, würde ich jetzt wieder nach Hause finden, denn ich habe mich nämlich verlaufen.”
Da war auf einmal das Eichhörnchen wieder fröhlich und hatte den Ameisenbär schon wieder ganz vergessen.Es dachte jetzt an die kleine Ameise, die sich verlaufen hatte und meinte:
“Wenn du mir sagst wo du wohnst,dann kann ich dir den Weg zu deinem zu Hause zeigen.”
“Ich wohne am Feldrand.Da, wo das Feld aufhört und der Wald beginnt,” antworte die Ameise.
“Na dann komm mi.Ich kenne den Weg,”entgegnete das Eichhörnchen.
Und so führte es die Ameise zu ihrem zu Hause und als sie sich verabschiedet hatten, spazierte das Eichhörnchen wieder fröhlich zu seinem zu Hause, dem dicken,großen Baum mit den wundervoll geschwungenen Ästen.
Vor mehreren Jahrhunderten lebten Dämonen in der Dämonen Welt und die Engel in der Engelsweld glücklich. Und eines Tages entdeckte ein Dämonen-Junge das Bindungsloch zwischen der Dämonen-und derEngelsWelt. Dann wagte sich der Dämonen-Junge in das Reich der Engel und dann schwebte er durch den Engels-Wald. Der Junge fühlte keinen Hass mehr das er schön fand und dann sah er auf einen hohen Baum ein Engels-Mädchen in die sich der Dämonen-Junge sofort verliebte. Dann als sich der der Dämonen-Junge dem Engels-Mädchen nähren wollte kam ein Engels-Junge und nahm dem Sie weg.
Der Dämonen-Junge wurde zurück in das Dämonen-Reich verbannt und dort wurde er böse und wurde der König der Dämonen. Seidem führten Die Engels-Welt und die Dämonen-Welt führten seid dem viele Schlachten und ein Engels-Mädchen gibt fast ihre ganze Kraft für die Engels-Welt. Dieses Mädchen hat eine Tochter und die Tochter heißt Nina. Der Vater von Nina ist ein Dämon und als Die Eltern angst hatten gaben sie ihre ganzen Kräfte Nina und lassten sie auf die Erde.
Atene wusste davon bescheid und gab Nina die Kraft des Vierten Liebesengels und gab ihr auch von ihrere Kraft. Seitdem lebte sie ganz alleine und dann fand sie Freunde die anderen beiden Liebesengel Lilly und Daisy. Als ich am nächsten Morgen aufwachte rüttelte mich Lilly wach und dann sagte Sie: ,,Nina! aufwachen Heute wird endschieden wer über was schreibt und wenn ja wollen wir über die Fussballmannschaft.”
Ich klatschte mir gegen den Kopf und dann zog ich mich schnell an und dann holten wir schnell Daisy und rannten schnell zur Schule und dann waren wir pünktlich in der Schule und unsere Leherin verkündete das Ich, Lilly und Daisy eine Gruppe sind und wir dürfen das Fußballmannschaft Thema machen.
Lilly und Daisy waren total aus den Häuschen und Ich wusste nicht ob das richtig war aber ich hatte niemanden mit dem Ich darüber reden konnte. Dann nach der Schule bin ich alleine zu der berühmten Blumenwiese gegangen weil ich einfach nur was geschrieben habe und dann sah ich Yazura und er hat sich neben mir gesetzt. Ich wunderte mich und dann fingen wir uns an zu Unterhalten und es war sehr schön mit jemanden zu reden und weil wir den gleichen Nachhause weg haben sind wir zusammen gegangen.
Dann als ich bei mir war waren schon Lilly und Daisy zuhause und haben mich natürlich alles über Unser Gespräch erfahren und plötzlich kam so ein Druck in meinen Kopf das ich zusammen Brach und Dann sagte:,, Irgendwo hier muss ein Dämon sein… ein starker, ich glaube in den Wald.“
Dann rannten Ich , Lilly und Daisy in den Wald und sahen auch gleich einen Dämon und dann verwandelten wir uns. Dann griff sie mit Blitzen an und wir wurden getroffen und dann als sie das Nochmal abfeuern wollte wurden sie zurückgeschlagen von Kiro.
Wir alle sagte gleichzeitig:,, Der Engel Kiro.“
Dann lächelte er mich an und ich zurück und dann konnte ich von Dämon kurz ihren Gedanken sehen weil alle um Kiro waren wollte sie die angreifen und dann bin ich schnell hingerannt und als der Blitz einschlagen soll konnte ich ihn nehmen und umlenken auf sie und dann nahm ich meine ganze Liebesenergie und sende einen Liebesblitz der sie traf und Lieb machte und dann viel ich um und mir wurde Schwarz.
Ich hatte kaum Energie mehr und dann spürte ich wieder Energie in mir und dann als ich aufwachte lag ich in meinem Bett und Kiro saß neben mir und dann fragte er: ,,Hey du bist endlich aufgewacht hab eine Frage an dich: woher wusstes du, was der Dämon tun würde und wie konntest du die Blitze ableiten und einen Liebesblitz senden das ist nur ein Mal in zwei Jahrhunderten passiert also wie hast du das gemacht?“
Dann sagte ich :,, Naja ich habe ihren Gedankengang gesehen und wusste weil Lilly und Daisy in dich verknallt sind und der Dämon hat es kapiert und wenn du verletzt wärst wären Lilly und Daisy kleine Gefahr mehr deswegen und der Liebesblitz ist weil ich den eben kann.“
Dann wunderte Kiro sich aber dann musste er gehen ehe Lilly und Daisy reinkommen und dann ging er. Ich bin dann wieder eingeschlafen bis ich plötzlich Nachts aus dem Bett gerissen worde von meinem geheimen Lehrer Iknes
P.S Könnten sie mir ihre Kritiken unter meiner E-mail absenden weil ich nicht so oft hier drauf bin danke !!!
Ja, Madeleine, danke fuer die Geschichte.
Als erste Kritik muss ich dir sagen, dass du wirklich sehr viele Fluechtigkeitsfehler begangen hast (Ziemlich viele habe ich bereits korrigiert, denn sonst waere die Geschichte kaum lesbar gewesen). Du musst dir unbedingt angewoehnen, jedes Mal, wenn du etwas geschrieben hast, noch einmal gut und mit Konzentration zu korrigieren. Das hilft immer, und das machen selbst weltberuehmte Autoren!
Non etwas: Du hast aus irgendwelchen Gruenden die Geschichte komisch formattiert, freie Zeichen eingesetzt usw, und ich habe da ziemlich lange dran arbeiten muessen, um das Ganze wieder lesbar zu machen. Wenn du am PC schreibst, dann setze keine Leerstrellen ein, sondern beschraenke dich auf neue Zeilen. Noch etwas: Man sagt nicht “Ich, Lea und Fritz”, sondern man setzt sich selbst immer an die letzte Stelle: “Lea, Fritz und ich”. Das klingt besser
Ich habe wirklich keine Zeit in diesen Tagen, aber wenn es irgendwie geht, werde ich noch einmal zu deiner Geschichte zurueckkommen. Aber meine Kritik zu den vielen Fehlern ist serioes gemeint. Da fehlen Buchstaben, du setzt kaum ein Komma usw. Es ist wirklich wichtig, wenn man alles noch einmal kontrolliert, bevor man postet, ok?
Ciao
Georg
Der Streit um die Geschichte
Es waren einmal ein Fuchs, ein Igel, eine Eule und ein Hase. Der Fuchs war alt und wurde von allen “Schlauer Fuchs” genannt. Der Igel hieß “Frau Igel” und die Eule “Elli”. Der Hase hieß “Meister Lampe”. Schlauer Fuchs erzählte immer super Geschichten. Jeder fand seine Geschichten toll.
Heute stritten Frau Igel, Meister Lampe und Elli sich darüber, welche Geschichte Schlauer Fuchs erzählen sollte….
“Eine Prinzesinnengeschichte ist am besten! Die Prinzessin wird von einem Ritter aus den Klauen eines Drachen befreit!” piepste Elli aufgeregt. Frau Igel schrie: “Nein! Ein süßes Igelbaby wird von einer sehr netten Frau Igel geboren. Prinzessinnen sind blöd!” So stritten sie eine Weile….. Da fragte Meister Lampe: “Wie kommt ihr denn auf Igelprinzessinnen?” Frau Igel sagte: “Igel!” Elli piepste: “Prinzessinnen!” “Katzen, Hunde und Affen sind viel interessannter. Katzen machen “miau” und Hunde “wau wau”! Affen können klettern und das können eure blöden Prinzessinnen und eure nervigen Igel nicht!”
“Ich bin nicht…..” brüllte Frau Igel aufgebracht, “..nervig! Das seid ihr!”
Elli sagte piepsig: “Ich soll nervig sein?” Vielleicht bin ich das wirklich, aber Prinzessinnen, Ritter und Drachen sind viel, viel spannender als eure Ideen!”
Schlauer Fuchs rief “Einigt euch! Katzen, Hunde und Affen sind auch blöd! Genauso wie Prinzessinnen. Viele Igel sind nervig, du nicht Frau Igel. Eigentlich will ich jetzt eine Geschichte erzählen, aber……”
Schlauer Fuchs wurde von Meister Lampe unterbrochen: “Aber du kannst dich für keine Geschichte entscheiden. Obwohl meine die Beste ist.”
Frau Igel und Elli riefen: “Meine ist besser, nicht deine!”
Da wurde Schlauer Fuchs wütend und sagte: “Ich weiß schon eine Geschichte. Sie heißt: Der Streit um die Geschichte.” Da fing Schlauer Fuchs an, die Geschichte zu erzählen…….
Die anderen Tiere wurden still und der Fuchs erzählte und erzählte und erzählte. Der Schlaue Fuchs beruhigte sich und die anderen auch. In der Geschichte ging es um einen Fuchs, eine Eule, einen Hasen und einen Igel. Sie hießen Schlauer Fuchs, Elli, Meister Lampe und Frau Igel. Der Fuchs erzählte immer super Geschichten und alle fanden sie toll. Elli, Meister Lampe und Frau Igel stritten sich über etwas. Wenn du wissen möchtest, worüber sie sich stritten, dann lese die Geschichte noch nochmal.
Schlauer Fuchs erzählte die Geschichte nämlich gerade, und du hast sie gelesen……
Chiara aus Frankfurt, 10 Jahre
Ciao Chiara, und danke fuer deine Geschichte (Fabel). Sie hat mir sehr gut gefallen, ist gut geschrieben und das Tolle ist, dass man am Ende von vorn anfangen kann mit dem Lesen.
Wirklich gut gemacht, bravissima! Mach weiter so.
Ciao
Georg
Eine tragische Vergangenheit
Als meine Grosseltern starben, war ich sieben Jahre alt.
Heute, mit vierzehn Jahren, kann ich mich noch genauso gut daran erinnern, als wäre es gestern gewesen. Lange, vielleicht zu lange, habe ich meine Sorgen jetzt für mich behalten und ich halte es nicht mehr so, ich muss es irgendwem erzählen. Und jetzt tu ich das, ich erzähle es meinem Tagebuch. Und genau davon hältst du in diesem Moment ein paar Seiten in der Hand. Seiten, die schon durch etliche andere Hände gingen, berühmte Hände, seien es die von Albert Einstein oder von jemand anderem, ich kann es nicht wissen.
~
Es war Weihnachten und meine Eltern und ich saßen vor der Bescherung am Tisch im Wohnzimmer und leisteten dem Tannenbaum Gesellschaft, während wir Mau-Mau spielten.
Vor dem Fenster rieselten weiße Schneeflocken zu Boden, still und leise, ohne jegliches Geräusch. Ich war noch klein, doch irgendwann spürte ich, dass mit meinen Eltern etwas nicht in Ordnung war. Zumindest mit meinem Vater. Ständig wippte er auf und ab. Zuerst dachte ich noch, er wäre hibbelig wegen seiner guten Karten, aber das hörte nach drei Runden nicht auf und irgendwann riss ich mich zusammen und fragte ihn.
Er wollte mir nicht sagen, was denn passiert sei, doch meiner Mutter nickte er verheißungsvoll zu und die beiden standen gleichzeitig auf und legten ihre Karten auf den Tisch.
Pik-Sieben, Karo-Ass, Kreuz-Zehn, Herz-Dame.
Ich schaute meine Eltern erschrocken an. Was war mit ihnen los, wo wollten sie hin? Ich hoffte auf eine Erklärung und musste nicht lange warten.
„Caro, wir haben ein Problem. Vor zwei Stunden kam ein Anruf, von Nina. Sie hat gesagt, deine Oma und dein Opa wären gestorben!“
Nina war die Pflegerin von meiner Oma und meinem Opa und lebte schon seit etwa fünf Jahren bei den beiden. Ich riss erschrocken den Mund auf, zu einem stummen Schrei und schaute meine Eltern noch erschrockener an, als zuvor.
„Aber bestimmt war das eine Erlösung für sie, schließlich waren sie schon neunzig und fünfundneunzig Jahre alt“, versuchte mein Vater mich zu beruhigen. Doch ganz im Gegenteil, das machte die Sache nur noch schlimmer. Meine anderen Großeltern hatte ich schon mit vier Jahren verloren und trotzdem konnte ich mich mit sieben noch gut an sie erinnern. Ich habe keine Geschwister und war oft bei meiner Oma und meinem Opa, wenn Mama und Papa keine Zeit für mich hatten. Und jetzt, mit wem wollte ich dann meine Zeit verbringen? Die Schule war nicht lange, nur bis um elf und dann hatten wir Freizeit. Sollte ich etwa noch etliche Stunden im ätzenden Hort verbringen, wo sich alle Kinder nur prügeln? Nein, da gehörte ich ganz sicher nicht hin und da würde ich auch in der zweiten, dritten und vierten Klasse nicht hingehören.
„Woran sind die beiden denn gestorben?“, fragte ich, doch war die Antwort denn nicht selbstverständlich? Jetzt, mit vierzehn Jahren weiß ich auch, dass jeder Mensch irgendwann mal stirbt, sei es das Alter, eine Krankheit oder ein tragischer Unfall. Und manche Menschen vermisst man mehr als andere, weil man sie vielleicht besser kannte und mehr mit ihnen zu tun hatte, wie ich mit meinem Opa und meiner Oma.
Ich fragte meine Eltern, ob ich nicht mitkommen könnte, um die beiden noch ein letztes Mal zu sehen. Doch sie verneinten, packten ihre Sachen, stiegen ins Auto und ließen mich unterm Tannenbaum sitzend alleine.
Eine Weile schaute ich nach draußen und sah den Schneeflocken zu, die noch immer vom Himmel vielen. Ob Oma den letzten Schnee genossen hatte, während sie einen neuen Schal für Opa strickte? Bestimmt nicht, denn es kam so plötzlich, wahrscheinlich dachte sie, dass sie noch ein langes Leben haben würde, da sie ja schon so alt war und bestimmt noch länger durchgehalten hatte. So jedenfalls dachte ich mit sieben Jahren.
Jetzt, wenn ich zurückdenke, sehe ich das anders. Bestimmt hatten sie den Schnee genossen, beide, vielleicht mit einer wärmenden Tasse Kakao in der Hand. Vielleicht hatten sie sogar erwartet, dass sie sterben würden. Manche Menschen sterben schon früher, nur wenige werden so alt. So viel weiß ich jedenfalls heute.
Nach gut drei Stunden kamen Mama und Papa zurück. Ich hörte das Auto die Straße hochfahren und öffnete ihnen die Haustür. Sie schlossen mich in den Arm und so standen wir eine Weile da, Mama, Papa und ich. Irgendwann lösten wir uns wieder voneinander, nach einer gefühlten Ewigkeit. Wir gingen ins Wohnzimmer, die Karten lagen noch immer auf dem Tisch. Dann begannen wir mit der Bescherung. Ein rotes und ein blaues Päckchen für lagen unter dem Weihnachtsbaum. Langsam öffnete ich die Schleife und heraus viel zu aller erst ein Brief. Langsam öffnete ich das alte Papier und erkannte Omas Handschrift.
Liebe Caro,
langsam geht es zu Ende mit uns, mit mir und Deinem Großvater. Wir haben Schmerzen und unser Leben ist schwer momentan. Ich weiß nicht, ob wir uns noch einmal lebend wieder sehen werden aber wo auch immer ich jetzt landen werde, ich werde Dich nie vergessen.
Noch eine schöne Zeit wünschen Dir
Deine Großeltern
PS: Mach dir keine Sorgen um uns, uns wird es gut gehen, wo wir hinkommen.
Ich spürte, wie meine Augen feucht wurden und eine Träne sickerte auf das Papier. Ich konnte nicht mehr, gerade erst hatte ich lesen gelernt und jetzt schickte mir meine Oma so einen Brief, der vom Tod handelte? Früher, mit sieben Jahren, konnte ich das kein bisschen verstehen.
Heute, mit vierzehn weiß ich, dass ich den Tod meiner Großeltern nie verkraftet hätten, wenn sie mir nicht wenigstens einen Briefe geschrieben hätten, und das haben sie ja auch getan.
Ich öffnete das Päckchen noch ein Stück weiter und erblickte ein rot-weiß gestreiftes Stück Stoff aus Omas typischer Wolle. Sie hatte sich also tatsächlich die Mühe gemacht und ihre letzten Stündlein damit verbracht, einen Pullover für mich zu stricken! Meine Augen wurden nun schon zum zweiten Mal feucht. Ich lief ins Bad und holte mir ein Taschentuch. Dann tupfte ich mir die Augen ab.
Den Pullover trug ich ab nun oft. So gut wie jeden Tag, nur wenn meine Mutter mal wieder sagte, er müsse in die Wäsche, legte ich ihn ab.
Auch in diesem Augenblick trage ich ihn. Ich sitze an meinem Schreibtisch und schreibe diese Zeilen, in Gedenken an meine Großeltern, deren Tod jetzt auf den Tag genau sieben Jahre her ist. Sieben, eine magische Zahl. Heute unter dem Weihnachtsbaum fand ich ein Päckchen mit einem handgestrickten Pullover, gestrickt in sieben Farben.
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“Sind sie weg?”, sprudelte es aus Diana heraus. “Leider dürfen wir nicht zusammen essen, schade, oder? Du bist kein guter Umgang für Caja!” Caja musste lachen, ihre Freundin machte die barsche Stimme der Köchin wirklich fabelhaft nach. Doch gleichzeitig fühlte die Freundin einen Stich im Herzen: Es war schon immer so gewesen, das man die Freundschaft der Mädchen nicht geduldet hatte, denn Caja war eben eine Adelstochter, und Diana ein Findelkind, das ungefähr dann vor dem Burgtor aufgetaucht war, als sie in dem gleichen Alter gewesen waren. Nun war Diana ein Küchenmädchen auf der Burg. “Du sollst zum Essen kommen”, riss Diana Caja aus ihren Gedanken,”es gibt für dich Schweinebraten. Ich kriege Hirsebrei”
Diana verzog die angeekelt das Gesicht. “Weißt du was?”, um die Freundin zu trösten, “ich versuche, etwas von meinem Essen abzuzweigen, warte in meinem Zimmer auf mich.”
Es war schon dunkel, als Caja den Gang entlang schritt.
Das Essen hatte sie auch dabei. Es war leicht gewesen, es hinaus zu schmuggeln. Nun hatte sie ihr Zimmer erreicht. Leise öffnete sie die Tür. Diana lag auf dem Bett und starrte auf den riesigen Baldachin über ihr. Vermutlich war sie wieder einmal in einen ihrer “Prinzessinnenträume” versunken. Von außen mochte Diana wie ein immer gutgelauntes und fröhliches Mädchen wirken, doch Caja wusste, was oft in der Freundin vorging: Es war nicht immer leicht für sie, dass ihre beste Freundin die Tochter eines Grafen war und sie selbst nicht wusste ob sie überhaupt noch Eltern hatte. “Diana?”
Diana war mit einem Satz aus dem Bett.
Während Diana glücklich ihr Essen verspeiste, saß ihre Freundin schweigend daneben. Wie man sich so über etwas zu Essen freuen konnte…
“So”, meinte Diana, als sie alles verzehrt hatte, “du weißt ganz sicher, wo man hier die Nachtische lagert!?” Caja lachte, mühsam.
“Komm mit!” Sie zündeten eine Kerze an und liefen dann in den Keller. “Dahinten sind sie”, meinte Caja. Plötzlich stolperte sie. Sie drehte sich um, um zu sehen was es war. Es war eine Falltür… war die da schon immer gewesen? Nun merkte Caja, dass auf der Falltür auch ein Blatt haftete.
Darauf stand in leuchtend roten Buchstaben: WILLST DU DEINE ELTERN WIEDER SEHEN, STEIG HINAB. Caja verkrampfte sich. Ein paar Regale hinter ihr schmatzte Diana. Ihre Freundin wollte sie nicht in die Sache mit hineinziehen. Sie wollte alleine …sterben??? Würde sie sterben? Sie hatte einen Kloß im Hals. Doch dann riss sie sich zusammen. Es war soweit. Sie, die dunkle Macht, die ihr Leben schon lange bedrohte, hatte genug Freude aus ihr heraus gsogen und schlug nun zu. Caja wusste nichts über sie, außer, dass sie sich von Freude und Lustigkeit ernährte.
Ihre Eltern hatten ihr vor langer Zeit darüber erzählt.
Der Vater war das erste Opfer gewesen, dann hatte das Ding sie ausgewählt. Nur noch manchmal brachte Caja ein Lachen heraus und dann war es sehr, sehr anstrengend.
Sie öffnete die Falltür. Sie musste ihre Eltern retten. Sie würde ihre Eltern retten!
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Ich habe alles verbessert, auch den Teil, zu dem sie mir noch nichts geschrieben haben,denn ich habe viele Fehler entdeckt, und versucht, die Vorschläge für die anderen Teile umzusetzen.
Luzia
“So”, meinte Diana, als sie alles verzehrt hatte, “du weißt ganz sicher, wo man hier die Nachtische lagert!?” Caja lachte mühsam.
“Komm mit!” Sie zündeten eine Kerze an und liefen dann in den Keller. “Dahinten sind sie”, meinte Cara. Plötzlich stolperte sie. Sie drehte sich um, um zu sehen was es war. Es war eine Falltür… War die da schon immer gewesen? Nun merkte Cara, dass auf der Falltür auch ein Blatt heftete.
Darauf stand in leuchtend roten Buchstaben: WILLST DU DEINE ELTERN WIEDER SEHEN, STEIG HINAB. Caja verkrampfte sich. Ein paar Regale hinter ihr schmatzte Diana. Ihre Freundin wollte sie nicht mit hineinziehen. Sie wollte alleine …sterben??? Würde sie sterben? Sie hatte einen Kloß im Hals. Doch dann riss sie sich zusammen. Es war soweit. Sie, die dunkle Macht, die ihr Leben schon lange bedrohte, hatte genug Freude aus ihr heraus gezogen und schlug nun zu. Caja wusste nichts über sie, außer, dass sie
sich von Freude und Lustigkeit ernährte.
Ihre Eltern hattzen ihr vor langer Zeit darübere erzählt.
Der vater war das erste Opfer gewesen, dann hatte es sie ausgewählt. Nur noch manchmal brachte Caja ein Lachen heraus und dann war es sehr, sehr anstrengend.
Sie öffnete die Falltür. Sie würde ihre Eltern retten. Sie musste ihre Eltern retten!
Die eine Stunde, die Kathy bereits in dem alten Landrover ihres Vaters auf dem Beifahrersitz verbracht hatte, schien Kathy eine Ewigkeit zu sein, auf welche noch eine Stunde – eine weitere Ewigkeit – folgen würde. Sie hielt es vor Aufregung kaum noch aus. Nervös knabberte sie an ihren Fingernägeln. Ein vergeblicher Versuch, der Aufregung, die von ihr Besitz ergriffen hatte, entgegenzuwirken.
Richard, Kathy’s Vater, nebenbei bemerkt für seine 52 Jahre ein gut aussehender Mann mit braun gebrannter Haut und muskulösen Armen, die von der Arbeit auf der Farm herrührten, schaute seine Tochter besorgt von der Seite an, weil er merkte wie aufgeregt sie war.
Doch die gesamte Fahrt über wechselten Vater und Tochter kaum ein Wort. Einzig das gelegentliche Schnauben und Wiehern des Pferdes Lightning drang durch den Anhänger ins Innere des Wagens. Auch Richard war, obgleich er es nicht offenkundig zeigte, extrem angespannt. Heute war der Tag an welchem sich zeigen würde, ob die harte Arbeit des letzten Jahres sich gelohnt hatte. Es war der Tag des Kentucky Derby, der Tag der vielleicht über die Zukunft seiner Tochter entscheiden würde, und somit der wichtigste Tag des Jahres für die Familie O’Malley.
Dank der farmeigenen Rennbahn hatten sie täglich zwei bis drei, an manchen Tagen sogar vier Stunden trainieren können. Richard war stolz auf seine Tochter, denn die beeindruckenden Fortschritte, die sie im Laufe des letzten Jahres gemacht hatte zeugten von großem Talent, welches es heute unter Beweis zu stellen galt.
Nun endlich sagte ihr Vater den Satz auf den Kathy so lange gewartet hatte, der sie zugleich aber mit Panik erfüllte: “Wir sind da mein Schatz, siehst du? Da vorne ist die Rennbahn.“
*
„Das Rennen ist deine Chance Kathy! Endlich kannst du allen Leuten zeigen was du kannst!“
Sie hatte bereits aufgesessen und ihr Vater führte sie in die Startbox, während Kathy ihre langen, haselnussbraunen Locken zu einem Zopf flocht und ihren Helm aufsetzte.
Sie schaute ihren Vater aus ihren tiefblauen Augen an und versprach:“Ich werde mein Bestes tun.“ „Ich weiß, dass du es schaffen kannst Kathy.“
Die Boxentüren schlossen sich. Lightning wieherte aufgeregt, blähte die Nüstern und tänzelte unruhig auf der Stelle. Kathy’s Herz begann immer schneller zu schlagen, während sich ein Gedanke in ihren Kopf schlich, den sie bis zu diesem Zeitpunkt erfolgreich verdrängt hatte. Der Gedanke erinnerte sie daran, welch großer Druck auf ihr lastete.
Wenn sie es heute nicht schaffte unter die ersten drei zu kommen, bekäme sie kein Preisgeld, was ihre Familie dringend gebrauchen konnte, um das Scheunendach und die Weidenzäune zu reparieren, sich ein neues Rennpferd anzuschaffen…Es gab tausend Dinge auf der Farm, die dringend einer Reparatur bedurften. Doch, was Kathy am meisten unter Druck setzte, war die Tatsache, dass kein Rennstallbesitzer ihr einen Job als Jockey anbieten und ihr so die Möglichkeit geben würde selbstständig zu werden, sollte sie heute versagen.
Mit einem lauten Knall sprangen die Boxentüren auf und Lightning preschte wie von selbst los. Immer und immer schneller jagten die Pferde über die Rennbahn und Kathy war irgendwo mittendrin. Alle Pferde um sie herum bedrängten Kathy, engten sie ein. Von allen Seiten dröhnten Huftritte, wie ein bedrohlich nahes Donnergrollen während eines Unwetters.
Für einen kurzen Moment war sie überfordert und spielte mit dem Gedanken aufzugeben und sich einfach zurückfallen zu lassen. Doch die Verzweiflung wich wilder Entschlossenheit und sie entschied sich für einen anderen Weg. Den Weg nach vorn.
Richard konnte nicht fassen, was dort unten vor seinen Augen geschah. Er nahm sein Fernglas zur Hand um besser sehen zu können, da er glaubte seine Augen spielten ihm einen Streich. Doch es gab keinen Zweifel. Es war eindeutig Kathy.
Sie bahnte sich so unerwartet und mit so unfassbarer Schnelligkeit einen Weg an die Spitze, dass Richard und dem gesamten restlichen Publikum der Atem stockte.
Eine Welle des Stolzes erfüllte den überglücklichen Vater. Das war seine Kathy!
Doch noch war das Rennen nicht entschieden, obgleich Kathy sich einen enormen Vorsprung erkämpft hatte. Es lagen noch zwei scheinbar endlose Runden vor ihr.
Kathy hörte, dass ihre Gegner sich ihr nährten und trieb Lieghtning energisch an. Das Dröhnen der Huftritte, welchem sie entflohen, und welches vor kurzem noch in weiter Ferne gelegen hatte, wurde lauter und lauter. „Du darfst jetzt nicht müde werden Lightning! Na los, wir schaffen das!“ Eine ganze Runde hielten sie sich tapfer an erster Stelle Doch allmählich wurde das Berennen in Kathy’s Schenkeln unerträglich und auch Lightning schienen die Kräfte knapp zu werden. Schon bald liefen sie Gefahr einem Gegner den Platz an der Spitze zu überlassen, der sich nun auf gleicher Höhe mit ihnen befand. Doch der Kampfgeist überwog Kathy’s Schmerzen und in Lightning blühten neue Kräfte auf, denn er wusste, dass es nun galt, den ersten Platz zu verteidigen.
Ein erbittertes Kopf-an-Kopf-Rennen nahm seinen Lauf. Reiter und Pferde waren vom Ehrgeiz ergriffen und versessen darauf zu siegen. Mal war Kathy es, die mit unwesentlichem Vorsprung an der Spitze ritt, mal ihr Gegner. Es war nicht abzusehen, wer als Sieger des diesjährigen Kentucky Derby gefeiert werden würde.
Doch kurz vor dem Ziel, als Lightning’s Kräfte beinah vollständig aufgezerrt waren, beschleunigte das gegnerische Pferd noch ein letztes Mal seine Schritte und zog somit an Kathy vorbei, als Sieger über die Ziellinie.
*
„Kathy, Kathy!“ Ihr Vater kam auf sie zugestürmt und umarmte sie. „Du warst fantastisch Kathy, einfach genial! Ich habe gedacht ich träume, als du an allen anderen vorbeigerast bist.
Das war unglaublich!“
„ Das finde ich allerdings auch.“ Kathy erschrak ein wenig. Sie hatte den Mann, der sich nun in ihr Gespräch einmischte nicht bemerkt. Doch als sie nun aufschaute und ihn erkannte, blieb ihr der Atem stehen.
„Entschuldigen sie wenn ich störe, mein Name ist Peter Thomson.“
Als sie ihre Sprache wieder gefunden hatte, stellte auch sie sich vor.
„ Guten Tag, ich bin Kathrin O’Malley.“
„Sie haben mich ziemlich beeindruckt Kathrin und ich wüsste gerne, ob sie Interesse daran hätten, Jockey der Thomson-Farm zu werden. Sie würden großzügig an den Gewinnen beteiligt werden. Das verspreche ich ihnen.“
Hatte sie das gerade geträumt oder hatte ihr wirklich der reichste und erfolgreichste Rennstallbesitzer in ganz Kentucky einen Job als Jockey angeboten?
Sie lächelte breit und sagte: „Es gibt nichts was ich lieber täte!“
Es war geschehen was sie niemals zu hoffen gewagt hätte. Ihr Traum war in Erfüllung gegangen. Es war Zeit für einen Neuen.
Danke Marry fuer deine Geschichte. Ich muss sagen, du hast es geschafft, in wenigen Seiten eine in sich geschlosene Story zu erzaehlen, und das ist schon gar nicht so einfach.
Du haettest eventuell den Vater und auch Kathy etwas besser charakterisieren koennen. Das heisst nicht, die beiden genauer in ihrem Aeusseren zu beschreiben, sondern es funktioniert immer besser, sie durch das, was sie sagen oder tun dem Leser zu erklaeren.
Je besser ein Autor seine Figuren charakterisiert, desto besser funktioniert seine Geschichte.
Ein bisschen schwach fand ich den Teil, wo du erklaerst, wie wichtig das Geld eines Preises fuer die Familie waere. Das ist nicht sehr glaubhaft, denn um ein Rennpferd zu besitzen, muss man eine Stange Geld haben, um es zu kaufen, und dann sehr viel Zeit jeden Tag, um es zu trainieren. Das waeren zwei Gruende fuer eine Famile mit Geldsorgen, kein Rennpferd zu haben! Das Dach der Scheune ausbessern kostet sicher weniger Zeit und Geld als ein Rennpferd monatelang zu trainieren.
Andererseits waere es schwierig, eine andere Motivation zu erfinden, es sei denn, aus reinem Ehrgeiz. Aber dann waere es eine stinkreiche Familie, und der Leser wuerde sich ungern in den Kopf der Tochter versetzen. Also ist dein Grund immer noch besser.
Aber von der Sprache her gefaellt mir die Geschichte gut. Sie ist fluessig geschrieben und liest sich in einem weg. Das ist immer wichtig.
Ein bisschen Arbeit musst du in die Dialoge stecken, da werden Fehler schnell sichtbar, auch bei guten Autoren!
So, das war keine boese Kritik, sondern, hoffe ich, nur gute Ratschlaege.
Schreib weiter, ok?
Ciao
Georg
Ok
Es war schon dunkel, als Caja den dunklen Gang entlang schritt.
Das Essen hatte sie auch dabei. Es war leicht gewesen, es hinaus zuschmuggeln. Nun hatte sie ihr Zimmer erreicht. Leise öffnete sie die Tür. Diana lag auf dem Bett und starrte auf den riesigen Baldachin über ihr. Vermutlich war sie wieder einmal in einen ihrer “Prinzessinnentraeume” versunken. Von außen mochte Diana wie ein immer gutgelauntes und fröhliches Mädchen wirken, doch Caja wusste, was oft in der Freundin vorging: Es war nicht immer leicht für sie, dass ihre beste Freundin die Tochter eines Grafen war und sie selbst nicht wusste ob sie überhaupt noch Eltern hatte. “Diana?”
Diana war mit einem Satz aus dem Bett.
Während Diana glücklich ihr Essen verspeiste, saß ihre Freundin schweigend daneben. Wie man sich so über etwas zu Essen freuen konnte…
Danke, Luzia, fuer diesen Beginn.
Er gefaellt mir ganz gut, auch wenn nichts ueberwaeltigendes passiert. Aber du schaffst eine gute Atmosphere.
Kleine Kritik: Pass auf, keine Wiederholungen zu uebersehen. “Es war dunkel, als Caja den dunklen Gang…” Da ist ein “dunkel” zu viel!
Noch eine Kleinigkeit: “saß ihre Freundin schweigend daneben”
Daneben benuetzt man fuer Sachen und Gegenstaende. Da sie neben einer Person sitzt, waere “neben ihr” angebrachter. Ok?
Ciao
Georg
Also, den unteren Teil muss man als Erstes lesen.
)
“Sind sie weg?”, sprudelte es aus Diana heraus. “Leider dürfen wir nicht zusammen essen, schade, oder? Du bist kein guter Umgang für Caja!” Caja musste lachen, ihre Freundin machte die barsche Stimme der Köchin wirklich fabelhaft nach. Doch gleichzeitig fühlte die Freundin einen Stich im Herzen: Es war schon immer so gewesen, das man die Freundschaft der Mädchen nicht geduldet hatte, denn Caja war eben eine Adelstochter, und Diana ein Findelkind, das ungefähr dann vor dem Burgtor aufgetaucht war, als sie in dem gleichen Alter gewesen waren. Nun war Diana ein Küchenmädchen auf der Burg. “Du sollst zum Essen kommen”, riss Diana Caja aus ihren Gedanken,”es gibt für dich Schweinebraten. Ich kriege Hirsebrei”
Diana verzog die angeekelt das Gesicht. “Weißt du was?”, um die Freundin zu trösten, “ich versuche, etwas von meinem Essen abzuzweigen, warte in meinem Zimmer auf mich.”
Gefaellt mir sehr gut, Luzia. Aber ein Fehler ist dir unterlaufen: “das ungefähr dann vor dem Burgtor aufgetaucht war, als sie in dem gleichen Alter gewesen waren.”
Achtung, denn wenn zwei Personen dasselbe Alter haben, dann sind sie immer gleichaltrig, ob mit 2, 4, 7 oder 99 Jahren!
Georg
Die kutsche fuhr ab. Einen Augenblick blieb Caja noch stehen, dann wandte sie sich um. Die Zinnen der großen, grauen Burg, die das Mädchen nun erblickte, sahen aus, als wären die Wolken daran hängen geblieben. Über dem Tor sah sie das Wappen von Mondenfels, eine Mondsichel mit einem Blutstropfen und darunter eine Eule, die große, schöne eisblaue Augen hatte. Plötzlich sah Caja eine schwarze Gestalt auf sich zukommen, und wusste zuerst nicht, wer es sein könnte, doch erkannte dann, dass es ihre beste Freundin Diana war.
Luzia, danke fuer den Anfang der Geschichte.
Da ist eine nette Grundidee, wirklich, aber dann bleibt alles ein bisschen unterschwellig. Irgendwie ist das sehr “Fantasy” aber nicht mit grosser Substanz.
Ich weiss, das klingt ein bisschens schwierig, aber ich kann es nicht besser in Worte fassen.
Ausserdem musst du ein bisschen darauf achten, nicht so oft dasselbe Verb (sehen) zu benutzen. Da muss man als Autor sehr aufpassen: Wiederholungen sind auf alle Faelle zu vermeiden, auch Lektoren der Verleger hassen sie wie die Pest.
Also denke dran, alles mehrmals zu kontrollieren, was du schreibst. Das mache ich auch immer, wenn ich schreibe: ich lese, was ich am Tag zuvor geschrieben habe, und kontrolliere, verbessere, mache Aenderungen usw.
Ok?
Ciao
Georg
Ein Kranich
Normaler Weise, war diese Stadt mittags nicht so belebt wie heute. Eigentlich saßen dann die Mütter mit ihren Kindern in den warmen Stuben, der kleinen Häusern und erzählten ihnen Geschichten oder aßen ihr Mittag. Doch heute war es anders. Jeder, sonst freie, Platz war mit Leuten gefüllt, fast überfüllt. Die Mütter und Väter zogen ihre weinenden Kinder durch das Gewühle, indem man kaum zwei Schritt machen konnte, und beschimpften die Leute, die ihnen im Weg standen. Auf freien Bänken, was selten war, tummelten sich fette, rotbraune Tauben, die Krümel von Fladenbroten aufpickten und anschließend wieder von Kleinkindern verscheucht wurden. Jugendliche, mit Alkoholflaschen, taumelten zu viert durch die Gegend und sangen irgendwelche Lieder, die so klangen, als wären sie Seekranke auf einem schaukelnden Schiff. An den Häuserwänden lagen erbrochenes und die Ausscheidungen von Meereskatzen. Es war eklig. So hatte Tian die Stadt noch nie erlebt. In den engen Gassen hockten alte Penner, die irgendeine eklige Medizin tranken, die sie zum Schlafen brachte. Die verschiedenen Stimmen der Händler, die zu den Leuten riefen und ihre Waren anboten (Die meisten Leute fanden das nerv tötend!). » Äpfel, frische Äpfel! «, » gute Waffen! « und wieder » Äpfel! « Es gab nur wenige Stände mit Äpfeln und wenn, dann verkauften die Händler die rotbäckigen Äpfel nur an reiche Kaufmänner, die sich das kostbare Essen leisten konnten. Äpfel waren in diesem Jahr sehr selten geworden, und deshalb auch teurer.
Tian blieb vor einem Stand stehen. Er war sehr klein und mit verzierten, bunten Tüchern verhangen. Der Händler war sehr alt. Um seine dunklen Schlitzaugen bildeten sich Falten, in seinen dicken Lippen waren Risse und sein langes, schwarzes Haar war in vielen dünnen, geflochtenen Zöpfen nach hinten, zu einem Pferdeschwanz gebunden. Seine Waren bestanden aus: hübschen Ketten, mit Perlen oder schönen Anhängern, aus Leder geflochtenen Armbändern, Schnitzfiguren und Talismanen aus Bambus, die überall rumlagen, hingen und standen. Besonders eine Kette tat es Tian an. Sie war ihr sofort ins Auge gefallen. Eine graue Kranichfigur baumelte an dem braunen Lederband, dem mit vielen feinen Pinselstrichen schwarze Muster aufgemalt waren. Auch die Kranichfigur hatte schwarze Muster, die sich rund, um seinen zierlichen Körper rankten. Tian wollte gerade näher heran treten und fragen, wie viel die Kette kostete, als sie von einer jungen Frau und ihrem Sohn beiseite gestoßen wurde. » Das sind die Krieger, Bao. … Was wohl passiert ist? … Drachen! Geh beiseite Mädchen und habe Ehrfurcht vor den Kriegern, die einst die Drachen besiegten. « Tian würdigte die Frau mit einem bösen Blick, wobei der Junge, neben ihr, an seiner Umhängetasche zupfte und etwas murmelte, was wie: “Die ist immer so!”; klang.
Die Krieger. Ihr Vater war auch einer gewesen. Er hatte auch schon gegen Drachen gekämpft und hatte, wie tausend andere schon, sein Leben dabei gelassen. Zu ihrem Erstaunen hatte sie damals, als sie die Nachricht, dass ihr Vater tot war, erreicht hatte, nicht geweint, sondern nur schmerzhaft genickt. Ihre Mutter war auch schon seit langem tot, und nun hatte sie kein zuhause mehr. Sie zog nun von Stadt zu Stadt, um irgendwann in einer schönen sesshaft zu werden, aber sicher, dass sie irgendwann sesshaft werden wollte war sie nicht. Sie hatte sich schon an das ständige hin und her Reisen gewöhnt, und fand es spannend!
Immer mehr Menschen strömten auf den Fußweg. Tian verlor den Jungen mit seiner Mutter aus den Augen.
Die anderen Händler mussten sich mit dem Abbau ihrer Stände beeilen, denn keiner der Chinesen wollte den Kriegern im Weg stehen. Weitere Menschenmassen rissen Tian mit sich, weg von dem Stand. Sie versuchte gegen die Menschenmengen anzukämpfen und sich wieder zu dem Stand zu gesellen, doch es war zwecklos. Von weiten sah sie noch die bunten Tücher, die wie Vorhänge um den kleinen Schmuckstand aus Bambus hingen und den Händler vor der brennenden Sonne zu schützten, dann verschwand er aus ihrem Blickfeld. Sie wurde immer weiter nach links gedrängt. Menschen schrien, als sie durch das Getöse hinfielen und von den anderen unter ihren Füßen begraben wurden.
Pferdegetrappel. Hufschläge.
Noch mehr brüllten. Dann geriet die Masse ins Stocken. Tian schöpfte erleichtert nach Luft. Nicht einmal die Räucherwaren konnten den üblen Gestank, der aus den Gassen auf die Marktstraße wehte überdecken. Tian sah immer noch die übel zugerichteten Gesichter, der Penner vor sich. Sie tranken schon so viel Alkohol und Medizin, dass sie kaum noch etwas vom Tag und von der Nacht mitbekamen, da sie fast immer schliefen. Ja, ihr Leben bestand nur aus: schlafen, dann trinken, dann schlafen, dann trinken, schlafen und trinken…
» Verzeihung. Meine Mutter ist nicht gerade die höflichste. «
Ein Junge in einem hellbraunen Wams sah sie mit seinen freundlichen Mandelaugen an. Kein Zweifel, es war der Junge, der ihr vorhin begegnet war. Der, mit seiner unhöflichen Mutter.
Sie beäugte ihn mit ihrer missbilligsten Miene. » Was kümmert mich deine Mutter? « Tians Blicke streiften seine Stiefel. Sie waren normal braun, doch glatt poliert. Was war denn das für eine Familie?
» Ich denke sie wird dich nicht interessieren, aber das hier vielleicht. « Er holte aus seiner Umhängetaschen eine Kette. Das braune Lederband war mit schwarzen Mustern verziert worden, welche sich auch um den feinen grauen Anhänger rankten. Tian erkannte sie sofort wieder. » Woher hast du die? « Sie deutete mit einem Nicken auf seine gebräunte Hand, in der sich der Anhänger befand.
Ein Mann mit einer gewaltigen Wampe drängte sich zwischen sie. Er hielt einen Lederbeutel in der Hand, aus dem es nach gebratener Ente duftete. Der Mann hielt Ausschau nach etwas, weil er seine Augen mit der anderen Hand gegen die Sonne abschirmte. Tian drängte sich an ihm vorbei.
Nur mit Mühe konnte sie wieder frei sehen. Der Junge war weg. Das konnte doch nicht wahr sein! Tian stampfte auf. Sie war wütend! Wütend auf den Mann mit den Wurstfingern, der immer noch hinter ihr stand und nach etwas Ausschau hielt, wütend auf sich, aus welch einem Grund auch immer. Als ihr Fuß auf die harten Pflastersteine traf, wölbte sich etwas unter ihrem Fuß. Es konnte doch irgendetwas sein, ein Stein oder eine Münze, doch Tian musste nachsehen.
Sie hob den Fuß und blickte auf einen grauen Kranichanhänger, der an einem Lederband hing.
Später wunderte sie sich, dass der Junge einfach weggegangen war. Er hatte wirklich nett gewirkt, doch an seinen Sachen hatte sie erkannt, dass er einer reichen Familie angehörte und Reiche mochte sie nicht sehr.
Ja, hallo Lisa, und danke fuer Deine Geschichte.
Zunaechst der nette Teil meines Kommentars: Du hast sicher eine tolle Phantasie, und in dieser Geschichte (ist ja nur ein Beginn, denke ich) laesst Du der Phantasie freien Lauf. Da sind viele gute Ansaetze, oft schaffst Du es, eine Szene lebendig und zackig zu definieren und zu beschreiben.Auch die Charakterisierung klappt meistens sehr gut. Alles in allem eine wirklich gelungene Szene aus einem Fantasy-Roman.
Der unangenehme Teil meines Kommentars folgt aber: Du schreibst (wahrscheinlich auch bedingt durch grosse Schnelligkeit) wirklich ohne die Regeln der deutschen Grammatik sehr zu beachten. Und das ist ruecksichtsvoll ausgedrueckt. Da sind ganz einfach sehr viele Fehler, und das ist schade. Wer die Geschichte liest, wird wahrscheinlich nur allein wegen der vielen Fehler irgendwann die Lust verlieren und hoert auf. Das ist sicher nicht im Sinne des Erfinders/Autors!
Ich wuerde Dir vorschlagen, alles, was Du schreibst, 3 Mal zu kontrollieren, und zwar langsam und mit grosser Konzentration. Du kannst es auch von jemand kontrollieren lassen, der die deutsche Rechtschreibung gut kennt, und der Dir dann Schritt fuer Schritt dabei hilft, alle Fehler zu korrigieren und dabei lernst Du automatisch, fehlerlos zu schreiben. Das ist sowieso wuenschenswert, denn wenn Du einmal Autorin werden willst, dann musst Du wissen, dass die Verleger ein eingeschicktes Manuskript voller Fehler nicht einmal bis zum Ende des ersten Abschnittes lesen, sondern einfach in den Papierkorb werfen. Sie geheh davon aus, dass ein Autor praktisch fehlerlos schreiben kann – oder schreiben muss, denn Korrekturen kosten den Verleger: eine Person wird dafuer bezahlt, den gesamten Roman zu korrigieren, und dabai vergeht ein Haufen Zeit und kostet einen Haufen Geld.
Ansonsten versuche, mit gezielt eingesetzten neuen Zeilen mehr visuelle Ordnung in das Geschriebene zu bringen. Wenn der Erzaehler mit jemandem spricht, muss man jedes Mal eine neue Zeile einlegen, damit der Leser versteht, dass sich der Gesichtspunkt der Handlung aendert.
Ok, das war lang, aber ich bin sicher, Du verstehst, was ich sagen wollte.
Also, an die Arbeit!
Ciao
Georg
Lieber Georg Maag,
ich wollte sie fragen, ob sie meine letzte Geschichte schon gelesen oder vielleicht übersehen haben, da Sie sie noch nicht kommentiert haben; die Geschichte, in der das Eichhörnchen ans Meer reist.
liebe Grüße
Elena
Nein, ich habe sie nicht uebersehen, ich war ganz einfach im Urlaub!
Nun hoffe ich, in den naechsten Tagen etwas Zeit zu finden, um Dir einen Kommentar zu schreiben.
Ok?
Ciao
Georg
Spiele nie mit den Puppen deiner Schwester, sonst rächen sie sich
Eigentlich war Pan ein ganz normaler, 11 Jahre alter Junge, der mit seinen Eltern und seiner kleinen Schwester Jasmin in einem kleinem Bauernhaus am See wohnte und der gerne Fußball spielte. Außerdem liebte er es, anderen Streiche zu spielen, was aber nicht immer so gelang, wie er es vorhatte. So wie in dieser Geschichte:
Es war an einem Samstagmorgen, als um 4 Uhr in der Früh Pans Wecker klingelte. Seine Hand klatschte auf den Wecker und ließ ihn verstummen. Er stieg aus dem Bett und durchquerte im Halbdunkeln das Zimmer, wobei er auf einige herum liegende Legoteile trat. Dann öffnete er so leise wie möglich die Tür und schlich in den Flur hinüber zu der Tür von Jasmins Zimmer, öffnete diese und huschte lautlos hinein. „Puh! Der erste Schritt wäre schon mal geschafft“. Jasmin schlief immer noch wie ein Stein, stellte Pan erleichtert fest. Er ging zu ihrem „Puppentisch“ wie Jasmin es nannte und schnappte sich eine der Barbies. Schritt Nummer zwei war erledigt! Mit der Puppe in der Hand ging er dann zurück in sein Zimmer. „Ha, geschafft!“. Pan grinste als er die Tür hinter sich geschlossen hatte. Er setzte sich an den Schreibtisch und holte einen Filzstift aus seiner Federtasche. Mit diesem malte er der Barbie schwarze Lippen, Vampirzähne, einen Schnurrbart und schnitt ihr anschließend die Harre so kurz, dass sie aussah wie ein Mann. Dann lachte er über sein Werk, nahm die Puppe an der Hand und tanzte mit ihr im Zimmer herum. Dabei sang er immer wieder:
Das ist der allerbeste Streich auf Erden,
doch soll er noch viel cooler werden!
Doch was soll ich machen, wie soll das gehn
Ach, ich hab es – ich tauch sie in Lehm!
Jasminchen , ich hoffe, dass der Gentleman dir gefällt,
denn er ist der coolste der ganzen Welt
Hahahahaha!
Dann lief Pan zum Fenster, kletterte kurzer Hand nach draußen in den Garten und lief zur Lehmgrube hinterm Haus, wo er Jasmin schon öfter reingeschubst hatte und hielt den Gentleman kopfüber hinein. Dann rührte er noch ein bisschen und ging wieder rein, um die Puppe trocknen zu lassen. Also spannte er geschickt einen Strick durch sein Zimmer und befestigte sie mit Wäscheklammern daran. Pan war stolz auf sich und legte sich wieder ins Bett. Aber er konnte nicht mehr einschlafen und sah so die ganze Zeit die arme Barbie an und plötzlich begannen deren Augen zu leuchten: „Pan Hillinger“, raunte sie mit ernster Stimme „warum ärgerst du ständig deine Schwester und hörst nicht auf deine Eltern, wenn sie dir etwas sagen?“
Pan schwieg. „Soso, du weißt es also selber nicht, wie?“ fragte die Puppe wieder. „Halt den Mund, ich will schlafen!“ sagte Pan mürrisch und wunderte sich sogleich über seine Worte. Warum redete er mit einer Barbie?! Das war bestimmt nur ein doofer Traum. Er kniff sich in die Wangen, aber er war tatsächlich wach. Das hatte nichts Gutes zu bedeuten! „Pan Hillinger, weil du so ein böser Bube bist, wirst du für eine Weile, bis du dich gebessert hast, eine Prinzessin sein!“ sprach die Barbie. Und so kam es:
Pan fand sich auf einem Schminkstuhl in einem großen Schlafraum wieder. In dem Raum stand ein riesiges Himmelbett, auf dem Jasmins Barbie lag, genau so dreckig wie vorher. Im Gegenteil zu Pan – er wurde von mehreren, fein angezogenen Damen frisiert. Und die taten so, als wäre alles ganz normal!!! Nicht so, als wäre eben ein kleiner Junge von einer Barbie hierher geschickt worden! Pan sah in den Spiegel und wäre fast umgekippt. Er saß da, in einem pinkfarbenem Kleid, mit Make-up und Ohrringen und Ketten und seine sonst kurzen, orangefarbenen Haare waren lang und zu einem tollen Dutt gesteckt.
„Alles okay, Prinzessin Fanny?“ fragte eine der Damen und Pan hörte sich mit einer hohen klaren Stimme sagen: „Nein, der Lidschatten passt ganz und gar nicht zu meinem Outfit!“ Er schlug sich die Hand vor den Mund, um nicht noch mehr Unfug zu reden. Die Damen machten sich daran, neuen Lidschatten und Lippenstift aufzutragen. „Ist es so angenehm?“ fragte dann die Dame wieder. „Ja.“ sagte Pan kleinlaut, er hatte sich vorgenommen, sich einfach erst mal wie eine Prinzessin zu benehmen und so wenig wie möglich zu sagen.
Nachdem die Damen fertig waren, geleiteten sie Pan in den Thronsaal, wo sich dieser neben den König auf einen reich verzierten Stuhl setzen durfte. „Wenn Jasmin mich jetzt sehen würde! Ach wie wäre sie neidisch!“ dachte Pan stolz. Er sah sich in dem riesigen Raum um und entdeckte immer und immer wieder neue Dinge. Aber irgendwann hatte er alles lang genug angesehen und es wurde langweilig. Wenn Pan zu Hause wäre, würde er jetzt Fußball spielen, ging hier aber nicht! Oder er würde Jasmin ärgern, ging hier aber auch nicht. Gar nichts cooles konnte man hier machen! Pan wurde immer langweiliger und er wollte an seinen Fingernägeln knabbern, so wie er es immer tat wenn ihm mal langweilig war, aber seine Fingernägel waren rot lackiert. Wie scheußlich! Zudem musste er mal ganz dringend aufs Klo.
„Ähm, Entschuldigung Majestät, ich muss mal auf die Toilette!“ sagte er noch immer mit dieser komischen Stimme. „Ach Fanny,“ sagte der König, ohne Pan anzusehen „sag doch bitte Daddy zu mir.“ „Ja.“ murmelte Pan und sah auf seine Füße. Erst jetzt merkte er, dass er Hackenschuhe trug. „Deswegen bin ich vorhin so wackelig gegangen.“ dachte er. „Okay Daddy, darf ich mal auf die Toilette?“ fragte er noch mal. „So doch gerne Schatz, aber bitte gib mir noch ein Küsschen!“. „Oh nein, garantiert nicht!“ sagte Pan und merkte, dass es sich kein bisschen nach Prinzessin anhörte. „Fanny!“ sagte der König mit drohender Stimme.
„Ähm, entschuldige!“ Mit schnellen Schritten lief Pan zur Tür wobei er einige Male fast gestolpert wäre. „Fanny, komm sofort zurück!“ Pan blieb stehen und drehte sich um, „Irgendwas stimmt hier nicht!“ begann der König. „Was sollte denn nicht stimmen?“ Pan war gespannt stehen geblieben und hielt die Luft an. „Du bist nicht meine Tochter, stimmt‘s? Eine Tochter sagt immer „Daddy“ und sie gibt mir Küsschen – wenn auch manchmal etwas ungern – und sie kann auf Hackenschuhen gehen. Du bist jemand anderes! Wo ist meine Tochter? Ist sie entführt? Antworte schon! … VERRÄTER! … Waaachen ergreift ihn!“. Aus den Ecken des Zimmers kamen Wachen mit großen Schritten auf Pan zu. Dieser zog blitzschnell die Schuhe aus und stürmte aus dem Saal. Er hörte den König nur noch schimpfen und Befehle schreien, dann fiel die Tür hinter ihm zu. Er blieb stehen, um zu verschnaufen. Irgendwie musste Pan in das Schminkzimmer zurückfinden, denn da war immer noch die Monsterpuppe. Aber er wusste den Weg nicht mehr. Plötzlich ging die Tür wieder auf und die Wachen stürmten auf den Flur. Pan rannte, wie er noch nie in seinem Leben gerannt war.
Währenddessen war zu Hause das totale Chaos los. Pan war weg und statt dessen saß auf seinem Bett eine hübsche Frau, die sich die Haare kämmte und behauptete eine Prinzessin zu sein. Jasmin war natürlich hin und weg eine Prinzessin in ihren Haus zu haben, aber die Eltern fanden das nicht so lustig. Hinzu kam, dass die Prinzessin ihnen auch nicht sagen konnte, wo Pan war und wie sie hierher gekommen war. Sie weigerte sich strikt, das Haus zu verlassen, sie sei schließlich eine Prinzessin und es stehe ihr frei, sich aufzuhalten wo immer sie wolle. Jasmin wollte mit der Prinzessin und mit ihren Puppen spielen und stellte dabei fest, dass ihre Lieblings-Barbie fehlte. Da begann sie fürchterlich zu heulen.
Die Eltern hatten währenddessen die Polizei verständigt und Pan als vermisst gemeldet. Einige Polizeiwagen fuhren gerade zum Haus der Hillingers, um eine Befragung vorzunehmen, ein anderer Trupp suchte die Umgebung ab.
Im Schloss herrschte ebenfalls ein heilloses Durcheinander, überall stürmten Wachsoldaten durch die Gänge, Pan rannte durch die verschiedenen Zimmer und suchte vergebens nach der Monsterpuppe. Einmal stürmte er sogar ins Bad, wo eine ältere Dame nicht abgeschlossen hatte.
Die Rüstungen der Wachen klapperten hinter ihm und trieben ihn vorwärts. Schließlich fand er das Zimmer wieder, rannte hinein, knallte die Tür hinter sich zu und drehte den Schlüssel um… Puh, erst einmal Ruhe. Er hörte die Wachen draußen mit einem entsetzlichen Rums an die Tür scheppern. Dann sagte einer von ihnen: „Die andere Tür!“ und sie rannten wieder los. Verzweifelt sah Pan sich um. Ah, da hinten gab es noch eine Tür. Er rannte, immer noch in seinem seltsamen Outfit, hin und schloss auch diese ab. Wieder schepperten die Wachen wütend dagegen. „Puh!“, erschöpft setzte sich Pan auf das gemütliche Bett.
Dann fiel ihm wieder ein, weshalb er überhaupt losgelaufen war. Er musste immer noch dringend zur Toilette, aber die Wachen standen noch vor der Tür und machten sich mittlerweile mit einem Brecheisen daran zu schaffen. „Oh nein!“ Pan stöhnte. Doch da fiel ihm die andere Tür wieder ein und er rannte zu ihr hinüber, lugte darunter durch, aber auch da standen die glänzenden Eisenstiefel. „Mist“ sagte Pan laut. Die Wachen hatten ihn wohl gehört, denn sie glucksten vergnügt. „So, Pan Hillinger , ist dir das jetzt Lehre genug?“ fragte da eine Stimme vom Bett aus. Pan ging hin und nahm die Puppe hoch: „Bring mich sofort wieder nach Hause!“ schrie er sie an. „Zu erst einmal redest du in einem vernünftigen Ton und dann frage ich dich noch einmal: Hast du deine Lehre denn gelernt?“ hakte die Barbie noch mal nach. „Ja! Aber bring mich bitte wieder nach Hause!“. Der Barbie reichte das aber noch nicht: „Okay, ich tue es, aber vorher machst du mich wieder sauber und du unterzeichnest diese Vereinbarung!“. Erst wollte Pan sich weigern, aber er sah dass er keinen anderen Ausweg hatte. Also nahm er sie hoch und ging zu dem Schminktisch, an dem er auch schon gesessen hatte. Dort nahm er ein Wattetupfer, wischte das Gesicht der Barbie sauber, trug ihr frischen Lidschatten und Lippenstift auf und, und, und. Zuletzt las er die Vereinbarung durch, mehrere Male stöhnte er auf, aber am Ende unterschrieb er.
Als er fertig war, sah die Barbie sehr zufrieden aus und sie machte den Zauber rückgängig.
Seither ist Pan zwar kein Musterknabe, aber er hat sich – zur Verwunderung seiner Eltern und seiner Schwester – sehr gebessert.
ENDE
Tolle Geschichte, Johanna, vielen Dank! Da gibt es, wenn ich wirklich kritisieren wollte, ein paar kleine Fehler in den Uebergaengen zwischen Traum und Wirklichkeit, aber es ist nicht schlimm und funktioniert trotz allem sehr gut. Schoen der Teil, wo Pan im Schloss aufwacht. Da haettest Du sogar noch ein bisschen laenger daran arbeiten koennen und ein paar schmackhafte Details erfinden koennen, aber so ist es auch gut, wirklich!
Danke und ciao
Georg
Das ist meine erste Geschichte.
Freddy’s erstes Abenteuer
Alles began in einer Fabrik, die in der Mitte von Nichts liegt. Dort werden Metallkappen, Plasteteile, Gummigriffe und noch viele andere kleine Einzelteile liebevoll von einer ueber zwanzig Jahre alten Maschine zusammengeschraubt. Sie heisst Mariana, und ich, ich heisse Freddy. Nun ihr werdet euch natuerlich fragen, wer ich denn bin? Ich bin ein ganz normaler 2 Monate junger Schreibfueller. Heute ist mein grosser Tag, denn ich werde in den Supermarkt Schlecker transportiert. Dann kann ich endlich einem Kind beibringen, wie man schreibt. Das ist auch meine Pflicht und Ehre, denn Erstens, kriege ich meine Schreiblizenz, und Zweitens, ist das eine Tradition, die schon seit 400 Jahren in unserer Familie besteht.
(1 Stunde spaeter im Schlecker)….
Endlich bin ich angekommen. Ich bewundere mein neues Zuhause. “Das ist ja traumhaft!” teile ich meine Mitbewohner Jan und Anna mit. Ihre Wohnungen liegen direkt neben meiner. Wir wohnen alle im Vierten Stockwerk der Schulenstr., Hausnummer 1.
Nachdem eine Woche vergangen ist, habe ich mich schon an das seltsames “Ding a ling a ling”-Gerauesch gewohnt. Meine Wohnung finde ich toll und wuerde am liebsten fuer immer hier bleiben. Aber eines Tages passiert es. Diesmal hoert sich das “Ding a ling a ling” seltsamer wie nie zu vor an. Ich bekomme auf einmal ganz viele Schmetterlinge in meinem Bauch. Ob mich jetzt endlich ein Kind mit nach Hause nimmt? Ich weiss naemlich, dass jetzt Juli ist und das dann alle Kinder Fueller kaufen. Ihr fragt euch sicherlich, woher ich das weiss. Tja, ich habe halt in zwei Monaten kurz Unterricht bekommen. Ploetzlich reist mich etwas aus meinen Gedanken. Etwas Weiches und Glattes, das sehr gross ist, ergreift mich mit seinen 5 Greifarmen. Etwa eine Kinderhand??? Ich werde in ein Metallkorb geschmissen. Ich winke Jan und Anna noch zum Abschied und dann beginnt meine grosse Abenteuerreise. Erst mal laufen wir die Schulenstrasse hoch dann biegen wir in die Haarstrasse ein. Wir biegen noch einmal ab und befinden uns in der Kassenstrasse. In der Kassenstrasse ist eine kleine Fabrik, die Mariana ueberhaupt nicht aehnelt. Ich werde vor die Fabrik abgelegt und habe Angst, dass mich das Kind wieder zurueck geben will. Aber dann faengt das Band sich an zu bewegen. Ein grelles Licht leuchtet auf, das so viel Kraft haben muss, wie die Sonne. Nach dem Grellen Licht komme ich aus der Machine wieder heraus und das Kind packt mich in eine Tasche. Wir laufen die Ausgang Strasse runter und stopen an einer grossen Kiste mit Raedern. Wir setzen uns rein und ich erblicke zum ersten Mal einen Riesenmenschen, den Papa des Kindes. Ein Motor geht an und wir fahren los.
In der Kadiner Strasse, Hausnummer 5 Stockwerk 7 in einem abenteuerlichen Zimmer…..
Ich werde aus meinem Bett gerissen. Das ist ja wohl wirklich nicht noetig!! Dann werde ich auch noch hochgehoben und mit Tinte befuellt. IIIIhhhhhhhhhh!!!!! Um den ganzen Aufwand noch komplizierter zu machen, muss ich auch noch schreiben. Na ja, so richtig schreiben kann man das nicht nennen. Es fuehlt sich eher so an, als wuerde ich einen afrikanischen Tanz vorfuehren. Also beschliesse ich zu Streiken. Der Junge schuettelt mich und ruft nach seinem Papa. Der Papa kommt angerannt und ruft, “Was ist denn, Federiko?” Federiko antwortet “Mein Fueller ist kaputt!” Darauf erwiedert Federikos Papa ” Lass mal sehen…” Federikos Papa hebt mich hoch mit seiner grossen schrumpligen Hand und fragt ” Hallo Fueller, willkommen bei uns zu Hause. Wie heisst du denn?” Ich bin froh, dass mich hier endlich einmal einer versteht und anworte “Ich bin Freddy und dein Sohn kann ueberhaupt nicht richtig schreiben. Deshalb habe ich gestreikt, damit ich ihm richrig schreiben beibringen kann.” Der Papa lacht ganz laut und sagt zu seinem Sohn, “Hast du das gehoert?” “Ja,” erwidert Federiko erstaunt, “aber ich glaube Freddy muss mich erstmal kennenlernen.” Zu Freddy gewandt sagt er:” Ich bin Fedriko und 6 Jahre alt und das hier ist mein Zimmer. Ich freue mich schon auf unseren gemeinsamen Stunden. Da haben wir bestimmt eine Menge Spass miteinander!” ” Ja erwiedere ich, dann lass uns doch schon jetzt schon anfangen!” Federiko nimmt mich in die Hand und macht einen erneuten Versuch. Ich tanze wie wild umher und es kommen tatsaechlich erste Andeutungen von Buchstaben heraus…. Wir haben eine Menge Spass miteinander aber mit dem Schoenschreiben…. na ja, das wird schon auch noch werden.
Alle sagen immer: „Wenn gerade alles schiefläuft, dann kann es ja nur besser werden.“ Ich sage: „Schlimmer geht immer.“
Zurzeit hatte ich ziemlich Stress mit meinen Eltern. Meine Mom rastete bei jeder Kleinigkeit aus und mein Vater sah mich dann immer so vorwurfsvoll an, als hätte ich weiß Gott was angestellt. Das macht mich so aggressiv, dass ich ihm am liebsten jedes Mal eine scheuern würde. Einmal habe ich Mom nach einem Stift gefragt, als sie gerade an irgendeinem wichtigen Steuerzeugs gearbeitet hat. Sie hat mich total angebrüllt, von wegen, wenn ich nicht mal wüsste, wo in diesem Haus Stifte sind, dann hätte ich hier nichts mehr zu suchen und sie würde ja auch nicht einfach reinplatzen, wenn ich gerade Hausaufgaben mache oder für einen wichtigen Test lerne. Ich dachte nur, oh doch, das tust du, und zwar nur, um mich zu fragen ob meine armen Pflanzen schon Wasser bekommen haben, obwohl du genau das Gleiche schon vor zwei Minuten wissen wolltest. Und ich da schon mit ‚Nein’ geantwortet habe. Aber zu sagen habe ich mich das nicht getraut. Ich bin dann jedenfalls ohne Stift in mein Zimmer gegangen und wollte eigentlich den Dankesbrief an meine Tante, die mir ein Päckchen geschickt hatte, schreiben. Meine Mom nervt mich schon seit Tagen damit. Also habe ich mich jetzt endlich dazu aufgerafft, es zu machen. Tja, Mom, ohne Stift ist das schwierig. Und ich weiß auch schon, warum bald das nächste Donnerwetter kommt. Nämlich, weil ich den Brief noch nicht geschrieben habe.
„Maja, Abendessen!“ Ich kniff die Augen zusammen und rappelte mich von meinem Bett hoch. Und stieß voll mit dem Knie gegen den Schrank. „Verdammt!“, fluchte ich und schmiss das Buch, das ich gelesen hatte und noch in der Hand hielt, gegen die Wand. Woraufhin der Buchdeckel sich von den Seiten löste und irgendwo hinter dem Bett verschwand. Gut. Ich bin ja auch so lange nicht mehr geschimpft worden. Mein Zimmer war einfach viel zu eng. Wenn man durch die Tür reinging, lief man schon Gefahr, gegen den Schreibtisch zu knallen, der ein bisschen in den Türrahmen hineinstand, weil er zu breit für das kleine Stückchen Wand links neben der Tür war. Ging man zwei Schritte, kam, direkt an den Schreibtisch herangepfercht, das Bett, von dem die Fußseite and der Schreibtisch-Wand war und die Länge des Bettes die ganze der Tür gegenüberliegenden Seite ausfüllte. Mein Schrank stand einen halben Meter entfernt vom Kopfende des Bettes an der vierten Wand in meinem Zimmer. Und wenn man sich zum Lesen in die hinterste Ecke vom Bett einigelte und dann mit Schwung aufstand, dann, tja, dann knallte man eben mit dem Knie an den Schrank. Rechts neben dem Schrank kam nicht mehr viel, nur noch ein kleines Bullaugen Fenster und dann war man mit ungefähr fünf Schritten auch schon durch, durch mein Zimmer. Eine 180°-Drehung und ich schaute wieder genau auf mein Schlafgemach. Vor dem das Buch ohne Buchdeckel lag. Was mich auch wieder daran erinnerte, dass mich mein Vater vor ungefähr zwei Minuten gerufen hatte. Weil mein Magen knurrte wie ein hungriger Löwe, beschloss ich, das Buch erstmal Buch sein zu lassen und zum Essen hinunterzugehen, bevor mein Vater raufkam und das Buch gelassene Buch sah. Ich trampelte die Treppe runter, wirbelte in die Küche und wäre am liebsten gleich wieder hinausgewirbelt. Mein Vater hatte schon wieder den typischen ‚Ich-Tick-Gleich-Aus-Blick’ drauf. „Guten Abend“, sagte ich höflich, setzte mein bestes Lächeln auf und mich hin. Daddy runzelte die Stirn, sah mich an als hätte ich „Hey, Alter“ zu ihm gesagt und bat mich schließlich, ihm die Flasche Bier zu geben, die auf der Arbeitsfläche stand. Um Streitereien am Abend vorzubeugen sprang ich sofort auf. Ein Fehler. Ich riss meinen Stuhl um, er knallte gegen die Anrichte und das Bier kippte gefährlich. Ich, unfähig etwas zu tun, stand daneben und sah zu, wie die Flasche immer näher an den Rand rutschte und wackelte, schließlich herunterfiel und auf dem harten Fliesenboden in tausend Scherben zersprang. Betreten schaute ich auf den Boden. Ich wartete darauf, dass sich der ‚Ich-Tick-Gleich-Aus-Blick’ in einem riesigen Donnerwetter entlud. Aber, nein. Mit einem Gesichtsausdruck, den ich später nicht mehr deuten konnte, sah mein Vater erst den Biersee an und dann mich, dann komischerweise meine Mom, obwohl die damit überhaupt nichts zu tun hatte und dann … lachte er. Ja, er lachte! So laut, dass ich dachte, die Decke fällt uns gleich auf den Kopf. Dad gluckste und kicherte, sah dabei aus wie ein hüpfendes Smartie und hüpfte so lange, bis Mommy schließlich auch lachen musste. Sie gackerte und krähte wie ein Huhn. Ich saß daneben und konnte überhaupt nicht lachen. Ich sah meiner Familie zu, dem Smartie und der Henne, und dachte, dass es nicht sehr erstrebenswert ist, mit so was verglichen zu werden. Aber immerhin war die Stimmung danach zumindest bei meinen Eltern besser und den Biersee wischte auch Mom auf.
Hallo Marabella, und danke fuer die Geschichte.
Sofort ein bisschen Kritik: ich kann mit Fuellwoertern wie “voll” und “total” nichts, aber wirklich gra nichts anfangen – Hier koennte ein “total nichts” wirklich passen… ;.) Achte darauf, solche Woerter beim Schreiben zu vermeiden, denn im Grund geben sie dem Satz nichts, helfen nichts und schaden nur. Total sinnlos, eben.
Ich wuerde dir raten, oefters einmal einen neuen Abschnitt zu setzen. Das tut dem Leser gut, denn dann weiss er, dass sich in der Geschichte etwas Neues tut, oder dass er mal kurz aufstehen kann um sich ein Bier zu holen.
Sehr gefallen hat mir dieser Satz: “setzte mein bestes Lächeln auf und mich hin.” Das war eine prima Idee!
Die Beschreibung deines Zimmers ist irgendwie holprig und zu lang. Das sind solche Passagen, wo ein Autor manchmal eine halbe Stunde dasitzt und arbeitet, um alles wieder ins Lot zu bringen – und dabei nicht sicher ist, ob er es schafft.
Aber sonst gut, sehr nett auch das Ende.
Gut gemacht!
Ciao
Georg
Die goldenen Kuppeln glänzten in der heißen Mittagssonne. Wie Muscheln, die man am Strand fand, drehten sie sich in den Himmel. An der Spitze gepickt von einer grünen Kugel, die man am liebste berühren wollte. Um die Mittagszeit waren die Gassen leer, das einzige was man dort fand, war der Südwind, der den Sand durch die Gassen wehte. Ich sahs auf einem der flachen Dächer, und öffnete die Augen. Das Sonnenlicht blendete mich, und ich musste die Augen zusammen kneifen, um etwas sehen zu können. Die Stille war beunruhigend, die Einsamkeit beängstigend. Ich sahs auf einem der Häuser, der Äußeren Dörfer, die den Palast umgaben. Von hier aus sah man alles, und das war nicht mal viel. Bis ans Ende des Horizonts nur Dächer. Ein kleines Lächeln stahl sich auf mein Gesicht, als ich die Kapuze tief ins Gesicht zog, und sprang. Die Häuser waren nicht gerade hoch, doch das war auch weniger das Problem, denn Aufprall würde ich schon überleben. Es waren eher die Soldaten, die an jeder Häuserecke ihre Patrouille hielten. Ich landete, und zog mich in den Schatten zurück. Aus einem Augenwinkel sah ich, wie einer der Männer in die Straße lunchte. Mein Atem ging schneller, doch zum Glück zog er sich wieder zurück. Mit einer Handbewegung strich ich mir die Haare aus dem Gesicht. Die dunklen Locken hielten sich nicht lange in dem Knoten, in dem ich sie zu tragen pflegte. Ich schreckte auf, als ich einen schrillen Schrei hörte. Er ging mir durch Mark und Bein, und liess mich erstarren. Meine Augen suchten fieberhaft den Himmel ab, auch die Soldaten hatten es bemerkt, denn sie zielten bereits auf den Himmel. Fieberhaft suchte ich nach einem Unterschlupf, einem Versteck. Doch mir blieb nichts anderes übrig, als weiter im Schatten zu hocken, und das beste zu Hoffen. Wieder erklang ein Schrei, jetzt noch näher. Ich wagte mich kaum zu bewegen. Trotzdem siegte meine Neugierde, und ich wagte mich einen Stück aus meinem Versteck heraus. Goldene Muster zogen sich über den schlanken Leib des Drachen, bewegten sich über seinen stählernen Muskeln.
Wie ein Blitz schnellte das schlangenartige Wesen über den Himmel. Es war so faszinierend, das man fast vergaß, wie gefährlich Drachen waren. Eine Flamme schoss aus seiner Kehle. Breitete sich rasend schnell in der heißen Luft aus und setzte alles, was ihr in den Weg kam, in Flammen. Zu späht bemerkte ich, das ich lieber fliehen sollte. Da spürte ich schon die Hitze über mir. Schreie aus dem Haus, auf dem ich mich gerade noch befunden hatte. Glut und Asche rieselte auf mich herab, blieb in meinen Haaren hängen. Im selben Moment befand ich mich schon im rennen. Sprintete um die nächste Ecke. Ich spürte den Luftzug hinter mir, das Zischen des Drachen. Seine Begierde mich zu fassen.
Doch das spornte mich nur noch mehr an, fast flog ich über den Boden. Diesmal versuchte mich keiner der Soldaten ein zu fangen. Ihr sinnlosen Versuche, den Drachen mit einem Netz zu bewerfen, waren gescheitert. Sie machten mir nur noch freiwillig den Weg frei, darauf bedacht, ihre eigene Haut zu retten. Feiglinge! Das waren sie. Nichts anderes als Feiglinge Zwar eine Knarre halten können, und vor den Freunden angeben, doch in einer Situation, wo es darauf ankam leben zu retten, den Schwanz einziehen.
Langsam wurde ich müde, und die Bestie hinter mir kam näher. Ich entdeckte einen schmalen Seitenarm, der von der Straße abzweigte. Mit letzter Kraft sprintete ich zu ihm, und quetschte mich hinein. Ich höre das Klicken von Krallen, meine Brust bebt, der Drache schwenkt seinen Kopf hin und her. Ich quetsche mich weiter durch den engen Gang. Immer mit einem Blick auf den Drachen. Er schwenkt seinen Kopf um. Zum ersten mal bin ich einem solchen Tier so nahe. Es ist nicht selten dass sie unsere Stadt heimsuchen, was sie hier her treiben, und was sie suchen, wissen wir nicht. Wir wissen nur, das ihre Flammen töten können und ihre Krallen Dächer aufreissen und Menschen töten.
Seine goldenen Augen fixieren mich, er beobachtet mich. Mich- einen kleinen, hilflosen Menschen der auf den Tod wartete. Wie als hätte er Mitleid mit mir, drehte er ab und stößt sich vom Boden ab. Mein Atem beruhigt sich wieder. Doch ich weiss, das ich hier nicht sicher bin. Die Soldaten haben mich gesehen, und werden nach mir suchen. Ich suche meine Tasche, in der ich meine wichtigsten Habseligkeiten aufbewahrt hatte, doch ich finde sie nicht mehr. Seufzend taste ich mich an der Wand durch die Halbdunkelheit. Da fehlt mein Blick auf ein kleines Glöckchen, das verloren im Staub liegt. Vorsichtig greife ich danach, und wiche den Staub von der durchsichtigen Oberfläche. Ich staune, denn das Glöckchen ist so fein gearbeitet, das es irgendwie unwirklich, in meinen schmutzigen Händen, wirkt. Feine, dünne Goldadern ziehen durch das Glas. Man hat Angst, dass es, wenn man es runter fallen laesst, zerspringt.
»Hey, Mädchen! Was machst du denn da!« Ich drehe mich zögernd in die Richtung des Soldaten. »Das… bist doch nicht schon wieder du!« Ich drehe mich um und renne wieder in die Dunkelheit. Das Glöckchen bimmelt fröhlich in meiner Tasche.
Schnell tauche ich in der Menschenmenge unter, jetzt, wo der Nachmittag anbricht, brennt die Sonne nicht mehr so heiß auf der Haut. Dennoch, mich erinnern die Brandwunden an den Vorfall heute morgen. Mansche Menschen schauen mich komisch an, weichen mir aus. Doch ich bin das gewohnt. Mein Aussehen war noch nie gerade berauschend. Meine wilden, unbändigen Haare stehen meist wild von meinem Kopf ab, zwar versuche ich sie zu bändigen, doch spätestens wenn ich wieder einmal über die Dächer fliehe, löst sich der Knoten wieder. Meine Lippen sind durch die Hitze aufgesprungen. Meine Gestalt ist mehr als mickrig, man würde mich eher auf 10 schätzen, als auf meine 12. Das liegt daran, das ich mir kaum Essen leisten kann. Wenn, nur mal einen Fladen Brot, aber das auch nur zu guten Zeiten. Wie ich überleben kann? Ein Dieb bin ich. Doch ist dieser Titel nicht einmal selten. In einem Dorf, wie diesen, wovon es viele gibt, leben viele arme Menschen, die anders nicht überleben würden. Die Paläste sehe ich kaum, nur aus der Ferne kann man sie bewundern. In das Palastinnere kommt man aber nicht. Nicht als Bettler. Suchend sehe ich mich nach einem Stand um wo ich die Glöckchen loswerden kann. Sie sind zwar schön. Gewiß, doch was ist mir lieber. Ein paar schöne Glöckchen, oder Geld mit dem man sich etwas zu Essen kaufen kann? Ich habe schon vor einer Ewigkeit gelernt, mich selber zu versorgen. Nicht, weil ich es wollte. Nein! weil ich musste. Meine Eltern konnten die Steuern nicht mehr bezahlen, sie baten um noch einen Monat, doch bekamen sie den? Sie wurden in die Gruppen verschleift, ob sie jeh wiederkommen würden? Ich weiss es nicht, doch sie würden mich nicht mehr erkennen. Wenn man einmal in den Gruben ist, kommt man nie wieder heraus, auch wenn man schon wieder im vertrauten Heim sitzt. Die Gruben hinterlassen ihre Spuren. Nicht nur äußerlich, man sieht nicht nur die Narben an den Händen, und die Peitschenhiebe auf dem Rücken, man sieht auch die Verwirrtheit in ihren Augen. Ihre von der Sonne blinden Gesichter. Sie sind danach nicht mehr so wie sie einmal waren. Nur noch seelenlose Körper, sagt man. Doch will das die Regierung nicht? Noch mehr Sklaven die sie für ihre Bauten braucht?
Ich schüttele den Kopf, an so etwas will ich jetzt gar nicht denken, nicht an meine Eltern. Ich bin jahrelang ohne sie ausgekommen, jetzt will ich nicht in Trauer verfallen. Es würde mir nur den Tod bringen, denn so friedlich wie diese Straßen im Moment erscheinen, sie sind es nicht. Ich sehe mein Ziel, in einer dunklen Ecke, steht ein Mann. Ich kenne diese Männer. Falscher. Sie sind der Schwarzmarkt hier. Hat man etwas, was nicht zur gebräuchlichen Ware gehört, verkauft man es an sie. Auch hier stehen Soldaten, sie sind dafür da, um solche Geschäfte zu verhindern. Doch das einzige was sie machen, ist sich eine Zigarette anzuzünden und dumm in die Gegend zu kucken.
Ich halte nicht viel von diesen Männern. Der Mann hebt eine Augenbraue, als ich mich ihm mit zielsicheren Schritten nähere. »Unknow, meine Kleine. Was hast du mir heute zu bieten?« Unknow- in meinen Kreisen nennen sie mich so. Ich hasse den Namen, denn mir die Soldaten gegeben haben. Mädchen- als ob ich noch ein Mädchen wäre. Ich werde nicht mehr Abends ins Haus gerufen! Ich habe nicht immer eine feste Bleibe! Warum vergleichen sie mich dann mit anderen Mädchen? Als wäre ich so wie die! Die Heulen doch wegen jeder Kleinigkeit! Ich habe das wahre Leben kennen gelernt! Unknow dagegen klingt besser. Geheimnisvoll wenn man es sich auf der Zunge zergehen lest. Sie kennen mich nicht, und es ist nur höflich das sie mich nicht Mädchen nennen, wenn ich mit ihnen verhandle. Ich bin ein Geschäftspartner für sie, ich kann falschen. Und es gibt mir ein gutes Gefühl, wenn sie Respekt vor mir haben. Denn das, haben nur die wenigsten. Die meisten behandeln mich immer noch wie ein Kind, das bedauert werden will. Oder wie einen Hund, einen räudigen Hund aus der Gosse. Die Wahrheit ist eben immer noch das, was am schwersten zu begreifen ist. »Ich habe etwas gefunden… ein paar Glöckchen, ich will wissen was sie wert sind und! Was ich für sie bei dir verlangen kann!« »Ein paar Glöckchen? Ein paar Glöckchen?!«, deutlich war der Hohn und der Spott aus seiner Stimme herauszuhören, »Was denkst du eigentlich manchmal Mädchen?«
»Ich glaube trotzdem das sie dir gefallen werden!«, beharrte ich weiter und zog die Glöckchen heraus. Der Mann stockte plötzlich, und seine Augen weiteten sich. Die kleinen Glöckchen werden vom Wind erfasst und bimmeln leicht. Ihr Ton ist hell und klar. Viel reiner als der von normalen, rostigen Haustüren. Einer der Soldaten horcht auf und dreht sich zu uns um. Der Händler packt, schneller als das ich es verhindern kann, meine Hand und entreißt mir die Glöckchen. »Wo hast du die her?«, fasziniert fährt er mit seinen schmutzigen Finger die Adern entlang. »Gefunden.«, lüge ich. »Pah! Gefunden. So etwas findet man nicht, so etwas klaut man höchstens…« »Ich habe es wirklich nur gefunden! Bei dem Drachenangriff heute Morgen, da habe ich es auf einmal im Schmutz liegen sehen!«, auf einmal wurde mir ein Licht klar. Vielleicht…? »Kannst‘ es wieder haben. Ich kann es nicht gebrauchen!« Er wirft mir die kleinen Glöckchen herüber. Mit einer schnellen Bewegung rette ich sie davor, am Boden zu zerschellen. »Aber… ist es denn was Wert?«, meine Hoffnungen sind zu Nichte, heute mal eine ordentliche Malzeit zu bekommen. !« »Ja, ja! Gewiß, es ist viel Wert, einen Preis sogar, denn ich mir… nicht ausmalen könnte!«, begann er zu stottern, »Aber war bringt es mir? Wenn sie mich damit erwischen, sie könnten falsche Rückschlüsse ziehen!« Mit diesen Worten klappt er seinen kleinen Tisch zu, und verschwindet in der Dunkelheit. Zurück bleibe ich, wie ich ihm verwirrt hinterherstarre.
»Du Gauner! Gib sofort das Brot wieder her, oder ich…«, schnell bog ich um die nächste Ecke, das noch warme Fladenbrot unter meinem Hemd versteckt. Die Hitze brannte auf meiner Haut, und mein Gesicht war rot vor Anstrengung. Doch ich lächelte, für heute Abend hatte ich etwas zu Essen! Noch zwei Äpfel, die auf dem Boden lagen und niemand mehr wollte, aufgehoben und schon war ich weg. Das einzige was ich noch hörte war das gedämpfte Schimpfen des Händlers, der jetzt ein Brot weniger besaß. Na und! Ich war fast vor dem Verhungern, und er war schon so dick, das man ihn rollen konnte! Manchmal frage ich mich, warum Gott das Glück so ungerecht verteilt hat. Einige schwimmen darin, und andere, müssen es sich selber erbetteln. Ich nehme mir nur das, was mir eigentlich zu steht. Das war mein Grundsatz, und daran hielt ich mich auch. Ich wollte keine Schuldgefühle haben, weil ich jemanden, der sowieso zu viel hatte, etwas weg nahm. Mit einem Ruck kletterte ich das Regenrohr hinauf. Geschickt griffen meine Hände nach dem Metall. Ein Seufzer drang aus meiner Kehle als ich mich auf das Lehmdach sinken lies, ich zog den Fladen heraus und hielt ihn mir dicht vor die Nase. Dieser Geruch! Dieses frische, mit Kräutern gebackene Brot! Am liebsten hätte ich gleich alles aufgegessen, so sehr knurrte mein Magen. Doch ich wusste, ich musste es mir einteilen. Vorsichtig brach ich ein Stück ab, und legte den restlichen Teil zur Seite. Es war unpraktisch, da ich ja meinen Rucksack verloren hatte, doch ich musste mir erst wieder einen neuen ‚besorgen‘.
Für einen Moment behielt ich das Stück Fladen in der Hand, und sah gedankenverloren über die niedrigen Dächer hinweg, in den Himmel. Die Nächte waren unbeschreiblich. Ich konnte es mir gar nicht mehr richtig vorstellen, in einem Haus zu schlafen. Wie konnte man es in einem warmen und gemütlichen Bett aushalten, wenn man Stadt dessen unter einem Sternenhimmel schlafen konnte? Die Menschen wußten gar nicht was sie verpaßten. Tausende, Billionen von Sternen waren dort über ihr! Galaxien, schwarze Löscher. Eine Unzahl von Geheimnissen, Geheimnisse die wir nie erfahren würden! Ich wünschte, ich wüsste mehr über den Himmel. Insgesamt mehr über unsere Welt. Doch nur die Reichen konnten sich Bücher leisten. Die anderen, gaben das wenige was sie wußten, durch Erzählungen weiter. Und was davon stimmte, und was nur Wunschdenken war, konnte man schon lange nicht mehr unterscheiden. Mit einem kräftigen Bissen riß ich ein Stück von dem Brot heraus, und schlang es hinunter. Die Äpfel hatten zwar schon ein paar Druckstellen, doch sie wirkten, in meinen Augen, genießbar. Ich durfte nicht sehr wählerisch sein, denn viel stand mir nicht zu Verfügung. Der süßlich, säuerliche Geschmack des Apfel mit dem Fladenbrot hmh… Es schmeckte für mich wie ein Festmahl. Reflexartig zog ich die kleinen Glöckchen hervor. Der Vorfall von Heute Nachmittag wollte mir nicht aus dem Kopf gehen. »Aber war bringt es mir? Wenn sie mich damit erwischen, sie könnten falsche Rückschlüsse ziehen!« Was hatte der Händler damit gemeint? Was hatte es mit den Glöckchen auf sich? Kamen sie vielleicht aus Iram? Iram. Eine Stadt wie keine andere. Niemand wusste woher sie war, doch trotzdem sagte man immer wieder: »Das habe ich aus Iram!« oder »Das könnte aus Iram sein!« Iram bezeichnete man allgemein als die ‚verschollene Stadt‘ oder ‚das Atlantis des Sandes‘ Natürlich waren das nur Mythen, sagte man sich jedenfalls. Iram war von Allah zerstört wurden, weil die Menschen dort sündig gelebt haben. Doch da ich nicht an Allah glaubte, interessierte mich die Sache am meisten, ob es diese Stadt wirklich gab. Man nannte sie die Stadt der Falscher, Ganoven und Magier. Dort handelt man mit schwarzer Magie, munkelte man. Deshalb sagte man auch, das alle Dinge, die mit Magie zusammen hingen, von dort kamen. Ob es nun stimmte oder nicht, das musste man selber entscheiden. Ich stellte mir so eine Stadt wundervoll vor. Endlich eine Stadt, wo ich mich Zuhause fühlen könnte! Wieder einmal schweift mein Blick zu den Glöckchen. In der Dunkelheit glühen die dunkelroten Adern beinah. »Morgen werde ich zu Adeel gehen. Vielleicht weis er ja mehr.«, sage ich zu mir selbst. Adeel hat einen kleinen Laden im nächsten Stadtteil. Eigentlich ist er ein ziemlich merkwürdiger Typ. Doch er kennt sich aus, behauptet selber immer, das er etwas von schwarzer Magie versteht. Ich gehe trotzdem nicht gerne zu ihm. Warum? Werdet ihr noch früh genug sehen. Langsam wird der Lehm unter mir wieder kalt. Ich sollte mir einen wärmeren Schlafplatz suchen. Bei der Bäckerei ist das Dach meist schön warm, da die Ofenröhren genau darunter entlang laufen. Dort Riecht es auch immer so schön nach frischem Brot und Mandeln.
Die Sonne ist noch nicht aufgegangen, doch trotzdem bin ich bereits wach. Warum? Die Bäckersfrau hat mich gerade entdeckt, als sie Brennholz holen wollte. Schimpfend steht sie dort unten, und verlangt das ich augenblicklich von dem Dach herunter komme. Sie wedelt aufgeregt mit ihren Händen in der Luft. Ich richte mich geschafft auf, meine Knochen tuen weh und schmerzen. Es ist nicht gerade sehr bequem, die Nacht auf einem Dach zu verbringen. Manchmal gehe ich zu meinem noch einzig lebenden Verwandten, meinem Onkel. Doch dieser ist meistens so betrunken, das diese Besuche, für mich nicht gerade friedlich ablaufen. Deshalb ziehe ich es schon seit geraumer Zeit vor, mein Schlafort selber zu wählen. Jetzt aber wusste ich, das ich weg musste. Denn die Frau hat sich aufgemacht, mir aufs Dach zu folgen. Schnell nehme ich den restlichen Apfel und sehe mich nach einem Fluchtweg um. Am Ende sehe ich keine andere Lösung, als über die Dächer zu fliehen. Ich nehme Anlauf, und springe. Der Sprung ist nicht gerade weit, da die Häuser dicht aneinander stehen, doch trotzdem staucht es mir ganz schön in den Beinen. Schnell richte ich mich auf und sprinte weiter. Von Dach zu Dach. Die Dächer sind Flachdächer, eigentlich eher Terrassen die auf das Dach verlegt wurden. Schon bald merke ich, das ich die Bäckerin hinter mir gelassen haben muss, und werde langsamer. Ich sehe mich um. Eigentlich sehen alle Häuser gleich aus, doch da ist eines! Eines das den anderen nicht ähnelt, Adeels Haus. Adeel hatte schon immer einen komischen Geschmack, doch sein Laden übertrifft alles. Viele, bunte Tücher hängen auf seiner Terrasse und flattern rege im Wind. Eine komische dudel- Musik, die mich ein bisschen an Liebeskranke erinnert, ertönt aus den Lautsprechern. Viele Reucherstäbchen stehen überall herum und verbreiten einen, fast betäubenden, Vanille Geruch. Adeel selber erkennt man schnell. Er fehlt auf wie ein bunter Hund. Adeel kommt nicht von hier, das sieht man ihm an. Doch trotzdem findet er es witzig, sich einen orientalischen Namen zu geben. Adeel würde man überall wieder erkennen, obwohl er nicht zu den einzigen, ‚Einwanderern‘ gehört. Das liegt zum einen an seinen Rasterlocken und an seiner Art. Wie er versucht die Leute zu überreden, seine Parfüme und Liebestränke zu kaufen. Ihnen noch bis in die nächste Straße nachläuft. Ich finde diesen Kerl widerlich, seine ganze Art, sein Aussehen, abschreckend. Doch er kennt sein Handwerk, er versteht sich darin. Ich warte noch eine Weile, dann lasse ich mich auf seinen Balkon fallen. Nachdem ich mich kurz umgesehen habe, verschwinde ich im Raum. Ich muss husten als sich meine Augen endlich an das schummrige Licht gewöhnt haben. Im ganzen Raum schwebt grauer Rauch und an der Decke hängt nur eine Glühbirne, die auch mal bessere Tage gesehen hat. Der ganze Raum ist vollgestopft im Antiquitäten, und alten, sehr alten Zeug. Von manchen Sachen, weis ich noch nicht mal den Namen, da Adeel sie bestimmt aus anderen Ländern hat. Er hat viele Geschäftsfreunde die ihn immer wieder zu den kuriosesten Sachen behelfen. Ich suche nach einem Stuhl oder einem Sessel, wo ich es mir bequem machen kann.
»Setz dich doch!«, sagte auf einmal eine Stimme hinter mir und schiebt mir einen Stuhl hin. Es ist Adeel, doch irgendwie wirkt er besorgt. Doch schon im nächsten Moment, ist er wieder der Alte. »Na?, meine kleine Unknow? Was treibt dich schon wieder hier her?«, er legt sein schelmisches Lächeln auf und grinst mich frech an. »Ich habe etwas, etwas was dich interessieren könnte!« Er gähnt und lehnt sich in seinem Schaukelstuhl Zurück: »Es geht also ums Geschäft? Und ich dachte du wolltest einen von meinen Liebestränken kaufen, schade eigentlich…« Ich konnte es nicht verhindern, das ich schmunzeln muss. Adeel ist wirklich durch und durch ein Geschäftsmann. Er lässt keine Chance aus, einem einen seine Ware an zu drehen.
Schnell hole ich die Glöckchen heraus, und auch wie der Händler vor ihm, kommt Adeel nicht mehr aus dem Staunen heraus. »… und ich habe mich schon gefragt, warum du, die da, nicht zu erst an deine getrauen Händler verkauft hast. Ich frage mich, wo hast du die schon wieder her?« Ich weis, das es nichts bringt, Adeel an zu lügen. Doch trotzdem zögere ich, mit meiner Antwort. »Beim Drachenangriff, gestern Vormittag, habe ich sie gefunden.« »Beim Drachenangriff, soso! Sehr interessant. Und du weisst, wo sie herkommen?«, forschend mustert er mich.
»Nein! Weiss ich nicht!« Trotzdem ist etwas Wahres an seiner Aussage, weiss ich nicht doch schon, wo sie herkommen? »Iram, die Stadt die ihm Sand versank. Weisst du eigentlich, wie sie verschwand?«, ich schüttele den Kopf und mache es mir auf meinem Stuhl bequem, indem ich meine Beine hochziehe und meinen Kopf auf meine Knie stütze, »Früher war sie eine bedeutende Stadt, viele Leute haben dort gelebt. Sie hatte eine, etwas umständliche Lage, im Meer.« Ich schluckte. Das Meer, wie viele Jahre, gab es dieses viele Wasser schon nicht mehr? Vor Jahren, nein, vor Jahrtausenden war es ausgetrocknet. Sagte man sich, doch wie konnte so viel Wasser, einfach verschwinden? Es gab viele Legenden um das verschwinden des Wassers, doch am Ende, hatte die Regierung diese Legenden den Menschen ausgetrieben. Sie redeten einem ein, dass das Wasser einfach so verschwunden war. Jeder der versuchte, etwas darüber heraus zu finden, wurde mit dem Tode bestraft. Es wurde zur Gewohnheit, über viele Generationen hin, das es keine Meere mehr gab. Dort war jetzt nur noch Wüste und schroffes Gestein. Eine Landschaft, wo man niemanden hätte ansiedeln können. Eine Landschaft, von roher Gewalt. Man konnte sie durch Züge durchqueren, deren Gleise quer durch sie durch führten. So kannte man von einem Kontinent zum anderen kommen. »Als das Wasser verschwand, verschwand auch sie. Spurlos. Sie war noch nie eine Legende gewesen. Sie hatte es schon immer gegeben. Doch als die Regierung die Menschen dazu zwang, sie zu vergessen…«
Ich bin 12 und komme bald in die 6. Klasse. Es könnte sein, das man (viele) Rechtschreibfehler entdeckt. Da die Rechtschreibung noch nie so richtig gut bei mir war…
Ja Rebecca, erst einmal vielen Dank fuer den Anfang des Romans.
Zunaechst einmal: wirklich, du hast jede Menge Rechtschreibefehler begangen, und zwar so viele, dass ich teilweise deine Geschichte korrigieren musste. Das ist schade, denn vom Inhalt her ist das, was du schreibst, wirklich gut. Du hast eine feine Phantasie und verstehst es auch, die Personen durch ihren Dialog und wenige Worte gut zu charakterisieren. Das ist viel wert.
Genau deshalb ist es schade, wenn du so viele Fehler machst! Das liegt sicher an deinem (jungen) Alter, aber auch ein kleines kleines bisschen an deiner Faulheit, das Geschrieben nochmals zu kontrollieren. Oder irre ich mich???
Also, schreib ruhig weiter, das sind gute Ideen. Aber bitte bitte nimm dir immer Zeit, alles wenigstens einmal genau zu lesen und zu kontrollieren.
Ok? Versprochen?
Gut!
Ciao
Georg
Jep. Ich habe es gemerkt. Ich habe die Geschichte jetzt schon wieder mehrmals überarbeitet, und werde sie bald noch einmal genau durchgehen und dann hier mit dem neuen Teil online stellen.
Ja, Rebecca, vielen Dank fuer Deine erste Geschichte.
Sie hat mir gut gefallen. Wirklich! Da hast Du eine tolle Idee gehabt: alles aus der Perspektive eines Fuellers zu schreiben. Und trotzdem ist alles verstaendlich und klar (was nicht immer einfach ist bei diesem Blickpunkt). Schoen auch die Idee mit den Strassennamen im Supermarkt. Gut gemacht!
Mal sehen, ob Du weiterhin so nette Geschichten postest.
Ciao
Georg
Teil V
Das Eichhörnchen öffnete seine Augen und fühlte sich unglaublich wohl. Es lief nun langsam aus der Höhle, den schmalen Gang entlang, nach draußen. Dort angekommen, rannte es zu den anderen, um zu schauen, ob der Wunsch in Erfüllung gegangen war, doch als es den Dachs erreichte, schlief die Möwe immer noch auf seinem Rücken.
Also banden das Eichhörnchen und der Dachs das Tuch mit der Möwe vorsichtig ab und legten es auf die Wiese. Dabei wurde die Möwe wach und das Eichhörnchen fragte sie:
„Wie geht es dir, Möwe. Hast du noch Schmerzen?“
Die Möwe schaute auf ihre Flügel und versuchte sie leicht zu bewegen. Dann sagte sie erstaunt:„Nein, sie tun nicht mehr weh. Ich kann sie bewegen.“
Da wurde das Eichhörnchen immer aufgeregter und meinte: „Stell dich mal hin, und versuche zu fliegen.“ Das tat die Möwe und siehe da, sie hob ab und flog in die Luft. „Du kannst wieder fliegen! Du kannst wieder fliegen!“, rief das Eichhörnchen hocherfreut. Die Möwe kam wieder zurückgeflogen und sagte fassungslos:„Ich bin wieder geheilt.“ Sie konnte es kaum glauben. Doch sie war überglücklich und so sagte sie zum Eichhörnchen: „Danke, liebes Eichhörnchen, dass du mich gerettet hast. Aber auch du, Dachs und ihr Ziegen habt mir geholfen. Ich danke euch allen von Herzen.“ Und nach einer Träne der Freude sagte das Eichhörnchen:„Du kannst jetzt wieder zum Meer fliegen.“ „Ja, danach sehne ich mich schon, seit ich das Meer nicht mehr riechen kann.“
Und so verabschiedete sich die Möwe, denn sie vermisste das Meer schon wirklich sehr. Also flog sie in die Luft, kreiste einmal um das Eichhörnchen, den Dachs und die Ziegen und alle riefen winkend: „Auf Wiedersehen und Guten Flug!“ Und dann flog sie weiter Richtung Meer.
Das Eichhörnchen schaute ihr nach, bis sie nicht mehr zu erkennen war. Dann drehte es sich zu den Ziegen um und sagte:„Danke ihr Ziegen, dass ihr mir das Geheimnis des Berges anvertraut habt.“ Und der Ziegenälteste antwortete:
„Du musst uns aber versprechen, dass du das Geheimnis für dich behältst.“ „Ich verspreche es“, sagte es und der Dachs legte stolz seinen Arm auf die Schulter des Eichhörnchens. Dann fragte er es: „Ich glaube unsere Reise geht langsam dem Ende zu. Wollen wir den Nachhauseweg antreten?“ „Ja“, sagte es das Eichhörnchen, „ich sehne mich schon sehr nach meinem liebsten Baum. Den habe ich so lange alleine gelassen.“ „Also gut, dann lass uns gehen“, antwortete der Dachs, „auf Wiedersehen ihr lieben Ziegen und vielen Dank für eure Hilfsbereitschaft.“ „Auf Wiedersehen und gute Heimreise“, blökten sie im Chor und während sie ihnen nachwinkten, wanderten der Dachs und das Eichhörnchen in Richtung nach Hause. Die Rückreise ging erstaunlich schnell. Ruckzuck waren sie den Berghang hinuntergeklettert, durch das Tal mit den Kirschbäumen und durch das Feld gelaufen, bis sie den Feldrand erreicht hatten. Nun begann der Wald und das Eichhörnchen wurde trotz müder Beinchen immer aufgeregter. >>Endlich werde ich meinen liebsten Baum wieder sehen<<, dachte es und lief sogar etwas schneller. Als sie ein Weilchen durch den Wald gelaufen waren, da konnte es den Baum schon in der Ferne erblicken. Es sprang auf und rannte auf den Baum zu. Als es ihn erreicht hatte, umarmte es ihn mit seinen kleinen Eichhörnchenärmchen, wie es dies schon am ersten Tag ihrer Begegnung gemacht hatte.
Als der Dachs das Eichhörnchen erreicht hatte, da sagte er:
„Auf Wiedersehen, liebes Eichhörnchen. Es war eine schöne Reise mit dir und ich werde dich bei der nächsten Reise wieder fragen, ob du mich begleiten möchtest.“
„Danke lieber Dachs“, sagte das Eichhörnchen überglücklich und umarmte ihn zum Abschied. Dieser wünschte ihm eine gute Nacht und ging dann weiter zu seinem Häuschen. Das Eichhörnchen kletterte derweil auf seinen liebsten Baum, kuschelte sich in die Baumkrone und dachte noch einmal an die Möwe. Es stellte sich vor, wie sie Richtung Meer flog und der kühle Wind ihr ins Gesicht wehte. Sie flog über den Berg, über den das Eichhörnchen auch mit dem Dachs gewandert war, und bald konnte sie das Meer sehen.
Noch ein paar Flügelschläge, dann hatte sie es geschafft. Sie war wieder zu Hause angekommen, an ihrem geliebten Meer.
Und mit diesem Gedanken schlief das Eichhörnchen ein.
Teil IV
Der Dachs und das Eichhörnchen beeilten sich, denn sie wollten die Möwe keine Sekunde
länger leiden lassen. Und da fiel dem Dachs auf einmal etwas ein. „Es gibt eine Abkürzung“, meinte er,
„einen Weg, der durch den Berg und bei den Berghängen, an denen die Ziegen leben, wieder
herausführt.“ „Einen Tunnel, meinst du?“
„Ja, genau. Dieser Weg ist viel kürzer und wir müssen nicht mehr den Berg hinauf“, antwortete er.
„Na, dann lass uns diesen Weg einschlagen“, bejahte das Eichhörnchen ihn. Sie waren mittlerweile am Fuße des Berges angekommen und der Dachs suchte nun den
Eingang des Tunnels. Sie liefen ein Stück am Berg entlang und nach einer Weile entdeckten sie eine Öffnung. Sie war etwas mit Pflanzen bewachsen, und als sie eintraten wurde es sogleich kühler und dunkler, so dass der Weg nur noch schwer zu erkennen war. Doch der Dachs hatte sehr gute Augen und konnte auch in der Dunkelheit ausreichend
sehen. Also hielt sich das Eichhörnchen dicht hinter ihm. Es hatte zwar etwas Angst, doch der Wunsch, der Möwe zu helfen, war größer. Und der einzig schnelle Weg war nun mal
der Weg durch den Berg, also verdrängte es die Angst, so gut es ging. Es achtete nun auf die Schritte des Dachses und dachte dabei an des Geheimnis des Berges und was dies
beinhalten könnte. Die Möwe war in der Zwischenzeit eingeschlafen. Irgendwann meinte der Dachs: „Ich glaube, der Weg ist nicht mehr lang.“ Und das gab dem Eichhörnchen neue Kraft weiterzulaufen. Nach einigen Biegungen und
Ecken konnte es schon in der Ferne ein kleines Licht erkennen. Dieses wurde größer und größer und war bald so groß, dass man schon den Himmel und die Wiese sehen konnte.
Endlich hatten sie den Ausgang des Tunnels erreicht. Weit entfernt sahen sie die Ziegen seelenruhig grasen und als der Dachs und das Eichhörnchen mit der Möwe näher kamen und
die Ziegen sie entdeckten, kamen sie herbei gesprungen und begrüßten sie freudig. Eine Ziege fragte:„Was macht ihr denn so schnell wieder hier?“ „Wir müssen unbedingt den Ziegenältesten sprechen“, meinte der Dachs eindringlich und so kam dieser gleich herbei und fragte:
„Was hat euch so schnell wieder zu uns geführt?“
„Wir waren am Meer“, sagte das Eichhörnchen aufgeregt, „und haben dort eine Möwe am Strand gefunden, deren beide Flügel gebrochen sind. Ich wollte ihr unbedingt helfen und so sagte der Dachs, dass ich ihr nur mit dem Geheimnis des Berges helfen könnte und deshalb sind wir mit der Möwe zu euch gekommen.“ Der Ziegenälteste schaute die anderen Ziegen kurz an. Diese nickten ihm zu und dann sprach er:
„Wir Ziegen sind uns einig. Unter diesen Umständen können wir eine Ausnahme machen.“ Da war das Eichhörnchen erleichtert. Es schaute den Ziegenältesten erwartungsvoll an und dieser begann zu sprechen:„Zum Geheimnis des Berges musst du mir folgen. Nur du allein.“
Und so folgte das Eichhörnchen dem Ziegenältesten und der Dachs wartete mit der Möwe bei den anderen Ziegen. Der Ziegenälteste und das Eichhörnchen liefen zu einem
versteckten Höhleneingang. Dieser war nicht der Eingang des Tunnels. Er war erstaunlich kleiner und weniger gut zu erkennen. Die beiden traten ein und dann liefen sie einen engen, schmalen Weg entlang. Doch mit der Zeit wurde dieser Weg immer breiter und höher, bis sie sich in einer großen, runden Höhle befanden. In der Mitte dieser Höhle lag ein riesiger Kristall und erleuchtete den ganzen Raum.
Das Eichhörnchen staunte und bewunderte ihn während der Ziegenälteste sprach: „Dies ist ein Bergkristall. Er ist der Schatz dieses Berges.Und das Geheimnis lautet folgend: Wenn du im Anblick dieses Steines dir etwas von ganzem Herzen wünscht, dann wird dieser Wunsch umgehend in Erfüllung gehen. Ich werde dich jetzt alleine lassen und du darfst dir etwas wünschen.“ Und nach dem er dies gesagt hatte, verschwand er und das Eichhörnchen war allein.
Es blickte zu dem Kristall und wurde völlig geblendet von dessen hellen Strahlen. Dann machte es die Augen zu und wünschte sich von ganzem Herzen, dass die Möwe
wieder gesund wird, dass ihre Flügel wieder heil werden und, dass sie endlich wieder fliegen kann. Diesen Wunsch schickte es mit ganzer Kraft an den Bergkristall, dieser blitze einmal hell auf und somit hatte er den Wunsch aufgenommen.
Teil III
Am nächsten Morgen erwachte das Eichhörnchen munter und weil es die ganze Zeit
ungeduldig in der Höhle umher sprang, wurde auch der Dachs bald wach. „Guten Morgen“, meinte er, „du bist aber heute fröhlich. Hast du gut geschlafen?“ „Ja“, antwortete es, „und ich freue mich auf das Meer. Ist es denn noch weit?“
„Nein, nicht mehr weit“, entgegnete der Dachs während auf einmal sein Magen anfing zu knurren.
Da fragte ihn das Eichhörnchen kichernd: „Hast du etwa Hunger?“ „Ja, allerdings“, antwortete er und das Eichhörnchen bot ihm seine Nüsse an. Da es wusste,
dass der Dachs sie nicht öffnen konnte, meinte es zu ihm:
„Ich kann sie auch für dich knacken, wenn du magst.“
„Ja, dann esse ich welche“, entgegnete er, „ich würde wahrscheinlich hier, auf der Spitze des Berges sowieso nichts Genießbares zu essen finden.“
In der Zwischenzeit hatte das Eichhörnchen ihm ein paar Nüsse geknackt und er verschlang sie sofort.
Sich selbst knackte es auch welche, und so waren sie beide bald gesättigt. Sie beschlossen nun die Reise fortzusetzen, liefen aus der Höhle und wurden sogleich von
der Morgensonne angestrahlt und erwärmt. Das verschaffte ihnen sofort gute Laune und so stiegen sie fröhlich den Berg hinab. Nach einer Weile hatten sie die Mitte des Berges erreicht. Und plötzlich hob das Eichhörnchen sein Köpfchen und rief aufgeregt: „Dachs, schau, ich kann das Meer sehen! Ist das, das Meer? Ich kann das Meer sehen.“
„Ja. Das ist das Meer“, bestätigte der Dachs. „Es sieht wirklich aus wie ein riesiger See, der nie endet“, staunte es und konnte auf einmal kein Füßchen mehr vor das andere setzen. Es war so ergriffen, dass es nicht einmal den
Dachs hörte, der sagte: „Na komm, Eichhörnchen, wir laufen weiter.“ Es stand einfach nur auf der Stelle und starrte auf das Meer. Der Dachs versuchte mit allen Mitteln die Aufmerksamkeit des Eichhörnchens zu erlangen. Er rief in verschiedenen Tonlagen, einmal hoch:
„Huhu, Eichhörnchen, aufwachen!“, und einmal tief:
„Huhu, Eichhörnchen, aufwachen!“Doch es half nichts. Er sprang sogar vor dem Eichhörnchen auf und ab, doch es blickte unverändert zum Meer. Und als dem Dachs nichts mehr einfiel, da beschloss er das Eichhörnchen anzuschieben. >>Dann erwacht es bestimmt<<, dachte er sich und so stemmte er beide Arme gegen das Eichhörnchen und lief los. Doch da erschrak es und verlor sogleich das Gleichgewicht. Es plumpste auf den Boden und beide mussten sie lachen. Dann half der Dachs dem Eichhörnchen wieder auf die Beinchen und sie liefen den Rest des Berges herunter. Doch unten angekommen, konnte das Eichhörnchen das Meer gar nicht mehr sehen. Es fragte den Dachs erschrocken:„Ist das Meer jetzt verschwunden? Eben habe ich es doch noch gesehen?“„Nein“, antwortete der Dachs beruhigend, „das Meer ist nur hinter dieser Düne.“
„Was ist denn eine Düne?“, fragte das Eichhörnchen.
„Na, der Sandhügel vor dir. Wenn wir hinauf klettern, dann können wir das Meer wieder sehen.“ „Ach so“, meinte das Eichhörnchen erleichtert.Sie begannen nun beide die Düne hinauf zu klettern und als sie oben angekommen waren,
blieb das Eichhörnchen stehen und riss beide Augen weit auf. Es sah nun das riesige Meer so nah vor sich, dass es den Kopf nach links und nach rechts drehen musste, um es
vollständig sehen zu können. Es war überwältigt. Staunend blickte es um sich und wo es auch hinschaute, immer sah es ein Stück vom Meer. Nach einer Weile fragte der Dachs das Eichhörnchen:„Wollen wir nun das Meer begrüßen?“
„Au ja“, rief es und so breiteten sie beide ihre Arme aus und rannten die Düne herunter. Dabei riefen sie gegen den kühlen Wind:„Haaalloooo Meeer!“ Vor den ersten Wellen hielt der Dachs an, doch das Eichhörnchen sprang sogleich mutig im Wasser herum und bespritze den Dachs. Dieser ließ das nicht auf sich sitzen und bespritzte ebenfalls das Eichhörnchen und so endete es in einer Wasserschlacht, bis sie beide pitschnass waren und sich triefend in den Sand fallen ließen. Erschöpft blieben sie liegen und dösten eine Weile in der Sonne. Bis das Eichhörnchen auf einmal ein Geräusch vernahm. Es klang wie ein klägliches
Wimmern eines Vogels und so wurde es neugierig.
„Hörst du das auch?“, fragte es den Dachs.
„Ja, das klingt wie eine Möwe“, antwortete dieser, richtete sich auf und fing an, die Richtung zu suchen, aus der das Wimmern kam. „Was ist das denn, eine Möwe?“, wollte das Eichhörnchen derweil wissen. „Das ist ein weißer Vogel. Ein Vogel des Meeres“, entgegnete er.
Er hatte nun die Richtung gefunden und sagte zum Eichhörnchen:„Komm mit, wir schauen, was es mit dem Wimmern auf sich hat.“ Und so lief es dem Dachs hinterher und das Wimmern wurde immer lauter. Plötzlich sahen sie, von wem es stammte. Eine Möwe lag zitternd im Sand und konnte sich nicht bewegen. „Oh nein, was ist denn mit dir passiert?“, rief das Eichhörnchen erschrocken und kniete sich neben die Möwe. „Ich…bin…abgestürzt…und jetzt habe…ich mir beide…Flügel gebrochen“, zitterte sie und
Tränen kullerten ihr über die Wangen. Hilflos fragte das Eichhörnchen den Dachs:„Dachs, was können wir tun? Ich muss der Möwe unbedingt helfen. Sie muss wieder fliegen
können.“ Der Dachs antwortete dem Eichhörnchen versichernd:
„Ich glaube, es gibt einen Weg, wie du die Möwe retten kannst. Und dieser Weg wird uns wieder zu den Bergziegen führen und auch zu dem Geheimnis des Berges. Der Zustand der Möwe könnte ein Grund sein, das Geheimnis erfahren zu dürfen. Denn das Geheimnis wird die letzte Hoffnung für die Möwe sein.“ „Danke“, meinte das Eichhörnchen zum Dachs und zur Möwe:„Wir werden dir helfen. Doch du musst mit uns auf den Berg zu den Bergziegen. Dort gibt es Hoffnung für dich. Vielleicht kannst du dann wieder fliegen.“
„Aber wie… soll ich denn mit…kommen. Ich kann…. mich doch…. nicht bewegen“, fragte die Möwe immer noch zitternd. „Wir betten dich in ein Tuch und das binden wir mir auf den Rücken“, sagte der Dachs liebevoll zur Möwe.
„Und woher nimmst du das Tuch?“, fragte das Eichhörnchen skeptisch. „Na, ich habe eins dabei, für alle Fälle“, antwortete dieser und so hoben die beiden die
Möwe vorsichtig in das Tuch, dass der Dachs aus seinem Reisegepäck holte, und banden es ihm auf den Rücken. Für die Möwe war dies einigermaßen erträglich und so machten sie sich schleunigst auf den Weg zu den Ziegen.
Das Meer rauschte derweil ganz vergessen weiter.
Teil II
Am nächsten Morgen erwachten sie von den Sonnenstrahlen, die sie an der Nase kitzelten. Sie hatten beide sehr Hunger und so holte das Eichhörnchen ein paar Nüsse aus seinem Reisepaket hervor und aß diese. Der Dachs mochte die Nüsse weniger, da er nicht die Kunst sie zu öffnen besaß und deshalb pflückte er sich ein paar Kirschen vom Kirschbaum. Nachdem sie ihr Frühstück verspeist hatten, fühlten sie sich wieder kräftig und die Reise konnte weitergehen. Sie kletterten vom Baum herunter und liefen weiter durch das Tal. Da hörten sie die Vögel auf den Bäumen zwitschern und den Specht an den Bäumen klopfen.
Und als sie das Tal durchquert hatten, erstreckte sich vor ihnen ein sehr großer Berg. Und am Hang des Berges konnte das Eichhörnchen schwarze, weiße und schwarz-weiße Punkte
erkennen, die sich bewegten. >>Das sind bestimmt die Ziegen<>Das muss wohl auch zu ihrer Besonderheit gehören<<, dachte es und fand die Ziegen immer interessanter.
Doch weil sie sich nicht einigen konnten, ergriff das Eichhörnchen die Gelegenheit und rief laut:„Ich habe eine Frage!“Und da drehten sich auf einmal alle Ziegenköpfe um und schauten das Eichhörnchen gespannt an. Der Ziegenälteste sprach nun zum Eichhörnchen:„Stelle deine Frage, wir werden sie dir beantworten, insofern wir das können.“Und alle Ziegen setzten sich wieder voller Ruhe in den Kreis und hörten dem Eichhörnchen aufmerksam zu.Das Eichhörnchen stellte nun seine Frage:„Ich habe von einem Geheimnis gehört. Von einem Geheimnis des Berges, dass nur ihr Ziegen wisst. Gerne würde ich dieses Geheimnis auch kennen und so frage ich euch, ob ihr es mir erzählen könnt.“„Das Geheimnis des Berges möchte das Eichhörnchen wissen“, blökte eine Ziege erstaunt. Eine andere fragte skeptisch:„Dürfen wir das überhaupt verraten?“
Und schon wieder fielen die Ziegen in eine Diskussion ein. Doch diesmal beendete der Ziegenbock dieses Durcheinander, denn er trat vor das Eichhörnchen und sprach: „Mein junger Freund, das Geheimnis des Berges können wir dir leider nicht erzählen. Wir hüten es und in dem wir es nicht preisgeben, beschützen wir die Tierwelt. Es tut uns leid,
aber wenn du das Geheimnis des Berges wirklich wissen möchtest, dann musst du mit einem Grund zu uns kommen, der uns überlegen und abwägen lässt, ob wir eine Ausnahme
machen können. Doch dieser Grund muss wirklich wichtig sein.“ Und somit beendete der Ziegenälteste seine Antwort und das Eichhörnchen nickte, schaute zu Boden und sagte:
„Ich habe keinen wichtigen Grund.“
„Das macht doch nichts“, munterte der Dachs es wieder auf, „vielleicht hast du irgendwann einen.“
„Ja, vielleicht“, antwortete das Eichhörnchen.
„Wollen wir dann aufbrechen und weiter Richtung Meer reisen?“, schlug der Dachs vor. „Ja“, sagte das Eichhörnchen, „brechen wir auf.“ Und so verabschiedeten sich die beiden von den Ziegen an den Berghängen. Die Ziegen bedankten sich für den Besuch und sagten zu den beiden Abreisenden: „Kommt uns bald wieder besuchen.“
„Bestimmt“, antwortete der Dachs und das Eichhörnchen winkte ihnen zum Abschied, während sie langsam den Berg weiter hinauf stiegen, denn hinter dem Berg lag das Meer.
Mit der Zeit wurde der Weg immer steiler, die Luft immer kühler, und das Eichhörnchen immer müder. Als der Dachs dies bemerkte, sagte er:„Ich kenne auf diesem Berg eine Höhle, in der wir übernachten können. Sie befindet sich
jedoch an der Spitze des Berges. Schaffst du es noch so weit?“ Das Eichhörnchen antwortete:„Ja, das werde ich wohl noch schaffen.“Und so liefen sie weiter, und bald hatten sie die Spitze des Berges erreicht.Also war auch die Höhle nicht mehr weit.Sie liefen nur um eine Ecke und da war sie schon zu sehen. Eine Höhle im Stein.Die beiden betraten sie und sogleich entzündete der Dachs ein kleines Feuerchen. Nicht lange und den beiden wurde wieder warm. Da legte sich das Eichhörnchen hin und schlief sofort ein. Der Dachs saß noch ein Weilchen da und beobachtete das Feuer.
Hallo lieber Georg, vielen lieben Dank=) Nun kommt meine letzte und längste Geschichte, viel Spaß!
Die siebte Geschichte,
in der das Eichhörnchen den Dachs auf eine Reise begleitet
Teil I
Als das Eichhörnchen eines Mittags an seinem liebsten Baum werkelte, da kam der Dachs daher mit seinem Wanderstock, was nur bedeuten konnte, dass er mal wieder auf Wanderschaft ging und sich beim Eichhörnchen wie gewöhnlich verabschieden wollte. Doch heute wollte er sich nicht verabschieden. Im Gegenteil. An diesem Mittag fragte er das Eichhörnchen: „Na, kleines Eichhörnchen, hast du schon einmal das Meer gesehen?“
„Das Meer?“, fragte das Eichhörnchen daraufhin ungläubig.
„Das habe ich noch nie gesehen. Aber ich habe auch noch nie davon gehört. Was ist das denn, das Meer?“
Da antwortete der Dachs: „Das Meer, das liegt im Süden. Dort, wo die Sonne heiß und die Luft warm ist. Dort, wo kein Tier einen Winterschlaf halten muss. Dort, wo dir eine salzige Prise um die Nase weht. Dort, wo..“
„Ja, aber was ist denn nun das Meer?“, unterbrach ihn das Eichhörnchen ungeduldig.
Da überlegte der Dachs ein wenig und sagte dann: „Das Meer ist ein riesiger Fleck mit tiefblauem Wasser, wie eine riesige Pfütze oder besser ein See, der sich bis zum Horizont erstreckt, so dass es so aussieht, also ob es nie endet.“
„Ein riesiger See, der sich bis zum Horizont erstreckt, so dass es so aussieht, als ob es nie endet? Das ist das Meer?“, wollte das Eichhörnchen noch einmal hören, um es dann wirklich glauben zu können.
„Jawohl. Aber es ist noch weit mehr als das“, entgegnete der Dachs.
„Und leben dort auch Tiere?“, war sogleich die nächste Frage des Eichhörnchens.
„Aber sicher doch. Tiere, die so klein sind wie eine Haselnuss und Tiere, die so groß sind wie ein Haselnussbaum.“
Das fand das Eichhörnchen spannend und es hüpfte schon ungeduldig auf und ab. Und da merkte der Dachs, dass das Eichhörnchen voller Reiselust schon fast platzte und so schlug er nun vor: „Sei doch mein Wegbegleiter. Ich gehe nämlich wieder auf Wanderschaft und mein Ziel ist diesmal das Meer“, und fügte noch warnend hinzu: „Es wird aber eine sehr weite Reise werden.“
„Ich liebe weite Reisen“, beteuerte es, „ich packe nur noch meinen Beutel, den ich dann, so wie du, an meinen Wanderstock hängen werde, aber das geht ganz schnell und dann kann es auch schon losgehen.“
„Schön“, sagte der Dachs, setzte sich auf eine Wurzel und wartete, bis das Eichhörnchen fertig war. Doch das Eichhörnchen war erstaunlich schnell und so konnte der Dachs sogleich wieder aufstehen.
„Na, dann auf zum Meer“, meinte dieser und sie wanderten los. Am liebsten Baum des Eichhörnchens fing die Reise an, und enden sollte sie einmal am Meer. Der Dachs und das Eichhörnchen stapften durch den langen Wald. Nach und nach verängstigte dieser das Eichhörnchen ein wenig, deshalb blieb es stehen und fragte: „Werden wir uns hier nicht verirren?“
„Mach dir keine Sorgen. Ich bin schon so weit gewandert. Ich kenne hier jeden Baum, jeden Stein und jede Pflanze. Wenn du immer an meiner Seite weilst, dann wirst du dich nicht verirren.“
Da lief das Eichhörnchen beruhigt weiter, denn es vertraute dem Dachs. Und weil sie einen so langen Weg vor sich hatten, ergriff der Dachs die Gelegenheit und erzählte von seinen Reisen und Abenteuern, die er schon erlebt hatte. Er erzählte von der Bekanntschaft mit den Ziegen an den Berghängen, die ihm das
Geheimnis des Berges verrieten. Und denen er bei jeder Reise einen kurzen Besuch abstattete.
„Werden wir auch bei den Ziegen vorbeikommen?“, fragte das Eichhörnchen neugierig.
„Wenn du möchtest“, antwortete der Dachs und das Eichhörnchen hüpfte kurz vor Entzücken in die Höhe, denn es freute sich, auch die Bekanntschaft mit den Ziegen an den Berghängen zu machen.
Sie spazierten eine Weile weiter, bis sie auf einmal den Waldrand erreicht hatten. Nun war der Wald zu Ende und man sah nur noch gelbes Feld vor sich. Durch dieses Feld führte ein Weg, den der Dachs und das Eichhörnchen einschlugen. Sie spazierten durch das Feld und währenddessen erzählte das Eichhörnchen von seiner Reise in den Dschungel.
„Du warst im Dschungel?“, fragte der Dachs erstaunt.
„Ja, zwei Papageien saßen eines Tages auf einem Ast meines liebsten Baumes und hatten mich gefragt, ob ich mit ihnen kommen möchte. Und da bin ich mit ihnen in den Dschungel geflogen.“
„Und was hast du dort erlebt?“, fragte der Dachs neugierig.
Und so fing das Eichhörnchen an zu erzählen, von seinem Erlebnis mit dem Papageienstamm im Dschungel, der sich mit den Affen im Streit befand und dessen Streit das Eichhörnchen zu schlichten half.
Von dieser Geschichte war der Dachs sehr beeindruckt und auch ein klein wenig stolz auf das Eichhörnchen. Der Dachs kannte es nun schon sehr lange und mit der Zeit bemerkte er, wie es langsam heranwuchs, die Welt mehr und mehr kennen lernte und sich immer besser in ihr zurecht fand. Und weil das Eichhörnchen und der Dachs so viel plauderten, da war der Feldweg schon bald zu Ende. Vor dem Feld befand sich ein Tal, von dem sich zu beiden Seiten Berge erstreckten. Doch um auf die Berge zu gelangen und die Ziegen zu besuchen, mussten sie zunächst ein Stück durch das Tal. Aber das Eichhörnchen war nun schon so viel gewandert, dass es langsam müde wurde und so fragte es den Dachs: „Dachs, laufen wir heute noch viel? Ich bin nämlich schon sehr müde.“
„Aber nein, liebes Eichhörnchen. Wir werden uns nun ein Plätzchen suchen, an dem wir angenehm schlafen. Am besten an einem Baum, oder?“
„Ja, schau mal dort, dort steht ein schöner Baum.“
Es zeigte mit seinem Pfötchen auf einen Kirschbaum, der auf einer Wiese mit noch weiteren Kirschbäumen stand.
Der Dachs nickte und sie liefen zu dem Baum. Bevor sie auf den Baum kletterten, sammelten sie Blätter und Moos, polsterten damit die Krone des Baumes aus und hatten somit ein kuscheliges Plätzchen zum Schlafen. Das Eichhörnchen kuschelte sich an den Dachs, sie wünschten sich beide eine ‘Gute Nacht’ und so schliefen sie ein.
Teil III
Als der Papagei und das Eichhörnchen eine Weile überlegt hatten, da sagte der Papagei: „Ich weiß wirklich nicht, wie wir dem Affenbaby helfen könnten. Wir fürchten uns doch
selbst vor den Tigern.“
Daraufhin antwortete das Eichhörnchen: „Aber der Tiger ist alleine und ihr seid sehr viele.“
„Ja, du hast Recht“, meinte der rote Papagei und dann kam ihm auf einmal eine Idee, doch bevor er seine Idee dem Eichhörnchen schildern konnte, kam ein Papagei mit grünen Federn angeflogen. Ganz außer Puste krächzte er:
„Wir müssen uns beeilen. Ich habe ein Affenbaby gesehen, dass von einem Tiger bedroht wird.“
Und sofort rief der rote Papagei einen Papageienruf aus, den alle Papageien hören konnten. Dann trudelten so langsam aber sicher alle Papageien wieder auf dem Baum ein und der rote Papagei sprach zu ihnen:
„Ein Affenbaby befindet sich gerade in den Klauen eines Tigers und ich habe eine Idee, wie wir ihm helfen können. Wir Papageien lenken den Tiger ab, bis auf zwei Papageien. Diese fliegen die Tragetasche mit dem Eichhörnchen darin. Während wir also den Tiger ablenken, hilft das Eichhörnchen dem Affenbaby in die Tragetasche. Dann fliegen wir zum Affenbaum, den Hauptsitz der Affen und überbringen ihnen ihr Baby. Seid ihr damit einverstanden?“
Fast alle Papageien nickten mit den Köpfen, bis auf einer, dieser schaute sehr skeptisch.
Also fragte ihn der rote Papagei: „Findest du diese Idee nicht gut?“
„Ich kann mir einfach nicht vorstellen“, antwortete er, „den Affen etwas Gutes zu tun. Sie haben uns so viel Leid zugefügt. Wieso sollten wir ihnen nun helfen?“
„Ich kann verstehen“, meinte der rote Papagei, „dass es dir schwer fällt. Aber ich glaube, es ist unsere einzige Chance. Denn wir sind zu schwach, gegen sie zu kämpfen. Auch, wenn wir das gerne täten. Nun versuchen wir es also auf einem friedlichem Weg.“
Der skeptische Papagei dachte nun darüber nach und dann kam er zu dem Entschluss, dass der rote Papagei Recht hatte. Es war wirklich ihr einzige Chance.
Also sagte er:
„Du hast ja Recht. Ich bin nun auch einverstanden.“
Und so konnte es losgehen. Das Eichhörnchen setzte sich in seine Tragetasche, zwei Papageien hoben sie hoch und flogen mit den restlichen Papageien zu der Stelle, an dem der Tiger das Affenbaby bedrohte. Den Weg dorthin wies der Papagei mit den orangen Federn. Als das Eichhörnchen aus seine Tragetasche herauslugte, sah es den wilden Dschungel, mit all seinen Schlingpflanzen und bunten Sträuchern, riesigen Bäumen und wunderschönen Blumen.
Doch die Papageien flogen sehr schnell, sodass es nicht lange dauerte, bis das Eichhörnchen den Tiger erblicken konnte. Dieser war so sehr mit seinem Affenbaby beschäftigt, dass er die kommenden Papageien gar nicht bemerkte. Sie flogen direkt auf ihn zu und als sie ihn erreicht hatten, flogen sie um ihn herum, versperrten ihm die Sicht und krächzten so laut, wie sie konnten.
Der Tiger erschrak so sehr, dass er das Affenbaby fallen ließ und dieses genau zu der Stelle rollte, an der das Eichhörnchen mit der Tragetasche wartete. Dann half das Eichhörnchen ihm in die Tasche und die zwei Papageien flogen in die Luft. Der eine rief zu den anderen:
„Ihr könnt von ihm ablassen. Wir haben es.“ Also flogen die Papageien ebenfalls in die Luft und weiter ging es, in Richtung Affenbaum. Währenddessen versuchte das Eichhörnchen das Affenbaby zu beruhigen, denn dieses hatte große Angst und zitterte am ganzen Körper.
„Du brauchst nun keine Angst mehr haben“, sagte das Eichhörnchen, „wir bringen dich wieder nach Hause.“
Und als das Eichhörnchen aus der Tragtasche schaute, sah es schon den Affenbaum vor sich. Unzählige Affen befanden sich auf dem Baum und wurden ganz aufgeregt, als die Papageien sich näherten. Sie wollten schon anfangen sie zu bekämpfen, doch dann rief der rote Papagei:
„Haltet ein, wir haben eurer Affenbaby.“
Da wurden die Affen ganz still und schauten die Papageien erwartend an.
„Ist das wahr?“, fragte eine Affenmutter, „ihr habt mein Kind?“
„Ja“, antwortete der rote Papagei, „Wir haben es aus den Klauen des Tigers gerettet.“
Dann setzten die Papageien die Tragetasche auf den Boden und das Eichhörnchen kam mit dem Affenbaby hinausgeklettert. Dieses sprang auf den Baum direkt in die Arme seiner Mutter und war überaus glücklich wieder bei ihr zu sein. Die anderen Affen beobachteten dies und waren sehr erstaunt über die Papageien. Sie konnten es fast nicht glauben, dass sie wirklich ihr Affenbaby gerettet haben.
„Ihr habt sehr großen Mut bewiesen, gegen einen Tiger zu kämpfen, vor dem selbst wir Angst haben“, meinte ein Affe, der schon sehr alt schien, „und wir hätten nicht mit solch einer Tat von euch gerechnet. Wir sind euch zu großem Dank verpflichtet und euch etwas schuldig.“
Und dann sprach der rote Papagei: „Wir hätten eine Bitte an euch. Bitte gebt uns unsere Bäume wieder zurück.“
„Die sollt ihr haben“, versprach nun der ältere Affe, „es tut uns leid, dass wir sie euch genommen haben.“
„Wir können euch verzeihen“, entgegnete der rote Papagei und somit war der Streit geschlichtet. Die Papageien freuten sich riesig, denn endlich hatten sie ihre beliebten Bäume wieder. Sie flogen sogleich in die verschiedensten Richtungen, um ihre wiedergewonnenen Bäume zu erkunden. Nur der rote Papagei und der Papagei mit den gelben Flügeln und dem blauen Kopf blieben bei dem Eichhörnchen. Und während sie noch ein Weilchen durch den Dschungel spazierten, da meinte der Papagei mit den gelben Flügeln: „Vielen Dank für deine Idee, sie hat uns alle wieder glücklich gemacht. Auch wir sind dir etwas schuldig.“
Das Eichhörnchen überlegte kurz und dann sagte es sehnsuchtsvoll: „Ich würde gerne wieder nach Hause zu meinem liebsten Baum.“
„Na dann, auf!“, entgegnete der rote Papagei, „wir fliegen dich wieder zurück.“
Da sprang das Eichhörnchen auf und kletterte ins seine Tragetasche.
Die Papageien hoben sie hoch und flogen mit ihr immer höher. Bald hatten sie es über die Wipfel des Dschungels geschafft und dann rief das Eichhörnchen:
„Auf Wiedersehen, Dschungel!“
Es schaute ihm noch eine Weile nach, bis er immer kleiner wurde und dann merkte es plötzlich, wie müde es in der Zwischenzeit geworden war. Es legte sich in seine Tragetasche, deckte sich zu und schlief ein. Die Papageien flogen derweil bis zum nächsten Morgen.
Am nächsten Morgen erweckten die ersten Sonnenstrahlen das Eichhörnchen. Die Papageien flogen immer noch und als das Eichhörnchen aus seiner Tragetasche schaute, da sah es, dass sie gerade über das Feld flogen. In der Ferne konnte es schon den Wald erblicken.
Dann begrüßte es die beiden Papageien:
„Guten Morgen, ihr zwei.“
Und „Guten Morgen“, wünschten sie ihm zurück.
„Gleich haben wir es geschafft“, meinte der rote Papagei.
„Ja, ich kann schon den Wald sehen“, rief das Eichhörnchen freudig. Und es dauerte nicht lange, da hatten sie das Feld überquert und der Wald lag unter ihnen. Nun hielt das Eichhörnchen aufmerksam nach seinem Baum Ausschau und schon bald hatte es ihn entdeckt. Er stand seelenruhig auf der Wiese, wie ihn das Eichhörnchen verlassen hatte.
Nach ein paar Flügelschlägen hatten die Papageien ihn erreicht und dann landeten sie auch schon auf einem Ast. Das Eichhörnchen kletterte sogleich aus seiner Tragetasche und war vollkommen glücklich wieder zu Hause zu sein.
Dann sagte es zu den Papageien:
„Danke, dass ihr mich mit zum Dschungel genommen und mich wieder nach Hause gebracht habt. Ich bin sehr froh euch kennen gelernt zu haben.“
„Das sind wir auch!“, entgegneten sie.
„Und vielleicht“, meinte der rote Papagei, „besuchen wir dich einmal, wenn wir wieder eine lange Strecke fliegen wollen, um die Welt zu erkunden.“
„Gerne“, antwortete das Eichhörnchen, „ihr seid hier immer willkommen.“
Und so verabschiedeten sie sich. Das Eichhörnchen wünschte den Papageien noch einen guten Flug und dann flogen sie hinauf und davon. Das Eichhörnchen schaute ihnen nach, bis sie nicht mehr zu erkennen waren und dann widmete es sich voll und ganz seinem Baum. Den lieben, langen Tag letterte es auf ihm, bis es Abend wurde und es Zeit war, schlafen zu gehen.
Teil II
Am nächsten Morgen erwachte das Eichhörnchen in seiner Tragetasche. Und da es auf einmal ungewöhnlich heiß war, deckte es sich schnell auf. Dann streckte es sich und danach schaute es durch die Öffnung der Tragetasche. Die Papageien flogen immer noch über der Erde, doch diesmal nicht mehr so hoch.
„Guten Morgen, ihr Papageien!“, rief es nach oben und sie riefen:
„Guten Morgen!“, zurück.
„Wir sind bald da“, meinte der rote Papagei.
„Gut“, sagte das Eichhörnchen und fügte noch fragend hinzu, „ihr seid aber lange geflogen.
Können bei euch alle Vögel so lange fliegen?“
„Nein, nicht alle“, meinte der Papagei mit den gelben Flügeln und dem blauen Kopf, „aber wir haben hier im Dschungel, als wir noch sehr jung waren, eine Flugschule besucht. In dieser Schule haben wir das Fliegen von langen Strecken gelernt.“
Das beeindruckte das Eichhörnchen, denn von einer Flugschule hatte es noch nie gehört.
„So“, meinte nun der rote Papagei, „gleich überqueren wir den Fluss, dann werden wir landen.“
Und sie flogen tatsächlich über einen Fluss und landeten direkt auf einem Ast eines riesig, breiten Baumes. Doch dieser Baum war keine Besonderheit im Dschungel, denn als sich das Eichhörnchen umschaute, sah es noch viele weitere riesige Bäume. Es krabbelte aus seiner Tragetasche und wollte sofort los klettern und den unbekannten Baum erkunden, da hielt der rote Papagei es zurück.
„Warte“, sagte er warnend, „du kennst den Dschungel noch nicht, und er kennt dich nicht. Es kann hier sehr schnell gefährlich für dich werden. Bleibe am besten immer bei uns und merke dir gut diesen Baum, falls du doch einmal verloren gehen solltest. Auf diesem bist du sicher.“
Das schreckte das Eichhörnchen erst einmal ab und es wich den Papageien nicht von der Seite.
Der rote Papagei, der das Eichhörnchen gewarnt hatte, rief nun hoch in den Baum:„Wir sind wieder da. Kommt heraus aus euren Löchern.“
Und da sah auf einmal das Eichhörnchen wie aus allen Ecken des Baumes, hinter jedem Blatt und hinter jedem Ast, bunte Vögel hervorkamen. Der Baum sah nun aus, wie ein bunter Blumenstrauch. Alle hatten sie die verschiedensten Gefieder und alle schauten sie sehr neugierig zu dem Eichhörnchen.
„Was ist denn das für ein Tier?“, krächzte prüfend ein Papagei mit einem grünen Kopf.
„Das ist ein Eichhörnchen“, antwortete der rote Papagei, „es ist ein Tier des Waldes im
Norden. Wir haben es dort getroffen und weil es einmal den Dschungel kennen lernen wollte, boten wir ihm an, es mit zu nehmen. Also seit nett zu ihm, es ist ein liebes Eichhörnchen.“
Da waren die anderen Tiere erleichtert, dass es kein gefährliches Tier war. Das Eichhörnchen hatte derweil die vielen Papageien genauestens beobachtet und ihm fiel auf, dass sie ungewöhnlich ängstlich wirkten. Das Seltsamste daran aber war, dass nicht nur vereinzelte ängstlich wirkten, sondern alle miteinander. Da fragte sich das Eichhörnchen nun:
“Vor wem oder was haben diese Papageien hier so Angst?”;
Dies konnte sich das Eichhörnchen wirklich nicht erklären und so fragte es nun laut:
„Warum schaut ihr alle so ängstlich drein?“
Da schauten sich die Papageien überrascht an. Da hatte das Eichhörnchen aber schnell gemerkt, dass mit ihnen etwas nicht stimmte.
Also antwortete der rote Papagei: „Dass wir große Angst haben, das hast du gut erkannt. Wir, der Papageienstamm in diesem Dschungel hier, hat nämlich allen Grund sich zu fürchten. Aber das ist eine lange Geschichte.“
„Erzähl sie doch trotzdem“, meinte das Eichhörnchen neugierig.
„Also gut“, antwortete der rote Papagei und dann begann er zu erzählen:
„Vor langer, langer Zeit gab es zwei große Stämme, die die Bäume im Dschungel bewohnten, zum einen wir, der Papageienstamm und zum anderen der Affenstamm. Die Bäume waren für jeden Stamm gerecht aufgeteilt. Wir besaßen die eine Hälfte der Bäume und der Affenstamm die andere Hälfte.
Zu dieser Zeit lebten noch alle friedlich, doch eines Tages war die Hälfte der Bäume den Affen nicht mehr genug. Sie wollten mehr Bäume im Dschungel bewohnen, also begannen sie uns zu vertreiben. Anfangs versuchten wir uns zu verteidigen, doch die Affen waren stärker, also waren wir gezwungen die Bäume zu verlassen. Mittlerweile haben die Affen fast alle Bäume im Dschungel besetzt und man ist als Papagei nur noch auf diesem Baum halbwegs sicher.
Doch ein Baum reicht nicht für uns. Wir sind zu viele und können so nicht weiterleben. Und noch dazu haben wir große Angst, dass die Affen uns auch noch diesen Baum wegnehmen werden.“
So beendete der rote Papagei die Geschichte und das Eichhörnchen war zutiefst berührt. Es verstand nun die Angst der Papageien, und bemerkte wie groß die Not inzwischen geworden war. Doch auch hatte es das Gefühl, dass es eine Lösung geben müsste und so überlegte es.
Da kam auf einmal wie aus dem Nichts eine Idee in seinen Kopf. Es überdachte sie noch einmal und dann sagte es zu den Papageien: „Ich hätte da vielleicht eine Idee, wie ihr den Streit beenden könntet.“
Und als das Eichhörnchen dies gesagt hatte, da reckten alle Papageien neugierig ihre Köpfe und schauten das Eichhörnchen fragend an. Doch bevor das Eichhörnchen seine Idee schilderte, fragte es zunächst:
„Gibt es in diesem Dschungel Tiere, vor denen sich die Affen fürchten?“
„Allerdings“, antwortete der Papagei mit den gelben Flügeln und dem blauen Kopf, „die Affen fürchten sich vor den Tigern. Sie klettern auf ihre Bäume und rauben aus ihren Nestern ihre Affenbabys. Aber wieso sollte uns das helfen, den Streit zu schlichten?“
„Ich glaube, wenn ihr ein Affenbaby entdeckt, dass sich in den Händen eines Tigers befindet und dieses rettet und den Affen zurückbringt, dann werden euch die Affen aus Dankbarkeit vielleicht eure Bäume zurückgeben.“
Der rote Papagei überlegte kurz und antwortete dann:
„Ich glaube, das könnte klappen.“
Und dann rief er zu den Papageien:
„Papageien, ihr verteilt euch und haltet Ausschau. Wenn ihr ein Affenbaby in Gefahr entdeckt, berichtet mir das sofort. Dann rufe ich euch alle wieder zusammen und wir werden besprechen, ob wir ihm helfen können.“
Gesagt, getan. Einige Papageien flogen los, um tiefer im Dschungel zu beobachten, andere suchten sich ein
geeignetes Plätzchen auf dem Baum und hielten von dort aus Ausschau. Der rote Papagei und das Eichhörnchen blieben jedoch auf dem Ast, auf dem sie gelandet waren und
überlegten schon einmal, wie sie es anstellen könnten, solch ein Affenbaby zu retten.
Geht wunderbar weiter. Ist ja eine richtig durchdachte Geschichte, das macht Spass…
So, nun habe ich die ganze Geschichte bis zum Ende gelesen. Du hast wirklich einen fluessigen Stil, es wird nie langweilig und ndu verstehst es, die nicht so wichtigen Passagen in der Geschichte kurz zu lassen, und das ist gut fuer den Leser.
Toll gemacht! Kann nichts kritisieren…
Ciao
Georg
Soo meine nächste Geschichte freut sich schon mächtig darauf gelesen zu werden!Da ich sie kopiert habe, stimmen die Zeilen und so weiter wahrscheinlich nicht mehr, also einfach nicht beachten;)
Die fünfte Geschichte,
in der das Eichhörnchen ein Abenteuer im Dschungel erlebt
Teil I
An einem windigen Morgen beschloss das Eichhörnchen den Tag über auf seinem liebsten
Baum zu verbringen, denn dort war es wegen dessen starken Ästen vom Wind geschützt.
Also kletterte es den lieben, langen Morgen. Es sprang von Ast zu Ast, hüpfte mal nach
oben, mal nach unten oder hielt sich mit den Vorderpfoten an einem Ast fest und schwang
einfach hin und her. Manchmal machte es sogar einen kleinen Salto, von einem Ast zum
andern.
Dies machte dem Eichhörnchen so viel Spaß, dass es gar nicht merkte, wie es beobachtet
wurde. Es saßen nämlich auf einem Ast zwei seltsame Vögel, von denen das Eichhörnchen
noch gar nicht wusste, dass es diese Vögel überhaupt gab.
Aber bis jetzt hatte das Eichhörnchen sie noch nicht entdeckt. Nur diese zwei seltsamen
Vögel hatten das Eichhörnchen gesichtet und beobachteten es schon ein Weilchen, wie es
Kunststücke übte, die die beiden nur von anderen Tieren kannten. Doch diese Tiere lebten
weit entfernt.
Das Eichhörnchen kletterte nun immer noch unwissend, doch nicht mehr lange, dann sprang
es auf den Ast, auf dem die seltsamen Vögel saßen und blickte ihnen direkt in das Gesicht.
Es erschrak zunächst, beruhigte sich jedoch sehr schnell wieder, denn die beiden hatten
seine Neugierde erweckt. Solche bunten Vögel waren nämlich wirklich neu für das
Eichhörnchen und so fragte es:
„Wer seid ihr und wo kommt ihr her?“
„Wir sind Papageien und wir kommen aus dem Dschungel“, sagte der eine Papagei. Dieser
Papagei war vorwiegend rot. Er hatte einen roten Kopf und rote Flügel, der Körper war bunt
gefiedert.
Der andere Papagei hatte gelbe Flügel und einen blauen Kopf.
Dieser fragte:
„Und wer bist du?“
„Ich bin ein Eichhörnchen und wohne hier in diesem Wald“, antwortete es, „aber einen
Dschungel kenne ich nicht.“
Der rote Papagei erklärte dem Eichhörnchen daraufhin den Dschungel:
„Der Dschungel, der ist sehr weit entfernt. Er liegt im Süden und ist eine Art Wald, nur mit
anderen, verschiedenen Pflanzen, Bäumen und Tieren. Manche Pflanzen und Tiere sind
sogar bunt. So wie wir, zum Beispiel.“
„Das würde ich aber gerne einmal sehen“, sagte das Eichhörnchen.
Da schlug der rote Papagei vor:
„Na, dann komm doch mit uns. Wir fliegen nämlich wieder zurück.“
„Au ja, da komme ich mit“, freute es sich, „ich habe sogar schon eine Idee, wie ihr mich
tragen könntet! Wartet einen Moment.“
Und so schauten die Papageien dem Eichhörnchen zu wie es in ‘Windeseile’ Zweige,
Sträucher und Moos zusammensuchte und eine Tragetasche baute.
Mit zwei Henkeln, damit beide Papageien sie tragen konnten.
„So, fertig“, sagte das Eichhörnchen stolz und erklärte den Papageien, wie sie die
Tragetasche halten konnten. Dann suchte es sich noch ein paar Nüsse als Proviant für die
Reise und eine Decke, falls es kalt werden würde. So war das Eichhörnchen ausgerüstet und
kletterte in die Tragetasche und während die Papageien die Tragetasche umfassten und mit
ihr in die Höhe flogen, winkte das Eichhörnchen aus der Tragetasche dem Baum zu und rief:
„Bis bald, lieber Baum!“
Und dann ging die Reise los.
Sie flogen über den Wald in dem das Eichhörnchen wohnte, über Felder und über Bäche,
über Flüsse und über Berge. Und das Eichhörnchen fühlte sich bald schon fast wie ein
Vogel. Doch vom vielen Schauen wurde es nun müde und so murmelte es sich in seine
Decke und schlief ein.
Die Papageien flogen währenddessen weiter, bis zum nächsten Morgen.
Hallo Elena, und danke fuer die Geschichte. Hat mir richtig gut gefallen, wirklich! Es macht Spass, ist nicht zu lang, nicht zu kurz, und man liest alles auf einen Rutsch.
Bravissima
Ciao
Georg
. „Es geht einfach nicht und jetzt hör auf damit!“ Ich ließ ihn stehen. Nummer eins. Wenn ich das schon hörte. An meiner alten Schule war es genau dasselbe Spiel. Die Schule brauchte noch jemanden in irgendein Naturwissenschaftsteam für einen Wettbewerb. Weil ich in diesen Fächern gute Noten hatte, schlug Jennifer – meine damalige `beste Freundin` mich für diese Veranstaltung vor. Ich hatte echt keine Lust dazu und traute mir das auch nicht zu, aber ich konnte nichts mehr machen, da der Wettbewerb schon am nächsten Tag war. Irgendwie hat das Team es dann geschafft zu gewinnen. Da es das erste Mal war und ich die einzig Neue im Team, verbreitete Jennifer überall die Nachricht herum, dass ich der Schule zum Sieg verholfen hatte. Schon war ich also der neue Geniefreak. Außerdem wusste durch Jennifer nun jeder, dass sie meine beste Freundin war und stellte sich mit ins `Rampenlicht` , wie man es bezeichnen konnte. Vielen Dank, Jennifer!
Es war unfreundlich und blöd von mir gewesen, Troy so abzublocken. Aber es war einfach so … ich konnte ihm das nicht sagen. Sonst würde hier genau dasselbe wieder passieren. Ich wollte das nicht. Es sollte einfach normal sein, mehr wollte ich doch gar nicht. Gut, wenn er es mochte, wenn alle ihn anhimmelten – bitteschön! Ich brauchte das aber nicht.
Ich knallte die Haustür zu und setzte mich davor. Eine ganze Weile saß ich einfach da und hing meinen Gedanken nach. Bis das Telefon klingelte.
„Ja?“, meldete ich mich eher zurückhaltend, leise und nicht gerade begeistert davon, dass ausgerechnet jetzt jemand anrief.
„Hallo, hier is‘ Val.“ Auch sie klang eher betrübt.
„Hi.“ Und nach einer Weile: „Wieso sagst du nichts?“
„Ich war wohl … ziemlich blöd.“ Oh.
„Ja. Das stimmt.“
„Könntest du jetzt nicht irgendwie so was sagen wie: Schon okay?“
„Ja. Das könnte ich.“
MEIN LEBEN WAR HART!!
ich wurde Geboren in einer nacht voller schauder. es war kalt und grausam.ich hätte nie geboren werden wollen wenn ich gewusst hätte was passieren würde etwas schlimmes. ich wuchs mehr oder weniger gut heran, als reiches kind. meine elter erfüllten mir jeden wunsch meiner träume, doch einen wunsch wollten sie mir einfach nicht erfüllen. ich wollte einmal als prima ballerina auf der bühne auftreten doch meine eltern fanden es einfach zu langweilich. sie wollten dass ich sängerin werde und das ich mal reich und berühmt bin. doch schluss endlich zu meinem 11. geburtstag hatten sie ihn mir doch erfüllt ich durfte ins balett. doch ich wusste irgendetwas stimmt hier nich und ich fragte immer wieder warum ich erst jetzt ins balett durfte. doch sie schwiegen immer wenn ich das fragte. ich ging der sache auf den grund, doch ich fand nichts. als ich es doch endlich heraus bekam war es zu spät. ich war krank, ich hatte krebs.
ich ging zu meinen eltern und fragte sie warumm sie mir das verschwiegen hatten aber sie sagten nur: ” mach dir keine sorgen”. es war samstag, ich war alleine zuhause und dann passierte es ich starb, ich bin tot, TOT verstehst du? das wr mein ende des ganzen Lebens. doch ich habe mir immer geschworen wen ich mal kinder gehabt hätte dann hätte ich sie jede woche ins balett gefahren.
Ivy, danke fuer deine Geschichte.
Da hast du ein ganz vertracktes Thema gewaehlt, das nie einfach zu behandeln ist, wenn man schreibt.
Zunaechst einmal: Du hast eine ganze Menge von Fluechtigkeitsfehlern begangen beim Schreiben, und das ist immer schade. Denn wer die Geschichte liest, wird von diesen Fehlern irgendwie vom Weiterlesen abgehalten. Das ist also nicht gerade das Beste. Besser waere, du wuerdest jedes Mal deinen Text sehr konzentriert noch ein- oder zweimal lesen und kontrollieren, ueberarbeiten, daran feilen usw. Das Resultat ist sicherlich viel besser. Wirklich, Fluechtigkeitsfehler tun Autoren weh!
Zum Text: Die Idee ist okay, aber nicht alles klappt, denn wenn du, wie du schreibst, gestorben bist, dann versteht der Leser nicht, wie du es im Nachinein hast schreiben koennen. Du warst also tot, aber nicht ganz tot? Wie hast du es schreiben koennen? Bist du wieder geboren? Als Geist zurueckgekehrt?
Klar, ich bin ein harter Kritiker, aber in manchen Geschichten kann ein falscher Ansatz schaden und dazu fuehren, dass alles irgendwie nicht mehr glaubhaft erscheint. Die Glaubwuerdigkeit ist beim Schreiben absolut an erster Stelle. (Nicht umsonst behandle ich dieses Thema ziemlich lange in meinem Buch).
Aber, wie gesagt, die Grundidee ist nicht schlecht.
Ciao
Georg
Hallo,
ich finde deine Geschichte gut, das einzige was ich mich frage ist: wie können einem die eltern verschweigen, dass man krebs hat? bei krebs muss man so viele Therapien machen und so oft ins krankenhaus und man fühlt sich schlecht. das merkt man doch.
Ja, das war einer der schwaecheren Punkte, das ist mir auch sofort aufgefallen.
Danke fuer den Kommentar,
ciao
Georg
Das kleine Monster
Als ich morgens in meinem Bett aufwachte, sah ich ein kleines Monster auf dem Boden liegen.
Ich hob es hoch und fragte: “Was machst du denn hier?”
Das Monster antwortete: “Ich wurde aus dem großen Monsterland von dem mächtigen König vertrieben.”
Plötzlich rief meine Mutter: “Du musst in die Schule!”
“Oh, nein!”,meckerte ich.
Ganz heimlich packte ich das Monster in meinen Ranzen.
Auf dem Weg zur Schule fiel mir das Monster aus dem Ranzen und ich bemerkte das nicht.
In der Schule fiel mir auf, dass es weg war.
Als ich zu Hause war, lag ein Zettel auf dem Boden. Darauf stand: Ich bin wieder im Monsterland.
Dein kleines Monster
Hallo Johannes,
danke fuer deine Geschichte. Sie ist nicht schlecht und hat mir Spas gemacht. Was ich daran ein bisschen kritisieren moechte ist, dass du das Monster besser beschreiben solltest. Irgend etwas an dem Monster musst du dem Leser erklaeren, auch nur in kurzen Saetzen: ist es gruen, klein, weich, hart, hat es Arme oder Beine usw. (Fuer diesen Teil beim Schreiben muss man seine Phantasie spielen lassen, und dann wird es richtig zum Spass!)
Sonst gefaellt mir die Idee recht gut. Es haette nur etwas mehr Details haben koennen, damit der Leser sich in die Geschichte hineinversetzen kann.
Ok?
Ciao
Georg
An Pauline
Mit etwas Geduld klappt das schon wieder!
Ich hatte auch schon öfters Schreibblockaden, da hat mir immer etwas Abstand und Zeit geholfen. An manchen Tagen fließen die Worte aus dem Kopf, an manchen weniger. Und wenn du die Idee schon hast, notiere dir einfach alles was dir dazu einfällt, und vielleicht kommst du währenddessen schon auf eine Überleitung. Vielleicht auch nicht, dann eben an einem anderen Tag
lg Elena
Guter Ratschlag. Mit dem Kopf durch die Wand hilft oft gar nicht!
Hoffentlich geht es besser…
Ciao
Georg
Danke für den Tipp.
Ich finde auch, dass es einem manchmal leicht fällt etwas zu schreiben und manchmal nicht.
LG
Pauline
Inzwischen habe ich auch das 5.Kapitel fertig geschrieben und hoffe, dass es so in Ordnung ist. Leider habe ich keine Idee, wie ich weiter komme. Ich weiß zwar, was passieren soll, aber ich weiß nicht wie ich die Überleitung gestalten soll, ohne, dass es langweilig wird.
Was macht man bei so einer Schreibblockade?
5. Kapitel: teuflisches Klavierspiel
„So, so, so… Du bist also Charlotta Seikok, die Tochter von Martin Seikok. Kennst du die alte, nordische Bestimmung, die meiner Meinung nach genau auf dich zutrifft?“
Charlotta befand sich im Wohnraum einer kleinen Hütte am Stadtrand in der Nähe des Hafens. Der Hafenwärter hatte sie hierher gebracht, nachdem er sie am Hafen auf dem Bootssteg „Seikok“ erwischt hatte und sie ihm erklärt hatte, was sie tat.
„Nein, aber was ist das überhaupt für eine Bestimmung?“
„Na ja, die Sage vom Ende der Welt, das auch als Enirana bekannt ist, und den Hütern Eniranas natürlich. Kennst du das nicht?“
„Nein“
„Na, dann werde ich es dir wohl erzählen müssen:
Es war einmal ein junges, hübsches Mädchen mit dem Namen Surnala. Surnala war verliebt. Verliebt ausgerechnet in den Sohn des Hauptmanns. Leider war Surnala aber nur eine Pflegerin im Baderhaus am Ortsrand von Seikok.“
„Seikok!“, rief Charlotta und sprang auf. „So heiße doch ich mit Nachnamen!“
Sie setzte sich wieder.
„Ja und das hat auch seinen Grund. Wo war ich stehen geblieben… Also, Surnala war zwar jung und hübsch, aber sie war auch arm wie eine Kirchenmaus. Was sie nicht wusste war, dass genau festgelegt wurde, wer den Häuptlingssohn Laon heiraten durfte. Nur das Mädchen, das das Muttermal an der Rückseite des linken Ohrläppchens, durfte Laon heiraten.“
Unbewusst und doch erschrocken fasste Charlotta sich ans linke Ohrläppchen, denn genau das gleiche Mal hatte sie auch. Der Mann folgte ihrer Hand mit den Augen, sagte aber nichts.
„Und genau dieses Muttermal hatte Surnala auch. Aber weil sie nichts von der Vorraussagung wusste, konnte sie nicht als Bewerberin zum Haus des Häuptlings gehen. Keine der Bewerberinnen hatte ein solches Muttermal, auch wenn sie es mit hinterlistigen Mitteln versuchten, eines vorzutäuschen. Da merkte Laon Vater, dass er auch in Teilen des Landes, die jenseits des Damms zum Festland lagen, suchen musste. Auch Laon sollte durch die Wälder reiten, um in anderen Dörfern nach dem Mädchen mit dem Muttermal zu suchen. An einem schönen Sommermorgen suchte Surnala im Wald nach Heilkräutern, als Laon wieder von einer erfolglosen Such zurückkehrte. Er sah sie zuerst nur von hinten und da erblickte er das Muttermal. Er stieß einen Freudenschrei und nahm Surnala mit ins Dorf. Der Häuptling war nicht sehr erfreut, als er erfuhr, dass die Braut nur eine arme Helferin aus dem Baderhaus war, aber wie es die Bestimmung sagte, so musste es getan werden.
Bald war die Hochzeit und Surnala war die glücklichste Braut, die es wahrscheinlich je gegeben hatte und jemals geben würde. Die Hochzeit war prunkvoll, aber sie wäre wahrscheinlich noch prunkvoller gewesen, wenn die Braut höher angesehen gewesen wäre. Aber es lag ja nicht einmal am Geld, sondern nur daran, dass der Häuptling nicht sehr glücklich über die Hochzeit war. Am Tag der Hochzeit war es Sitte, dass sich das ganze Dorf vom Magier des Dorfes die Zukunft voraussagen ließ. Das Brautpaar ging zuerst in die Hütte. Sie setzten sich und hörten, was der weise Mann mit einer fremden, seltsam anderen Stimme sagte:
„Wenn die Eins angekommen ist,
dann wird Land zu Wasser
und dann wird Wasser zu Land.
Fort, nach Norden, denn nur dort ist Rettung!
Denn ihr seid zu etwas höherem bestimmt!“
Das Brautpaar verstand die Prophezeiung zwar nicht, aber so war das eben mit Prophezeiungen. Laon und Surnala gingen aus der Hütte und der nächste Dorfbewohner trat ein. Als er wieder herauskam, berichtete er, dass der Magier nur „Nichts!“ gesagt hatte. Beim nächsten Dorfbewohner sagte der Magier genau das gleiche und, weil es bei allen darauf folgenden Dorfbewohnern genauso war, wurde das Dorf langsam unruhig. Niemand konnte sich einen Reim darauf machen, ob das Gehörte nun bedeutete, dass der Magier nichts in der Zukunft sehen konnte, oder ob es bedeutete, dass den Dorfbewohnern ein „Nichts“ bevorstand. Am Ende war nur noch eine Frau übrig. Sie ging hinein und als sie wieder heraus kam erzählte sie allen ihre Bestimmung:
„Nur bei Gefahr gibt es Rettung!“
Die Hochzeit hätte fröhlich enden können, wenn nicht das ganze Dorf so nachdenklich wegen den Prophezeiungen gewesen wäre.
Dennoch vergass das Dorf mit der Zeit, was an diesem denkwürdigem Tag geschehen war, und die Leute lebten ihr ganz normales Leben weiter. Auch Laon und Surnala dachten nach einiger Zeit nicht mehr an die Vorhersage. Einige Jahre passierte nichts, aber als Surnala ihren ersten Sohn gebar und die Hebamme zu Laon kam, um ihm zu berichten, dass es ein Sohn geworden war, passierte es. Die Hebamme sagte: „Jetzt ist die Eins da. Euer erster Sohn. Freut Euch!“ Da durchfuhr es Laon wie ein Blitz: „Die Prophezeiung“ Hatte der alte Mann nicht von „der Eins“ gesprochen? Mussten sie jetzt nicht fort? Fort nach Norden?
„Freut Ihr euch denn nicht?“, fragte die Hebamme.
„Doch, natürlich! Darf ich zu ihr?“
„Ja, geht nur.“
Als Laon zu seiner Gefährtin kam bewunderte erst seinen Sohn und teilte Surnala dann seine Befürchtungen mit. Sie war bestürzt, aber sie stimmte ihm zu: „Wir müssen hier weg. Aber der Kleine kann nicht bei uns bleiben. Ich spüre, dass er sterben würde.“
„Aber wo soll er hin? Das ganze Dorf wird untergehen.“
„Ich weiß nicht, aber hatte diese Frau in ihrer Bestimmung nicht auch eine Rettung? Könnten wir sie nicht fragen, ob sie…“
„Nein, kommt nicht infrage“, fuhr Laon sie mit scharfer Stimme an, aber gleich darauf verbesserte er sich und sagte mit sanfter Stimme, „Vielleicht hast du Recht. Wir können sie ja fragen.“
Genau so machten sie es dann auch und sie waren sehr erleichtert, als die Frau ihren Befürchtungen zustimmte und auch zustimmte, dass der kleine Junge bei ihr blieb. Es kam, wie die Prophezeiung vorausgesagt hatte: Wasser wurde zu Land, Land wurde zu Wasser und der Damm, der die Insel mit dem Festland verband, wurde weggespült. Alle Dorfbewohner wurden durch die Flutwelle ausgelöscht, Laon und Surnala retteten sich in Richtung Norden mit einem Boot und die Frau, der kleine Junge und überraschenderweise auch der Dorfmagier retteten sich in ein altes, verfallenes Haus am Rande des Dorfes bei der Haifischbucht, da die Frau die Haifischbucht für die Gefahr, die in der Prophezeiung genannt wurde, hielt.“
An dieser Stelle unterbrach der Hafenwächter die Erzählung. Er sah Charlotta an und fragte: „Möchtest du etwas trinken? Vielleicht ein Glas Wasser?“
„Ja, bitte“, antwortete Charlotta. Ihr Mund war ganz trocken geworden, weil die Erzählung in ihr Furcht, aber auch Neugier geweckt hatte.
Der Mann ging in die Küche im Nebenraum und Charlotta hörte ihn herumhantieren.
Plötzlich ertönte ein Schlag, aber Charlotta, die vor Schreck aufgesprungen war, hörte, wie der Mann rief: Frag deine Großmutter! Hüte dich vor dem teuflischen Klavierspiel, aber jetzt lauf weg!“
Dann begann ein Klavierspiel, das schöner war, als alles andere, was Charlotta je gehört hatte. Sie war wie betäubt und setzte sich wieder hin. Warum sollte sie denn weglaufen? Es war doch ein schönes Stück. Sie legte ihren Kopf zurück und lauschte. Die Musik verzauberte sie und nahm allen Schmerz von ihrem Herzen. Die Melodie war wie ein Zuckersüßer Sirup, der einem den Mund verklebte. Aber die Musik verklebte Charlotta nicht den Mund, sondern ihren Verstand und Charlotta merkte es nicht einmal.
Aber plötzlich war da wieder der Schmerz, der ihren Körper von den Haarwurzeln bis zu den Zehenspitzen durchfuhr. Ein Schmerz, der so bitter und süß zugleich war und sie daran erinnerte, dass sie ihren Vater retten musste.
Ihren Vater.
Und Charlotta erwachte.
Ja, Pauline, das Kapitel ist gut und steckt voller interessanter Ideen. Hie und da schreibst du eine Szene nicht richtig bis zum Ende durch, fast, als haettest du Angst, zuviel zu schreiben. Dabei aber gilt eine Regel: wenn das, was du schreibst, interessant/spannend ist, dann kann man ohne Risiko einen Abschnitt oder eine Szene verlaengern. Hauptache, es wird nicht langweilig oder du faellst in Wiederholungen.
Noch ein Tipp.
Du schreibst: „Seikok!“, rief Charlotta und sprang auf. „So heiße doch ich mit Nachnamen!“
Sie setzte sich wieder.
Waere es nicht besser so: „Seikok!“, rief Charlotta erschrocken.
“Setz dich!”, sagte der Hafenwaerter ernst.
Aber das ist nur eine kleine Verbesserung.
Mach weiter so, bis jetzt scheint mir alles in Ordnung zu sein.
Ciao
Georg
Hallo!
Vielen Dank fürs Durchlesen und Kommentieren=)
Ja, mein Buch ist nun endlich fertig!
Ich glaube es erwartet sie noch zwei Abenteuer;)Eine Reise in den Dschungel und eine Reise zum Meer mit dem Dachs. Aber diese Geschichten bestehen aus mehreren Teilen, da werde ich mal schauen, wie ich das mache.
lieben Gruß
Elena
Ok, toll! Also warten wir auf das, was bald kommt!
Ciao
Georg
4.Kapitel: Die Vorbereitungen
„Taschenlampen aufladen und Taschenlampen mit Dynamo besorgen. Hmmh…Das wären jetzt sieben Taschenlampen… Hoffe, das reicht.“ Charlotta vertiefte sich in ihre Notizen. Sie war erst bei Punkt drei. Schlafsäcke und verschiedene Karten war die ersten beiden Punkte gewesen. Damit war sie schon fertig.
„So…Punkt vier: Boot besorgen und einiges an Bord schaffen. Die Frage ist nur, welches Boot ich nehmen soll. Ein Motorboot, das ist klar, nur welches?“
Sie sah sich ratlos um. Charlotta befand sich am Hafen, genauer gesagt auf dem Bootssteg mit dem Namen „Seikok“. Seltsamer Name, aber so hieß sie nun mal mit Nachnamen. Sie wusste selbst nicht genau, was der Name bedeutete, aber auf einem alten Stein, der bei ihr zuhause im Holzschuppen stand, war auch das Wort „Seikok“ eingemeißelt.
„Am besten, ich nehm` die „grüne Olvra“, weil die ist nicht zu groß und nicht zu klein.“
Die „grüne Olvra“ war, wie der Name schon sagte, ein grünes Motorboot. Sie war etwa viermal so groß wie ein Ruderboot und hatte eine Steuerkajüte, in der genug Platz zum Schlafen war.
„Das hätte ich dann auch erledigt“, sagte Charlotta zu sich selbst. „Punkt fünf: Proviant besorgen.“
Sie kaufte beim Bäcker Brot und brachte es an Bord. Inzwischen hatte sich der Himmel verdunkelt und Regen war aufgezogen.
Charlotta sah nach oben in den Himmel. „Ziemlich dunkel. Hoffentlich spielt das Wetter mit und es fängt nicht an zu regnen, wenn wir gerade auf hoher See sind.”
Sie schaute noch eine Weile in den Himmel, dann raffte sie sich zusammen und ging los, um Wasser zu holen.
Sie lieh sich beim Getränkehändler eine Sackkarre, um einen Kasten Wasser zum Boot zu transportieren. Zuhause holte sie ein paar Kanister und füllte sie mit Leitungswasser. Im Supermarkt kaufte sie jede Menge Nudeln. Sie kontrollierte das Gas am Gaskocher und stellte erfreut fest, dass die Gasflasche neu war.
Plötzlich hörte sie eine wütende Stimme: „Was machst du denn da? Wer bist du? Das ist Privat. Unbefugten ist der Zutritt verboten! Weißt du das nicht?“
Charlotta sah einen älteren Mann auf sich zu laufen, der hektisch mit der Hand wedelte, um sie zu vertreiben.
—
Lulu hatte alles über mögliche Meeresströmungen, die Charlottas Vater weggetrieben haben könnten, gelesen. In dem einen Buch – sie las es sehr gründlich, weil es so viele Informationen enthielt – stand etwas über eine Bestimmungen, die zwei Mädchen betraf. Die beiden sollten sich auf die Suche nach dem Ende der Welt machen. Es handelte sich um eine alte Wikingersage. Die beiden sollten außerdem aus einem versunkenen Dorf auf einer Insel kommen.
„Was ist denn das für ein Quatsch? Wie soll man denn in einem versunkenen Dorf wohnen können?“, fragte sie sich, aber ein bisschen mulmig war ihr dabei schon. Schließlich waren Charlotta und sie ja zwei Mädchen, die zwar nicht auf einer versunkenen, aber dennoch einer Insel wohnten und außerdem suchten sie etwas. Es war zwar nicht das Ende der Welt, aber es war immerhin Charlottas Vater.
Lulu versuchte sich wieder auf das Meer und seine Strömungen zu konzentrieren, aber irgendwie gelang es ihr nicht so recht. Es war, als ob die Sage sie verfolgte. Ärgerlich wollte Lulu diese Gedanken abzuschütteln, aber der Gedanke blieb an ihr hängen. Beinahe glaubte sie schon, die Bestimmungen war an Charlotta und sie gerichtet. Aber das konnte ja nicht sein – oder vielleicht doch? Sie wusste es nicht. Was, wenn es wirklich so war? Sie konnte sich nicht erklären, warum es so sein sollte der eben auch nicht. Aber musste man sich alles erklären können auf dieser Welt? Heutzutage vielleicht schon. Ja, wahrscheinlich schon in dieser modernen Welt, in der es kaum noch ungeklärte Wunder gab. Es war doch schlimm, wenn die Natur alle ihre Wunder und Geheimnisse abgegeben hatte und die Menschen ihr alles, auch ihre verborgenen und geheimen Schätze genommen hatte, ohne sie zu fragen oder sie wenigstens zu entschädigen. Aber ihr einfach so alles zu nehmen war niederträchtig und gemein. So etwas durfte man doch nicht tun. Das sollte nach Lulus Meinung verboten werden.
Beinahe hätte Lulu sich in das Thema hineingesteigert, aber sie versuchte mit aller Kraft, sich wieder auf die Bücher zu konzentrieren. Seltsam fand sie nur, dass ausgerechnet das Buch mit der Sage die meisten Informationen über mögliche Strömungen und Winde enthielt. Na ja, die Hauptsache war doch, dass sie Charlottas Vater noch fanden, bevor es zu spät war. Dann würde alles gut werden. Für Charlotta jedenfalls. Lulu musste dann ja wieder abreisen, dabei hatte sie sich endlich mal zusammengerissen und hatte versucht mit Charlotta etwas zu unternehmen. Zwar fand sie das „Unternehmen“, das sie vorhatten, zwar auch wieder nicht, aber es war immerhin etwas, das sie Charlotta zusammen unternahm. Eigentlich war es ja eher ein Abendteuer, das man sich im Fernsehen ansah. Aber es half ja nichts herumzusitzen und zu jammern, wenn man ja doch nichts ändern konnte. Aber dennoch hoffte Lulu, dass die Suchtruppen Erfolg hatten und die beiden Mädchen letztendlich doch nicht losfahren mussten oder wenigstens nicht so weit.
Hallo!
Ist das 4.Kapitel so in Ordnung oder muss ich noch etwas verbessern?
Ich finde toll, dass sie sich bei den letzten Kapiteln meiner Geschichte/ meines Buches so viel Zeit genommen haben und mir Tipps gegeben haben.
Meine Eltern lesen die Kapitel zwar fast immer, aber sie wollen mir nicht sagen, was schlecht ist, um mich nicht zu verletzten oder so.
Liebe Grüße
Pauline
Ja, Pauline, die Geschichte geht flott weiter. Man moechte gerne wissen, was wohl der Besitzer des Bootes zu sagen hat, aber da hast du einen gewievten neuen Abschnitt eingelegt und man muss wohl oder uebel warten, wie es weitergeht.
Ich nehme mir gerne die Zeit. Solange ich Zeit habe!
Das ist oft ein Problem beim Schreiben, dass die Freunde oder die Familie keine Kritik ueben wollen, weil sie Angst haben, den Autoren zu verletzen. Dabei ist eine Kritik oft sehr hifreich. Natuerlich muss man als Kritiker aufpassen, denn man sollte weniger einen Stil kritisieren (der ist ja bekanntermassen eine persoenliche Frage und kann bei jedem Leser anders sein) als wichtigere Punkte: Fehler in der Handlung, Loecher in der Beschreibung, unlogische Spruenge, schlechte Charakterisierung usw.
Schoenen Tag,
ciao
Georg
Hallo,
danke für die Antwort.
Wird in nicht klar, dass das Boot Charlottas Familie gehört? Da sich Charlotta ja auf dem Bootssteg ihrer Familie befindet, hätte ich gedacht, dass man sich ableiten kann, dass das Boot der Familie gehört. Muss ich die Stelle ändern, damit es klarer wird?
Viele Grüße
Pauline
Eigentlich schreibe ich nicht so oft. Ich male lieber. Aber jetzt ist es etwas anderes. Etwas ganz anderes. Der dreizehnte Januar 2011, das Datum hat sich eingebrannt. Bei mir und meiner Familie. Und vielleicht auch bei anderen. Ich weiß es nicht genau. Das war auch nicht mein Ziel. Ich wollte nur, dass Blake in Sicherheit ist. Mein kleiner Bruder. Das war alles, und wiederum nicht. Australien, Queensland, Toowoomba. Wir wollten eine Schuluniform kaufen. Mehr nicht. Mehr nicht…
Wir haben es geschafft. Endlich. Wir sitzen wieder im Auto. Gerade sind wir noch durch die ganzen Pfützen gelaufen und jetzt: Wasser, Wasser, Wasser. Überall Wasser. Riesige Massen. Auf einmal. Vor Minuten war es noch wenig, wir fahren uns fest. Nichts ungewöhnliches, oder? Und Hilfe kommt ja auch schon. Ein Mann kommt auf uns zu. Aber es kommt mehr Wasser, immer mehr. Ich kriege Angst, Angst vor dem Wasser. Ich sehe abwechselnd zu meiner Mutter und zu meinem Bruder Blake, um mich abzulenken. “Wasser, Wasser, Wasser.”, denke ich. “So viel Wasser.” Ich bin Nichtschwimmer. “Woher kommt auf einmal das ganze Wasser?”, will Blake wissen. Ich weiß nicht, ob er unsere Mutter oder mich meint. Trotzdem denke ich über eine Antwort nach. “Das hatte ich schon mal!”, dränge ich mich selbst. Ablenkung, ich brauche Ablenkung. “Springflut”, sage ich schnell. “Das ist eine Springflut.” Blake und ich sehen aus dem Fenster. Der Mann hat eben kehrt gemacht. “Wieso geht er wieder weg?” Blake ist meinem Blick gefolgt. Ich antworte nicht. Blake sieht Donna an. Unsere Mutter bemerkt ihn nicht. Sie bremst, gibt Gas, bremst, gibt Gas. Ich fange an zu zittern. Blake kommt näher zu mir. “Geht das Wasser auch wieder weg?” Donna klettert zu uns nach hinten. Sie will uns trösten, ich starre den Boden des Autos an. Ich habe panische Angst vor dem Wasser. Es ist so gewaltig. Unheimlich. Blake klebt sich plötzlich an die Fensterscheibe. “Er kommt wieder!”, schreit er auf. Ich wage einen Blick aus dem Fenster. Es stimmt. Der Mann hatte sich mit einem Seil am Laternenpfahl festgebunden und versuchte nun, zu uns zu kommen. Aber der Strom reißt ihn immer wieder weg. Ich kann nicht wegschauen, ich muss ihn ansehen. Tausend Gedanken schießen mir durch den Kopf. Sinnlose, überflüssige Gedanken. “Ich habe mein Zimmer noch nicht aufgeräumt. Ob mein Vater daran denkt, das Fenster zu schließen?” Mir kommen Tränen, ich wische sie schnell weg und sehe mich um. Ich habe große Angst. Dieses Gefühl überrascht mich, es ist mir unbekannt. So hatte ich es noch nie. Mein ganzer Körper zittert, aber gleichzeitig fange ich an zu schwitzen. Ein zweiter Mann ist gekommen, er ist größer und kräftiger als der Erste. Erst zieht er den Mann aus dem Wasser, schnappt sich selbst ein Seil und kommt auf uns zu. Er hat es geschafft! Er ist hier! Er packt mich am Arm, will mich heraus ziehen. Aber ich wehre mich. Wieso? Ich sehe Blake an, dann wieder zu dem Mann und schreie: “Nimm erst meinen Bruder!” Ich weiß nicht genau, warum ich das tue. Ich muss einfach. Ich versuche mich loszureißen. “Nimm erst meinen Bruder!”, schreie ich wieder. “Nimm erst meinen Bruder!” Er hat mich gehört. Der Mann lässt widerwillig los, ich schiebe Blake zu ihm. Er zieht meinen Bruder aus dem Fahrzeug und schwimmt mit ihm zu dem Mann, der immer noch bei dem Laternenpfahl ist. Der Mann nimmt Blake entgegen. Der Große kommt wieder. Gleich ist er hier. Gleich bin ich weg von all dem Wasser. “Wo ist Blake?!”, durchfährt es mich. “Eben war er doch noch da vorne!” Auch meine Mutter starrt zu dem Punkt, wo eben noch zwei Menschen standen. Sie wurden umgerissen, Blake und der Mann. Der Kräftige merkt es, dreht um und zieht sie aus dem Wasser. Donna und ich atmen gleichzeitig auf. Blakes Retter. Er will wieder zu uns. Auf einmal kracht es. Ich schreie auf. Das Auto dreht sich um. Wasser, überall Wasser. Wir werden aus dem Auto gedrückt. Hilfe! Ich atme immer schneller. Ich kann nicht schwimmen. Ich kann nicht schwimmen…
Meine Mutter bekommt einen Baumstamm zu fassen. Sie zieht mich zu sich, ich kralle mich fest. Der Strom wird immer stärker. Ich kneife die Augen zu, nur ein paar Mal sehe ich Donna an. Ich kann nicht mehr. Ich lasse los. Ich höre meine Mutter. “Jordan!” Sie kommt, sie kommt. Es ist kalt, das Wasser drückt. Mir wird so schummerig, Alles ist schwarz, kalt und dunkel.
Zu Ende.
Ende von allem? Von mir. Dreizehn Jahre hatte ich. 2558 Tage. Schöne, schlechte. Alles war dabei. Und jetzt? Jetzt kennen viele meinen Namen: Jordan Rice. Jordan Rice aus Queensland. “Er ist der Champion aller Champions.” Das hat mein Vater gesagt. Ich liebe ihn. Und Blake. Alle, die mich nicht vergessen.
Ja, hallo Elisabeth-Sara, und danke fuer die Geschichte.
Die Idee, die dahinterliegt, gefaellt mir gut. Du nimmst eine reelle Situation und drehst sie um, indem du sie in erster Person beschreibst. Das ist oft ein guter Trick. Und ich muss sagen, es hat relativ gut geklappt.
Was mir nicht sehr gefallen hat, ist eine etwas zu hastige Art, einige der Situationen zu beschreiben. Dadurch springst du zu weit nach vorn, und wer die Geschichte liest, kann dir nicht immer folgen. Das gibt dann einen “Eermuedungseffekt” beim Leser, und er hoert auf zu lesen. Das ist nun mal nicht der Zweck der Sache, richtig?
Beispiel? Hier: Überall Wasser. Riesige Massen. Auf einmal. Vor Minuten war es noch wenig, wir fahren uns fest. Washeisst: wir fahren uns fest? Ich kann mir vorstellen, dass das Auto irgendwann zu tief im Wasser steht und dass der Motor ausgeht. Festfahren ist im Schlamm, oder auf einem Feldweg. Aber ihr seid in der Geschichte sicherlich auf einer normalen Strasse, und das Wasser steigt um euch herum immer hoeher. Aber so etwas muss man wohl oder uebel ein bisschen mehr im Detail beschreiben. Nicht zu lang, ok, aber immerhin…
Noch ein Beispiel: “Das hatte ich schon mal!”, dränge ich mich selbst. Was hattest du schon einmal? Das erkennt man als Leser nicht, und es ist zu vage, als dass man die von dir gelassenen Loecher selbst stopfen koennte.
Noch etwas: Bitte versuche, mit neuen Absaetzen etwas Luft in das Geschriebene zu bringen. Kompakte, lange Absaetze sind sehr hart zu nehmen als Leser. Selbst, wenn sie perfekt geschrieben sind (Beispiel Henry Miller). Irgendwie verliert man den Mumm, wenn man als Leser ellenlange Absaetze auf jder Seite vorfindet. Ausserdem sind deine Absaetze zu lang, weil eigentlich viele neue Zeilen fehlen, so z.B. nach jedem Wechsel des Sprechers in einem Dialog.
So, ich hoffe, es war hilfreich.
Lieben Gruss
Georg
Hallo!
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Danke für das Feedback
Ich ziehe Geschichten immer in die Länge, deshalb dachte ich, schreib mal was kurzes. Aber ich werd dran arbeiten!
Ich benutze Absätze oft als Ort- und Zeitsprünge, da ich normalerweise in Allwissenden Erzähler schreibe.
Können Sie mir das mit den Absätzen bitte noch einmal erklären?
Elisabeth-Sarah
Absaetze sind “visuelle Marker” fuer den Leser. Jeder Absatz zeigt an: hier geschieht ein Sprung in der Handlung: von einem Erzaehler zum anderen oder von einem Sprecher zum anderen; ein kleinerer Zeitsprung; eine Verschiebung im Blickpunkt.
Es ist, als wuerde der Autor eine Pause einlegen.
Genauso, als wuerde ein Vorleser eine Pause einlegen, damit der Zuhoerer versteht: hier ist eine kleine Unterbrechung im Erzaehlfluss…
Ich hoffe, so ist es klarer!
Georg
Es war ein schöner Tag und er fing gut an,aber es wurde im verückter und besser.Es war der Tag wo die Zeugnisse ausgeteilt wurden.Mir hat das Herz geklopft und ich fühlte mich grauenhaft als mein Name aufgerufen wurde und ich nach vorne ging.Es ging alles so schnell,ich habe das Zeugniss in die Hände gedrückt bekommen und ging wieder an meinen Platz.Alles verlief mit einem einzigen Augenzwinkern und war so schnell vorbei das ich mich schon besser fühlte.
Es war so weit wir durften unsere Zeugnisse öffnen.Ich hatte das beste Zeugniss der ganzen Klasse,sogar besser als unsere,so nennen wir sie:Klassenstreberin.
Ich lief schnell zu meinen Freunden und hatte ein tolles Gefühl und war überrascht!
Danach geschah schon das nächste,das was geschah hätte ich nie erwarten können.
Ich zog Olli,meinen Schwarm seit der 3.Klasse in den Flur und habe ihn ausgequetscht,weil er am vorheriegen Tag im dunklen Tunnel gefragt hat:”Gibst du mir noch einen Kussi!”.Ab da war ich wirklich ziemlich überrascht und wurde rot!
Olli hatte mir erzählt das er in mich verliebt ist,ich habe ihm genau das gleiche erzählt und ab da waren wir ein richtiges Paar.Danach hatten wir Ferien und eine Woche ist vergangen.Am Montag hatte ich mich extra für Olli hübsch gemacht,ich habe mir Schuhe gekauft und Röhren-Jeans angezogen.
Er hat mich nicht beachtet und ich wurde misstrauisch,aber ich liebe ihn und er liebt mich.
Hauptsache wir haben uns gefunden und lassen nicht mehr los!
Ich will damit klar stellen das es egal ist wie euer/eure Freund/in aussieht oder ist, hauptsache ihr liebt euch und lasst nicht mehr los!
Liebe ist das wichtigste auf der Welt für mich und ich habe auch gelernt es kommt nie auf das Äußere eines Menschen an es kommt immer auf das Inneren eines Menschen an!!!
Ich hoffe ihr lernt aus der Geschichte und werdet wie ich auch ein bisschen schlauer!!!
Hallo Diana,
danke fuer die Geschichte. Du hast hier aber zum Teil etwas hastig heruntergeschrieben, und darum sind dir ein paar Fehler durch die Finger gerutscht.
!) Bitte lass immer eine leere Stelle nach den Satzzeichen. Das muss so sein (kann nichts dafuer, es gehoert sich einfach so).
2) Du musst aufpassen, dass dir nicht solche Saetze passieren wie: “Danach geschah schon das nächste,das was geschah hätte ich nie erwarten können.” Da funktioniert nichts in diesem Satz. Im Grunde wiederholst du einfach zweimal das gleiche, und das muss man vermeiden wie die Pest, wenn man schreibt.
3) “Olli hatte mir erzählt das er in mich verliebt ist”. Nun, man “erzaehlt” niemanden, dass man in ihn verliebt ist. So etwas “sagt” man. Erzaehlen ist etwas anderes, ich kann dir von meinen Ferien erzaehlen, oder eine Geschichte, ok?
Ansonsten ist der Inhalt der Geschichte nett, und das, was du damit sagen willst, ist richtig und wichtig. Es ist nur nicht die beste Form, um es zu sagen. Da musst du nochmals an deinen PC und die Geschichte aufpolieren, verbessern, umschreiben.
Versuche evt, die Geschichte dir selbst laut vorzulesen. Das ist immer ein prima Trick. Da hoerst du selbst, wo es hakt.
Ok?
Nimm’s mir nicht uebel, ich bin halt ein alter Kritiker!
Ciao
Georg
3.Kapitel: Eine aufregende Nacht
Am Abend gingen die beiden Mädchen ins Bett und Lulu schlief sofort ein. Nur Charlotta konnte nicht schlafen und wälzte sich immer hin und her. Der Nieselregen vom Vormittag Hatte sich zu einem Sturm entwickelt. Dauernd krachte es und Blitze zuckten über den Himmel. Charlotta wusste, dass ihr Vater und seine Mannschaft heute Nacht draußen waren und nicht in einem schützenden Hafen. Sie hörte im Dorf die Kirchturmglocken schlagen – zehn Uhr. Schließlich hielt sie es nicht mehr aus. Sie sprang auf und lief leise ein Stockwerk höher. Hier hatte sich ihr Vater sein eigenes Reich geschaffen. Hier war sein Arbeitszimmer, seine Mini-Wetterstation und sein Trainingsraum, damit er trainieren konnte, um auf der See nicht schlapp zu machen.
Charlotta ging ins Arbeitszimmer, wickelte sich in eine Decke ein und startete den Computer. Auf dem Bildschirm erschien eine Meldung, dass das Schiff auf See war und bisher nichts passiert war. Sie wollte schon erleichtert aufatmen, als eine E-Mail einging. Sie öffnete sie. Die erste Zeile sagte ihr schon alles: „Alle gerettet, bis auf den Kapitän“ Charlotta entfuhr ein Schreckensschrei. Sie hörte, wie ihre Mutter gefolgt von Oma und Lulu nach oben rannte, aber sie nahm alles wie in Trance wahr.
„Was ist denn, Schätzchen?“, fragte ihre Mutter. Charlotta deutete nur auf den Bildschirm und sackte dann zusammen. Das nächste, was sie merkte, war, dass ihre Mutter sie auf das Sofa im Arbeitszimmer legte. Dann wurde alles schwarz. Im Traum war sie mit ihrem Vater am Strand. Er erzählte ihr zu jeder Muschel und zu jedem Stein eine Geschichte, ja, beinahe zu jedem Sandkorn, so wie er es immer getan hatte. Es war Ebbe und Charlotta lief weit aufs Meer hinaus. Sie hörte ihren Vater rufen: „Charlotta, Charlotta nicht so weit raus.“
„Charlotta, Charlotta“, rief er
Sie öffnete die Augen. War ihr Vater da? Oder wer war das? Ihre Mutter stand vor ihr.
„Charlotta steh auf.“
„Ich kann nicht“, murmelte sie müde.
„Aber du musst etwas essen. Du wirst sonst zu schwach“, wandte ihre Mutter ein. Widerstrebend richtete sich Charlotta auf. Kaum saß sie einigermaßen, sank sie todmüde zurück. Sie fühlte sich unfähig, unfähig sich zu bewegen und müde, zu müde, um aufzustehen und etwas zu essen. Aber wollte sie überhaupt je wieder aufstehen und essen? Wollte sie je wieder leben wie früher? Jetzt, wo sie alles verloren hatte, was sie geliebt hatte. Charlotta wusste nichts mehr, ja, nicht einmal, wer sie wirklich war. Sie wollte alles vergessen; die Zeit, das, was passiert war und die Angst, Angst davor, Angst um ihren Vater zu haben, weil er weg war, verschollen, verschwunden auf hoher See und vielleicht nie mehr da sein würde, sie nie mehr seine Stimme hören würde und er ihr nie mehr etwas zeigen würde. Ja eigentlich hatte sie nur davor Angst. Sie wollte ihn einfach nicht verlieren und ihn loslassen. Und doch wusste sie, dass sie ihn doch schon längst verloren. Charlotta wollte schreien, sich auf den Boden werfen und schreien, aber sie konnte nicht. Oder wollte sie nicht? Sie wusste es nicht. Und wollte es auch nicht wissen, da sie sowieso schon verloren hatte, was sie liebte, was sie als ihr Vorbild empfand. Aber was sollte sie tun? Sie musste sich jetzt anstrengen und weiterleben und jtzt nicht einfach schlappmachen.
„Ich schaffe es, ich schaffe es, ich schaffe es, ich…“, diesen Satz brannte sich Charlotta in ihr Gedächtnis ein. Immer und immer wieder .
„Charlotta, was ist denn? Was schaffst du? Du fantasierst ja!“, hörte sie die Stimme ihrer Mutter.
„Was ist? Hab` ich was gesagt?“, sagte Charlotta und setzte sich auf. Sie kämpfte mit sich, sich nicht einfach wieder in die weichen Kissen zurückfallen zu lassen. Sie stand auf und ging ein paar Schritte bis sie am Tisch angekommen war. Sie trank einen Schluck Wasser und setzte sich auf den Schreibtischstuhl. Sie musste einen klaren Gedanken fassen. Hier ging es um Leben und Tod. Sie durfte nicht falsches unternehmen. Zum ersten Mal kam ihr die Idee, Lulu zu fragen, aber sie verwarf die Idee gleich wieder. Was sollte eine Stadttussi schon vom Meer wissen? Nichts! Sie musste alleine handeln. Aber wie? Nur darauf vertrauen, dass die Suchtruppen ihn finden würden. Nein, nein und nochmals nein!
„Charlotta, ist was? Du siehst so müde aus“, fragte ihre Mutter.
„Sie leidet noch unter dem Schock“, mischte sich Oma ein.
„Ach nichts. Ich muss nur unter die Dusche, dann sieht alles gleich ganz anders aus“, antwortete Charlotta und verschwand im Badezimmer. Unter der Dusche fühlte sie sich wunderbar. Als sie fertig war, ging sie in ihr Zimmer. Lulu saß auf dem Boden und las in einem alten Buch. Um sie herum waren noch mehr uralte Bücher aus dem Archivteil der Stadtbücherei verteilt.
„Was machst du da?“, fragte Charlotta.
„Ich forsche“
„Und was forschst du?“
„Ich suche nach Hinweisen, wie wir deinen Vater finden können.“
„Und die wären?“
„Na ja, Meeresströmungen, die ihn fortgeschwemmt haben könnten, zum Beispiel. Wenn wir denen folgen, könnten wir ihn finden.“
„Ach ja. Und da bist du dir so sicher?“
„Klar, ist ja ganz einfach.“
„Das denkst auch nur du! Das Meer ist gefährlich. Ich weiß nicht, was man in der Stadt so denkt. Vielleicht hast du das ja auch in der Schule gelernt, aber wenn das so ist, dann ist das eine verdammt schlechte Schule und ich würde dir raten, nicht mehr da hin zu gehen. Ist das klar?! Das Meer ist kein Spielzeug! Was denkst du dir eigentlich ?!?“
„Reg´ dich ab.“
„Ich meine das ernst! Das kannst du mir glauben! Es geht hier um Sicherheit. Die werden ihn auch so finden. Anders riskieren wir zu viel.“
„Du vertraust diesen Suchtruppen?! Das glaub ich nicht! Wirklich, ich hätte etwas mehr Verstand erwartet. Besser ist es doch, wenn wir deinen Vater auch suchen gehen! Du willst ihn doch unbedingt zurück. Wir müssen ihn doch retten, oder?“
„Stimmt, du hast Recht. Aber wir müssen das alles genau planen.“, antwortete Charlotta versöhnlich.
„Tu ich doch“, sagte Lulu beleidigt, „Hast du denn gar kein Vertrauen?“
„Ist ja gut. Ich kümmere mich um ein Boot und den Proviant.“
„Wann soll`s denn los gehen? Und wann besprechen wir alles weitere?“
„Am besten heute Abend. Sagen wir um zehn Uhr oben im Arbeitszimmer. Am besten bist du da schon ausgeruht. Bring alle praktischen –aber wirklich praktischen- Sachen von dir nach oben. Ich besorg den Rest. Das Buch, das dir am wichtigsten erscheint, kannst du auch mitnehmen. Den Rest kannst du auf einen Zettel schreiben und im Dorf laminieren lassen, damit es nicht nass wird, okay?“
„Okay, dann bis heute Abend“, antwortete Lulu und versenkte ihre Nase wieder in einem der Bücher.
Pauline, ja, deine Geschichte nimmt einen unerwartet tragischen Verlauf, aber sie ist gut geschrieben und man kann sich ziemlich gut in den Kopf der Protagonistin versetzen.
Eine etwas schwache Stelle (tut mir leid, denn da hakt wahrscheinlich deine weitere Geschichte ein) finde ich, dass die zwei Maedchen den Plan schmieden, alleine auf die Suche nach dem Vater zu gehen. Ist denn der Sturm vorbei? Das, glaube ich, hast du nirgendwo beschrieben. Und wenn ein Fischerboot mit Profis im Sturm kentert, koennen wohl zwei Landratten wie diese zwei Maedchen schwerlich in See stechen und besseres leisten als ein Suchtrupp der Meeresrettung. Ausserdem: warum sollen die Retter nicht gut sein und an der falschen Stelle nach den Schiffbruechigen suchen? Damit diese Passage glaubbar wird, muesstest du in der Geschichte ein paar Details einbauen.
Ich denke, du hast verstanden, was ich damit sagen moechte. Sonst ist alles okay!
Ciao
Georg
Danke für die Kritik.
Ich habe an der Stelle, an der Charlotta aufwacht, eingefügt, dass die Sonne zu Fenster hereinscheint und Charlotta weckt.
Ich hatte es mir so vorgestellt, dass Charlotta sich gut auskennt und deshalb ein kleineres Motorboot alleine lenken kann. Lulu hat natürlich keine Ahnung von solchen Dingen. Deshalb rastet Charlotta auch aus, weil sie weiß, wie schwer es ist, ein Boot ganz alleine zu lenken. Aber ich werde die Stelle trotzdem nochmal überarbeiten.
Danke für die Tipps
Pauline
Ok, gute Idee! Das kann der Geschichte nur helfen, prima!
Ciao
Georg
Als Charlotta die Tür aufgestoßen hatte und ihre Sachen drinnen abgestellt hatte, ging sie in die Küche. Dort machte ihre Oma gerade Nudelauflauf. Charlotta lief das Wasser im Mund zusammen. Ihr Blick fiel auf den gedeckten Tisch. „Oma, warum hast du denn vier Teller hingestellt? Papa kommt doch erst in zwei Wochen, oder?“
„Das stimmt schon, aber deine Cousine kommt zu Besuch, weil sie auf dem Festland gerade Herbstferien haben“, antwortete ihre Oma.
„Lulu?“, fragte Charlotta. Lulu hieß eigentlich Ludiaka. Aber sie wurde von den meisten nur Lulu genannt. Nur Oma nannte Lulu Ludiaka, denn Oma hieß auch Ludiaka. Schließlich hieß Lulu wegen Oma Ludiaka.
„Ludiaka meinst du wohl, oder? Ja, Ludiaka kommt. Wie du sie nur immer Lulu nennen kannst. Immer diese furchtbaren Abkürzungen“, antwortete Oma. „So, und jetzt zieh dir was anderes an. In einer halben Stunde kommt sie.“
Enttäuscht ging Charlotta die Treppe hinauf. Mit dem Ausflug an den Strand wurde es wohl heute nichts mehr. Außerdem mochten sich die Cousinen nicht sonderlich. Lulu war in Charlottas Augen eine verwöhnte „Modetussi“ und Charlotta war in Lulus Augen ein „Naturfreak“.
Charlotta riss ihren Schrank auf und überlegte, was sie anziehen sollte. Es musste etwas besonderes sein, sonst würde sie ja neben Lulu wie Aschenputtel aussehen. Schließlich entschied sie sich für das blau- weiß gestreifte Kleid. Dazu eine graue Leggins und graue Socken. Fertig! Es klingelte. Schnell bürstete sich Charlotta noch mal durch die Haare und zog den Haarreif an. Dann lief sie die Treppe herunter. In der Küche saß ihre Cousine Lulu. „Hallo Charlotta“, sagte Lulu in einem Ton, bei dem Charlotta sich schon wieder zusammenreißen musste, damit sie Lulu nicht an die Gurgel sprang. Lulu war – wie immer – ziemlich modisch angezogen. Aber heute übertraf es so ziemlich alles, was sie je getragen hatte. Lulu trug eine glitzernde Strumpfhose in schwarz und dazu einen pinken Minirock. Dann hatte sie noch ein schwarzes Top an – es war ziemlich klein – und eine weiße, hauchdünne Jacke. Ihre Haare waren kurz geschnitten und standen in alle Richtungen ab. Einen Moment lang starrten sich die Cousinen an, dann sagte Lulu: „Was glotzt du so?“
„Ich starre überhaupt nicht!“, antwortete Charlotta.
„Doch, das tust du. Aber wenn du meinst, dass du nicht glotzt, dann starrst du eben“, zischte Lulu.
„So, meine Mädchen, dann wollen wir mal essen und aufhören zu streiten. Da draußen kommt gerade Charlottas Mutter“, fuhr Oma dazwischen.
Tatsächlich sah man durchs Fenster, dass Charlottas Mutter durch die Gartentür kam. Dann schloss sie auch schon die Tür auf.
„Hallo, ich bin wieder da“, rief sie vom Flur aus.
Als sie in die Küche kam, schien sie überrascht, fasste sie sich aber schnell und fragte: „Hallo Lulu. Weiß ich davon, dass du heute kommst?“ Lulu wollte schon etwas erwidern, da sagte Oma: Ludiakas Mutter hat heute, nachdem ihr alle weg wart, angerufen und gefragt, ob Ludiaka für ein paar Tage hier bleiben kann.“
„Ach so.“
„So, und jetzt wollen wir essen“, sagte Oma und stellte die Auflaufform auf den Tisch.
Alle setzten sich und Lulu wollte sich schon etwas nehmen, da stand Oma auf, faltete die Hände, schloss die Augen und fing an zu beten. Sie betete für Charlottas Vater, damit ihm auf der See nichts passierte. Das tat sie immer, wenn er auf dem Meer war.
Als sie fertig war, gab sie allen ein Stück Nudelauflauf. Zuletzt nahm sie sich selbst. Einige Zeit lang herrschte die berühmte, gefräßige Stille.
Nach dem Essen meinte Oma, dass die Mädchen jetzt nach oben gehen könnten. Sie selbst werde jetzt die Küche aufräumen.
Die Mädchen gingen daraufhin nach oben und Charlottas Mutter ging wieder zur Arbeit.
Als die beiden Mädchen oben ankamen, blickte Lulu sich etwas spöttisch um. Ihr Blick schweift über die vielen Bilder, die Charlottas Vater von seinen Reisen mitgebracht hatte.
„Was hängst du denn da für Zeug auf?!“, sagte sie herausfordernd. Das geht dich überhaupt nichts an!“, fauchte Charlotta zurück.
„Aber ich muss doch jetzt fünf Tage mit dir in diesem potthässlichem Zimmer wohnen!“
„Noch ein Ton, dass mein Zimmer hässlich ist und du fliegst raus. Meine Oma liebt mein Zimmer sehr und wird bei so was fuchsteufelswild. Also lass mich gefäligst in Ruhe!“
„Dass ich nicht lache. Das würde sie nie wagen. Meine Mutter wäre dann nämlich sehr böse mit ihr. Aber das verstehst du noch nicht, du Kleinkind.“ Lulu grinste hämisch.
„Jetzt hör aber mal auf du, du…“, Charlotta blieb vor Wut beinahe die Luft weg.
„Ja, ich höre…“
„Halt den Mund!“
„Jetzt reg dich doch nicht so auf. Du hast vielleicht ein Temperament. Wusste ich ja gar nicht.“
„Und du!?! Was ist mit dir?!“
„Ich hab´s nicht so gemeint.“
„Hat sich aber nicht so angehört“, brummte Charlotta unwillig.
„Mensch, ich find dich echt in Ordnung. Das hab ich bloß nie gesagt.“ Tröstend legte Lulu einen Arm um Charlotta.
„Ist schon in gut.“
„Freunde?“ Lulu hielt ihr die Hand hin.
„Freunde!“ Charlotta schlug ein.
Den ganzen Nachmittag verbracht Lulu damit, ihre Schrankhälfte einzuräumen. Leider machte sie das nicht wie jeder normale Mensch, der nach Hosen, Pullis und T-Shirts sortiert, sondern sie sortierte ihr riesiges Kleidersortiment nach Farben, was daher ziemlich lange dauerte. Charlotta aß in der Zeit ein paar Stücke von Omas Apfelstrudel, aber als sie fragte, ob sie ans Meer gehen dürfte, fing sie sich nur einen wütenden Blick ihrer Großmutter ein.
Guter Beginn, Pauline. Du hast die Protagonistin gut vorgestellt und mit Lulu sofort eine Antagonistin in den Raum gestellt, die Spannung erzeugt.
Wenn sie aber dann Freundinnen werden, muss theoretisch irgendwann ein neuer Antagonist auftauchen.
Bin gespannt!
Ciao
Georg
Ich habe eine wichtige Frage:
Was kann ich tun wenn ich eine längere Geschichte bzw. ein Buch geschrieben habe?
Ich hoffe sie haben eine Antwort für mich!
LG, Pauline
Es kommt darauf an, wie lange das Buch ist. Wenn es ueber 30 Seiten lang ist, kann es noch gehen, wenn es ein richtiges Buch von 100 Seiten ist, koennte es zu lange sein, um es in einem Mal zu posten (Damit habe ich auch keine Erfahrung mit dieser Webseite, und so gut bin ich mit dem PC auch nicht!).
Eine laengere Geschichte muesste klappen, ich glaube, da gibt es keine Probleme!
Versuch es doch einfach!
Ciao
Georg
Eine frische Brise wehte vom Meer herüber, als Charlotta aus der Tür trat. Sie stampfte wütend auf den Boden und ging die Kastanienallee entlang. Eigentlich war ihr Schulweg ja schön, zuerst führte der Weg durch die Allee am Meer entlang, dann führte die Straße in die Altstadt bis zur Schule, aber heute war Montag. Außerdem war Erntedankfest gewesen und daher Schule frei gewesen. Dann war es besonders schlimm, montags wieder in die Schule zu gehen.
Zudem war Charlottas Mutter wieder in Eile gewesen und hatte Charlotta deshalb zu spät geweckt. Weil Charlotta keine Frühaufsteherin war und jeden Morgen viel Zeit brauchte um wach zu werden, war sie heute besonders muffelig. Langsam besserte sich Charlottas Laune. Sie streckte die Nase in den Wind und sah aufs Meer. Sie liebte stürmische Tage, weil sie dann oft as Meer für sich hatte, da Touristen sich dann verzogen hatten. Das Haus ihrer Eltern lag etwas außerhalb der Stadt, aber nahe dem Strand. Wenn die See so stürmisch war wie heute, konnte Charlotta stundenlang am Strand sitzen und nachdenken: über alles, einfach alles. Ihr Leben und die Schule und die Tiere und die Touristen die einfach nicht verstanden, dass man den Müll in den Mülleimer tun musste. Heute war so ein Tag, der fürs Nachdenken wie gemacht war.
Inzwischen war Charlotta in der Altstadt angekommen und sah auf die Uhr an der alten Kirche. Oh, schon fast 8:30 Uhr. Der Unterricht hatte schon vor einer viertel Stunde angefangen. Sie hatte mal wieder getrödelt. Ihre Mutter schimpfte immer wieder, dass man schnell zur Schule gehen musste, da man sonst zu spät kam. Dass sie zu spät kommen würde, wusste sie auch so. Sich jetzt zu beeilen, hatte sowieso keinen Sinn mehr. Trotzdem lief sie schneller. Das konnte Charlotta sich so früh im Monat nicht leisten. Als sie an der Schule ankam, war es schon 8:40 Uhr. Sie rannte los, lief die Treppe hinauf und rannte zu ihrem Klassenraum. Na endlich: 8a/ Frau Weber. Charlotta atmete tief durch und öffnete die Tür. Totenstille empfing sie. Alle richteten ihre Blicke auf sie.
„Das ist eindeutig zu spät. Eine halbe Stunde“, sagte Frau Weber spitz. „Würdest du uns bitte sagen, warum du zu spät gekommen bist.“
„Mist, keine Ausrede“, fuhr es Charlotta durch den Kopf. „Tschuldigung, hab’ verschlafen“, sagte sie deshalb nur.
„Aha! Dann setz dich bitte dort vorne vor das Pult neben deine neue Mitschülerin Emmilie“, antwortete ihre Lehrerin. Langsam schlurfte Charlotta zu ihrem zugewiesenen Platz.
„Ein bisschen flott, wenn ich bitten darf.“ An ihrem Platz musterte Charlotta zunächst ihre neue Nachbarin. Sie war mittelgroß, blond und irgendwie seltsam. Ihre Kleidung war schön, eine schwarze, enge Jeans und ein schwarzes Oberteil mit einer goldenen, aufgestickten Schrift. Ihre hellblonden Haare waren halblang und offen über den Schultern ausgebreitet. Charlotta sah hoch. Oh, Frau Weber machte schon mit dem Unterricht weiter. Schnell packte Charlotta ihre Sachen aus und fing an aufzupassen. Denn schließlich war das Thema (stürmische See), das sie gerade in Erdkunde bearbeiteten, sehr interessant. Frau Weber erzählte gerade, was Luv war und was Lee. Langweilig!
Charlotta wusste das ganze schon von ihrem Vater. Ihr Vater fuhr nämlich auf einem Segelschiff für Anfänger als Lehrer mit. In zwei Jahren, wenn Charlotta 15 Jahre alt war, würde sie auch mitfahren dürfen. Aber bis dahin musste sie sich mit einem Ruderboot zufrieden geben.
Nach der Doppelstunde Erdkunde war große Pause. Charlotta schnappte sich einen Apfel aus ihrer Tasche und lief hinaus. Draußen hatte es angefangen zu nieseln. Bäh, ekelhaftes Wetter! Hoffentlich würde ihre Oma Charlotta erlauben an den Strand zu gehen. Ihre Mutter und ihr Vater waren nämlich nicht da. Ihr Vater war auf See und ihre Mutter hatte eine Ganztagsstelle im Finanzamt. Deshalb war Oma bei ihnen eingezogen.
Der Schulhof der Schule, die Charlotta besuchte, war ein alter Park. Die Schule selber war ein ehemaliges Ratshaus.
Charlotta drängelte sich zu ihrem Lieblingskletterbaum durch. Zu ihrer Überraschung saß schon jemand auf dem Baum. Als Charlotta näher kam, sah sie, dass es ein Mädchen war, das in einem Notizbuch blätterte. Es war die Neue. Als sie sah, dass Charlotta sich zu ihr durchkämpfte, klappte sie ihr Notizbuch zu und sprang vom baum herunter. Charlotta lief schneller und während dem Laufen rief sie der Neuen zu: „He, du! Heißt du nicht Emmilie?“ Aber Emmilie beachtete sie nicht und rannte davon. Enttäuscht kam Charlotta an ihrem Baum an. Langsam kletterte sie den Baum bis zu der Astgabelung, an der Emmilie gesessen hatte, hoch. Charlotta biss in ihren Apfel. Sie blickte über den alten Park, aber wusste dabei nicht nach was sie Ausschau hielt. Da gongte es und Charlotta sprang von dem Baum. In der ganzen nächsten Stunde, sie hatten Kunst, malte Emmilie an einem Bild. Als es fertig war, zeigte sie es der Lehrerin. Emmilie hatte einen Sonnenuntergang gemalt, der der Lehrerin gut gefiel. Einige Mitschülerinnen gingen daraufhin zu Emmilie und fragten: „Wie schaffst du das?“ „Das ist wunderschön“ „Toll“ Aber Emmilie antwortete nicht. Die Mädchen zogen enttäuscht ab. Nach der Doppelstunde Kunst war Mathe. „Langweilig“, dachte Charlotta während des gesamten Unterrichts.
Aber dann war Musik. Charlotta liebte es zu singen und zum Glück war es die letzte Stunde. Was Charlotta nicht wissen konnte, war, dass in dieser stunde etwas unerwartetes passieren sollte. Zuerst war alles ganz normal, frau Bine stimmte das Einsingen an, die Klasse sang mit. Anschließend bat Frau Bine Emmilie etwas über sich zu erzählen; Daraufhin ging Emmilie ohne Vorwarnung zum Klavier und fing an zu spielen. Es war eine fremde, alt klingende Melodie und sie schien zu sagen: „Ich Komme von weit her und ich bin einsam. Bitte nehmt mich freundlich auf, denn ich bin traurig und einsam.“
Das Stück schien noch nicht zu Ende zu sein, da hörte Emmilie so abrupt auf, dass die Klasse zusammenzuckte.
„Das ist sehr schön“, sagte Frau Bine. Sie forderte keine Erklärung, warum Emmilie so einfach ans Klavier gegangen war. Dann ging die Stunde normal weiter.
Pauline, diese Geschichte hat mir gut gefallen. Da ist nichts, woran ich gross Kritik ueben koennte
Es scheint ein Anfang eines Buches oder einer laengeren Geschichte zu sein, und du hast die Hauptfiguren gut vorgestellt, beschrieben, was sie machen und wie sie leben (Emmilie wird sicher spaeter ins Rampenlicht gestellt, das kommt klar aus der Erzaehlung hervor).
Gut gemacht, prima! Macht Spass!
Ciao
Georg
Der Sturz mit Folgen
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Lilly und Anna gingen wie jedes Mal am Samstag im Wald spazieren sie waren dickste Freunde.
Sie hatten es sich abgemacht jeden Samstag ca.13.00 oder 14.00.Spazieren zu gehen.
Dort war ein Loch im Boden. Das hatte Lilly noch nie gesehen! Denn das Loch war so tief das Anna sogar runterkrachte. Mit dem ganzen Körper! Anna! Anna! Hörst du mich!? rief Lilly.
Doch Anna gab keine Antwort. Lilly duckte sich so weit in das Loch wie sie nur konnte. Und jetzt sah sie Anna endlich. Doch Anna lag bewusstlos auf dem Boden und sie blutete am Kopf. Lilly rief: “Anna sag doch was!”
Doch Anna lag immer noch da und gab keinen Ton von sich. Lilly war in Panik. Was sollte sie nur tun? Öhm…Ah ich hab mein Handy hier! Dachte sie. Lilly nahm erleichtert das Handy aus ihrer Tasche. Sie rief den Arzt an, und sagte: “Hallo? Ja sie müssen schnell kommen! Meine Freundin ist bewusstlos!”
Nach ein paar Minuten kam der Krankenwagen und die Feuerwehr .Ein Feuerwehrmann wurde mit einem Seil runtergelassen. Nach kurzer Zeit kam er mit Anna wieder hinaus. Anna sah furchtbar aus, denn sie blutete an vielen Stellen. Naja das war ein harter Sturz dachte Lilly. Die Ärzte packten Anna sehr schnell ein, und fuhren ins Krankenhaus. Die arme Anna dachte Lilly, ich hoffe es ist nicht so schlimm was sie hat…Lilly ging nach Hause. Als sie zu Hause ankam, fragte die Mutter: “Na?Wie wars?”
Lilly sagte: “Mama, Anna ist in ein Loch gestürzt und jetzt im krankenhaus!”
“Was!?” rief ihre Mutter. Lilly fing an zu weinen. Bitterlich zu weinen. Ihre Mutter tröstete sie und sagte: “Aber Anna wird bestimmt ganz schnell wieder Gesund werden.”
“Nein Mama! Und das ist alles meine Schuld!” rief Lilly.
“Nein das ist es nicht. Das ist sehr gut gewesen den Krankenwagen zu rufen ich meine was hätte sonst Passieren können…”
“Ich weiß es nicht”, schniefte Lilly, “aber was passiert jetzt?”
“Anna ist gut aufgehoben im Krankenhaus die Ärzte kümmern sich gut um Anna”, sagte die Mutter.
Lilly aß mit ihrer Mutter und der Vater kam erst spät Heim. Als Lilly ins Bett ging, schlief sie überhaupt nicht Gut. Ist es meine Schuld dass Anna jetzt im Krankenhaus ist? Hab ich nicht schnell genug Gehandelt? Lilly machte sich solche Schuldgefühle.
Am nächsten Morgen ging sie hinunter verspeiste ihr Müsli, zog sich an, putzte sich die Zähne und kämmte sich die Haare. “Mama!Maama!” rief Lilly laut. Doch ihre Mutter schlief noch. Sie nahm ein kleinen Zettel und schrie darauf: Mama ich bin im Krankenhaus bei Anna. Lilly fuhr mit dem Fahrrad in das Krankenhaus.
Als Lilly im Krankenhaus war, fragte sie an der Rezeption wo Anna liegt. Als Lilly in Annas Zimmer eintrat, stand dort ein Doktor. Lilly fragte: “Hallo. Wissen Sie, was Anna hat?”
“Ja”, sagte der Doktor, “das wissen wir. Anna liegt im Koma, und ihr Zustand ist kritisch.”
“Nein! Die arme Anna! Wird sie wieder aufwachen?” fragte Lilly sehr ängstlich.
“Naja… Anna hatte einen ziemlich heftigen Sturz, sie hat auch eine leichte Gehirnerschütterung und wir müssen noch heraus finden ob sie jeh wieder aufwacht.”
Lilly fing wieder an zu weinen.
“Lilly, ich denke deine Freundin wird schon wieder aufwachen.”
Das tröstete sie nicht wirklich denn sie wusste er wolle sie nur trösten. Als Lilly kurz hinaus ging um sich dorthin zu setzten weil Annas Eltern noch kamen, fragte sie einen Mann ob dort noch frei wäre. Doch der Mann antwortete nicht. Die Krankenschwester sagte: “Er redet nicht.” Lilly nickte nur. Er sah auch etwas traurig aus, und Lilly wollte ihm zur Freude etwas schenken. Sie griff in ihr Täschchen und dort hatte sie eine Packung mit Pralinen drin. Sie gab es dem Mann, und er schien zu Lächeln. Der Mann sprach endlich und sagte: “Dankeschön das ist lieb von dir. Übrigen ich heiße Martin.”
“Ich heiße Lilly.”
“Ich bin 98 Jahre alt.”
“Und ich 11!” Lilly lachte.
Martin sagte: “Ich habe gehört, deine Freundin liegt im Koma.”
“Ja, leider”, sagte Lilly. Als Lilly in das Zimmer von Anna ging sagte der Arzt: “Anna wird anscheinend nicht mehr aufwachen.”
“Was!?” schrie Lilly. “Neeeeein! Das darf doch nicht wahr sein!”
Alle trauerten und in der Nacht schlief niemand. Alle weinten eigentlich nur noch besonders Annas Eltern. Am frühen Sonntagmorgen riefen die Ärzte an: “Anna ist aus dem Koma erwacht!”
Lilly machte sich ganz schnell auf dem Weg und alle anderen waren schon da. “Anna!” rief Lilly, “Ich dachte du stirbst…”
“Was ist eigentlich passiert?” fragte Anna.
“Du warst zwei Tage im Koma!” sagte Lilly.
“Was???” fragte Anna ungläubig nach.
“Ja, wirklich, so war es” sagte Lilly. Lilly wollte zu Martin gehen doch als sie in seinem Zimmer ankam war sein Bett leer. Mhm…Komisch, dachte Lilly, wo ist er nur? Als Lilly gerade hinausgehen wollte, um zu schauen ob er in der Cafeteria ist. Als Lilly sich kurz noch umdrehte, sah sie einen Zettel auf Martins Bett liegen. Darauf stand: Liebe Lilly meine Zeit ist jetzt auch gekommen. Ich meine… ich bin 98 Jahre alt und ich hatte ein schönes Leben. Aber was mich auch am meisten freute, war das du mir was geschenkt hast .Ich lasse mir die Schokolade schmecken! Lilly verstand nichts mehr. Eine Krankenschwester lief gerade vorbei und Lilly fragte sie: “Entschuldigung? Wissen sie was mit Martin ist?”
“Der von Zimmer 305?” fragte die Krankenschwester.”
“Ja genau der”, sagte Lilly.
“Er ist vor ungefähr 1 Stunde gestorben”, sagte die Krankenschwester.
“Warten sie… War das etwas gegen 11 Uhr morgens?” fragte Lilly.
“Ja so in etwa. So junge Dame, jetzt muss ich aber los. Tschüss!” sagte die Krankenschwester. Und sie marschierte davon. Martin ist dann gestorben als Anna aus dem Koma erwacht ist…
Es kam Lilly so vor als wäre Martin für Anna Gestorben.
Hallo Finja, und danke fuer deine Geschichte.
Zunaechst zur Form: Ich habe eine ganze Weile gebraucht, um deine Geschichte in eine lesbare Form zu bringen. Du hattest die gesamte Geschichte in einem Rutsch geschrieben, und zwar ohne neue Zeilen, ohne Anfuehrungszeichen, ohne die Geschichte logisch in Bloecke aufzuteilen. Wenn du sie dir jetzt noch einmal durchliest (und mit deiner Orginalfassung vergleichst) wirst du sehen, wie anders sie dir jetzt erscheint. Und das alles nur, indem ich neue Zeilen, Absaetze, Anfuehrungszeichen usw euingesetzt habe. Du wirst merken, was das fuer einen Unterschied ausmacht! (Ausserdem: nach einer direkten Rede geht der Satz kleingeschrieben weiter – “Ah!” sagte Lilly.)
Die Geschichte selbst ist nett, und ich habe fast das Gefuehl, dass du hier eine wahre Geschichte umgeschrieben hast. Auf jeden Fall schreibe weiter, man merkt, es macht dir Spass! Aber bitte bitte versuche, den Geschichten die richtige Form zu geben, ok?
Ciao
Georg
Lieber Herr Maag
Danke für ihre Tipps.
Sie haben recht,es macht mir immer sehr spass Geschichten zu schreiben.Doch bei den Anführungszeichen habe ich meist noch etwas mühe,um zu wissen wo ich sie hinzetzen muss.Ich bin noch am üben gute Geschichten zu schreiben.
Liebe Grüsse Finja.
Ja, Finja, es braucht etwas Zeit und ein bisschen Lust, aber ich bin sicher, du verstehst es in wenig Zeit!
Am besten ist es, du liest deine Orginalgeschichte und vergleichst sie Zeile fuer Zeile mit deiner Geschichte, die ich “verbessert” habe. Dann verstehst du ganz von selbst, warum ich neue Zeilen gesetzt habe und wo die Anfuehrungszeichen hin gehoeren!
Versuche es doch einfach!
Ciao
Georg
Hallo Finja!
Deine Geschichte regt wirklich zum Nachdenken an.
Aber ich finde auch,das alles ein bisschen schnell geht. Z.B. könnest du am Anfang ein bisschen über Lilly und Anna, dieses Loch im Boden, oder über Lillys Angst, die Freundin zu verlieren, erzählen.
Luzia
Bin mit Luzia einverstanden. Manchmal neigen wir dazu, uns nicht genug Spass an unserem Geschriebenen zu erlauben. Dabei koennte das manches verbessern. Natuerlich darf es auch nicht zu lang werden.
Wie immer brauchen wir ein Gleichgewicht.
Mühsam unterdrückte Finn ein Gähnen, dann schielte er auf seine Armbanduhr.10 Minuten noch! Die Zeit verging mal wieder wie ein Kaugummi. Geschichtsunterricht für Engel war doch echt der größte Quatsch, den es gab! Eigentlich mochte Finn seine Geschichtslehrerin, die heilige Babara, ja; aber heute schien sie irgendwie nicht ganz bei der Sache zu sein. Teilnahmslos spulte sie eine Jahreszahl nach der anderen ab. Da konnte man doch nicht zuhören!
„Finn, wiederhole bitte einmal das, was ich gerade gesagt habe“, holte ihn die heilige Babara jetzt aus seinen Träumen. Mist. „Ähm… Moses ist im Mittelalter in die Türkei umgezogen?“ -seine Lehrerin seufzte. „Du solltest wirklich besser aufpassen“, sagte sie, aber nicht mit dem Nachdruck, der eigentlich nötig gewesen wäre. Komisch, normalerweise war sie viel energischer. „Du willst doch auch einmal einen anständigen Beruf haben. Vielleicht als Schutzengel oder als Weihnachtsengel. Wenn du so weiter machst, müssen wir vielleicht extra für dich den Beruf „Kerzenträger“ einführen, damit du nicht arbeitslos bleibst“, fügte sie noch notorisch hinzu. „Wenn ich Schutzengel werden will, muss ich wissen, wie ich meine Menschen beschützen kann- und nicht, wann Moses in die Türkei umgezogen ist“, erwiderte er trotzig. „Und mir ist es auch wieder eingefallen: 7000 Menschenjahre bevor Jesus zur Erde gegangen ist, richtig?“ Babara guckte ihn so streng an, wie sie konnte (was nicht sehr viel war), seufzte dann noch einmal und forderte Kaja auf, die Aussage richtig zu stellen. Das Engelmädchen, das ihre Haare immer zu einem strengen Dutt zusammengebunden hatte und eine eckige Brille trug, schien schon darauf gewartet zu haben. Sie richtete sich abrupt auf und begann in einem besserwisserischen Ton: „Moses ist nicht in die Türkei umgezogen, sondern…“ Die Trompetenfanfare, die wie immer das Ende des Schultages markierte, ertönte. „Endlich“ murmelte Finn. Er stand auf und stürmte aus dem Klassenzimmer. Die heilige Babara rief noch „Halt, ICH beende den Unterricht“, aber das war Finn heute total egal. Er hatte einfach keine Lust mehr auf die Schule, sehnte sich nach den Weihnachtsferien- und außerdem spürte er, dass im Himmel irgendetwas faul war. Nicht nur die heilige Babara war ihm heute so merkwürdig abwesend vorgekommen. Auch die anderen Lehrer und seine Eltern hatten sich irgendwie seltsam verhalten. Und das war nicht dem Weihnachtsstress zuzuschreiben. Seit Finn denken konnte, hatte es so etwas nicht gegeben. Finn hatte keinen Schimmer, was die Erwachsenen so beschäftigte. Aber er sollte es bald erfahren.
Auf seinem Schulweg bog er gerade von der Königsallee in die Wolkenstraße ab, als er vorm heiligen Parlament verdutzt stehen blieb. An dessen Tür hing doch tatsächlich ein Schild mit der Aufschrift „Krisensitzung- Bitte nicht stören“! Was daran seltsam war? Eigentlich alles, wenn man bedenkt, dass wir uns im Himmel befinden. Dort war bisher immer alles in bester Ordnung gewesen, und die meisten Himmelsbewohner kannten das Wort „Krise“ überhaupt nicht. Es ist damit zu vergleichen, dass man in Afrika zum Beispiel keine Schneeanzüge kennt. Man kommt dort gut ohne sie aus.
„Bitte nicht stören“ – Schilder hatte bisher auch niemand im Himmel gesehen. Es galt fast wie ein Naturgesetz, dass man immer und überall willkommen war. Niemand hätte das infrage gestellt.
Finn dachte nach. Er war schon immer ein begeisterter Detektiv gewesen, und das hier sah ihm fast nach einem echten Fall aus. So etwas hatte er jahrelang gesucht! Er witterte seine Chance- endlich war mal etwas los im Himmel!
Euphorisch flitzte er nach hause, murmelte, dass er heute keinen Hunger habe, und stürmte in sein Zimmer.
Er fühlte sich wie der Held einer seiner Lieblingsbücher, als er sein Notizbuch (das er schon seit langem besaß- als Detektiv musste man ja immer für den Ernstfall gerüstet sein) aus seiner Schreibtischschublade hervorkramte, es aufschlug und begann, seine Beobachtungen aufzuschreiben:
15. Dezember: Erwachsene verhalten sich heute sehr seltsam.
Vorm heiligen Parlament wurde verdächtiges Schild aufgefunden. Aufschrift: „Krisensitzung- Bitte nicht stören“
Finn wusste, was er zu tun hatte. Schließlich hatte er schon vielen Detektiven bei ihrer Arbeit über die Schultern geschaut. Es waren zwar alles ausgedachte Detektive gewesen, dessen Geschichten er in Büchern gelesen oder in Filmen gesehen hatte, aber was tat das zur Sache? Detektiv war Detektiv.
Als nächstes schrieb er in sein Notizbuch:
Beantwortet werden müssen folgende Fragen:
1. Was bedeutet „Krisensitzung“?
2. Wer hat das Schild aufgehängt?
3. Warum wurde das Schild aufgehängt?
4. Warum verhalten sich Erwachsene merkwürdig?
Zusammenhang zwischen Verh. d. Erwach. und Schild vorstellbar.
Uff. Finn hatte nicht damit gerechnet, dass die Sache so kompliziert war. Detektiv sein war ganz schön anstrengend! Die Antworten auf diese Fragen zu finden würde sicher kein Kinderspiel werden. Trotzdem war er wild entschlossen, es zu tun. Sofort überlegte er sich, wie er wohl an die Antwort der ersten Frage kommen konnte. Vielleicht könnte er seine Eltern fragen, aber die würden sich wahrscheinlich sehr darüber wundern. Finns Eltern waren noch nie sehr begeistert von seinen Detektivschwärmereien gewesen („du solltest dich mehr für die Schule interessieren; im Himmel wird es sowieso nie zu einem Fall kommen, den du lösen müsstest“), da wollte er jetzt kein Risiko eingehen. Deshalb beschloss er, zur Schulbibliothek zu gehen und dort in einem Lexikon nachzuschauen. Er rannte mit dem Notizbuch in der Hand die Treppe herunter, zog sich seine Jacke an, schrie „Mama, ich gehe zur Schulbibliothek“ und war, bevor seine Mama sich über irgendetwas wundern konnte, aus dem Haus.
In der Bibliothek angekommen, grüßte er die heilige Katharina, die immer Aufsicht dort führte, nur flüchtig, um dann eilig zu den Lexika zu stürmen. Er schlug eines mit dem Titel „Bedeutungslexikon seltener Himmelswörter“ auf. Enttäuscht stellte er fest, dass sich dort unter „Krisensitzung“ kein Eintrag fand. Bevor er das Buch zuklappen konnte, sprang ihm jedoch das Wort „Krise“ ins Auge. Sorgfältig übertrug er den Eintrag in sein Notizbuch:
Krise, f übernommen aus dem irdischen, bezeichnet Problem, das weitreichende Folgen hat und ausweglos erscheint (im Himmel überflüssiger Begriff; daher fast ausschließlich im Sinne von „menschliche Krise“ gebraucht)
Viel anfangen konnte Finn damit auch nicht; aber er verstand zumindest, dass eine Krise nichts Gutes war- und dass das Wort nicht aus der Himmelssprache stammte. Finn überlegte. Wer könnte das Schild aufgehängt haben? Natürlich konnte es Gott gewesen sein, aber das hielt er für äußerst unwahrscheinlich. Gott war wortwörtlich seit Ewigkeiten der Chef des Himmels, und er hatte bisher immer alles fest im Griff gehabt. Warum sollte es also auf einmal anders sein? Konnte so eine Ewigkeit überhaupt plötzlich zu Ende sein? Mit den anderen Himmelsbewohnern war es eigentlich ähnlich, also konnte er eigentlich auch keinen von ihnen begründet verdächtigen.
Aber wer sollte es sonst gewesen sein? Die Antwort war einfach: Jemand, der normalerweise nicht im Himmel wohnte- und diesen darüber hinaus überhaupt nicht kannte und einschätzen konnte. Sprich, es musst jemand ziemlich dummes gewesen sein. Stolz, auf diesen Gedanken gekommen zu sein, öffnete Finn wieder sein Notizbuch und schrieb:
Theorie:
Verdächtig, das Schild aufgehängt zu haben, wird ein Ausländer.
Infragekommende Motive:
Finn sah wieder auf. Wie konnte ein Fremder auf die Idee kommen, am heiligen Parlament so ein unsinniges Schild aufzuhängen? Und vor allem: Was wollte er damit bezwecken? Schwere Fragen, doch nach einigem Grübeln kam Finn eine Idee. Er hielt fest:
- Der Täter hat das Schild aufgehängt, um im heiligen Parlament etwas ungestört erledigen zu können. Er dachte, es würde die Leute davon abhalten, in das Gebäude zu gehen.
Das war wirklich ziemlich schlau! Allerdings warf dieser Gedanke noch eine Frage auf. Finn stöhnte- warum musste es denn so kompliziert sein? Trotzdem schrieb er seine Frage unter den letzten Gedanken:
Was wollte der Täter im heiligen Parlament erledigen?
Finn beschloss, dass er jetzt nicht mehr nur mit Nachdenken weiterkommen würde:
Er musste sich die Lage selbst ansehen. Aber würde er es schaffen, unbemerkt ins heilige Parlament zu gelangen? Finn erinnerte sich daran, dass Detektiv Daniel Drachenblick, der die Hauptfigur in einem seiner Lieblingsbücher war, sich unsichtbar gemacht hatte, als er unbedingt heimlich in das Haus des grässlichen Gauners Gerd gelangen musste. So hatte er die wichtigsten Dinge mitten am Tag herausfinden können, ohne dass Gerd es gemerkt hatte. Ach, wenn er sich doch bloß auch unsichtbar machen könnte! Einfach so ins heilige Parlament spazieren, dass ging nicht. Schließlich wusste Finn nicht, was und vor allem wer ihn dahinter erwartete.
Wie konnte er es dann anstellen? Würde es etwas bringen, sich zu verkleiden? Wahrscheinlich eher nicht. Schließlich wusste Finn nicht, bei welchen Verkleidungen der Täter Verdacht schöpfen würde und bei welchen nicht.
Finn kannte den Hintereingang des heiligen Parlaments. Sollte er es wagen, sich durch diesen in das Gebäude zu schleichen? Möglich, aber sehr riskant.
Da kam ihm der rettende Einfall: Der Kamin, warum war er nicht vorher darauf gekommen? Das heilige Parlament hatte einen ganz besonderen Kamin. Er hatte viele sehr ungewöhnliche Eigenschaften, und eine von ihnen war, dass man, wenn man sich im Kamin befand, einen Überblick über das gesamte Parlament hatte, aber selbst nie gesehen wurde. Der Kamin war in früheren Zeiten gebaut worden, als es noch keine Wunscherkennungs- und Geschenkeverteilungsmaschinen gegeben hatte. Damals hatten sich die Engel, die für die Verteilung der Weihnachtsgeschenke zuständig gewesen waren, Stunde um Stunde in diesen Kamin gesetzt (von dem aus sie auch in die Herzen der Erdenkinder gucken konnten), um Geschenkelisten zu erstellen. Das „unsichtbar sein“ und „alles sehen können“ war ein zusätzlicher Schutz für sie gewesen- Weihnachtsgeschenke waren schließlich etwas sehr geheimes. Daran hatte sich bis heute nichts geändert, auch wenn die Erstellung der Geschenkelisten längst elektronisch geregelt war. Das klappte genauso gut, sparte aber eine Menge Zeit, die die Engel zum Beispiel dafür verwenden konnten, Menschen, die in der Adventszeit traurig waren, zu trösten.
Seine praktischen Eigenschaften hatte der Kamin jedoch behalten- und sie würden Finn jetzt zugute kommen. Eigentlich durfte er nicht in den Kamin fliegen, aber es war ja für einen guten Zweck- wer weiß, was der Täter gegen den Himmel im Schilde führte.
Hallo, Ina, zunaechst einmal danke fuer deinen Beginn der Geschichte.
Ich habe alles auf einen Rutsch und mit Interesse gelesen. Da hast du gleich mehrere gute Ideen zusammen gehabt. Sehr gefaellt mir die Idee, dass sich alles im Himmel abspielt. Das gibt dem Ganzen ein besonderes Interesse, und die damit verbundenen Schwierigkeiten hast du bestens bewaeltigt. Ausserdem gibt es dir die Moeglichkeit, Orte und Situationen voellig neu zu erfinden, damit diese gut zur Geschichte passen oder dir ganz einfach helfen, dass alles glaubwuerdig erscheint. Tolle Idee!
Gut ist auch der Teil, in dem Finn beginnt, den Fall anzugehen. Das ist dir gut gelungen.
Alles in allem ein wirklich toller Beginn.
Complimenti!
Hast du bereits weitergeschrieben?
Ciao
Georg
Ja, ich habe die Geschichte schon ein bisschen weiter geschrieben, allerdings stockt sie im Moment etwas. Ich habe zwar Ideen, weiß aber nicht, ob sie wirklich zu der Geschichte passen.
Ich stelle die Fortsetzung trotzdem schon mal rein. (Den ersten Teil habe ich auch schon etwas überarbeitet, aber nur Kleinigkeiten geändert).
Ich finde es übrigens total nett von Ihnen, dass Sie sich so viel Zeit für uns alle nehmen. Es ist (wie Sie sich bestimmt vorstellen können), ziemlich motivierend, mal ein ehrliches Feedback von einem echten Schriftsteller zu bekommen- Eltern und Freunde wollen einen meistens einfach nicht beleidigen…
Das wollte ich Ihnen nur einmal gesagt (oder geschrieben) haben, jetzt die Fortsetzung der Geschichte:
Finn wollte sofort ans Werk gehen. Er stellte das „Bedeutungslexikon seltener Himmelswörter“ zurück ins Regal, rief der heiligen Katharina beim Rausgehen ein „Tschüss“ zu und stürmte aus der Bibliothek. Außer Atem am heiligen Parlament angekommen, war durch das Laufen ein Teil seiner Begeisterung von ihm abgefallen. Erst jetzt wurde ihm bewusst, dass sein Plan einige Haken hatte. Das erste Problem, an das Finn bisher noch nicht gedacht hatte, war, dass er zwar in DEM KAMIN unsichtbar sein würde, aber natürlich nicht auf dem Weg dort hin. Das Beste würde es wohl sein, sich durch den Schornstein fallen zu lassen. Aber das heilige Parlament war recht hoch. Nicht so hoch wie ein Wolkenkratzer, aber mindestens halb so hoch. Und der Schornstein befand sich natürlich ganz oben.
Die Hauswand des heiligen Parlaments hochzuklettern war wohl eine ziemlich dumme Idee. Es würde ziemlich viel Zeit kosten, ziemlich viel Aufsehen erregen und ziemlich gefährlich sein. Nein, das konnte Finn vergessen.
Auch von einem anderen Hausdach aus eine Art Lasso um den Schornstein zu werfen und dann Tarzan zu spielen war weder sicher noch effizient. Finn musste sich etwas anderes überlegen.
Fliegen. Fliegen war eine Möglichkeit. Aber einen Flugschein bekamen Engel normalerweise erst in der zehnten Klasse, nach fünf Jahren Flugunterricht. Finn war gerade mal in der sechsten Klasse. Wenn er also gesehen werden würde, bekäme er nicht nur Ärger, weil er versucht hatte, durch einen Schornstein in DEN KAMIN zu gelangen, sondern auch, weil er verbotenerweise geflogen war.
Aber es war die einzige Möglichkeit. „Ein Detektiv muss eben Risiken eingehen“, sagte Finn sich. Er hatte jetzt auch keine Lust mehr, über seinen Plan nachzudenken, er wollte etwas tun. Wenn er noch lange grübeln würde, wäre es vielleicht schon zu spät für den Himmel.
So begann Finn also, mit seinen Flügeln zu zittern, wie er es im Flugunterricht gelernt hatte. Schneller, als er es vermutet hätte, hob er ab. Um genau zu sein: Er schoss richtig in die Höhe. Doch ihm fiel es noch schwer, die Kontrolle über die Richtung seines Fluges zu behalten. So wurde er zur Seite getrieben, ohne es zu merken, und stieß, bevor er reagieren konnte, mit voller Wucht gegen eine Straßenlaterne. „Aua“ – der Schrei war ein Reflex, den er nicht hatte verhindern können. „Mist“, dachte er im nächsten Moment. Was, wenn ihn jetzt jemand gehört hatte? Zum Glück war er von der Straßenlaterne abgeprallt und hatte wieder die Kontrolle über seine Flügel gewonnen. Aber jetzt schien es ihm noch schneller nach oben zu gehen. Als er sich auf der Höhe des Schornsteins befand schrie er „Halt!“, aber das half natürlich nicht. Er bracht es fertig, sich so nach vorne zu lehnen, dass er sich bald genau über dem Schornstein befand- doch er gewann immer mehr an Höhe. Dummerweise hatten sie in der Schule noch nicht das „in der Luft stehen bleiben“ durchgenommen. Was sollte Finn jetzt tun? Er hatte keine Wahl und vor allem keine Zeit mehr- in jeder Sekunde entfernte er sich mehr von dem Schornstein. So entschied er sich, einfach aufzuhören, seine Flügel zu bewegen- und zu hoffen, beim Fallen den Schornstein zu treffen. In dem Moment, als er es tat, begann er zu fallen. Aus Versehen machte er dazu noch einen halben Salto, sodass er nun mit dem Kopf nach unten fiel. Er sah den Schornstein auf sich zukommen, immer näher, immer näher- und dann ganz nah. Finn schrabbte mit seinen Flügeln an den Ziegelsteinen entlang- aber er traf den Schornstein. Als er nach ein paar weiteren Sekunden plötzlich hart aufprallte, tat ihm alles weh. „Ich habe es geschafft“, dachte er. „Ich befinde mich wirklich in DEM KAMIN. Und dann wurde alles schwarz und er dachte gar nichts mehr.
„Finn“, schrie jemand. „Finn, sagt doch etwas!“ Finn öffnete die Augen. „Kaja?“, entfuhr es ihm. „Was machst du denn hier?“ „Dasselbe wollte ich dich gerade fragen. Sag mal, bist du wahnsinnig? Einfach mal losfliegen, und gucken was passiert? Du warst ganze fünf Minuten ohnmächtig und du hättest sterben können!“
„Reg dich ab, Kaja. Wie bist du denn hier rein gekommen? Und warum ist es dir auf einmal so wichtig, ob ich tot bin oder nicht? Ich dachte immer, du hieltest alle für Deppen, die nicht wissen, wann Moses in die USA umgezogen ist. Und ich hätte auch nicht erwartet, dass du je etwas Verbotenes tun würdest.“
„Um das ein für alle mal klarzustellen: Moses ist nicht in die USA umgezogen, sondern nach Ägypten, zusammen mit den ganzen Israeliten- und zwar um die 1200 Menschenjahre, bevor Jesus als Kind geboren wurde. Merkst du dir das jetzt bitte?“
Finn war immer noch so verblüfft von dieser Situation, dass er nur stumm nicken konnte.
„Gut, dann kann ich dir jetzt deine anderen Fragen beantworten. Erstmal: Ich halte dich nicht für einen Deppen. Vielleicht mag ich dich sogar ein bisschen, zumindest mehr als die anderen aus unserer Klasse. Du bist eigentlich ziemlich schlau und du bist mutig. Ich glaube, wir könnten ein recht gutes Detektivteam sein.“
Finn, der immer noch auf dem Boden gelegen hatte, setzte sich nun vor Überraschung auf. Kaja eine Detektivin? Das war so, als wollte ihm jemand weismachen, die heilige Babara sei eine Punkrockerin. Nie im Leben!
„Ich weiß, das überrascht dich jetzt. Aber ich bin nicht die Streberin, für die ihr mich alle haltet. Seit meine Mutter diese unheilbare Flügelkrankheit hat, die es ihr unmöglich macht, ihren Job auszuüben, kann ich mir es nur nicht mehr leisten, auf die Meinungen anderer Leute über mich Rücksicht zu nehmen. Ich tue, was ich für richtig halte, egal was die anderen darüber denken. Das ist alles.“
„Deine Mutter ist krank? Aber im Himmel war noch nie jemand krank- schon gar nicht unheilbar!“
„Pass auf, Finn: Wir sind hier nicht beim Kaffeekränzchen, sondern beim Lösen eines Falles. In Wirklichkeit dürfen wir keine Zeit verlieren. Deshalb schlage ich dir vor, einen Deal zu machen: Ich erzähle dir jetzt so schnell wie es geht, warum ich hier bin, und du hilfst mir dafür anschließend bei meiner Arbeit. Einverstanden?“
„Bei ihrer Arbeit helfen“ – eingebildet war Kaja wohl trotz allem noch. Wer war denn hier wohl der richtige Detektiv, sie oder Finn? Trotzdem – Finn war einfach zu neugierig. Deshalb nickte er nur. „Einverstanden“.
„Okay. Wie gesagt, die ganze Geschichte ist etwas komplizierter, aber ich werde mich beeilen. Pass bitte gut auf, ich habe keine Lust darauf, Zeit zu verlieren, nur weil du nicht zuhören kannst.“
Kajas energische Schläge trafen Finn immer wieder völlig unvorbereitet. Wieder blieb ihm nichts anderes, als stumm zu nicken.
Ja, Ina, vielen Dank fuer deine netten Worte. Nun, oft macht es wirklich Spass, manchmal muss ich mir selber einen Ruck geben, meistens, wenn ich gerade viele andere Sachen vorhabe. Aber es ist, denke ich, wirklich eine nette Idee und ich hoffe, sie hilft manch einem wie dir!
Zur Geschichte. Ich finde es wirklich prima, wie du manchmal richtig tolle “Nebensaechlichkeiten” in der Geschichte einbaust, wie z.B. die wenigen Saetze ueber Moses in Aegypten, das ist schon wirklich eine gute Idee, die den Text lesbar und interessant gestaltet.
Ich wuerde an deiner Stelle hier und da eine neue Zeile einlegen, manchmal neigst du dazu, ganze Paragraphen sehr lange zu gestalten. Eine neue Zeile gibt dem Leser Zeit zum Verschnaufen…
Sonst ist der Text gut und wirklich interessant. Du schaffst es, eine fast glaubbare Welt zu erschaffen, in der man sich als Leser gut verlieren kann… und das ist sehr sehr wichtig, wenn man schreibt!
Ciao
Georg
„Früher war meine Mutter eine Wunscherkennerin. Kennst du diesen Beruf?“ Finn verneinte kleinlaut. „Dir muss man ja wirklich alles erklären“, seufzte Kaja. „Also gut: Obwohl die Wunscherkennung und Geschenkeverteilung heute ja weitgehend elektronisch geregelt sind, gibt es noch ein paar Engel, die sich persönlich darum kümmern.
Ihre Aufgaben sind andere als die der Wunscherkenner und Geschenkeverteiler von früher, als es noch keine Maschinen dafür gab. Sie müssen in Stichproben kontrollieren, ob die Maschinen alles richtig machen. Das System hat nämlich noch einige Schwachstellen, zum Beispiel will es manchmal Wünsche erfüllen, die gar nicht aus den Herzen der Kinder kommen. Wunscherkenner stellen auch Statistiken zur Wunschentwicklung auf. Geschenkeverteiler kontrollieren, ob die elektronischen Schlitten auch wirklich alles an die richtige Adresse bringen. All so was halt. Verstanden?“ Finn nickte.
„Eins haben die Wunscherkenner und Geschenkeverteiler von heute mit denen von früher jedoch gemeinsam: Sie müssen ein Gespür dafür haben, was sich die Kinder auf der Erde wirklich wünschen. Und was sie wirklich brauchen. Das herauszufinden ist oft ziemlich schwierig. Ich könnte dir da viel drüber erzählen, aber das tue ich lieber später mal. Wir müssen uns jetzt beeilen.“
Finn verstand überhaupt nicht, was der außergewöhnliche Beruf von Kajas Mutter mit seinem Fall zu tun haben sollte. Er begann sich schon zu fragen, ob er und Kaja vielleicht dabei waren, zwei verschiedene Fälle zu lösen, oder ob Kaja sogar versuchte, ihn abzulenken, weil sie etwas mit dem Fall zu tun hatte. Aber er wagte es nicht, diesen Gedanken auszusprechen.
Als hätte Kaja ihn trotzdem erraten, fuhr sie fort: „Du fragst dich jetzt bestimmt, was das damit zu tun hat, dass wir gerade hier sind“.
Ohne Finns Reaktion abzuwarten, erzählte sie weiter: „Meine Mutter war nicht irgendeine Wunscherkennerin. Sie war die beste Wunscherkennerin, die es je im Himmel gegeben hat. Von Geburt an hatte sie so etwas wie ein Instinkt dafür, was Erdenkinder wann brauchen, um glücklich zu sein“ – Finn wusste nicht, was ein Instinkt war, aber er traute sich nicht, nachzufragen.
Dazu hatte er auch gar keine Zeit. „Jetzt kommt das Problem“, sagte Kaja endlich.
„Vor gut zwei Jahren spürte meine Mutter zum ersten Mal ein Ziehen in ihrem linken Flügel. Natürlich hat sie es als Muskelkater von ihrer Engelyogastunde heruntergespielt, aber irgendwie wusste ich, dass es mehr war.
Immer, wenn sie dachte, dass ich sie nicht sehen würde, legte sie sich heimlich auf unser Sofa. Sie wollte nicht, dass ich mir Sorgen machte. Mein Vater gehört zu Gottes engsten Beratern und ist deshalb oft unterwegs, deshalb wollte meine Mutter, wenn er nicht da war, irgendwie beides für mich sein: Mutter und Vater. Wochenlang ging dass so. Für mich bemühte sie sich sehr, sich nichts anmerken zu lassen, aber sie wurde immer schwächer. Es war so schrecklich für mich. Ich fragte sie immer wieder, was los sei, aber sie gab mir nie eine gescheite Antwort.
Eines Tages dann kam ich aus der Schule und meine Mutter lag noch im Bett. Die Schmerzen mussten so schlimm geworden sein, dass sie nicht aufstehen konnte- jetzt konnte sie mir nichts mehr verheimlichen.
Sie erzählte mir endlich, was los war: Dass sie vor einem halben Jahr zum ersten mal ein Ziehen in ihrem linken gespürt hatte, das seitdem immer stärker geworden war. Es hat sich auf den rechten Flügel und auf den ganzen Rücken ausgebreitet. Sie gab zu, dass sie kaum noch laufen konnte. Tja, und seit einem Jahr liegt sie nun schon fast nur noch im Bett. Ich versuche, so gut es geht, für uns beide zu sorgen, wenn Papa nicht da ist“.
„Das verstehe ich nicht“, sagte Finn. „Das verstehe ich überhaupt nicht! Warum tut Gott nichts? Warum kann dein Vater nicht einfach einen anderen Beruf bekommen? Gott würde so etwas nie zulassen!“
„Das habe ich mich auch schon wer weiß wie oft gefragt. Immer, wenn Papa da ist, tut er so, als wäre es ganz normal, dass Mama diese Krankheit hat. Er kümmert sich nicht sonderlich um uns“.
„Aber er ist doch ein Engel!“
„Ich hätte auch nie gedacht, dass er einmal so grausam sein würde. Und ich glaube auch nicht, dass er es freiwillig ist. Jetzt kommen wir zu meiner Theorie.“
Ein kleines „endlich“ konnte Finn sich wirklich nicht verkneifen. Kaja tat ihm ja Leid, aber irgendwie wusste er immer noch nicht, ob er ihr glauben sollte, und vor allem nicht, was das mit dem Schild und dem Verhalten der Erwachsenen zu tun haben sollte. Kajas Theorie würde das hoffentlich erklären.
„ Weißt du, dass es auf der Erde etwas gibt, das man „Geld“ nennt? Es ist so etwas wie ein Tauschmittel.
Je mehr man davon hat, desto mehr kann man dafür bekommen. Alle möglichen Dinge.“
„Ja, davon habe ich schon gehört“, sagte Finn. „Eine tolle Erfindung!“
Kaja schüttelte den Kopf, so wie man den Kopf schüttelt, wenn man sich über etwas aufregt. „Du bist manchmal ganz schön kindisch“, sagte sie. „Geld ist eindeutig keine tolle Erfindung.“
Was bildete sich Kaja ein? Sie stellte das, was sie behauptete nie infrage. Langsam nervte Finn das etwas, aber er verkniff sich eine Bemerkung.
„Manche Menschen sind mit der Zeit gierig nach diesem Geld geworden. Sie wollen immer mehr davon haben. Ihr ganzes Leben verbringen sie damit, es immer wieder zu zählen und tun die unmöglichsten und manchmal auch grausamsten Dinge, um noch mehr davon zu bekommen.“
Schon wieder fing Kaja an, irgendetwas zu erklären. Wann kam den nun diese blöde Theorie?
„Wie gesagt, ich habe eine Theorie: Irgendjemand auf der Erde muss auf die Idee gekommen sein, dass man dieses Geld auch mit Weihnachten verdienen kann. Man muss den Leuten nur einreden, dass es besser ist, wenn sie sich selber um die Geschenke kümmern. Unser Geschenkesystem ist schließlich so durchdacht, dass kein Mensch je davon erfahren hat. Und viele Menschen wissen einfach lieber etwas, als dass sie etwas glauben. Während sie uns also noch nie gesehen haben, können sie sich Geschenke kaufen, sich eine Quittung ausdrucken lassen und sie bis Weihnachten in den Schrank sperren. Da gehen sie kein Risiko ein.“
„Glaubst du das wirklich?“, fragte Finn. „Glaubst du wirklich, dass Menschen so etwas tun würden?“
„Ich glaube, dass nicht nur, ich weiß es“ – das war mal wieder typisch Kaja. „ Vor zwei Wochen haben wir in der AG für Menschenkunde eine irdische Tageszeitung analysiert. Da gab es jede Menge Beweise: Weihnachtsmärkte in diesem Jahr leicht im Umsatz abgesunken. Der Trend geht zurück zu Schaukelpferdchen. CD – Roms lassen sich schlechter verkaufen als im Vorjahr. Bla, bla, bla.“
Finn hatte kein Wort verstanden- er hoffte, dass es nicht so wichtig gewesen war.
„Und stell dir vor: In einem Artikel fand ich zufällig auch, wer dahinter steckt: Der Mensch, der sich den ganzen Quatsch ausgedacht hat, nennt sich doch tatsächlich Weihnachtsmann! Was für ein komisches Wort- und darauf fallen alle Menschen rein. Der Weihnachtsmann verkleidet sich auch immer sehr hübsch: Er trägt immer einen richtig kitschigen, knallroten Anzug, der ihn aussehen lässt wie eine tanzende Fleischwurst – und dazu eine Bommelmütze im gleichen rot. Auf was für Ideen die Menschen kommen!“
„Warum regst du dich so auf, Kaja?“
„Das kann ich dir sagen: Weil der Weihnachtsmann der Mann ist, der uns den ganzen Schlamassel hier eingebrockt hat. Der Mann, der dafür gesorgt hat, dass meine Mutter krank geworden ist und dass niemand Notiz davon nimmt. Der Mann, der das merkwürdige Schild an der Tür des heiligen Parlaments aufgehängt und heute alle Erwachsenen im Himmel betäubt hat, damit er ungestört etwas erledigen kann. Zum Glück neigen manche Erwachsenen Menschen stark dazu, Kinder zu unterschätzen“
„Du glaubst, dass dieser Weihnachtsmann im Himmel ist? Jetzt?“, fragte Finn ungläubig.
„Ja, er könnte jeden Moment hier im heiligen Parlament auftauchen.“ Kaum hatte Kaja dass gesagt, sahen die beiden jemanden die Tür des heiligen Parlamentes öffnen. Wie schon gesagt, in DEM KAMIN konnte man das gesamte Parlament überblicken. Wie genau das funktioniert, ist ziemlich schwer zu erklären- doch auf jeden Fall ist es so.
Der Mann, der nun das heilige Parlament betrat, sah exakt so aus wie Kaja den Weihnachtsmann beschrieben hatte. „Was hat er vor?“, fragte Finn. „Na, was wohl? Ich dachte, du wärst ein Detektiv!“ Finn wollte sich nicht blamieren. Wenigstens jetzt wollte er ihr einmal zeigen, dass er es draufhatte. Er strengte sein Engelgehirn an, dachte und dachte nach- und kurze Zeit später wusste er es. War doch logisch!
„Der Weihnachtsmann will unser Geschenkesystem zerstören“, sagte er. „Er hat Angst, dass jemand auf der Erde dahinter kommt, dass er für die Weihnachtsgeschenke eigentlich nichts bezahlen muss – für die, die der Himmel schenkt. Dann könnte er kein Geld mehr damit verdienen.“
„Deswegen mag ich dich mehr als die anderen aus unserer Klasse“
Wasser ist mein Element
Prolog
Ein kleines Mädchen sitzt in seinem Gitterbett. Im Nebenraum hört es seine Eltern schreien.
Sie streiten sich. Wie so oft klettert die Kleine über die Gitter hinweg. Sie läuft durch den Flur, reißt die Tür auf und knallt sie hinter sich wieder zu.
Das Kind springt über Steine und läuft bis zum Hafen. Erleichtert lässt es sich ohne lange nachzudenken in das schmutzige, trübe Wasser fallen. Es wünscht sich, nie wieder aufzutauchen. Aber das Mädchen weiß, dass das nicht gehen kann. Es macht ein paar Züge mit den Armen, taucht unter und wieder auf.
—————-
(Es ist der Prolog von einer Geschichte, die ich schon weiter geschrieben habe.)
Ich finde, dass du alles sehr gut beschrieben hast. Man kann sich richtig gut in das kleine Mädchen hineinversetzen. Weiter so!
Pauline
Ich beschleunigte mein Tempo, als könnte ich über den Sandteppich vor der momentanen Situation davonlaufen. Allerdings, stellte ich noch dabei fest, funktionierte das nicht. Schlecht gelaunt wurde ich wieder langsamer, als ich plötzlich eine Stimme hörte. „Toller Lauf!“ Ich kam zum Stehen. Jake stand grinsend im Sand.
„Was?“ Ich bereute, dass meine Stimme unfreundlich klang. Ich strich mir eine Strähne aus dem Gesicht. Dann fragte ich noch mal: „Was?“
„Dein Lauf“, sagte er, als wüsste er nicht, was ich meinte. „Ziemlich gut.“
„Was? Äh, ich … Nein, nein! Das war nur … weißt du, Laufen befreit … irgendwie.“ Oh-mein-Gott-wie-peinlich! Was redete ich da für einen Stuss?
„Ja, das kenn ich.“
„Ach ja?“ Das konnte ich mir nicht vorstellen. Er war doch … Er war Jake, was sollte er denn schon für Probleme haben, vor denen er davonlaufen wollte? Das hatte keinen richtigen Sinn. Allerdings war auch er nur ein Mensch, wie ich mir wieder ins Gedächtnis rief.
„Ich hab dir doch erzählt, dass ich schwimme. Es ist ungefähr so ein Gefühl.“ Er machte eine Pause. „Das denke ich jedenfalls.“ Ich lachte immer noch etwas überrumpelt.
„Oh, und, äh, was machst du so?“, fragte ich ihn dann, damit das Ganze nicht noch peinlicher wurde und ich wenigstens einen intelligenten Satz hervorbrachte.
„Ich komm gerade vom Training. Mal wieder“
„Trainierst du jeden Tag?“, fragte ich verwundert. Er nickte.
„Ja, weißt du“ Er sah dabei auf den Boden. „Diese Meisterschaft ist ‘ne ziemlich wichtige Sache. Ich weiß, gewinnen ist nicht alles, aber …“ Er hob den Kopf und sah direkt in meine Augen. Man, waren seine schön …
„Es wäre einfach super. Wenigstens dabei zu sein!“ Seine Augen leuchteten. Anscheinend war es wirklich ziemlich wichtig für ihn. Ich konnte das nicht so ganz verstehen. Okay, wenn er sagte, gewinnen sei nicht alles – wieso klang er dann genau so? Ja, gut, Meisterschaft – aber das war nur ein Wort. Vielleicht – nein, wahrscheinlich konnte ich da nicht so wirklich mitreden.
„Ja, das …“ Ich stockte. „kann ich mir zwar nicht vorstellen, aber …“
Er lachte.
„Aber dein Sprint war echt super! Du musst einfach ins Laufteam, Elizabeth! Das wäre unglaublich, die Schule würde …“
„Nein!“ Er sah mich verwundert an, als hätte ich ihm gerade auf chinesisch gesagt, dass im eine Tomatenpflanze aus dem Kopf wächst.
„Nein?“
„Nein!“ Wir starrten uns verständnislos an.
„Aber … nein?“
„Jake!“, ermahnte ich ihn.
„Okay, aber … Wieso nicht? Ich mein – du warst superschnell!“
„Das hab ich dir schon mal erklärt! Ich hab einfach … keine Zeit und so.“
„Und so? Was gibt‘s denn so Wichtiges?“
„Nichts. Ich muss mich einfach neu ordnen, und das Laufteam … geht einfach nicht!“, versuchte ich ihm mal wieder weiß zu machen.
„Schade. Echt! Du hättest richtig groß raus kommen können!“ Woher wusste er das? Waren die anderen denn wirklich so grottenschlecht? Die Konkurrenz würde sicher groß sein …
„Weißt du, wir haben viele gute Läufer an der Schule!“
„Na bitte!“
„Aber uns fehlt so jemand wie du. Eine Nummer eins!“
„Hör zu Jake: Ich werde da nicht mitmachen!“ Ich sah ihn an.
Ich habe ein bisschen weiter geschrieben (endlich):
Anna klappte das Buch zu. Sie konnte jetzt nicht weiterlesen, zu schmerzhaft war es, alle diese Dinge zu erfahren. Mit einem spöttischen Lächeln legte Anna das Tagebuch an die Stelle in Julias Bett, an der es zuvor gelegen hatte. Eigentlich war es egal, an welchem Fleck das Buch sich befand, Frau Larsson wusste sowieso nicht, wo es vorher gewesen war und Julia würde nie mehr hereinkommen und bemerken, wenn ihr geheimes Buch woanders lag. Verzweifelt schüttelte Anna den Kopf. Sie hatte noch immer das leise Gefühl, Julia zu hintergehen, wenn sie in ihren Sachen schnüffelte. Da half es nichts, wenn sie sich einredete, sie täte es nur, um den Schmerz zu verarbeiten. Nein, der Schmerz wurde sogar größer, Anna riss die Wunde immer wieder auf. Sie drehte sich zur Seite und bemerkte mit einem erschrockenen Blick auf den Wecker, dass sie schon längst hätte aufstehen müssen. Hastig sprang sie aus dem Bett, schnappte sich ihren roten Morgenmantel und lief ins Bad, um sich fertig zu machen. Doch obwohl sie versuchte, sich zu beeilen, klappte es nicht. Immer wieder schweiften ihre Gedanken ab zu Julia. Reiß dich zusammen, Anna, stark sein, stark sein, lass dir in der Schule nichts anmerken, bloß nicht die Selbstbeherrschung verlieren, stark sein, stark. Anna hielt es nicht mehr aus. Aber vor allen Leuten zu weinen, in Tränen auszubrechen und ihre Verzweiflung zu zeigen, das brachte sie auch nicht fertig, obwohl es wohl das Beste gewesen wäre. Anna rannte nach unten in die Küche und bemerkte, dass ihre Mutter noch nicht einmal aufgestanden war. Noch vor zwei Tagen hätte sie ihre Mutter geweckt und gefragt, was los war, aber heute kam es Anna überhaupt nicht komisch vor, dass ihre Eltern noch im Bett lagen. Sie wäre auch am liebsten liegen geblieben, aber, die Schule, die Schule. Das Leben geht weiter. Auf dem Tisch stand kein Frühstück, kein Tee, nichts. Natürlich nicht. Die Küche sah noch genau so aus, wie gestern nach dem Abendessen. Die Schale mit den Gewürzgurken stand unangerührt auf dem Tisch, eine halbe Wurst lag daneben. Anna stellte alles zurück in den Kühlschrank und räumte die Küche auf. Tod verdrängen, stark sein. Obwohl sie zu spät aufgestanden war, war Anna eine halbe Stunde vor der normalen Zeit fertig und machte sich auf den Weg zur Schule. Andere Kinder wären heute einfach zu Hause geblieben, aber ich bin stark! Mit kaltem, leerem Blick ging Anna wie automatisch ihren Weg zur Schule, ihre Augen schweiften über die Straßen und Häuser. Hier war es, wo wir… Hier war es, wo du… Überall Erinnerungen, überall.
Vor der Schule traf Anna ihre Mitschülerin Jenny, sie war die einzige, die so früh schon da war. Ihre Mutter brachte sie immer auf dem Weg zur Arbeit her. Anna winkte kurz. Nichts anmerken lassen, Selbstbeherrschung behalten. Doch selbstverständlich merkte Jenny, dass nicht alles in Ordnung war, Anna war sonst nie so früh dran, eher zu spät, und Julia fehlte auch. Wenn du wüsstest, Jenny. Aber ich bin stark, ich lasse mir nichts anmerken, bis du mich fragst. Ich weiß nicht, ob ich es dann noch schaffe, aber ich werde es versuchen. Bis du mich fragst… Jenny kam auf Anna zu und fragte. Anna holte tief Luft. Einmal. Und noch einmal. Sie wollte etwas sagen, aber sie brachte nichts heraus, ihre Stimme krächzte unkontrollierte Töne. Besorgt sah Jenny sie an. Da öffnete sich Annas Mund. „Julia ist nicht hier.“ Nicht die Beherrschung verlieren, Anna, verdammt, stark sein, Anna! Was ist los mit dir? „Das sehe ich. Und wo ist sie? Ist sie krank?“, fragte Jenny weiter. Ja, krank. Krank, wenn es nur das wäre! Jenny, gleich wirst du es erfahren! „Ja, krank.“ Verdammt, das hatte Anna gar nicht sagen wollen! Was war bloß mit ihr los? Stark sein, Anna, es sollen ruhig alle erfahren, aber du bleibst stark. Anna packte Jenny an der Schulter. „Sie war sicher sehr schwer verletzt, aber da oben, da… er hat sie ganz bestimmt schnell geheilt, das kann er ja, er kann alle Menschen heilen, wenn sie bei ihm sind.“, stammelte sie. Warum konnte sie es Jenny nicht einfach sagen? Drei Wörter, drei Wörter: Sie ist tot. Was war so schwer? Anna wusste es nicht. Jenny blickte verwirrt. „Wieso schwere Verletzungen? Wer hat sie geheilt? Anna, was ist passiert?“ Anna blickte an Jenny vorbei, hinter sie in die Rosenbüsche. Rote Rosen, rot wie Blut. Jenny, Jenny. Bei dir ist noch alles in Ordnung, ich will es dir nicht zerstören. Jenny hatte Julia immer sehr gern gemocht, auch wenn Anna sie bisher nie leiden konnte. Doch Jenny war okay, stellte sie gerade fest. „Julia. Hatte einen Autounfall. Ich bin sicher, sie hat es jetzt gut.“ Jenny starrte Anna an, sie verstand gar nichts mehr, aber dann weiteten sich ihre Augen, sie füllten sich mit Tränen. „Anna!“, flüsterte sie und ihre Stimme brach, „Anna, du willst doch nicht etwa sagen, dass…“ Ein Teil Annas Selbstbeherrschung brach zusammen. „Doch. Doch, Jenny, doch. Sie ist tot.“ Anna kauerte sich auf den Boden, sie schluchzte, nun war es Jenny, die stark war, sie führte Anna die Treppen hinauf auf die Toilette, wischte ihr die Tränen ab und sagte: „Anna, du musst heute nicht in die Schule gehen.“ Anna nickte. Aber sie blieb da. „Wieso weinst du nicht?“, fragte sie. Jenny gab ihr eine seltsame Antwort: „Sie war deine Schwester. Du bist jetzt dran. Ich habe später noch genug Zeit, zu weinen.“
Ich will später Schriftstellerin werden und ich will 9 irgendwie damit was als Praktikum machen.
Geben sie mir bitte Tipps
Madeleine wollschläger
Sehr gut, Madeleine,
es freut mich, dass du das “Feuer” des Schriftstellers in deinen Adern spuerst. Das ist schon als Kind moeglich (ich wollte es auch als kleiner Junge und hatte keinerlei Interesse, Lokfuehrer oder Cowboy oder Arzt zu werden… nur Schrifsteller) und ich glaube heute, es gehoert zu Menschen, die gerne nachdenken und die sich die Welt aus weit geoeffneten Augen ansehen – auch, wenn es manchmal wehtut…
Natuerlich werde ich dir Tipps geben, dazu ist im Grund diese Schreibwerkstatt da! Leider bin ich in den naechsten Tagen zu beschaeftigt, um zu Hause am PC zu arbeiten, aber ab dem Wochenende sollte ich wieder etwas Zeit haben.
Einen ersten Tipp, der mir sehr am Herzen kliegt, kann ich dir bereits geben: Bitte bitte kontrolliere immer sehr konzentriert, was du gerade geschrieben hast; nimm dir die Zeit, Fehler zu korrigieren, das Geschriebene umzustellen, zu verbessern, bringe Fluss in die Geschichte, schreibe Passagen neu, bis sie dir gefallen, kontrolliere alles zwei oder drei Mal, bevor du es postest. Dann passieren dir weniger Formfehler, und das ist der erste Schritt (vielleicht nicht der wichtigeste, aber es muss einfach sein). Inhalt ohne gute Form verliert seine Aussagekraft. Inhalt mit guter Form ist die Perfektion beim Schreiben.
Ok?
Lieben Gruss
ciao
Georg
Eichhörnchen und die Flussfahrt
Heute wollte das Eichhörnchen ein lustiges Spiel mit seinem lustigen Freund, dem Kaninchen spielen und da es ihn erst im Wald finden musste, hüpfte es los, um ihn zu suchen.
Es rief dabei: “He, Kaninchen, wo bist du?…Kaninchen, ich möchte mit dir ein lustiges Spiel spielen…wo steckst du?”
Und als das Eichhörnchen eine Weile inne hielt, um zu hören, ob sich etwas bewegte, da ertönte auf einmal ein leises Rufen:
“He, Eichhörnchen, hier bin ich! Hier drüben.”
Und das Eichhörnchen lief schnell in die Richtung, aus der das Rufen kam. Doch es fand das Kaninchen nicht und so rief es noch einmal:
“Kaninchen, wo bist du? Ich finde dich nicht.”
Und als das Eichhörnchen ganz still war, da hörte es wieder ein Rufen, aber aus einer völlig anderen Richtung. Es ging nun in die Richtung, aus der das Rufen diesmal kam und suchte weiter nach dem Kaninchen, doch es fand es wieder nicht.
Da rief das Eichhörnchen:
“Wo bist du nun endlich? Ich kann dich wieder nicht finden.”
“Na hier bin ich,”
sagte das Kaninchen und stand direkt hinter ihm. Es drehte sich um und hatte das Kaninchen endlich gefunden.
“Na was möchtest du denn spielen?”,
fragte das Kaninchen.
” Ein lustiges Spiel, hast du eine Idee?”
“Lass mich überlegen,” sagte das Kaninchen,” Ja da hätte ich eine Idee: Wir bauen ein Floß und rasen den Bach herunter!”
“Au ja, das klingt lustig,“ freute sich das Eichhörnchen, „bauen wir ein Floß. Nur wie sollen wir das anstellen?“
„Da fragen wie die Flussratte,“ antwortete das Kaninchen.
„Wieso denn die Flussratte?“ wollte das Eichhörnchen wissen.
„Na, die baut so etwas ständig. Für die Tiere, die nicht schwimmen können, aber den Fluss überqueren müssen,“ erklärte das Kaninchen dem Eichhörnchen.
Das Eichhörnchen verstand und sagte: „ Also gut, dann lass uns gehen.“
Und so gingen sie los und suchten die Flussratte.
Und was glaubt ihr, wo man eine Flussratte findet? Richtig am Fluss.
Der Weg zum Fluss war nicht schwer. Man musste nur den Waldpfad bis zum Ende folgen und dann über ein Stück Wiese laufen und schon hatte man ihn erreicht.
Am Fluss angekommen, sahen das Eichhörnchen und das Kaninchen sogleich schon die Flussratte, doch sie schien schwer beschäftigt.
Als das Eichhörnchen und das Kaninchen näher kamen, sahen sie, dass die Flussratte gerade Hölzer sammelte.
>>Wahrscheinlich,<>um ein neues Floß zu bauen<<
Aber das wusste es ja noch nicht, also fragten es die Flussratte:
„Hallo Flussratte, baust du gerade wieder ein Floß?“
„Das hast du richtig gesehen,“ antwortete sie und fragte: „Und ihr benötigt bestimmt eins, habe ich recht?“
„Ja,“ antwortete das Kaninchen.
„wir wollen ein Floß bauen, um den Fluss herunter zurasen und benötigen deine Hilfe.“
„Da helfe ich gerne”, entgegnete die Flussratte. “Also fangen wir an.“
Und so begannen sie mit Hilfe der Flussratte ein Floß zu bauen. Sie sammelten Hölzer, banden diese mit einer Schnur zusammen und bauten einen Mast, an den sie, als Fahne, ein riesiges Blatt befestigten.
Als sie fertig waren, setzten sie das Floß vorsichtig auf den Fluss und erfreulicherweise schwamm es über Wasser.
Das Kaninchen und das Eichhörnchen bedankten sich bei der Flussratte, stiegen auf das Floß und setzten es mit einem Paddel in Bewegung.
Die Flussratte rief zum Abschied: „Viel Spaß und gute Fahrt.“
Und schon ging es flussabwärts.
Das Floß wurde sogleich von der Strömung ergriffen und es raste den Fluss herunter.
“Huiii!” rief das Kaninchen und sein Fell flatterte im Fahrtwind.
Das Eichhörnchen lenkte sehr aufmerksam, aber lachte trotzdem und rief mit dem Kaninchen um die Wette gegen den Wind.
Und so sausten sie eine Weile den Fluss herunter.
Sie kamen an der Höhle des Dachses vorbei, und winkten ihm während er gerade sein Vorgärtchen pflegte.
Dann sahen sie eine Weile nur Bäume und Sträucher und
nach einiger Zeit mündete der Fluss in einen See, in dem das Wasser klar und die Strömung nicht mehr stark war.
Und da entdeckte am Seeufer das Kaninchen auf einmal noch ein anderes Floß.
Es teilte dies dem Eichhörnchen mit und beide wurden auf einmal neugierig, wem das Floß wohl gehören konnte. Dann lenkte das Eichhörnen in diese Richtung und als sie näher kamen sahen sie auf einmal einen Fuchs und einen Waschbär am Seeufer picknicken.
“He,” rief das Kaninchen, “seit ihr auch mit dem Floß unterwegs?”
“Ja,” rief der Waschbär. “Wir machen heute einen Ausflug!”
Nun hatten das Kaninchen und das Eichhörnchen die beiden anderen erreicht.
“Na das ist ja prima ,wir nämlich auch”, sagte das Eichhörnchen. “Hättet ihr Lust auf ein Wettrennen?”
Da sprangen der Fuchs und der Waschbär auf und riefen gleichzeitig: „Ja, auf ein Wettrennen haben wir Lust.”;
Sie kletterten auf ihr Floß nahmen ihre Paddel in die Hand und riefen: „Es kann losgehen.”
“Und wo ist das Ziel?,” fragte das Eichhörnchen.
“Das Seeufer gegenüber,” antwortete der Fuchs und rief: „Auf die Plätze?” Und alle machten sich Startklar. Das Eichhörnchen und das Kaninchen hielten ihre Paddel fest umklammert und ebenfalls der Fuchs und der Waschbär. “Fertig?” rief der Fuchs weiter. Alle hielten ihre Paddel ins Wasser. “Und looos!” rief der Fuchs endlich.
Und so begann das Wettrennen. Alle paddelten wie verrückt, immer mit den Augen auf das Ziel gerichtet. Mal war das eine Floß schneller, mal das andere.
Schon bald schwitzte das Eichhörnchen "mächtig" und als es einen Blick auf das Kaninchen neben ihm warf, sah es, dass auch dieses mächtig schwitzte. Beide strengten sich so sehr an, dass sie nun einen kleinen Vorsprung gewinnen konnten. Sie paddelten immer schneller, um diesen zu vergrößern. Doch als der Fuchs und der Waschbär sahen, dass sie etwas zurück lagen, da begannen sie auch schneller zu paddeln, um das Eichhörnchen und das Kaninchen wieder einzuholen. Und so langsam, aber sicher verringerte sich der Abstand. Jedoch kam das Seeufer immer näher und das Eichhörnchen und das Kaninchen hatten nicht mehr viel Zeit ihren Vorsprung zu halten.
Sie gaben sich alle Mühe, doch der Fuchs und der Waschbär holten sie ein und da war auch schon das Seeufer.
So erreichten sie alle das andere Ufer gleichzeitig.
Doch weil sie so schnell waren und nicht mehr vor dem Seeufer gebremst hatten, schlugen die Floße gegen das Seeufer und alle purzelten auf die Wiese. Da lachten sich alle kaputt und kringelten sich auf dem Boden und am Ende klatschen alle in ihre Pfoten, da sie das Ziel erreicht hatten und das Wettrennen so Spaß gemacht hatte.
“Das Wettrennen war eine tolle Idee,” sagte der Waschbär und alle anderen fanden dies auch.
Das Eichhörnchen freute sich, da es heute noch ein lustiges Spiel gespielt hatte. Und so verabschiedeten sich das Eichhörnchen und das Kaninchen von dem Fuchs und dem Waschbär und gingen müde, und geschafft in Richtung nach Hause.
Irgendwann trennten sich die Wege des Eichhörnchens und des Kaninchens, da jeder von ihnen ein anderes zu Hause hatte. Also sagte das Kaninchen zum Abschied: "Tschüss und bis bald." Und Das Eichhörnchen erwiderte :"Bis bald mal wieder."
Und so ging zu seinem zu Hause. Das Eichhörnchen zu seinem liebsten Baum und das Kaninchen in seine Grube. Dort angekommen legten sich beide sogleich schlafen, da dies so ein anstrengender, aber schöner Tag gewesen war.
Liebe Elena,
danke fuer die nette Geschichte. Aus diesem Eichhoernchen wird ja langsam ein ganzes Buch!
Also, ehrlich gesagt kann ich kaum etwas kritisieren. Hoechstens, dass du nach einer direkten Rede den “erklaerenden Satz” (der eben erklaert, wie jemanmd etwas sagt) auf dieselbe Zeile setzen musst, und keine neue Zeile brauchst.
Beispiel: “Hey!” rief das Eichhoernchen.
Aber das sind Kleinigkeiten. Ansonsten gefallen mir die Geschichten sehr, sie haben Hand und Fuss, Einleitung, Erzaehlung und ein Ende und lassen sich wirklich gut lesen. Und das ist toll!
Ciao
Georg
Meine Eltern sind gestorben als ich noch sehr klein war und seitdem hatte ich einen seltsamen Traum dass meine Mutter eine weiße Königin war und ich sollte die Nachfolgerin werden.
Manchmal wünsche ich mir in meinen Traum zu gehen aber das kann man ja gar nicht aber ich finde es schade. Ich lebe jetzt bei einer Frau, die mich aufgenommen hat, aber ich hasse sie wie die Pest und am liebsten würde ich weglaufen.
Nun, Madeleine, ist das die Idee zu einer Geschichte, die du erfindest… oder “Deine” personeliche Geschichte? Bevor ich dir antworte, moechte ich sicher sein, alles verstanden zu haben! O.O
Ciao
Georg
Vor mehreren Jahrhunderten lebten Dämonen in der Dämonen Welt und die Engel in der Engelsweld glücklich. Und eines Tages entdeckte ein Dämonen-Junge das Bindungsloch zwischen der Dämonen-und derEngelsWelt. Dann wagte sich der Dämonen-Junge in das Reich der Engel und dann schwebte er durch den Engels-Wald. Der Junge fühlte keinen Hass mehr das er schön fand und dann sah er auf einen hohen Baum ein Engels-Mädchen in die sich der Dämonen-Junge sofort verliebte. Dann als sich der der Dämonen-Junge dem Engels-Mädchen nähren wollte kam ein Engels-Junge und nahm dem Sie weg.
Der Dämonen-Junge wurde zurück in das Dämonen-Reich verbannt und dort wurde er böse und wurde der König der Dämonen. Seidem führten Die Engels-Welt und die Dämonen-Welt führten seid dem viele Schlachten und ein Engels-Mädchen gibt fast ihre ganze Kraft für die Engels-Welt. Dieses Mädchen hat eine Tochter und die Tochter heißt Nina. Der Vater von Nina ist ein Dämon und als Die Eltern angst hatten gaben sie ihre ganzen Kräfte Nina und lassten sie auf die Erde.
Atene wusste davon bescheid und gab Nina die Kraft des Vierten Liebesengels und gab ihr auch von ihrere Kraft . Seidem lebte sie ganz alleine und dann fand sie Freunde die anderen beiden Liebesengel Lilly und Daisy . Als ich am nächsten Morgen aufwachte rüttelte mich Lilly wach und dann sagte Sie :,, Nina aufwachen Heute wird endschieden wer über was schreibt und wenn ja wollen wir über die Fussballmannschaft.
Ich klatschte mir gegen den Kopf und dann zog ich mich schnell an und dann holten wir schnell Daisy und rannten schnell zur Schule und dann waren wir pünktlich in der Schule und unsere Leherin verkündete das Ich , Lilly und Daisy eine Gruppe sind und wir dürfen das Fußballmannschaft Thema machen.
Lilly und Daisy waren total aus den Häuschen und Ich wusste nicht ob das richtig war aber ich hatte niemanden mit dem Ich darüber reden konnte. Dann nach der Schule bin ich alleine zu der berühmten Blumenwiese gegangen weil ich einfach nur was geschrieben habe und dann sah ich Yazura und er hat sich neben mir gesetzt. Ich wunderte mich und dann fingen wir uns an zu Unterhalten und es war sehr schön mit jemanden zu reden und weil wir den gleichen Nachhause weg haben sind wir zusammen gegangen.
Dann als ich bei mir war waren schon Lilly und Daisy zuhause und haben mich natürlich alles über Unser Gespräch erfahren und plötzlich kam so ein Druck in meinen Kopf das ich zusammen Brach und Dann sagte:,, Irgendwo hier muss einDämon sein ein starker ich glaube in den Wald.“
Dann rannten Ich , Lilly und Daisy in den Wald und sahen auch gleich einen Dämon und dann verwandelten wir uns. Dann griff sie mit Blitzen an und wir wurden getroffen und dann als sie das Nochmal abfeuern wollte wurden sie zurückgeschlagen von Kiro.
Wir alle sagte gleichzeitig:,, Der Engel Kiro.“
Dann lädchelte er mich an und ich zurück und dann konnte ich von Dämon kurz ihren Gedanken sehen weil alle um Kiro waren wollte sie die angreifen und dann bin ich schnell hingerannt und als der Blitz einschlagen soll konnte ich ihn nehmen und umlenken auf sie und dann nahm ich meine ganze Liebesenergie und sende einen Liebesblitz der sie traf und Lieb machte und dann viel ich um und mir wurde Schwarz .
Ich hatte kaum Energie mehr und dann spürte ich wieder Energie in mir und dann als ich aufwachte lag ich in meinem Bett und Kiro saß neben mir und dann fragte er:,, Hey du bist endlich aufgewacht hab eine Frage an dich woher wusstes du was der Dämon tun würde und wie konntest du die Blitze ableiten und einen Liebesblitz senden das ist nur ein Mal in zwei Jahrhunderten passiert also wie hast du das gemacht ?“ Dann sagte ich :,, Naja ich habe ihren Gedankengang gesehen und wusste weil Lilly und Daisy in dich verknallt sind und der Dämon hat es kapiert und wenn du verletzt wärst wären Lilly und Daisy kleine Gefahr mehr deswegen und der Liebesblitz ist weil ich den eben kann.“
Dann wunderte Kiro sich aber dann musste er gehen ehe Lilly und Daisy reinkommen und dann ging er. Ich bin dan
Ich beschleunigte mein Tempo, als könnte ich über den Sandteppich vor der momentanen leichten Situation davonlaufen. Allerdings, stellte ich noch dabei fest, funktionierte das nicht. Schlecht gelaunt wurde ich wieder langsamer, als ich plötzlich eine Stimme hörte. „Toller Lauf!“ Ich kam zum Stehen. Jake stand grinsend im Sand.
„Was?“ Ich bereute, dass meine Stimme unfreundlich klang. Ich strich mir eine Strähne aus dem Gesicht. Dann fragte ich noch mal: „Was?“
„Dein Lauf“, sagte er, als wüsste er nicht, was ich meinte. „Ziemlich gut.“
„Was? Äh, ich … Nein, nein! Das war nur … weißt du, Laufen befreit … irgendwie.“ Oh-mein-Gott-wie-peinlich! Was redete ich da für einen Stuss?
„Ja, das kenn ich.“
„Ach ja?“ Das konnte ich mir nicht vorstellen. Er war doch … Er war Jake, was sollte er denn schon für Probleme haben, vor denen er davonlaufen wollte? Das hatte keinen richtigen Sinn. Allerdings war auch er nur ein Mensch, wie ich mir wieder ins Gedächtnis rief.
„Ich hab dir doch erzählt, dass ich schwimme. Es ist ungefähr so ein Gefühl.“ Er machte eine Pause. „Das denke ich jedenfalls.“ Ich lachte immer noch etwas überrumpelt.
„Oh, und, äh, was machst du so?“, fragte ich ihn dann, damit das Ganze nicht noch peinlicher wurde und ich wenigstens einen intelligenten Satz hervorbrachte.
„Ich komm gerade vom Training. Mal wieder“
„Trainierst du jeden Tag?“, fragte ich verwundert. Er nickte.
„Ja, weißt du“ Er sah dabei auf den Boden. „Diese Meisterschaft ist ‘ne ziemlich wichtige Sache. Ich weiß, gewinnen ist nicht alles, aber …“ Er hob den Kopf und sah direkt in meine Augen. Man, waren seine schön …
„Es wäre einfach super. Wenigstens dabei zu sein!“ Seine Augen leuchteten. Anscheinend war es wirklich ziemlich wichtig für ihn. Ich konnte das nicht so ganz verstehen. Okay, wenn er sagte, gewinnen sei nicht alles – wieso klang er dann genau so? Ja, gut, Meisterschaft – aber das war nur ein Wort. Vielleicht – nein, wahrscheinlich konnte ich da nicht so wirklich mitreden.
„Ja, das …“ Ich stockte. „kann ich mir zwar nicht vorstellen, aber …“
Er lachte.
„Aber dein Sprint war echt super! Du musst einfach ins Laufteam, Elizabeth! Das wäre unglaublich, die Schule würde …“
„Nein!“ Er sah mich verwundert an, als hätte ich ihm gerade auf chinesisch gesagt, dass im eine Tomatenpflanze aus dem Kopf wächst.
„Nein?“
„Nein!“ Wir starrten uns verständnislos an.
„Aber … nein?“
„Jake!“, ermahnte ich ihn.
„Okay, aber … Wieso nicht? Ich mein – du warst superschnell!“
„Das hab ich dir schon mal erklärt! Ich hab einfach … keine Zeit und so.“
„Und so? Was gibt‘s denn so Wichtiges?“
„Nichts. Ich muss mich einfach neu ordnen, und das Laufteam … geht einfach nicht!“, versuchte ich ihm mal wieder weiß zu machen.
„Schade. Echt! Du hättest richtig groß raus kommen können!“ Woher wusste er das? Waren die anderen denn wirklich so grottenschlecht? Die Konkurrenz würde sicher groß sein …
„Weißt du, wir haben viele gute Läufer an der Schule!“
„Na bitte!“
„Aber uns fehlt so jemand wie du. Eine Nummer eins!“
„Hör zu Jake: Ich werde da nicht mitmachen!“
Jeder kennt ja die Teufel und Engel und jeder hat das früher echt geglaubt. Aber jetzt glauben nicht viele mehr dran aber ich bin eine die daran glaubt und ich glaube daran weil ich keine ahnung habe .Ich lebe in einer psychiatrischen Krankenhaus und damit umzugehen und ich sammle richtig viele Sachen von dem berühmten Hellboy.
Heute war ich in der Stadt um einfach nur draußen zu sein und nachzudenken als ich plötzlich viele Geschreie war nehme und dann sah ich ein Art Schakal der auf dem Marktplatz war und mich plötzlich ansah und auf mich zuging. Ich ging ein paar schritte zurück und wusste nicht was ich machen sollte. Dann sah ich eine Waffe auf dem Boden und schoss alle Patronen weg aber den Schakal schadete das nicht und ich wusste nicht was ich tun sollte und dann schoss ich einen Feuerball auf den Schakal aber der wurde nur ein bisschen verletzt.
Dann rannte er auf mich los und stand vor mir und als ich meine Augen schloss fiel ich auf den Boden und dann als ich meine Augen wieder aufschlug stand ein Art Roter Affe vor mir und hielt ihn von mir weg und ich erkannte wer das war das war Hellboy. Dann lief der Schakal weg und mir wurde Schwarz vor Augen. Als ich meine Augen wieder öffnete war ich auf einen Dach und Hellboy saß neben mir und schaute in die Luft.
Dann sagte ich:,, Danke das du mich gerettet hast Hellboy aber wieso hast du mich gerettet ich hasse mein Leben?“
Dann schaute Hellboy zu mir und sagte:,, Jeder hasst oft sein Leben aber man braucht es nicht zu verschwänden und ich rette jeden gerne das Leben .“ Dann sah er meinen Arm und auf dem war ein Tatoo von Flammen und das seltsame war ich habe es noch nie an meinen Arm gesehen,
Dann sagte er :,, Woher hast du dieses Tatoo ?“
Ich fragte mich eigendlich das gleiche aber hatte keine Antwort und zuckte mit den Schultern und dann fing es plötzlich an zu leuchten . Ich wusste nicht was das war aber es war so voller Schmerz das mich zu Boden zwingte und dann sagte Hellboy:,, Ich bringe dich zu meinen Vater er wird wissen was das ist.“
Ich konnte nicht sprechen denn es tat so weh und dann nahm mich Hellboy auf seinen Rücken und mir wurde wieder schwarz vor Augen .
Ich spürte gar nichts mehr und ich spürte nur noch Zuckungen und mein ganzer Körper brannte besonders dass Tatoo.
Als ich meine Augen wieder aufschlug lag ich auf einem Bett und auf einen Stuhl saß ein älterer Heer und sah sich einen Scann von mir an. Und rechts von mir war ein Blaufarbiger Art Fisch nur das er ein Art Mensch war. Hellboy war neben den Heer und schaute sich den Scann auch an und dann als er sah das ich wach war sagte er es den älteren Herrn und dann sagte der Mann:,, Hallo nenn mich Adolf du hattest glück das Helloboy dich hierher gebracht hat.“
Dann schaute ich zu Hellboy und der mich anlächelte und dann sagte ich:,, Adolf wieso habe ich dieses Tatoo ich habe das nämlich noch nie gesehen und warum habe ich das?“ Dann sagt Adolf :,, Bevor ich meine Vermutungen ausspreche noch eine Frage hast du Stromschläge bekommen woher du kommst?“
Dann schaute ich auf den Boden und Hellboy glaubt zu verstehen und sagt:,, Vater ich glaube sie hat sehr viele und starke Stromschläge bekommen oder auch was schlimmeres sie traut es sich nicht zu sagen stimmt das ?“
Ich nickte und dann atmete ich.
Madeleine, die Geschichte hat gute Ideen und es wuerde sich lohnen, sich intensiver damit zu beschaeftigen. Was meine ich damit?
Du solltest deine Geschichten nicht einfach ruckzuck posten, sondern erst drei- oder viermal mit grosser Aufmerksamkeit lesen. Es sind dir naemlich sehr viele Rechtschreibefehler entwischt… viel zu viele! Und das schadet natuerlich der Geschichte, denn wer sie liest, verliert schnell die Lust bei so vielen Fehlern.
Der Computer findet viele der “ueblichen” Schreibfehler, aber laengst nicht alle.
Andere Fehler musst und solltest du selber entdecken, bevor du postest. Ein Beispiel: “…als ich plötzlich viele Geschreie war nehme und dann sah ich ein Art Schakal der auf dem Marktplatz war…” Das hat nun wirklich keinen Sinn und du muesstest es selbst bemerken und korrigieren. Da ist das ganze Satz durcheinander gekommen. Und so Sachen geschehen viel zu haeufig.
Aber, wie gesagt, das hat mit den Ideen nichts zu tun. Aber wer liest, moechte die Geschichte in einer wenigstens passablen Form lesen und sich nicht in solchen Saetzen verlieren, sonst verliert er die Lust und liest nicht weiter.
Ich hoffe, du verstehst meine Kritik richtig!
Ciao
Georg
Madeleine, ich habe Probleme mit der Schreibwerkstatt… Ich habe deinen Post genehmigt und bereits kommentiert, aber sie erscheinen nicht in der Schreibwerkstatt. Ich versuche, das Problem mit dtv zu loesen, ok?
Ciao
Georg
Eichhörnchen und Ameisenbär oder Eichhörnchen und die Ameise oder Eichhörnchen und irgendwas anderes
(Das ist die 2.Geschichte, die 1.ist der “Tod”, die 3.,die mit dem höchsten Baum im Walde,die 4. mit der Kaninchengrube,5,6/7,8/9/10 kommen noch:)
Als das Eichhörnchen eines Tages einen gewöhnlichen Waldspaziergang machte und es
dabei an den Waldrand gelangte, an dem der Wald aufhörte und das Feld begann, da traf es plötzlich den Ameisenbär.
Eigentlich wollte es am Ameisenbär wie gewöhnlich vorbeispazieren, doch heute schaute dieser sehr grimmig drein und als das Eichhörnchen ihn begrüßte, da sagte der Ameisenbär plötztlich:
“Siehst du aber seltsam aus.”
Da erschrak das Eichhörnchen und schaute den Ameisenbär ängstlich an.
Dieser schaute immer noch grimmig und dann blickte das Eichhörnchen weg.
Es war nun sehr geknickt, denn es dachte immer, es sei ein schönes Eichhörnchen mit einem weichem, kuscheligen Fell und einem flauschigem Schwanz. Doch auf einmal behauptete der Ameisenbär, dass es seltsam aussehen würde.
Das brachte es nun durcheinander und gleichzeitig wurde es sehr traurig.
Und weil es diese Traurigkeit auf Dauer nicht aushalten konnte,ging es davon, um die Traurigkeit los zu werden.
Dem Ameisenbär wollte es jedenfalls nicht mehr begegnen.
Das Eichhörnchen stapfte nun weiter, auf einem schmalen Feldweg entlang.Auf beiden Seiten erstreckte sich hohes Gras und da es Sommer war, war das Gas so hochgewachsen, dass es nicht darüber schauen konnte und das ließ es wieder an den Ameisenbär denken, denn dieser war größer als das Eichhörnchen.
“Der könnte jetzt bestimmt über das Gras schauen”, dachte es und wurde noch trauriger.
Es wollte nun nicht mehr weiterlaufen und setzte sich an den Rand des Felwegs und dachte nach,während es auf einen Grashalm starrte.
Da kam auf einmal eine kleine Ameise angekrabbelt, die sich verlaufen hatte.
Als sie das Eichhörnchen dort so groß sitzen sah, erschrack sie zunächst, denn mit einem, am Feldrand sitzenden Eichhörnchen hatte sie nicht gerechnet.
Doch da sah sie auf einmal, dass das Eichhörnchen ganz traurig auf einen Grashalm schauchte und die Augen sich nicht bewegten.
Nun bekam die Ameise Mitleid mit dem Eichhörnchen und wolllte wissen, was der Grund für diese Traurigkeit war. Doch das ging nur über fragen.
Die Ameise traute sich jedoch nicht richtig, denn sie wusste ja nicht, ob das Eichhörnchen ihr den Grund erzählen möchte.
Nach einer kurzen Überlegung entschied sie, es trotzdem zu fagen, denn sie dachte,dass es dringend Hilfe benötigte.
Also fragte es nun:
“Hallo liebes Eichhörnchen, du schaut so traurig aus.Möchtest du mir vielleicht erzählen, was mit dir passiert ist?”
Da hörte das Eichhörnchen die piepsige Stimme der Ameise, schaute sie an und war ein wenig erfreut, das die Ameise ihn das fragte.
Es beugte sich nun zu ihr hinunter und antworte:
“Ich sehe traurig aus, weil ich traurig bin, und traurig bin ich, weil der Ameisenbär gesagt hat, dass ich seltsam aussehe.”
“Oh,” sagte die Ameise und verstand. “Also ich finde, dass der Ameisenbär Unrecht hat. Du siehst doch ganz normal aus,wie ein Tier eben und noch dazu bist du kuschelig. So kuschelig wie du, ist der Ameisenbär bestimmt nicht. Außderdem bist du groß, wäre ich so groß wie du, würde ich jetzt wieder nach Hause finden, denn ich habe mich nämlich verlaufen.”
Da war auf einmal das Eichhörnchen wieder fröhlich und hatte den Ameisenbär schon wieder ganz vergessen.Es dachte jetzt an die kleine Ameise, die sich verlaufen hatte und meinte:
“Wenn du mir sagst wo du wohnst,dann kann ich dir den Weg zu deinem zu Hause zeigen.”
“Ich wohne am Feldrand.Da, wo das Feld aufhört und der Wald beginnt,” antworte die Ameise.
“Na dann komm mi.Ich kenne den Weg,”entgegnete das Eichhörnchen.
Und so führte es die Ameise zu ihrem zu Hause und als sie sich verabschiedet hatten, spazierte das Eichhörnchen wieder fröhlich zu seinem zu Hause, dem dicken,großen Baum mit den wundervoll geschwungenen Ästen.
Überschrift:Der Krieg von Dämonen und Engeln
Vor mehreren Jahrhunderten lebten Dämonen in der Dämonen Welt und die Engel in der Engelsweld glücklich. Und eines Tages entdeckte ein Dämonen-Junge das Bindungsloch zwischen der Dämonen-und derEngelsWelt. Dann wagte sich der Dämonen-Junge in das Reich der Engel und dann schwebte er durch den Engels-Wald. Der Junge fühlte keinen Hass mehr das er schön fand und dann sah er auf einen hohen Baum ein Engels-Mädchen in die sich der Dämonen-Junge sofort verliebte. Dann als sich der der Dämonen-Junge dem Engels-Mädchen nähren wollte kam ein Engels-Junge und nahm dem Sie weg.
Der Dämonen-Junge wurde zurück in das Dämonen-Reich verbannt und dort wurde er böse und wurde der König der Dämonen. Seidem führten Die Engels-Welt und die Dämonen-Welt führten seid dem viele Schlachten und ein Engels-Mädchen gibt fast ihre ganze Kraft für die Engels-Welt. Dieses Mädchen hat eine Tochter und die Tochter heißt Nina. Der Vater von Nina ist ein Dämon und als Die Eltern angst hatten gaben sie ihre ganzen Kräfte Nina und lassten sie auf die Erde.
Atene wusste davon bescheid und gab Nina die Kraft des Vierten Liebesengels und gab ihr auch von ihrere Kraft. Seitdem lebte sie ganz alleine und dann fand sie Freunde die anderen beiden Liebesengel Lilly und Daisy. Als ich am nächsten Morgen aufwachte rüttelte mich Lilly wach und dann sagte Sie: ,,Nina! aufwachen Heute wird endschieden wer über was schreibt und wenn ja wollen wir über die Fussballmannschaft.”
Ich klatschte mir gegen den Kopf und dann zog ich mich schnell an und dann holten wir schnell Daisy und rannten schnell zur Schule und dann waren wir pünktlich in der Schule und unsere Leherin verkündete das Ich, Lilly und Daisy eine Gruppe sind und wir dürfen das Fußballmannschaft Thema machen.
Lilly und Daisy waren total aus den Häuschen und Ich wusste nicht ob das richtig war aber ich hatte niemanden mit dem Ich darüber reden konnte. Dann nach der Schule bin ich alleine zu der berühmten Blumenwiese gegangen weil ich einfach nur was geschrieben habe und dann sah ich Yazura und er hat sich neben mir gesetzt. Ich wunderte mich und dann fingen wir uns an zu Unterhalten und es war sehr schön mit jemanden zu reden und weil wir den gleichen Nachhause weg haben sind wir zusammen gegangen.
Dann als ich bei mir war waren schon Lilly und Daisy zuhause und haben mich natürlich alles über Unser Gespräch erfahren und plötzlich kam so ein Druck in meinen Kopf das ich zusammen Brach und Dann sagte:,, Irgendwo hier muss ein Dämon sein… ein starker, ich glaube in den Wald.“
Dann rannten Ich , Lilly und Daisy in den Wald und sahen auch gleich einen Dämon und dann verwandelten wir uns. Dann griff sie mit Blitzen an und wir wurden getroffen und dann als sie das Nochmal abfeuern wollte wurden sie zurückgeschlagen von Kiro.
Wir alle sagte gleichzeitig:,, Der Engel Kiro.“
Dann lächelte er mich an und ich zurück und dann konnte ich von Dämon kurz ihren Gedanken sehen weil alle um Kiro waren wollte sie die angreifen und dann bin ich schnell hingerannt und als der Blitz einschlagen soll konnte ich ihn nehmen und umlenken auf sie und dann nahm ich meine ganze Liebesenergie und sende einen Liebesblitz der sie traf und Lieb machte und dann viel ich um und mir wurde Schwarz.
Ich hatte kaum Energie mehr und dann spürte ich wieder Energie in mir und dann als ich aufwachte lag ich in meinem Bett und Kiro saß neben mir und dann fragte er: ,,Hey du bist endlich aufgewacht hab eine Frage an dich: woher wusstes du, was der Dämon tun würde und wie konntest du die Blitze ableiten und einen Liebesblitz senden das ist nur ein Mal in zwei Jahrhunderten passiert also wie hast du das gemacht?“
Dann sagte ich :,, Naja ich habe ihren Gedankengang gesehen und wusste weil Lilly und Daisy in dich verknallt sind und der Dämon hat es kapiert und wenn du verletzt wärst wären Lilly und Daisy kleine Gefahr mehr deswegen und der Liebesblitz ist weil ich den eben kann.“
Dann wunderte Kiro sich aber dann musste er gehen ehe Lilly und Daisy reinkommen und dann ging er. Ich bin dann wieder eingeschlafen bis ich plötzlich Nachts aus dem Bett gerissen worde von meinem geheimen Lehrer Iknes
P.S Könnten sie mir ihre Kritiken unter meiner E-mail absenden weil ich nicht so oft hier drauf bin danke !!!
Ja, Madeleine, danke fuer die Geschichte.
Als erste Kritik muss ich dir sagen, dass du wirklich sehr viele Fluechtigkeitsfehler begangen hast (Ziemlich viele habe ich bereits korrigiert, denn sonst waere die Geschichte kaum lesbar gewesen). Du musst dir unbedingt angewoehnen, jedes Mal, wenn du etwas geschrieben hast, noch einmal gut und mit Konzentration zu korrigieren. Das hilft immer, und das machen selbst weltberuehmte Autoren!
Non etwas: Du hast aus irgendwelchen Gruenden die Geschichte komisch formattiert, freie Zeichen eingesetzt usw, und ich habe da ziemlich lange dran arbeiten muessen, um das Ganze wieder lesbar zu machen. Wenn du am PC schreibst, dann setze keine Leerstrellen ein, sondern beschraenke dich auf neue Zeilen. Noch etwas: Man sagt nicht “Ich, Lea und Fritz”, sondern man setzt sich selbst immer an die letzte Stelle: “Lea, Fritz und ich”. Das klingt besser
Ich habe wirklich keine Zeit in diesen Tagen, aber wenn es irgendwie geht, werde ich noch einmal zu deiner Geschichte zurueckkommen. Aber meine Kritik zu den vielen Fehlern ist serioes gemeint. Da fehlen Buchstaben, du setzt kaum ein Komma usw. Es ist wirklich wichtig, wenn man alles noch einmal kontrolliert, bevor man postet, ok?
Ciao
Georg
Ich habe auf den Computer die Kontrolle gemacht und da war alles richtig